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  • Grinst die Mieze feister, wirst du Vizemeister!

    Grinst die Mieze feister, wirst du Vizemeister!

    Letzte Woche fanden in Hannover die 21. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften statt und es war ein Fest! Knapp 300 Slammaster, Poetinnen und Poetinnen bevölkerten 4 Tage lang das sehr … seltsam eingerichtete, aber äußerst freundliche, bequeme und gut funktionierende Prizeotel, feierten im Mephisto und beslammten Locations zwischen Punkschuppen und Oper. Vielen, vielen Dank an alle, die das möglich gemacht und seit zwei Jahren vorbereitet haben und seit Dienstag für uns da waren! Was für eine schöne Zeit! Herzliche Glückwünsche an das Team Heun & Söhne und Alex Burkhardt, die den Team- bzw. Einzelwettbewerb gewannen.

    (Screenshot: NDR-Stream. Link zum Video: siehe unten)

    Micha Ebeling und ich waren als Team LSD und Titelverteidiger im Teamwettbewerb dabei und wurden Vizemeister! Vor allem aber sind wir glücklich mit unseren Texten. Wir haben sehr lange und hart daran gearbeitet, beide wurden jeweils erst am Tag ihrer Weltpremiere am Donnerstag im Halbfinale bzw. am Sonnabend im Finale fertig. Also genau richtig …

    Vorgestern ließ ich mich zu der Bemerkung hinreißen, die gemeinsame Arbeit an den Texten sei toll gewesen, woraufhin Micha anmerkte:

    Arbeit am Text war toll??? Volker??? Weißt Du wie hart das für uns war auch? Du bist ja wie eine Mutter, die kurz nach der Geburt alle Schmerzen vergessen hat, schlimm schlimm schlimm.

    (Teamarbeit mit Team LSD im prizeotel Hannover. Foto: Bybercap)

    Das trifft es ziemlich gut. Ich weiß nicht, wie es den anderen Teams geht, aber bei uns ist es auch immer ein Kampf, ein Kampf um das große Thema, ein Kampf um jede Zeile, manchmal um einzelne Wörter. (Und ich fürchte, ich werde ein manchmal ein ziemlicher Arsch zwischendurch.) Aber wenn es dann gelingt, und ich finde, uns ist es bei beiden Texten gelungen, bekommt man etwas hin, was viel stärker sein kann, als ein Text, den man alleine geschrieben hat und vorträgt.
    Nicht unbedingt wegen der Performance … haha, wir und Performance – wobei Michas Nummer mit der Brille schon stark ist – , sondern weil beim gemeinsamen Arbeiten – ach! nennen wir es Ringen! – vieles unnötige, unklare weggeschliffen wird. Weil man eine Idee auf den Punkt bringen muss, wenn man sie dem Teampartner „verkaufen“ will. Weil viele Ungenauigkeiten, die man sich bei Einzeltexten gönnt und die das Publikum überhört, gnadenlos vom Teampartner aufgedeckt werden.

    Liebe Slammerinnen und Slammer, gründet Teams, probiert es aus, es ist eine tolle Erfahrung! Nehmt den Teamwettbewerb ernst. Nehmt euch Zeit! Es reicht zwar, erst am Tag des Auftritts fertig zu werden, aber es reicht (meistens) nicht, erst einen Tag vorher anzufangen. Lernt auswendig oder lest ab, klettert die Opernwände hoch oder klebt am Mikrostativ, aber probiert es aus!

     

    Dieses Jahr gab es sowenig Teamanmeldungen wie selten. Es wäre schade, wenn der Teamwettbewerb irgendwann einschlafen würde, denn die Möglichkeiten, die er bietet, sind noch lange nicht ausgereizt.

    Probiert es aus, seht es als relativ gute Chance, einen Startplatz 2018 in Zürich zu ergattern, seht es aber vor allem als Chance, etwas zu schreiben und auf die Bühne zu bringen, was ihr alleine nicht schaffen würdet. Seht es als Chance, etwas zu lernen. Über das Schreiben, über das Auftreten, über eure Teammitglieder und vor allem über euch!

    So, los, los jetzt!

