Um die Profite zu steigern oder zumindest auf gleichem Niveau zu halten, sind ständig wachsende Absatzmengen notwendig. Nicht die Nachfragen und Wünsche der Kunden treiben also das System an, sondern die Marketingabteilungen.
Gorz zitiert den Leiter einer US-Agentur: „Ich betrachte die Werbung als Erziehungs- und Aktivierungskraft, die in der Lage ist, die für uns notwendigen Nachfrageveränderungen einzuleiten.“
Der Kunde steht im Dienst einer Produktion, die ein Maximum an Überflüssigem hervorbringt, das schnellstmöglich kaputtgehen muss, um Platz für neue Waren zu schaffen.
Annette Jensen in der Taz vom 13./14.6.
über das Buch „Auswege aus dem Kapitalismus“ von André Gorz
Sehr schön zusammengefasst. Ein wirklich zufriedener Kunde ist das letzte, was sich irgendein Hersteller wünschen kann. Zufrieden darf er nur mit dem kurzen Kick des Neukaufs sein, damit er sich den auch in Zukunft mit Produkten desselben Herstellers holt. Und die erste und wichtigste Aufgabe der Werbung ist es, die Menschen unzufrieden zu machen.
Lesetip: „Unheimliche Erscheinungsformen auf Omega XI“ von Johanna und Günther Braun.
(VS)
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