Es gibt jetzt einen ersten Trailer für Mister und MissiSippi. Geschnitten hat ihn Johnanna, die Musik stammt von John Ruskey.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=s6aF8gGgqlw]
(VS)
Es gibt jetzt einen ersten Trailer für Mister und MissiSippi. Geschnitten hat ihn Johnanna, die Musik stammt von John Ruskey.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=s6aF8gGgqlw]
(VS)
So, ich kann wieder Notizbuchfotos machen. Dank ein paar Tagen Pause, einer guten Handgelenksschiene, Ibuprofen und vielleicht auch dank russischem Raumfahrthokuspokus (eine lange Geschichte, die ich vielleicht ein andermal erzählen werde) geht das Schreiben von Hand mit einem guten Füller auf gutem Papier wieder halbwegs flott von … na ja, der Hand eben. Auch das „Abtippen“ mittels Spracherkennungssoftware macht Fortschritte. Vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Mississippibuch.
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Mit den vielen Nachtfotos in letzter Zeit ist es ein bisschen wie mit dem berühmten Hund, der sich die Eier leckt, weil er es kann. Habe mir zu Weihnachten ein 30 mm/1:1,4 Objektiv von Sigma gekauft. Damit kann ich bei Kerzen-oder Laternenlicht fotografieren und das macht Spaß. Seit 20 Jahren, seit ich zuletzt meine Exa 1B benutzt habe, ist es das erste Mal, dass sich mit einer Festbrennweite fotografiere und auch das macht Spaß. Ich habe beim Fotografieren ja keine großen Ansprüche; Spaß soll es machen und ich freue mich, wenn mir dekorative Bilder gelingen, auch wenn sie den künstlerischen Wert eines Bob-Ross-Gemäldes haben.
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(Auf ein Bier mit den freundlichen Verlegern. Hinterher haben sie mir dann den linken Arm gebrochen, damit ich mal merke, wie das ist, wenn einem wirklich das Handgelenk weh tut, endlich mit Jammern aufhöre und wieder an die Arbeit gehe.)
(VS)
Fernsehtip: Sabine und Lutz von Monstamovies waren 14 Monate nach den Dreharbeiten zu Nicht Der Süden noch einmal auf Spitzbergen und haben einen Film gedreht, der heute, am Sonnabend, um 19:30 Uhr in der Reihe Geo Reportage auf ARTE läuft.
PS: Thomas fragte, wie ich mich angesichts der dekorativen Stilleben aufs Schreiben konzentrieren könne. Es ist aber eher so, dass ich erst, wenn ich mich nicht mehr aufs Schreiben konzentrieren kann, das Stillleben bemerke, noch ein bisschen an den Sachen rumschiebe und den Fotoapparat raushole.
Die angedrohten Notizbuchkitschfotos bleiben erst einmal aus. Habe mir die rechte Hand bei einer halsbrecherischen Aktion vermurkst: Ich habe mein Telefon aus der Aufladestation genommen. Ja, ich lebe gefährlich. Dasselbe hatte ich schon mal auf dem Mississippi, da habe ich nach einer halben Stunde Rudern das Ruder weggelegt und 1 Sekunde später fühlte es sich an, als hätte ich mir die Hand gebrochen, alles wurde dick, ich sagte Sachen wie: „Autsch!“, „Scheiße!“oder „Hssssss!“ und verbrachte 8 lehrreiche Stunden in einem öffentlichen Krankenhaus in New Orleans. Ich hätte nie mit Rudern aufhören, nie das Telefon aus der Aufladestation nehmen dürfen.



