Gerade hat es an der Tür geklingelt. „Wärrrbung bittä!“ plärrte es mir aus der Gegensprechanlage entgegen. „Oh, ich brauch grad keine, danke!“, habe ich geantwortet und nicht geöffnet. Das ist eine recht pfiffige Antwort, aber gedient ist damit keinem. Der Werbemittelverteiler kriegt ob der tausendsten vermeintlich pfiffigen Antwort, die ihm heute gegeben wurde, noch ein bisschen schlechtere Laune und muss weiterklingeln und noch mehr Leuten auf den Sack gehen. Und am Ende landen die Zettel doch in meinem Briefkasten. Ist es nicht besser sich dem Schicksal zu ergeben? Eventuell sogar moralisch geboten, um den Ärger auf allen Seiten so gering wie möglich zu halten? Ist das nicht eine fürchterliche Banalität, an die man keine Gedanken oder Weblogeinträge verschwenden sollte? Egal. Ich habe gerade eine platzende Bockwurst und einen Sportlehrer in Damenunterwäsche animiert, ich bin jetzt nicht in der Lage, mich mit weltbewegenden Themen auseinanderzusetzen.
(Volker Strübing)
PS: Hätte den Beitrag beinahe „Mir platzt gleich die Bockwurst“ genannt. Aber irgendwie … ich weeß nich, ich weeß nich …
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