Kategorie: Rauchen

  • Auf ein Neues …

    Gestern habe ich endlich das fertige, überarbeitete Manuskript an den Verlag geschickt. Seit Ende Mai war ich nun fast ununterbrochen irgendwie mit Nicht der Süden beschäftigt. Jetzt steht nur noch Kleinkram an. Da dachte ich mir: Mensch Volker, machste Dir mal nen freien Nachmittag und Abend, kochst einen Rosenkohleintopf, guckst einen schönen Zombiefilm und hörst zur Feier des Tages mal wieder mit Rauchen auf. Pustekuchen: Den Nachmittag sprengten nikotinmangelstrapaziertenervenzerreißende Telefongespräche und Emails, der Rosenkohleintopf ist misslungen und der Zombiefilm war zum Einschlafen langweilig. Ich versuche, es wie Spinne zu sehen: Ist doch prima, da hat die Nichtraucherei gleich die erste Bewährungsprobe bestanden!

    Mal gucken, wie lange ich diesmal durchhalte. Das letzte Mal waren es zweieinhalb Tage, das Mal davor immerhin vier Wochen.

    (Volker Strübing)

  • Tips für Raucher (1)

    Wenn das Nikotin aus den Zigaretten nicht mehr richtig kickt, helfen Nikotinpflaster.

    (Hab ich im Januar leider ausprobiert. Dachte, eine 5 Stunden Zugfahrt nach Stuttgart ist eine prima Gelegenheit mit Rauchen aufzuhören und diese Dinger mal auszuprobieren. Kaum angekommen, habe ich wieder mit Rauchen angefangen, bin aber erst Stunden später dazu gekommen, das Pflaster abzumachen. Mann, war mir kribbelig an dem Abend!)

    (Volker Strübing)

  • 1100 Stunden

    Ich habe für 1 Monat, 2 Wochen und 4 Tage nicht geraucht. Dies hat mir 1.732,54 Zigaretten und 381,15 Euro erspart.

    Diesen Satz musste ich nicht selber schreiben. Das hat die Funktion „Text einfügen“ von Quitomzilla, einem fantastischen Plug-In für Firefox, für mich erledigt. Vielen Dank an dieser Stelle an Lars vom Spitblog, der mich auf dieses Programm aufmerksam gemacht hat. „Text einfügen“ ist nur ein kleiner Gag, die Hauptfunktion besteht in einem kleinen Grinsemund, den das Plugin in die rechte untere Browserecke zaubert. Geht man da mit dem Mauszeiger drauf, öffnet sich ein kleines Fenster, das einem dieselben Informationen wie in obigem Satz in einer kleinen übersichtlichen Tabelle liefert.

    quitomzilla.jpg

    Ehrlich: Das macht schon Freude! Außerdem überrascht einen Quitomzilla gelegentlich mit „Etappenzielen“. Gestern zum Beispiel ging kurz ein kleines Fensterchen auf und verkündete, ich hätte nun das Etappenziel „1100 Stunden“ erreicht. Das Programm wählt immer etwas schief wirkende Zahlen (1100 Stunden, 490 Zigaretten, 180 Euro).
    Das Plug-In ist auch für Leute interessant, die noch nicht mit dem Rauchen aufgehört haben, es aber irgendwann einmal wollen. Man kann das Fensterchen auch dazu benutzen, um sich immer mal wieder vor Augen zu führen, wieviele Zigaretten man in den letzten Wochen geraucht und wieviel Geld man dafür ausgegeben hat.

    Gestern Abend lag ich lange wach und habe gelesen und dem Raucherhusten eines Mannes in irgendeiner Wohnung unseres Hauses zugehört. Vor ein paar Wochen hätten wir noch im Duett husten können, aber inzwischen ist mein Husten fast verschwunden. Das ist großartig. Mit dem Rauchen aufzuhören ist wie von einer schweren Krankheit zu genesen. Letztlich ist es ja auch nichts anderes.

    1732 Zigaretten. Krass. Ungefähr 20000 Lungenzüge.

    Quitomzilla

    rauchfrei-online.de

  • Nein, ich bin nicht schwanger

    Als ich noch Raucher war (damals, in jenen Tagen … vor 2 Wochen), war ich dafür Nichtesser. Klar, ich habe Nahrung zu mir genommen, aber eigentlich nur, weil Zigaretten auf nüchternen Magen noch ekliger waren, als auf vollen. Und ich musste doch ganz viel rauchen! Also habe ich mir morgens vor der ersten Zigarette und dem Kaffee rasch eine halbe Tafel Schokolade reingezogen und dann meist bis in den späten Nachmittag/frühen Abend hinein gar nichts gegessen, um mir dann irgendwas Fettes, Fleischiges reinzustopfen – so Essen, bei dem man sich wundert, dass man den Magenbitter extra bestellen muss und nicht gleich ein Kännchen Schierker Feuerstein dazu bekommt.

