Heute kommt der 3. Teil von „Nicht der Süden“, wie gehabt um 20.15 Uhr auf 3sat (aber leider nicht im RAW). Überraschend werden wir darin noch einmal mit dem Thema Waljagd konfrontiert und bekommen die Folgen übermäßigen Walgenusses vorgeführt. Kirsten muss wegen Schlafmangel und ich wegen kaputtem Zeh auf Jan Mayen behandelt werden, womit wir die einzigen Autoren der Welt sein dürften, die von sich behaupten können, auf dieser seltsamen arktischen Vulkaninsel verartztet worden zu sein – macht sich bestümpt toll im Lebenslauf. Zum Trost gibt es eine heiße Schokolade in einem Berlin-Mitte-Café in der Arktis.




(Das zweite Bild stammt von Alexander Lembke, die anderen sind von mir.)
Vor ein paar Tagen erreichte mich übrigens eine Email von G.W. (ich hoffe, es ist in Ordnung, sie zu zitieren):
Zu Ihrem Film „Nicht der Süden“ (–> Island), der gestern auf 3sat kam, möchte ich anmerken:
Leif Erikson, der Entdecker Amerikas, ist Christ
Auwacka, das ist leider richtig. Ein peinlicher Fehler …
Es ist natürlich nicht der einzige: In Folge 1 ließen wir dem anderen Leif, dem der noch lebt und auf den Färöer Inseln eine Fischfarm managet eine unkorrekte Aussage durchgehen: Er behauptet dort, die Fischzucht sei sehr effizient, wenn man den Fischen 1,1 Kilo Futter gebe, würden sie 1 Kilo zunehmen. Das wäre schön, stimmt aber nicht, man braucht mindestens 3 Kilo.
Wenn ich mich rausreden wollen würde, könnte ich darauf hinweisen, dass dies aber ohnehin kein Argument gegen die Fischzucht ist – auch gefangene Fische müssen eine Menge mehr in ihrem Leben essen, als sie nachher wiegen. Es ist eher ein Argument gegen das Essen von Fischen im Allgemeinen und von fleischfressenden Fischen im Besonderen.
Für das Fischmehl wird Soja, Getreide und Beifang verwendet, der normalerweise achtlos und tot ins Meer zurückgekippt wird. Ich habe Leif gefragt, ob das heißt, dass in der Fischfarm die Delfine verfüttert werden, die beim Thunfischfang anfallen, aber das hat er vehement bestritten und ich habe ihm geglaubt, weil ich manchmal denken will, dass es auch gute Sachen gibt.
(Dass für das Soja im Fischfutter möglicherweise irgendwo auf der Welt Regenwald abgeholzt wird, dass die Fähringer Fischfarmen von ihren Standards her leider nicht das Gros der Fischzuchtbetriebe weltweit repräsentieren, sorgt aber gleich im nächsten Moment wieder für düstere Weltuntergangsstimmung)
In Folge 3 ist auch ein Fehlerchen drin, hoffentlich gut versteckt. Wer es findet und als erster hier reinschreibt, dem schicke ich ein Nicht-der-Süden-Buch. Aber nur wenn es der Fehler ist, den ich meine. Wie ich mit zusätzlich gefundenen Fehlern verfahre, weiß ich nicht – hängt auch von der Anzahl ab, nicht dass ich nachher die ganze Auflage aufkaufen und verschenken muss 😉
(Volker Strübing)
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