    Mehr Fotos vom Slam gibt’s ein andermal. Ich hab nur analog fotografiert, das dauert noch ein bisschen …

    Hier kann man Videos gucken (ich kriege sie nicht mit Player eingebaut):

    Die  Siegertexte von Heun&Söhne und Alex Burkhardt:

    https://www.ndr.de/kultur/Meisterschaft-im-deutschsprachigen-Poetry-Slam,poetryslam790.html

    „Früher“ – unser Text aus dem Halbfinale und dem finalen Stechen der drei punktbesten Teams:

    https://www.ndr.de/kultur/kunst/niedersachsen/LSD-Die-Vorjahressieger-im-Stechen,poetryslam956.html

    Das gesamte Teamfinale in der Oper Hannover. Unser Text „Avenidas“ beginnt bei Minute 56:

    https://www.ndr.de/kultur/Poetry-Slam-Das-komplette-Teamfinale,poetryslam964.html

    Der Stream des Einzelfinales:

    https://www.ndr.de/kultur/Poetry-Slam-Das-komplette-Einzelfinale,poetryslam966.html

     

     

  • 20.10.: Solo in Berlin

    20.10.: Solo in Berlin

    Am Freitag, dem 20.10. trete ich in der ufa-Fabrik auf. Ich dachte, ich sag mal Bescheid, da Soloauftritte von mir in Berln  wirklich eine Seltenheit sind. Prophet im eigenen Land und so. Nicht dass ich ein Prophet wäre, nein, nein, wenn hier irgendjemand Prophet ist, dann Kloß: Untergangsprophet („Die Prophezeiungen des Kloßtradamus“). Und Kloß ist am Freitag natürlich auch dabei …

    Norbert erklärt die Welt

    Wolfgang Neuss Salon
    Fr. 20. Oktober 2017
    20:00
    Uhr

    Normal: 12 €, Ermäßigt: 8 €
    ufaFabrik Berlin – Internationales Kulturcentrum
    Viktoriastr. 10-18 / 12105 Berlin / Tempelhof

  • Realfakenews

    Realfakenews

    Kleines Nebenprodukt der Arbeit am Trailer für Kloß und Spinne:

    (FAZ, 23.8.2017)

    (FAZ, 23.8.2017)

    Und hier ein von mir auf das Wesentliche reduzierter Zusammenschnitt eines Intervies mit einem billigen Chatbot, der sich als rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin ausgibt:

    Das Originalinterview gibt es hier. Wer möchte kann ein Trinkspiel draus machen: Ein Schnaps bei jedem „Strukturwandel gestalten“ … nach der Hälfte des Interviews bist du tot!

     

    (FAZ, 23.8.2017)

     

  • Kloß und Spinne – Trailer zu Folge 28 + 29!

    Kloß und Spinne – Trailer zu Folge 28 + 29!

    Ein bisschen dauert es noch, dafür arbeite ich jetzt an zwei Folgen gleichzeitig. Hier ein kleiner Trailer:

  • Nettoglück oder: Wenn Du Pech hast, fällt Dir der Stein vom Herzen direkt auf den Fuß

    Nettoglück oder: Wenn Du Pech hast, fällt Dir der Stein vom Herzen direkt auf den Fuß

    Es gab hier in letzter Zeit wenig Klappradcontent, was daran liegt, dass ich in letzter Zeit sehr wenig mit dem Klapprad unterwegs war aus diversen praktischen Gründen. Das wird sich bald wieder ändern, spätestens, wenn ich Ende des Jahres mit dem Klapprad durchs Auenland fahre – aber dazu komme ich gleich, und ich will ja nicht meinen eigenen Blogbeitrag spoilern.

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    (Okay, das Foto hat absolut nichts mit dem Text zu tun. Und es zeigt den Vorraum eines Restaurant-Klos. Und ist nicht besonders interessant oder gut komponiert oder technisch brilliant. Aber ich fands schön und irgendwo muss ich ja damit hin, herrjeh!)