    Richtig geschmeckt hat ohnehin nichts, vor allem aber hat es keinen Spaß gemacht – je schneller ein Fraß bei mir eine Sättigung auslöste, desto besser, denn dann konnte ich schneller mit dem Rauchen weitermachen (35-50 Zigaretten am Tag wollen schließlich erst mal geschafft sein). Ratet mal, wie oft ich Salat oder Obst gegessen habe …

    Vom Prinzip „Eine große Mahlzeit am Tag“ werde ich wohl nicht so schnell wegkommen, aber immerhin habe ich an dieser jetzt einige Freude:

    essen.jpg

    Na gut, das sieht jetzt nicht sooooo lecker aus. Bin halt kein Foodfotograf. Vor allem das überbackene Zeugs am unteren Bildrand wirkt ein bisschen eklig, dabei war es so lecker: Brot mit Ananas und gefüllten Pepperoni (ich hab eben auch gerade viel Spaß beim Experimentieren). Das rote auf dem Teller mit den „Sättigungbeilagen“ sind keine Erdbeeren, sondern Scheiben von spanischer Salami – zum Vegetarier werde ich bestimmt nicht. Außerdem habe ich heute das erste Mal in meinem Leben eine Kiwi geschält und mache mir seither Sorgen, dass ich vielleicht schon längst zu einer dekadenten, bourgeoisen Pupnase geworden bin. Ich habe auch feststellen müssen, dass ich Bier mittlerweile lieber aus kleinen als aus großen Gläsern trinke und aus Flaschen überhaupt nicht mehr gern. Neulich habe ich mir in meiner Lieblingspunkerkneipe ein Glas zur Bierflasche dazugeben lassen …

    Nachtrag (19.00 Uhr): After Eight … ich wusste gar nicht, wie gut After Eight schmeckt … ja, ich muss mir ganz eindeutig Sorgen machen.
    (Nachtrag Ende)

    Zum Essen gehört ein Buch. „Ilium“ ist spannend (wenn auch kein Vergleich zu „Hyperion“ und der „Untergang von Hyperion“ vom selben Autor) , aber ich bin noch nicht sicher, ob Dan Simmons das Ganze ernst meint, oder nur die Leser verarschen will. Ich habe es vor einem Jahr schon einmal gelesen, ohne eine Antwort auf diese Frage zu finden. Jetzt lese ich es nochmal, weil ich alles vergessen habe und danach den endlich erschienenen zweiten Band lesen will, der hoffentlich ein paar Antworten liefert, andernfalls …

    In Illium treten auf: Das komplette Personal von Homers Ilias (einschließlich der Götter), kleine grüne Männchen vom Mars, Moravecs, Altmenschen, Voynixe, desweiteren Prospero und Caliban, um nur einige zu nennen. Außerdem ist für einen in 3000 Jahren spielenden Zukunftsroman sehr viel (nämlich ständig) von Marcels Prousts „Auf der Suche der verlorenen Zeit“ die Rede.

    Apropos … aber nein, das wird ein eigener Weblogeintrag.

    (Volker Strübing)

  • 400 Zigaretten in 11 Tagen nichtgeraucht

    Falls wer von euch mit Rauchen aufhören will, kann ich die Seite rauchfrei-online.de empfehlen. Ist allemal einen Versuch wert. Allerdings nur, wenn man eigentlich schon sicher ist, dass man aufhören will und nur noch einen zusätzlichen Stups braucht. Wer meint, er genieße das Rauchen und nur aufhören will, weil es zu teuer ist oder weil es von ihm erwartet wird, dem nutzt wahrscheinlich weder diese Website, noch ein Buch wie „Endlich Nichtraucher“.

    Mir hat es sehr geholfen, den „Tag X“ eine Woche im Voraus festzulegen und in dieser Woche täglich Tips, Argumente, Informationen und Erfahrungsberichte zu bekommen. Es gab auch allerlei Übungen und praktische Ratschläge (jeweils passend zum aktuellen Stand der Vorbereitung), von denen ich aber viele ausgelassen habe.

    Viel Freude hat man – wenn man es erstmal geschafft hat – an der Statusanzeige:

    rauchfrei.gif

    (Volker Strübing)

  • Und das habe ich Neujahr gemacht:

    fahrrad.jpg

    Eigentlich wollte ich nur ein bisschen raus. Irgendwo einen Kaffee trinken und was essen. Dann bin ich immer weiter gefahren. Durch Prenzlauer Berg und Weißensee und Pankow, Wedding, Moabit, Charlottenburg, Friedrichshain, Mitte und zurück. 5 Stunden lang (inklusive einer Whopperpause, einer 0,5L-Birnensaftpause, einer Pfeffermiztee-und-ein-kleines-Bierpause und einem Rotwein aus Anlass der glücklichen Heimkehr).  Vollkommen sinnlos, aber schön. Und etwas, was ich vor einer Woche, als Raucher, auf keinen Fall gemacht hätte.

