Gestern war ich endlich mal wieder im Kino und habe (nach gefühlten 50 Trailern für heitere, computeranimierte Trickfilme für die ganze Familie) „Unsere Erde“ gesehen, eine Naturdokumentation der BBC, die ich leider nur Gehörlosen vorbehaltlos empfehlen kann. Die Musik geht schrecklich auf die Nerven. Ebenso die offensichtlich im Studio zusammengebastelte Natur-Geräuschkulisse. Also am besten die dazugehörige Serie im Fernsehen gucken oder auf die DVD warten, dann den Ton abstellen und eine Lieblings-CD einlegen. Die Off-Kommentare sind zum Glück nicht weiter wichtig und durchaus verzichtbar.
So. Ich kann auch nur meckern, meckern, meckern … Insgesamt war es ein toller, beeindruckender Film. Und hinterher denkt man: „Mensch, vielleicht sollte man die Natur ja doch nicht zu Grunde richten.“ Beim Abspann blieben alle Leute sitzen. Das habe ich noch nie erlebt. Doch, einmal, bei Schindlers Liste glaube ich. Ich finde diese Abspannguckerei ja sehr langweilig, deshalb bin ich als Einziger aufgestanden und rausgegangen; ich war auch ziemlich sicher, dass kein Nachsetzer mit einem Ausblick auf den zweiten Teil kommen würde, wie es bei gewissen Horrorfilmen üblich ist. Ihr wisst schon: Wo man dann sieht, dass doch irgendwo noch ein Ei des Monsters herumliegt und die Schale bekommt dann einen Sprung und so.
Vielleicht dachten die Leute, sie seien es unserer Erde schuldig, dass sie bis zum Schluss sitzen bleiben. Was weiß ich.
Bei „Unsere Erde“ habe ich mich das erste Mal seit vielen Jahren wieder gefragt, wie die das gemacht haben. Die irrsten Blockbuster-Special-FX-Orgien lösen nur noch ein Achselzucken aus – CGI halt, denkt man sich -, aber in diesem Film gab es wirklich ganz und gar unglaubliche Aufnahmen. Ich würde sehr gerne ein Making-Of sehen – ein weiterer Grund, sich auf eine DVD-Version zu freuen.
„Die Welle“ werde ich ganz bestümpt nicht gucken. Interessantes Thema und so, jaja. Aber wenn sie nichtmal einen einminütigen Trailer ohne vollkommen hölzern klingende Dialogzeilen hinkriegen, ist der ganze Film wahrscheinlich unerträglich.
(Volker Strübing)
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