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  • Analog

    Analog

    Ich bin mit allem ein bisschen spät dran. Erster Kuss mit zwanzig, Abitur mit 23, erster Poetry Slam mit 34 (was ziemlich genau dem Zweifachen des üblichen Einstiegsalters entsprechen dürfte), erstes Kind mit 45. Die Fahrerlaubnis beginne ich in den nächsten Wochen und das Schreiben meines ersten Bestsellers ist aktuell auf 2024 terminiert.
    Jetzt bin ich mal wieder auf einen Trend aufgesprungen, der inzwischen so durch ist, dass eigentlich schon fast wieder das nächste Revival ansteht.

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    Ich habe mir einen Fotoapparat gekauft. Na gut, drei Fotoapparate. (mehr …)

  • Karamell-Meersalz oder: Schade um die Schweiz!

    Karamell-Meersalz oder: Schade um die Schweiz!

    Plötzlich ist alles Karamell-Meersalz. Wo du hinguckst: Karamell-Meersalz. Wo du reinbeißt: Karamell-Meersalz. Karamell-Meersalz-Eis, Karamell-Meersalz-Joghurt, -Milchkaffee, -Kuchen, -Massageöl, -Brotaufstrich, -Bonbons, -Wurst, -Gurken; bei Netflix läuft die zweite Staffel von „Caramel Sea Salt Is The New Vanilla“ und in den neuen Bundesländern ist Karamell-Meersalz inzwischen der häufigste Babyvorname.

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    (Symbolbild Karamell-Meersalzification)

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  • Lesung heute im Posh Teckel (nicht im Ocelot)!

    Lesung heute im Posh Teckel (nicht im Ocelot)!

    Ich habe eine falsche Location in meinen Veranstaltungskalender geschrieben. Ich lese heute Abend im Posh Teckel in der Pflügerstraße 4! Ahne moderiert! Sorry! (Also, sorry  für die falsche Info, nicht für Ahnes Moderation.)

    SAMSUNG(Fehlinformation (Symbolbild))

  • Gut verdienen? Dis kannste nich bezahlen!

    Gut verdienen? Dis kannste nich bezahlen!

    Die halbe Wahrheit ist die schlimmste Lüge:
    Diese knapp zehn Prozent der Top-Verdiener in Deutschland sind mit 48,2 Prozent fast für die Hälfte des gesamten Einkommensteueraufkommens verantwortlich, die 30 Prozent Spitzenverdiener demnach sogar für 79 Prozent.
    Da ist er wieder, der alternative Fakt von den Top-Verdienern, die für alle zahlen müssen. Ein jährlich wiederkehrender Klassiker und ein schönes Beispiel für Tatsachenverdrehung durch Auslassung. Denn das größte Stück in der Steuereinnahmentorte ist die Umsatzsteuer mit fast einem Drittel der Gesamtsteuereinnahmen (2012: 32,4%USt, 30,1% Einkommens- und Lohnsteuer) . Von der Umsatzsteuer sind aber Geringverdiener und Arbeitslose genauso betroffen (verhältnismäßig sogar viel stärker).
    Die 79% Einkommenssteuer der 30% Topverdiener entsprechen pi mal Daumen knapp 24% des Gesamtsteuereaufkommens. Allein das reichste Prozent der Deutschen hat aber (2008) schon 14,5 % des GESAMTEN EINKOMMENS verdient.

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    (Gerade Spitzenverdiener greifen vermehrt zur Sparwurst.)

    Das „Institut der deutschen Wirtschaft“, das die Studie veröffentlicht hat, ist nicht gerade eine neutrale Instituition (man muss fairerweise sagen, das sie mit ihrem Namen auch nicht versuchen, diesen Eindruck zu erwecken). Spiegel Online ist das keine Erwähnung wert.
    Man kann ja darüber reden, ob zum Beispiel mittlere Einkommen zu stark belastet sind, aber ein bisschen Redlichkeit bei den Zahlenspielen (und ein bisschen kritische Einordnung seitens der Presse) wäre ja doch schön.

    Quellen:

    Einkommensanteil Spitzenverdiener:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/einkommensanteil-des-obersten-prozents-in-deutschland-sinkt-13995524.html

     

    Steuereinnahmen nach Steuerarten:

    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61874/steuereinnahmen

     

    Institut der Deutschen Wirtschaft und Beziehung zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_der_deutschen_Wirtschaft