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  • Von Wustrow nach Paris

    Crowdfunding ist eine tolle Sache und Startnext eine super Plattform dafür. Zum einen aus dem offensichtlichen Grund, dass es die Realisierung von Projekten ermöglicht, die nach herkömmlichen Marktprinzipien oder Förderkriterien keine Chance gehabt hätten, zum anderen, weil es den Unterstützern das schöne Gefühl gibt, selbst einen Beitrag zur Verwirklichung eines Traumes beigetragen zu haben und über die oft sehr speziellen/originellen/persönlichen Dankeschöns für diesen Beitrag auch etwas zu bekommen, dass weit mehr ist als nur das fertige Produkt oder Kunstwerk.

    Tatsächlich trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, selbst ein Crowdfunding-Projekt zur Wiederbelebung von Kloß und Spinne zu starten. Allerdings muss ich mich dazu erst einmal auf die Suche nach Leuten begeben, die mich bei der Animation unterstützen (bzw. diese übernehmen würden) bzw. textlich mitarbeiten, um regelmäßig neue Folgen zeigen zu können.

    Doch ersteinmal möchte ich hier noch einmal auf eine andere Crowdfunding-Aktion aufmerksam machen: Den Film 3000 Grad – von Wustrow nach Paris. Eine Dokumentation von Henri Tonn über das gleichnamige Musikfestival. Heimatfilm, Roadmovie, Musikvideo alles in einem. Elektronische Musik, Mecklenburgische Kühe, Anglerlatein und Lebensweisheiten in Kittelschürzen, ein Wanderzirkus, eine Lebenseinstellung, ein Märchen, eingefangen in tollen Bildern. Ich konnte einen ersten Rohschnitt sehen und bin ehrlich begeistert. Schon der Trailer ist toll:

    [vimeo http://vimeo.com/99901151]

    (Am besten im Vollbildmodus angucken, WordPress scheint Probleme mit der Einbindung zu haben.)

    Besonders schön ist, dass Festival und Film so gut zusammenpassen: Beides funktioniert über die Begeisterung der Macher, denen ihre Unabhängigkeit wichtiger ist als der Gewinn. Das heißt leider nicht, dass das ohne Geld auskommen würde. Nach 40 (unbezahlten) Drehtagen in 18 Monaten und hunderten Stunden der Materialsichtung geht es jetzt um Feinschintt, Finalisierung und Herstellung. Und das ist ohne Unterstützung nicht mehr zu schaffen. Die Finanzierungsphase bei Startnext ist auf einem guten Weg. Fast 45 Prozent der Summe sind schon zusammengekommen. Den Rest schaffen wir auch noch!

    Schaut euch den Trailer an, lest euch die Projektbeschreibung durch und vielleicht bekommt ihr ja Lust, euch selbst mit einem der Dankeschöns zu beschenken und einen tollen Film zu unterstützen!

     

  • Geschnipseltes: Der Krieg feiert Geburtstag

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    (Alle Schnipsel aus der SZ vom 2./3.8.2014)

  • Mein Senf für Gaza

    Waffenruhe im Nahen Osten – „Gottseidank“ hätte ich fast geschrieben, allerdings hat sich Gott in Sachen Nahost-Konflikt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nicht, dass die Menschen Gott bräuchten, um Dummheiten zu machen, aber er ist doch ein willkommener Vorwand. (Ich fürchte, die Waffenruhe ist schon längst wieder vorbei – ich bin gerade in einem klitzekleinen Urlaub und ein bisschen aus der Zeit und dem Netz gefallen.)

    Was Israel und Palästina jetzt vor allem brauchen ist: Senf. Hier kommt ein großer Klacks von mir. Eigentlich ist es mein Senf zu anderer Leute Ketchup …

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  • Bilder der Woche 31/2014 – Poetry Slam Zirkus

    Nach einigen wunderbaren Abendsonnenopenair-Slams musste das ja mal passieren:

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    Einige Tage nachdem Münster quasi komplett in den Fluten versunken war („die Vineta gemacht“, wie man bei uns in Pankow so sagt, wobei „man“ in diesem Fall nur ich bin und sowas eigentlich auch nicht sage, sondern nur in mein Blog schreibe, um seltsam zu wirken), regnete es schon wieder, obwohl doch der Tatwort Poetry Slam im Schlossgarten, an dem ich letztes Jahr schon teilnhenmen konnte, wieder stattfinden sollte. Doch da Münster nun schon untergangserfahren ist, sah man das ganze gelassen: Das Publikum wurde, solange es regnete, auf die Bühne geholt, und als es pünktlich zu Veranstaltungsbeginn nur noch ein bisschen tröpfelte, nahmen sie klaglos auf den nassen Bänken Platz. Super Abend!  (mehr …)

