Eigentlich sind die Schweizer ja ganz putzige Gesellen. Ich bin zwar froh, nicht so wie sie zu reden, aber zuhören macht ab und zu schon Spaß – auch wenn es in Kreuzlingen am Bodensee doch sehr nach Schwäbisch klingt. Sehr erfreut hat mich ein Haustiergeschäft („Zoohüsli“), das im Schaufenster „Terrarien / Landschildkrötli / Zwerghäsli“ anpries.
Ins Grübeln brachte mich allerdings die „Bildungsanstalt Bau Mode“. Hier wächst zusammen, was nicht zusammengehört, wie man unschwer schon an den so gar nicht zusammenpassenden Schriftarten erkennt (siehe Foto unten). Ich würde da gerne mal hospitieren. So eine Klasse aus Bauprolls und angehenden schwulen Modegestaltern stelle ich mir lustig vor. Ich befürchte allerdings, dass Absolventen einer solche Schule später zu Verhaltensauffälligkeiten und Psychotherapien neigen. Möglicherweise werden sie eines Tages so wie der komische Mann im Bodensee: Beim Baden haben wir einen unnatürlich gebräunten Mann um die 50 beobachtet, der einen Stock ins Wasser geworfen hat. Dann ist er dem Stock nach, hat ihn in die Luft gehoben und ein Stück weiter geworfen. Dann ist er zum Stock gewatet, um ihn wieder zu werfen und selbst zu apportieren und immer so weiter. Er hat dabei eine bemerkenswerte Ausdauer an den Tag gelegt. War sein Hund gestorben und er hat sich gedacht: „Fiffi ist tot, doch ich werde sein Werk weiterführen“? Wollte er wissen, wie man sich als Tier fühlt und konnte sich nicht zu einem Selbstversuch als Zwerghäsli oder Landschildkrötli durchringen? Oder war er einer der zweifellos merkwürdigen Dozenten an der „Bildungsanstalt Bau Mode“?
Falls jemand mehr weiß oder eine vernünftige Arbeitshypothese hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.
(geschrieben gestern im Zug)

Schreibe einen Kommentar