- Immer häufiger ziehen sich die Verkäuferinnen und Verkäufer in Backshops, Bahnhofsimbissbuden, Baguetteschmierereinen wie Subways (englisch für „unterwegs“ – ich entschuldige mich für diesen
urst lustigenblöden Witz 😉 hässliche Handschuhe aus durchsichtiger Folie an, ehe sie sich ans Werk machen. Ich mag alle drei genannten Ladenkategorien ohnehin nicht besonders und dies ist nur ein Grund mehr, sie zu meiden. Das sieht irgendwie unangenehm medizinisch aus. vermutlich soll es besonders hygienisch wirken, aber für mich erlaubt es nur zwei Deutungen: Entweder die Hände der Angstellten sind so eklig, dass man sie nicht in Kontakt mit Nahrungsmitteln kommen lassen darf oder die Nahrungsmittel sind so eklig, dass die Berührung den Angestellten nicht zuzumuten ist.
Beides nicht besonders appetitanregend.
- Da schalte ich den neuen Computer an, es macht Piep!, ein paar Zahlenkolonnen und Bootinformationen huschen über den Bildschirm. Dann wird dieser wieder schwarz, die Festplatte klackert noch kurz, dann ist Feierabend und eine unnatürliche Stille breitet sich aus. Sämtliche Farbe weicht aus meinem Gesicht. Ich sage ganz langsam, ganz leise „Ooooooo neeeeiiiiinnn!“
Ist dies nun endlich der richtige Anlass um Durchzudrehen? Zeit zu beweisen, dass nicht Killerspiele zu Amokläufen führen, sondern Computer ganz allgemein?
Bevor ich mich entscheiden kann, erscheint der Windows-Ladebalken und wenige Augenblicke später ist der Rechner betriebsbereit. Ich brauche einen Moment, bis ich begreife, dass ich von meinem alten Rechner an einen staubsaugerlauten Lüfter gewöhnt war und Stille bedeutete, dass der Computer ausgeschaltet oder abgestürzt war …
Mann, mann, mann, wenn man den Schreck erst mal verdaut hat, ist ein leiser Rechner eine echte Freude.
- Eine Freude, die etwa eine halbe Stunde währte. Dann fingen sie an, mit schwerem Gerät die schöne verwilderte Unkrautecke in unserem Hinterhof plattzumachen und zu planieren. Jetzt klopfen sie gerade Steinplatten fest.
Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön
Schön ist sie nur, wenn wir träumen …
(Die Kassierer)
(Volker Strübing)
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