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  • Ach dafür ist sowas gut

    In der Raumer Straße gibt es in einem Geschäft Namens „Second Bäck“ altbackenes Brot und Kuchen von gestern. Ich habe das immer – nun ja – kurios gefunden. Aber soeben bemerke ich, dass man für fast jedes Rezept mit Hackfleisch in meinem Kochbuch „2 Brötchen vom Vortag“ benötigt. Jetzt sehe ich diesen Laden mit ganz anderen Augen.

    (Andreas Krenzke)

  • Inkonsequent

    Auf der Schönhauser Allee kommt mir ein Gruftipärchen entgegen. Beide sind so Anfang dreißig; sie trägt ein schwarzes Kleid, er schwarze Pluderhosen, Stiefel, Rüschenhemd. Beide sind geschminkt und mit Ketten, Pentagrammen und falschrummen Kreuzen behängt. Er schiebt einen Kinderwagen.

    Als sie längst an mir vorbei sind, drehe ich mich um, folge ihnen und überhole sie – ich muss einfach wissen, was sie in dem Kinderwagen spazieren fahren. Rosemarys Baby? Ein kleines Skelett? Einen Ziegenbock?

    Aus einem Wust an pastellfarbenen Kissen und Decken guckt ein rosiges Babygesicht mit rotem Schnuller im Mund. Auf die Mütze ist eine Comicfigur gestickt. Vor seinem Gesicht hängen an einer Stange allerlei bunte Plaste-Klapper-Dinger. Ich bin froh für das Kind, aber die Enttäuschung überwiegt doch.

    (Volker Strübing)

  • Das Geheimnis des Erfolges

    Malen hat Spaß gemacht. Muss ich öfter mal machen.

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  • Wenn das letzte Hemd keine Taschen hat …

    … wohin dann mit dem ganzen Geld?

  • Wenn der frühe Vogel den Wurm fängt …

    … muss es dann nicht ein sehr, sehr dummer Wurm sein, der früh aufsteht?

  • American Dreamz

    Sommer, Sonne, blauer Himmel! Was gibt’s bei diesem Wetter schöneres als … ins Kino zu gehen? Herrlich kühl ist es dort und herrlich dunkel. Da war es mir fast egal, dass zur Zeit kein Film läuft, der mich wirklich interessiert. Ich habe mich dann, mehr aus Verlegenheit, für „American Dreamz“ entschieden und einen Volltreffer gelandet. Die Satire über Castingsshows, Selbstmordattentäter und amerikanische Politik macht viel, viel Spaß. Nicht mehr und nicht weniger. Man sollte keinen bitterbösen oder gar subversiven Film erwarten oder auf neue Einblicke hoffen – aber „American Dreamz“ lässt einen lachen über Dinge, die eigentlich zum Heulen sind und das macht er gut.
    Ich fand ihn toll.

    Einige Stellen sind zu klamaukig (vor allem die im Terroristencamp spielenden) aber ansonsten stimmt alles.

    Kleines Zitat aus dem Gedächtnis :

    US-Präsident (Ex-Trinker und Sohn des Ex-Präsidenten): „Ich weiß nicht einmal mehr, warum ich eigentlich in die Politik gegangen bin. Ich glaube, Mom wollte es so. Um Daddy zu beweisen, dass jeder Volltrottel Präsident werden kann.“

    PS: Noch zwei Pluspunkte: Der Film hat keine Überlänge und schon 7 Minuten nach offziellem Filmstart war die Werbung vorbei – man musste nur noch ein paar Trailer durchstehen.

  • Und dann gibt’s doch tatsächlich Leute, die bausparen!

    Ein Kanadier hat über das Internet innerhalb von 12 Monaten und mit 14 Zwischenschritten eine rote Büroklammer gegen ein Eigenheim getauscht (siehe zum Beispiel hier).

    Im Forum zum Artikel schreibt Jamok-Sauce: „Wetten, dass jetzt wieder haufenweise bloggende Naivlinge das gleiche versuchen wollen?“

    Ich bin einer davon! Leider besitze ich keine rote Büroklammer, und die Preise dafür dürften jetzt stark steigen. Tja, wenn ich ein Eigenheim dafür hergeben könnte … so kann ich höchstens anbieten, dass derjenige, der mir eine rote Büroklammer schickt, ein Jahr lang meine Miete übernehmen darf.

         
  • Ich mache mir Sorgen um: Die Frau vom Aldi-Parkplatz

    Eigentlich bin ich ja dieses Wochnende im Urlaub, aber ich habe gerade Zeit und Lust, was zu schreiben, außerdem ist mir vorhin beim Dämmern auf der Rückbank eines Autos eine kleine Geschichte wieder eingefallen.

    Eines Tages nämlich begab es sich, dass, auf einer Wanderung durch die Prenzlauer Berge, des Wanderers Blase gar schrecklich drückte … (Entschuldigung. Von jetzt ab normal weiter!) … Also, ich musste mal. Es war dunkel, und da war dieser große graue Aldi-Parkplatz an der Brücke an der Schwedter Straße. Und dort habe ich in das Gebüsch an der Brandmauer gepinkelt. Ich bin nicht stolz auf diese Tat, nein, nein; ich finde, Menschen sollten Toiletten benutzen. Wenn aber gerade keine da ist, muss eine Ausnahme gestattet sein.

    Eine junge Frau, die gerade vom Parkplatz runterkam, als ich ihn betrat, sah das anders. Offensichtlich hatte sie mich beobachtet und war wieder zurückgekommen, um mich von hinten anzusprechen: „Muss das sein? Das ist doch eklig. Da wohnen Leute!“ Sie zeigte auf den einige Meter rechts von mir hinter einer zwei Meter hohen Mauer liegenden Hinterhof der Kopenhagener Straße.

    Ich starrte erst sie und dann etwas ungläubig ihren großen Hund an. „Häh? Du gehst grad mit deinem Hund Gassi!“

    „Ja, aber ich hab ja Tüten mit.“

    Schade, dass mir eine passende Antwort erst hinterher einfiel. So habe ich sie einfach nicht weiter beachtet, anstatt zu sagen: „Ich auch. Und falls ich dir nachher vor die Haustür kacken sollte, mach ich das Häufchen auch ganz brav weg.“