Schön war’s in Baden in der Schweiz …

Aber wer findet das kleine unangenehme Detail auf diesem malerischen Bild?
Richtig … das abbe Rad. Mein einst so stolzer, fremder Leute Füße und Kniee zertrümmernder und sie nächtens mit seinem Gerumpel aus dem Schlaf reißender Rollkoffer ist zum Schleif- und Tragekoffer degeneriert. Kaum 20 Meter, nachdem ich aus dem Zug ausgestiegen war. Und das war wirklich hart. Ich war noch nie zimperlich bei der Auswahl der mitzunehmenden Sachen. Für eine kleine 2- oder 3-Tagestour kam da schon mal das Äquivalent eines Studenten-WG-Umzuges zusammen (hier gibt’s ein Video, das das bestens dokumentiert). Seit ich den Rollkoffer habe, sind auch die letzten Hemmungen gefallen. Ich werde regelrecht nostalgisch, wenn ich mir das oben verlinkte Video angucke. Mit welch leichtem Gepäck ich damals noch gereist bin …
Nein, es war kein Spaß diesen Riesenkoffer voller Wackersteine und Goldbarren und schwarzer Löcher über das Holperpflaster von Baden bergan zu schleifen, zu zerren, zu schleppen, nein, nein, das war es nicht. Zu guter Letzt ist nun auch noch der Griff abgebrochen. Also,wenn ich mal Terrorist werden sollte (keine Angst, derzeit gibt es keine diesbezüglichen Pläne), werde ich ganz bestümpt keine Rollkofferbombe bauen, das wäre mir zu unsicher.
(Volker Strübing)
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