Am Sonntag startet in Berlin eine neue Lesebühne … naja, eher eine Veranstaltung aus der Klasse der Lesebühnenartigen. „Lesebühne des Westens“ wird sie heißen und im Theater am Winterfeldtplatz stattfinden. Jeden Sonntag um 19.30 Uhr. Das Konzept erinnert eher an das Kantinenlesen, als an die „klassischen“ Lesebühnen, da es einen Moderator und wöchentlich wechselnde Gäste anstatt einer Stammbesatzung geben wird. Die Veranstaltung wird organisiert und logistisch unterstützt von Arnulf Ratings Maulhelden-Büro. Und ich bin dabei.
Jetzt wurde ich schon mehrfach gefragt, warum ich denn bei LSD und der Chaussee aufhöre, angeblich, weil es mir mit den Auftritten zu viel geworden sei, und nun bei einer neuen Veranstaltung einsteige. Diese Frage beruht auf einigen missverständlichen Ankündigungen. Ich werde etwa jede vierte Woche am Winterfeldtplatz sein und durch den Abend führen. An den anderen Sonntagen übernehmen das Spider und michaEbeling. Und ein fester Termin alle vier Wochen, na, das ist schon was anderes als zwei jede Woche. Schlimm ist nur, dass ich dafür nach Westberlin fahren muss. Naja, kann ich endlich mal mein Begrüßungsgeld abholen …
Ich bin sehr gespannt wie es wird, am Sonntag bei der ersten Show, und guter Dinge. Leider gibt es dort keinen Beamer, so dass ich keine Filme zeigen kann. Aber dafür ist es eigentlich ein Pupentheater und wo ich doch jetzt Kloß- und Spinne-Puppen habe …
Eine Entschuldigung für den Titel muss wohl an die eigentlichen, mittlerweile alteingesessenen Lesebühnen des Westens gehen: Die Lesedüne und den Berliner Wald.
So, und jetzt gucke ich wieder in meinen Posteingang, wo wahrscheinlich zehn neue Mails drin sein werden, da in der Mailingliste der Lesebühnen gerade eine Riesendiskussion darüber läuft, ob dieses Projekt eine ganz finstere Sache ist oder nicht. Komplett mit Beschimpfungen, die sich auf Glotze reimen, herrjeh .
(Volker Strübing)
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