  • Bilder der Woche 30/2014 – Krücken, Quark und ein Konfettikanonendidgeridoo

    Es ist unfassbar: ich war an der Ostsee und habe nicht ein einziges Ostseefoto mitgebracht! Dafür einen verstauchten Knöchel, das ist doch auch was. Ich hatte eine sehr schöne Sololesung im Atelier Niemeyer-Holstein auf Usedom. Eigentlich war auch eine Inselfahrradtour geplant, aber mein Fahrrad hatte bereits einen verstauchten Knöchel (den es sich aber redlich verdient habe, so wie ich dieses kleine City-Bike in den letzten Monaten  hemmungslos überladen über Ofroadstrecken gejagt habe), also war ich zu Fuß unterwegs. Nachts. Im Wald. Im dunklen Wald. Im sehr, sehr dunklen Wald. (Da war Wald zwischen mir und der Ostsee, was sollte ich tun?) Und im Wald war ein Loch und da bin ich reingetreten und …

    So konnte ich endlich mal die Quarkwickel ausprobieren, die mir schon vor ziemlich genau 2 Jhren anlässlich meiner Knieverletzung empfohlen wurden. Keine Ahnung, ob sie nun wirklich geholfen haben, aber gefetzt hat es, ein sehr seltsames Gefühl, aber urst angenehmen, müsst ihr mal machen! Man muss sich ja nicht gleich was verstauchen, gegen eine kleine Zerrrung oder Sonnenbrand oder Mückenstiche soll es auch helfen.

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    So ging es denn hochgelegten Fußes zu einem Open Air Poetry Slam nach Stuttgart. Got segne die 1.-Klasse-Up-Grade-Gutscheine des Bahn-Bonus-Systems!

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    Eine der seltsamsten Backstages, die ich je erlebt habe: Mit Schaufenster zum Publikum, das mit verlöschendem Außenlicht immer mehr zu einem Schaufenster für das Publikum in den Backstageraum wurde: (mehr …)

  • Lunge, komm bald wieder

    Meine tolle Nichtraucher-App verrät mir, dass ich jetzt, in diesem Moment, seit 256 Tage, 18 Stunden und 50 Minuten insgesamt 6487 Zigaretten nicht geraucht und dabei 929,80 € gespart habe. Eine andere App kommt mit denselben Eingabewerten auf 941,5623 € und 6419,74 nicht gerauchte Zigaretten. Egal. Ne Menge jedenfalls. Das Geld für meine beiden neuen Fahrräder habe ich also gerade wieder reingenichtraucht, das ist doch toll. Außerdem habe ich laut der zweiten App Zwei Tage, sieben Stunden und eine Minute an Zeit gespart, aber das ist Quatsch, weil ich die meisten von den 6500 Zigaretten soweiso nebenher bei irgendwas geraucht hätte ohne sie wirklich wahrzunehmen.

    Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass es sich wegen der Freude über die steigenden Zahlen in der Nichtraucherapp, ein hinreichender Grund sind, mit Rauchen anzufangen, um später wieder aufhören zu können. Aber wenn man schon Raucher ist, dann sollte man sich das Glück des Aufhörens nicht entgehen lassen. (Ich bitte um fruendliche Würdigung der Tatsache, dass ich auf bei Mark Twain abgeklatschte Witze der Bauart: „Darum höre ich zwanzigmal am Tag auf“ verzichte, danke.)

    Es ist nicht mein erstes Mal. Ich habe einmal dreieinhalb Jahre und zweimal je ein Jahr nicht geraucht. Das letzte Mal liegt schon 6 Jahre zurück. Meine Methode hatte ich immer bei Allen Carr abgeschaut, umso dööfer mit Doppel-Ö war es, dann wieder anzufangen, da Carr den Rückfall zur größten anzunehmenden Katastrophe erklärt. Wenn man aufhört, solle man sich schwören für immer aufzuhören oder auf ewig in der Hölle zu schmoren.

    Mit diesem Extremismus kann ich nicht mehr soviel anfangen. Jetzt halte ich es lieber mit zwei anderen Menschen, die mir zum Vorbild geworden sind: meinem Vater und Micha Ebeling. Mein Vater hat (nach etlichen vergeblichen Versuchen) vor mittlerweile bestimmt 15 Jahren erklärt, er würde jetzt mit Rauchen aufhören. Aber nicht immer, nö, nur bis zur Rente, wenn er dann später im Schaukelstuhl sitze, dann wolle er auch wieder rauchen und so gäbe es etwas worauf er sich im Alter freuen könne, wo doch die meisten Menschen Angst davor haben alt zu werden.

    Inzwischen ist er in Rente, sitzt nicht im Schaukelstuhl und raucht noch immer nicht, weil er schlicht und einfach keine Lust mehr auf den Quatsch hat. Aber der Gedanke: Irgendwann in vielen Jahren rauche ich wieder, der hat ihm vor vielen Jahren sehr geholfen.

