Ich suche ja immer Sachen, die ich gegebenenfalls hinten auf ein Buch drucken lassen kann. Das mal was von einem Sportreporter dabei sein würde, hätte ich nie gedacht, aber jetzt hat ein Wolf-Dieter Poschmann gesagt:
„Wenn man in Marzahn aufgewachsen ist und das unbeschadet überlebt hat, ist man zu allem fähig.“
Fetzt doch. Ist zwar Quark aber lustig. Vor ellem in Westdeutschland mache ich gerne ein gewisses Gewese um die Tatsache, dass ich aus Marzahn komme, weil es Spaß macht die Reaktionen der Leute zu beobachten. Man kann auch an Klischees, die einen selbst betreffen, viel Freude haben.
Das einzige, was mich stört, ja fast anekelt, ist die Empörung von Politikern von der Linken bis hin zur CDU. Mann ey, was kümmern die sich um irgendwelche flapsigen Sprüche von Sportreportern?! Was ist das, wenn nicht widerliche Anschleimerei bei Leuten, die das vielleicht gar nicht brauchen, die vielleicht gar keine Politiker in ihrem Hintern wollen?!
Aber vielleicht schätze ich das ja auch ganz falsch ein, weil ich das Aufwachsen in Marzahn doch nicht so unbeschadet überlebt habe …
(VS)
PS: Wenn man heute nach News zum Thema Marzahn googelt, findet man an oberster Position einen Artikel mit dem Titel „Politiker sind empört: Wirbel um Poschmanns Marzahn-Spruch“, dann noch einen über die Leichtathletin, die ihn zu diesem Spruch inspiriert hat und dann drei Artikel mit den Überschriften: „Jugendliche nach Einbruch in Getränkelager erwischt“, „Tram in Berlin-Marzahn beschossen“ und „Taxifahrer in Marzahn überfallen“ …
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