Für Freude im Alltag sorgen immer wieder Geschäfte mit lustigen deutsch-englischen Namen. „Back World“ habe ich neulich irgendwo gesehen. Dabei handelte es sich nicht um ein Reisebüro, das sich auf Reisen nach Australien oder an den Arsch der Welt spezialisierte hat, sondern einen dieser grässlichen Discountbäcker, was auch schon wieder eine sehr unschöne Zusammensetzung ist und eine Beleidigung für alle richtigen Bäcker obendrein.
Vor Jahren habe ich in Dresden mal ein Sanitärgeschäft mit dem wenig vertrauenerweckenden Namen „Bad Shop“ gesehen. Ich glaube, das gibt es inzwischen nicht mehr, was immerhin für die Intelligenz und die Englischkenntnisse der Dresdener spricht.
Wenn man von Berlin nach Dresden fährt und das Aussteigen vergisst, landet man schwuppdiwupp in Prag, was als Überleitung zur nächsten Anekdote jetzt mal ausreichen muss. In einem Prager Restaurant hielt ich einst eine dreisprachige Speisekarte in der Hand, die als Spezialität des Hauses „Stinkenden Käse aus Olmütz“ anpries.
Noch hübscher fand ich die englische Bezeichnung: „Schmell Cheese >> Surprise <<“
Zu uns Deutschen waren sie wenigstens ehrlich …
Und wo wir gerade bei Speisekarten sind: Meinen allerliebsten Lieblingskommafehler entdeckte Uwe Beneke Anfang der 90er Jahre in der Speisekarte des Restaurants im SEZ: „Würzfleisch, vom Schwein überbacken“
(Volker Strübing)
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