    Um einen ähnlichen Gedanken dreht sich Micha Ebelings Buch „Lunge, komm bald wieder“ (satyr Verlag), das genauso lustig ist, wie sein Titel verspricht, darüberhinaus aber auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Rauchen und mit anderen Aufhörmethoden (insbesondere der von Allen Carr). Bei Micha geht es um Rauchpausen, die einige Tage oder viele Jahre lang sein können. Ich will nicht behaupten, dass ich nach seinem System und seinem Buch vorgehe, aber es hat mich bei meinem jetzigen Rauchstopp inspiriert. Ich habe nicht für immer aufgehört, sondern bis zu dem Tag, wo ich beschließe wieder mit Rauchen anzufangen. Wenn ich in Rente bin und im Schaukelstuhl sitze, denke ich …

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    Das Buch von Micha ist aber nicht nur für Raucher und Exraucher und Co-Raucher interessant. Für mich die tollsten Passagen sind die, in denen Micha seine Raucherbiografie erzählt, mit Witz und Sprachgewalt, wie man es aus seinen besten Geschichten kennt. Das ist ganz nebenher noch ein toller Mini-Comig-of-Age- und Coming-out-of-the-deepest-DDR-Provinz-Roman, für den allein sich das Buch schon lohnt. Und es kostet gerade mal so viel wie zwei Schachteln Kippen …

    Viel Spaß bei Lesen – und viel Erfolg mit der Rauchpause, falls ihr Raucher seid!

    Das Buch gibt’s überall , aber ihr kauft es hoffentlich in einer schönen Buchhandlung oder online beim  Landbuchhändler des Vertrauens.

  • Wendezeit?

    Ich hab das Gefühl, dass die Dämme brechen. Und statt mit Sandsäcken rennen alle mit Spitzhacken los.  Verdammt, nicht einmal ein Krieg mit Russland scheint mehr komplett ausgeschlossen, es ist, als seien alle komplett durchgedreht oder hätten kollektiv die Medikamente abgesetzt. Alle. Von oben bis unten, von rechts bis links. Ob ich die Nachrichten lese oder die Kommentare darunter, es kommt mir vor, als würden wir sehenden Auges in die Katastrophe rennen. Und dabei jubeln. Eine kaum verhohlene Lust am Untergang bricht sich Bahn, eine Vorfreude auf den Moment, wo man inmitten von Trümmern stehend sagen kann: „Seht ihr, hab ich gleich gesagt“.

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  • Bilder der Woche 29/2014 – Der Bund Deutscher Deprimatoren macht eine Party

    Fast geschafft. Ich bin der vorletzten Woche angekommen. Meine Wege führten mich ins Frankenland.

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    Dort fuhr ich des Nachts mit dem Klapprad durch die Gegend, eigentlich auf der Suche nach einem See, aber dann sprang statt einem Bad nur ein bisschen Autobahnfotografie dabei heraus.

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    Der Bund Deutscher Ingenieure lud ein zur gepflegten Wochenenddepression in Nürnberg. Kinder auf Sedgways und der wohl unelvispreslichste Elivs-Presley-Imitator der Welt. An einer anderen Stelle durfte man Fuchs-ABC-Spürpanzer der Bundeswehr anfassen. Es war alles sehr schön. (mehr …)

  • Bilder der Woche 28/2014 – Gespenster, Fußball, Gartenzwerge

    Jetzt will ichs wissen. Keine Ahnung, ob die Bild-Wochennummern-Blogeintrag-Zuordnung in allen Fällen so stimmt, aber ich werde noch diesem Woche mit meinem Wochenrückblick in der Gegenwart ankommen. Keine Ahnung, wie mein großes Vorbild André das immer so gut und schnell schafft. Und dann schreibt er auch noch soviel dazu!

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    (Aus der beliebten Rubrik:“ Erklär ich vielleicht ein andermal“)

    Dass ich hier in letzter Zeit soviele Fotos poste, die aussehen, als wären sie mit einer Retro-App am Handy bearbeitet, liegt daran, dass sie mit einer Retro-App am Handy bearbeitet sind. Ein weiterer Schritt auf dem Weg um Effektivitätsmonster: Die kleinen Wartezeiten, die ich früher für Rauchen, Bubble Shooter oder Gucken, Träumen und Sinnieren verschwendet habe, nutze ich jetzt, zum Bearbeiten der Fotos. Toll, oder?

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    Aus gewissen Gründen verschlug es mich in jener Woche in einen Raum voller Niederländer, die, anfangs guter Dinge, am Schluss eher verkatert einem Spiel zusahen, dessen Namen einige von ihnen zum Glück für uninformierte Ignoranten wie mich auf dem T-Shirt trugen:

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    Ich versuchte mich derweil in anspruchsvoller Sportfotografie:

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    Nach dem ganzen entsättigten Mist ist es mal Zeit für ein paar knallige Farben (Filter „Velvia“ statt „Portra“ bzw. „Vignette“ in der App „Vignette“ plus ein entsprechendes Motiv):

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    Der „Platt vs. Berliner Schnauze-Slam“ führte mich in die Schleswig-Holsteinsche Landesvertretung. NAch der Show, als Bühne und Sitzbänke abgebaut waren, hielten die Gespenster Einzug:

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    Zugabe:

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  • Bilder der Woche 27/2014 – Attack of the Killer-Duck

    Hier werde ich mitten in Zürich von einer Ente in den Finger gebissen!!! In Zukunft: Enten futtern statt Entenfüttern, das habt ihr nun, davon, einmal die 57a, bitte!

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    Luzern: 157% Schweiz:

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    Nicht schön, aber …:

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