Zitat des Tages

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„Es waren nicht nur Europäer und Amerikaner, die gemeinsam mit den zuvor unterdrückten Völkern des sowjetischen Imperiums den Fall der Mauer feierten […] Noch jemand erhob sein Glas, doch es war nicht mit Sekt, sondern mit dickem türkischem Kaffee gefüllt. Sein Name war Osama Bin Laden …“

Das Zitat stammt aus „Die Welt ist flach“ von Thomas L. Friedmann. „Weltbestseller“ verkündet ein Aufkleber auf dem Einband. Das Buch handelt von der Globalisierung und davon, wie sie unser Leben und Arbeiten ändert, sowie alte Hierarchien und wirtschaftliche Unterschiede einebnet. Ich bin jetzt auf Seite 78 (von 760) und das Buch scheint unfassbar dusslig zu sein. Klar, es stehen auch kluge Gedanken drin, meistens dort, wo der Autor andere Leute zitiert. Ansonsten freut er sich die ganze Zeit ein Loch in den Po, weil man dank Internet Humankapital billiger und effizienter für sich arbeiten lassen kann, und suhlt sich mindestens jede zweite Seite selbstverliebt in der Genialität seines titelgebenden Bonmots von der Welt, die nicht mehr rund, sondern flach ist. Bin schon irrsinnig gespannt auf die nächsten 680 Seiten … wird wahrscheinlich ein fröhliches Stilblütenpflücken.

(Volker Strübing)

Kommentare

6 Kommentare zu „Zitat des Tages“

  1. Avatar von mad

    Ich habs nicht mal so weit geschafft wie du. Ich war vielmehr erstaunt, wie geschwätzig man doch sein kann.

  2. Avatar von goodytales

    Du wirst noch 680 weitere Seiten lesen, obwohl Du es offenbar in etwa so spannend zu finden scheinst, wie Staub auf der Fensterbank?
    (Ich habe keine Ahnung, woher diese Assoziation so plötzlich kam, hüstel)

    Warum?

  3. Avatar von Volker Strübing

    Nein, nei,, es ist schon im Altpapier gelandet. Dann lieber Staub auf der Fensterbank. In Zeitlupe 🙂

  4. Avatar von Mr Evil

    Ich hoff doch das dieses uminöse Buch welches heute in der Packstation für mich war interessanter ist.
    „Das Paradies am Rande der Stadt“
    Kennst du das schon? Ist das gut? 😉

  5. Avatar von schandhase

    Das hört sich nach einem Kandidaten für den Kuhlmann-Preis für versehentlich komische Literatur der Vorlesekollegen Neft & Bartels aus Bonn an: Exot

  6. Avatar von buchstaeblich

    Verbuchen wir das unter „Bücher, die die Welt nicht braucht!“, ja?

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