Das war ein Wochenende! 5 Auftritte an 4 Tagen in 4 Städten, knapp 22 Stunden in diversen Zügen, 2 EU-Außengrenzen-Übertritte ohne Ausweis, 3 Wiener Schnitzel, zweieinhalb Weißwürste, viel Bier, eine Flasche Siegerwhisky (nicht ausgetrunken), ein Etap-Hotel-Frühstück, ein Mikrowellenrührei im Bordbistro, das leider nicht ganz durch war (hattet ihr schon mal den Mund voll mit kühlschrankwarmem Tiefkühl-Papp-Ei? Mir war den Rest des Tages übel), ein paar Liter Kaffee und … ach, die Aufzählung wird schon wieder zu lang, und ich habe keine Zeit, muss noch ganz viel schreiben (hierfür) und wäschewaschen und volkerduschen und pipapo und darum nur kurz das Wichtigste:
In Zürich … in Zürich … (Kopfkratz! Stirnrunzel! Besorgtguck!) … also: In Zürich da … da haben sie in den Straßenbahnen Lenkräder!
Ich wusste ja, dass die Schweizer ein ganz eigenes Völkchen sind, aber das … nee, das hätte ich nicht mal denen zugetraut. Ich kann es mir nur als therapeutische Maßnahme für die Fahrerinnen und Fahrer erklären. Vielleicht haben sie die Lenkräder gerade erst zum gestrigen Tag der seelischen Gesundheit eingebaut … (danke an Spider für den Hinweis!)
Zufällig waren gestern im Zosch, in das ich direkt vom Zug aus Zürich hineingestolpert bin, ein paar Schweizer, die mich mit seltsamen Erklärungen zu beruhigen und von der seelischen Gesundheit der Eidgenossen zu überzeugen versuchten. Angeblich sei das Lenkrad dazu da, die Geschwindigkeit einzustellen – als ob diese Vorstellung nicht noch unheimlicher wäre! Was soll man von Leuten halten, die mit dem Lenkrad Gas geben und bremsen? Die lenken doch auch ihre Autos mit den Pedalen! Die putzen sich doch auch mit Klopapier die Zähne, und mit der Zahnbürste … ICH WILLS MIR GAR NICHT AUSMALEN!!!
(Volker Strübing)
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