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Für jemanden, der so großes Gewese darum macht, sich gar nicht für Fußball zu interessieren, beschäftige ich mich doch erstaunlich viel mit der WM.
Hier ist der erste Teil einer neuen Kloß-und-Spinne-Serie, die ich „Quickies“ nenne – sie sollen viel kürzer sein als die normalen, dafür aber häufiger kommen. An diesen anderthalb Minuten habe ich dann doch von 8.30 morgens bis 2.00 Uhr nachts (mit 3 Pausen zwischendrin) gesessen, woran aber auch Günther Netzer eine gewisse Mitschuld trägt. Trotzdem ist das ein überschaubarer Arbeitsaufwand: Text, Ton, Bild, Animation, Zusammengebastel – alles in einer Schicht geschafft.
Norbert kann sich jetzt um 180 Grad drehen und Schnaps eingießen, Kloß erklärt, warum man die Nationalmannschaft gerade jetzt lieben muss und mit Horst ist irgendwas Unheimliches passiert. Außerdem wird endlich die Frage geklärt, wie Chopins Trauermarsch eigentlich auf einer Vuvuzela klingt …
Und jetzt, jetzt ist es 2.52 Uhr. Während das Video hochgeladen wurde, habe ich 2 Wein in der gar nicht genug lobbaren Eselsbrücke getrunken. Ich bin todmüde und weiß genau, dass ich nach diesen vielen Stunden am Computer und bei dem Wetter nicht schlafen können werde. Ich denke, ich setz mir Kopfhörer auf, höre Mozart, fahre einmal mit dem Fahrrad um den Weißen See oder durch den Schlosspark Pankow oder beides, vielleicht hilft das ja. Und dann lese ich noch elf Kurzgeschichten von Murakami (offensichtlich ist mir gerade etwas bildungsbürgerlich zumute) und morgen Mittag, wenn ich aufwache, werde ich hoffentlich immer noch gut finden, was ich heute verzapft habe, trotz all der Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten, die mir beim Probegucken auffallen werden.
Gute Nacht/Guten Morgen
(VS)
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