    Heute kann ich nicht stehen, weil meine Beine wie Quark sind (bin halt nüscht mehr gewohnt) und sitzen schon gleich gar nicht, weil der Hintern so weh tut …

  • Wichtiger Rat für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen:

    Vorsicht mit dem Alkohol!

    Dieser Rat ist altbekannt, wird jedoch normalerweise aus dem falschen Grund gegeben. Angeblich kommt es unter Alkoholeinfluss leichter zu Rückfällen. Dies kann ich nicht bestätigen. Mir fällt es leichter, ohne zu rauchen Bier zu trinken als Kaffee.

    Gefährlich ist etwas ganz anderes: Man wird als frischgebackener Nichtraucher extrem schnell sehr betrunken. Vielleicht, weil sich der Körper nunmehr ganz auf eine Droge konzentrieren kann. Wahrscheinlich aber, weil man einfach mehr und schneller trinkt. Gerade in der Anfangszeit führt man die Hand genauso oft zum Mund wie früher – nur das man früher abwechselnd ein Glas und eine Zigarette in dieser Hand hatte. Und jetzt jedes Mal ein Glas.

    Bin in der Neujahrsnacht gegen 4 Uhr noch im RAW gewesen und diese Erfahrung (soweit ich mich an sie erinnere), lässt mich den guten Vorsatz fassen, 2007 ab und zu ein Glas Wasser dazwischen zu schieben …

  • Das Schlimmste ist überstanden

    Silvester habe ich die bisher schlimmste Prüfung meines noch so kurzen Nichtraucherlebens erfolgreich bestanden. Ich bin mit einer Busladung Berliner Künstler aller Sorten, Formen und Geschlechter nach Frankfurt/Oder gefahren, wo wir eine Silvestergala bestreiten sollten. 14.30 Uhr haben wir uns getroffen. Und von da ab hieß es warten, warten, warten … eine Stunde auf den Bus … anderthalb Stunden auf das Ende der Busfahrt …

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    … in der Garderobe warten …

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    … auf den Soundcheck warten (’ne gute Stunde – für 10 Sekunden Mikrofonprobe) …

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    … auf den (auch noch vermurxten) Auftritt warten …

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    … feststellen, dass die anschließende Party nicht mein Fall ist und …

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    … bis 2.15 Uhr auf den Bus warten, der uns zurückbringt . (Ich bin der kleine Pixelklumpen am rechten Bildrand.)
    Insgesamt mehr als 10 Stunden Rumsitzen. Ohne etwas Sinnvolles tun zu können (ich war viel zu hibbelig und aufgekratzt). Und ohne Zigaretten. Ab und zu war es echt haarig, ich war schon dabei, mir einzureden, dass ich doch ganz klassisch zu Neujahr aufhören und jetzt noch ein paar durchziehen könnte. Warten und Langeweile erschienen mir als das Schönste, dass es gibt auf der Welt – wenn man dabei rauchen kann.
    Zum Glück verging die Gier stets nach ein paar Sekunden. Warten ist immer doof, und als Raucher war es eigentlich noch dööfer, weil ich in solchen Situationen gequarzt habe wie ein Blöder, bis mir übel war und alles weh tat. Von wegen „das Schönste …“

    Ich hatte geahnt, dass es hart werden würde, und für den Notfall Nikotinkaugummis eingesteckt, aber zum Glück ging es auch so.

    Jetzt bin ich, was dieses Thema angeht, sehr guter Dinge.

  • Kater … aber keine Kippen

    Ach Du heiliger Bimbam. Habe mich selbst nicht an die Überschrift des letzten Postings gehalten und mich ziemlich erschreckt. Wusste gar nicht mehr, dass ich das geschrieben hatte … 2 Uhr 16 … da war ich noch im RAW, hab wahrscheinlich, bevor ich den Laptop eingepackt habe, schnell noch mal das dortige WLAN benutzt. Oh Mann, ich war ganz schön betrunken. Aber: Ich habe nicht geraucht. (Auch nicht während eines Filmrisses. Das würde ich schmecken und spüren.)

    So habe ich gestern gleich ein paar Risikosituationen durchgestanden: Schreiben (zumindest für ein Stündchen), Zugfahren (bzw. das Warten und das Ankommen), eine Besprechung, einen Auftritt und Alkohol.

  • Bitte lesen Sie den folgenden Eintrag nicht. Danke.

    Man soll ja besoffen keine Weblogeinträge schrei9ben … egal. Es ist um 1, ich bin heute schon 2x Zug gefahren, habe 2 Stunden geschrieben, eine ganze Chaussee-Lesung durchgestanbdenb, viele Rechtschgreibfeherler gemacht und vort alem vielö  getrunken – aber keine Zigarette geraucht.

    ALLES gut. Um mt rauchen aufzuhören, misss man sich auch den eckstremsituationen ausetrzen. Besoffden sei n zum Besipsiel. Ich werde morgen erklären, was ich hbeuret geschrieben hanbe. Gurtte NAcht.

    PS: Alles nur Spaß.