… muss mir jemand sagen: „Komm mal wieder runter, insbesondere mit deinem Schuh von meinem Fuß“. Darum danke für einige Kommentare zu meinem Posting von vorgestern („Von Kindern lernen“). Dass ein „durchgeknallter Oberfundi“ alle Atheisten, eigentlich alle Nichtchristen, beleidigt, sollte nicht dazu verleiten, nun auch alle Christen zu beleidigen. Es wäre doch schön, wenn alle, die bestimmte Werte, bestimmte Ansichten und Hoffnungen, wie Menschen miteinander umgehen sollten, teilen, zusammenhalten würden(*1), ganz egal, ob sie diese Ansichten religiös, emotional oder rational begründen.
Ich kann den Glauben an einen personifizierten Gott nicht nachvollziehen; jegliche politische Einmischung religiöser Institutionen halte ich für grundschlecht und religiöse Führer, die für ihre Schäfchen auf Dogmen beruhende Verhaltensmaßregeln aufstellen, für gefährlich. Davon abgesehen soll von mir aus jeder glauben, was er will. Leider muss ich auch eingestehen, dass mein Atheismus vielleicht nicht ausschließlich auf meiner überagenden Intelligenz beruht, sondern zu einem kleinen Teil aus meinen Lebensumständen resultiert (hast ja Recht, Tom). In irgendeiner Parallelwelt wird wohl auch ein gläubiger Volker herumstolpern. Egal.
Dieser Volker hier bleibt Atheist und wird sich immer gerne über dieses Thema streiten.
Und – bevor das hier zu versöhnlich wird -: Selbstverständlich muss man „religiöse Gefühle“ durch Mohammed-Karrikaturen oder Klinsmann-Kreuzigungen verletzen dürfen. Meinetwegen auch „atheistische Gefühle“. Schlimm ist die pauschale und ernsthafte Aussage: „Du bist dumm / böse / Verbündeter und Wegbereiter der Hölle auf Erden / Terrorist / hässlich etc. weil du glaubst / nicht glaubst / das falsche glaubst / gerne Oliven isst.“ Wobei ich über die Sache mit den Oliven nochmal nachdenken muss.
(V.S.)
(*1) “ … umgehen sollten, teilen, zusammenhalten würden …“ – Ist die deutsche Sprache nicht herrlich?
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