(Im Krankenhaus in New Orleans, Zeichnungen von Matthias Seifert)
Schreiben ist im Moment nicht möglich, weder mit Füllfederhalter noch mit Tastatur, deshalb experimentiere ich jetzt mit einem Headset und einer Spracherkennungssoftware. Das ist erstmal ganz lustig, wird aber schnell frustrierend. Einfache Sätze zu diktieren, ist kein Problem, das Programm versteht erstaunlich viel. Aber schon bei Wörtern wie „vermurkst“ stößt es an seine Grenzen und schreibt: „vom Obst“. Und man flucht und ruft „Kacke!“ und sofort steht das Wort Kacke auf dem Bildschirm, bloß dass da nicht Kacke steht, sondern Tacke oder Hacker, weil das Programm das Wort Kacke nicht kennt und man es ihm erst beibringen muss, damit man, wenn man das nächste Mal verärgert „Kacke!“ ruft, wenigstens auch Kacke im Text stehen hat. Vor allem Korrekturen sind sehr umständlich und brauchen urst viel Zeit („urst“ habe ich nur geschrieben um den Programm das Wort gleich mal beizubringen). Die Software hat auch einige Bugs und Macken, die den Spaß ein bisschen vergraben. Ich meine natürlich „verderben“, aber wahrscheinlich habe ich ein bisschen Genussschild. Zu erklären, warum da statt verderben vergraben steht, geht schneller, als den Fehler zu verbessern, vorausgesetzt natürlich, das Programm versteht nicht Genussschild wenn ich genuschelt sage.
Kreatives Schreiben ist auf diese Weise nicht möglich, aber wenn das Programm und ich erstmal ein bisschen trainiert sind, könnte es doch zu einer handgelenkschonenden Alternative zum Abtippen meiner handgeschriebenen Texte werden.
Für diesen Blogeintrag hab ich ne gute Stunde gebraucht. Aber ich übe ja noch, computerverständlich zu reden. Menschen sind aber auch sowas von inkompatibel …
(VS)
PS: Wen’s interessiert: Verwende „Dragon Naturally Speaking“ 10 Standard.
Ich schreibe gerade meine Erinnerungen an die Reise nach Amerika auf und habe beschlossen, ab und zu ein paar Stückchen davon auf dem Mississippi-Blog zu veröffentlichen. Hier ist der erste: Schnipsel: Vicksburg, Mississippi, 25.6.2009 .

Making of „Schnipsel: Vicksburg, Mississippi, 25.6.2009“
Kann ja sein, dass die vielen Bilder in letzter Zeit, insbesondere die diversen kitschigen Notizbuch-Stillleben, langsam nerven, aber das muss sein. Aus Gründen, die ich vielleicht ein andermal erkläre.
(VS)
Auf der Verpackung von PUEBLO-Tabak findet sich der folgende seltsame Text: „PUEBLO ist eine traditionelle Mischung aus amerikanischen Virginia-Tabaken, die auch von Indianern angebaut werden“. Wenn das bedeuten soll, dass Virginia-Tabake auch von Indianern angebaut werden, dann kann sich das jede andere Virginia-Tabakmischung auch auf die Packung schreiben und ein Tafelwasserproduzent könnte sein Leitungswasser in Flaschen als „chemische Verbindung, die auch von Indianern aus dem Brunnen geschöpft wird“ anpreisen. Oder, und hier ist der Zyniker in mir erwacht: Wird tatsächlich der Tabak in den PÜBLO-Packungen unter anderem von Indianern angebaut; mit anderen Worten: Haben die eventuell zwei, drei ungelernte indianische Hilfsarbeiter auf ihrer Tabakplantage, die nun unwissentlich (und wahrscheinlich unterbezahlt) dafür sorgen sollen, den Tabak für den deutschen Verbraucher und Raucher stärker in die Nähe naturvölkischer Traditionen zu rücken?
Egal, der Tabak ist jedenfalls gut, soweit Tabak gut sein kann; auf jeden Fall besser als American Spirit. Wo ich gerade von Amerika schreibe: Heute haben wir den ersten Teil von Mister und Missis.Sippi auf die erforderliche Laufzeit von 44 Minuten runtergekürzt (nach grob geschätzt 11 Kürzungs- und Überarbeitungsrunden). Wenn alles klappt – und es wird alles klappen! – sind am Wochenende auch Teil 2 und 3 fertig und bereit für die Endabnahme. Sechseinhalb Monate nach dem ich mit der Vorbereitung angefangen habe, ist für mich dann die Hauptarbeit am Film vorbei. Ich muss dann eigentlich bloß noch Texte überarbeiten und Sprachaufnahmen machen. Naja … und ein Buch dazu schreiben, das wahrscheinlich niemand lesen wird, weil die schönen Bilder von Matthias sowieso vom Text ablenken werden.
(VS)
Ein Hinweis in eigener Sache: Auf dem Mississippiblog gibt es einen kurzen Werkstattbericht und eine erste Version des Vorspanns von Mister & Mississippi:
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