Es ist, angesichts der drohenden EM, Zeit, ein altes Projekt wieder auszugraben: Die Liste der 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken, mit der ich fußballguckgefährdeten Mitmenschen Alternativen aufzeigen will. Niemand muss sich vor einen Fernseher hocken und sich anschauen, wie Leute einem Ball hinterherrennen. Verbieten will ich es andererseits auch niemandem, zumal mir leider der nötige Repressionsapparat fehlt, um ein derartiges Verbot auch durchzusetzen. Aber niemand soll, wenn der Tag der großen Abrechnung kommt, auf die Frage, warum er Fußball geguckt hat, antworten können: „Ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun sollen!“
Es gibt soviele schöne Dinge, die darauf harren getan zu werden, und noch viel mehr Dinge, die zwar nicht unbedingt schön sind, aber doch auf alle Fälle besser. Einige werde ich in den nächsten Wochen und Monaten hier vorstellen.
Vor anderthalb Jahren oder so hat mir Tube eine Seite gebastelt, auf der ddie Leser sowohl eigene Vorschläge einbringen , als auch die anderen Beiträge bewerten konnten. Auf diese Weise sollte eine echte Hitparade zustande kommen. Leider mangelte es an Verwaltungsmöglicheiten, so dass das eine endlose, unübersichtliche Liste wurde und der Spamschutz funktionierte auch nicht so recht, weshalb man zeitweise den Eindruck bekommen konnte, die Alternativen zum Fußballgucken bestünden im Wesentlichen darin, sich den Penis verlängern zu lassen und Viagra zu schlucken – sicher: Beides gehört eindeutig in die Liste, aber doch nicht 700 mal! Ich habe diese Liste jedenfalls aufgegeben, nachdem ich des Spamlöschens überdrüssig wurde. Man kann sie sich noch immer angucken, aber ich werde sie nach und nach auch hier veröffentlichen – meine eigenen Vorschläge und – wo ich die Erlaubnis bekomme – schöne Beiträge, die von anderer Seite aus dort eingetragen wurden. Außerdem wird es natürlich auch neue Vorschläge geben. Ohne Wertung oder Rangliste. Ich fang dann mal an:
500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken
- (1) Den Kopf wiederholt gegen die Wand schlagen.
- (2) Darüber nachdenken, wie wohl ein Franzose das Wort „Haarspange“ aussprechen würde.
- (3) Bei der Verkehrshotline anrufen und rote Ampeln melden (Hallo Britta, liebe Grüße 🙂
- (4) Wildfremden Leuten handgeschriebene, anonyme Zettel mit der Aufschrift „Schön, dass es Dich gibt“ in den Briefkasten werfen.
- (5) Wir alle kennen das Mal- und Knobelspiel „Das ist das Haus vom Nikolaus“. Probiert mal nach dem selben Prinzip:
„Das ist das Haus vom Nikolaus“ / ist mir zu leicht, das find ich doof
Ich mal stattdessen Strich für Strich / den Berliner Hauptbahnhof!
(Volker Strübing)
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