Kategorie: Lebenshilfe

  • Nicht meckern – selber betteln!

    Manchmal erzählt jemand, dass Bettler soundsoviel Euros pro Stunde verdienen, und meist erzählt dieser jemand das mit einem empörten, missgünstigen Unterton. Das kann ich nicht verstehen. Denn Betteln ist bestümpt kein angenehmer Job, und sollte deshalb wenigstens gut bezahlt sein. Finde ich. Ich möchte das zum Beispiel nicht machen müssen, selbst wenn die Verdienstaussichten wirklich so rosig wären, wie man oft hört.

    Manch einer mag jetzt einwenden, dass es ungerecht sei, dass die Bettler Geld kriegen, ohne etwas Nützliches zu tun, aber erstens kann man sich darüber streiten – immerhin bieten sie eine Art Wohlfühlmassage für das Gewissen ihrer Kunden an – und zweitens ist es doch wohl der größere Skandal, dass manche Menschen viel mehr verdienen als die Bettler, in dem sie Schaden anrichten. (Da muss man gar nicht unbedingt an Blackwater-Söldner und Personenminen-Fabrikanten denken; da genügt vielleicht schon ein Blick in die kleine Werbeagentur an der Ecke, die den öffentlichen Raum für ihre Klowand hält und mit Unerträglichkeiten zukleistert.)

    Missgunst ist schon gar nicht angebracht, denn schließlich steht diese Tätigkeit jedem offen und kann auch nebenberuflich betrieben werden. Wer meint, es ginge den Bettlern zu gut, soll sich halt ein Stück vom Kuchen abschneiden. Und – hey! – ich werfe nicht nur Punkern was in den Hut, sondern auch „ordentlichen“ Leuten, die sich auf diese Weise das Geld für einen Plasmafernseher verdienen wollen.

    (Volker Strübing)

  • Video-Matroschka

    Schon wieder ein Video. Mich hat es viele, viele Stunden gekostet, euch kostet es nur 10 Minuten. Es geht um LSD, die Zukunft der Menschheit, den Inhalt eines Autorenhandtäschchens, ich erzähle meinen Lieblingswitz, man erfährt, was es mit der Video-Matroschka auf sich hat und kann die schönste Aufblaspuppe der Welt bewundern!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XbmYuTWHcv0]

    (Volker Strübing)

  • 1100 Stunden

    Ich habe für 1 Monat, 2 Wochen und 4 Tage nicht geraucht. Dies hat mir 1.732,54 Zigaretten und 381,15 Euro erspart.

    Diesen Satz musste ich nicht selber schreiben. Das hat die Funktion „Text einfügen“ von Quitomzilla, einem fantastischen Plug-In für Firefox, für mich erledigt. Vielen Dank an dieser Stelle an Lars vom Spitblog, der mich auf dieses Programm aufmerksam gemacht hat. „Text einfügen“ ist nur ein kleiner Gag, die Hauptfunktion besteht in einem kleinen Grinsemund, den das Plugin in die rechte untere Browserecke zaubert. Geht man da mit dem Mauszeiger drauf, öffnet sich ein kleines Fenster, das einem dieselben Informationen wie in obigem Satz in einer kleinen übersichtlichen Tabelle liefert.

    quitomzilla.jpg

    Ehrlich: Das macht schon Freude! Außerdem überrascht einen Quitomzilla gelegentlich mit „Etappenzielen“. Gestern zum Beispiel ging kurz ein kleines Fensterchen auf und verkündete, ich hätte nun das Etappenziel „1100 Stunden“ erreicht. Das Programm wählt immer etwas schief wirkende Zahlen (1100 Stunden, 490 Zigaretten, 180 Euro).
    Das Plug-In ist auch für Leute interessant, die noch nicht mit dem Rauchen aufgehört haben, es aber irgendwann einmal wollen. Man kann das Fensterchen auch dazu benutzen, um sich immer mal wieder vor Augen zu führen, wieviele Zigaretten man in den letzten Wochen geraucht und wieviel Geld man dafür ausgegeben hat.

    Gestern Abend lag ich lange wach und habe gelesen und dem Raucherhusten eines Mannes in irgendeiner Wohnung unseres Hauses zugehört. Vor ein paar Wochen hätten wir noch im Duett husten können, aber inzwischen ist mein Husten fast verschwunden. Das ist großartig. Mit dem Rauchen aufzuhören ist wie von einer schweren Krankheit zu genesen. Letztlich ist es ja auch nichts anderes.

    1732 Zigaretten. Krass. Ungefähr 20000 Lungenzüge.

    Quitomzilla

    rauchfrei-online.de

  • Rezepte für ein besseres Leben II – Kräuterquark „Kyrill“

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Lvr5nvsVNr0]

    Hier ist der zweite Beitrag meiner Serie „Alles schon mal da gewesen„. Gedreht am Donnerstag nach der Rückkehr von einem sehr schönen Soloauftritt im Atomino (dem Club in Chemnitz, nicht dem Computerspiel) und bevor ich in die Baiz gehetzt bin, um die Sololesung von Micha aufzunehmen. Nach der ersten Hälfte habe ich die Aufnahmeleitung übergeben, bin ins RAW gefahren und habe das Video bei der Chaussee welturaufgeführt.

    Wegen Sturmpanik war es ziemlich leer – ausnahmsweise musste man kaum vor den Toiletten anstehen. Das war ein angenehmer Nebeneffekt, aber voller ist es uns trotzdem lieber. Vor allem, wenn das Wetter als Ausrede für das Nichterscheinen herhalten muss … Im RAW hat man übrigens nichts vom Wind bemerkt. Obwohl es weiß Gott nicht so aussieht, ist es deutlich stabiler als der Hauptbahnhof gebaut …

    (Volker Strübing)

    (Rezepte für ein besseres Leben I – Bockwurstjoghurt)


  • Rezepte für ein besseres Leben – Bockwurstjoghurt

    Vorgestern habe ich mir ein neues elektrisches Spielzeug gekauft. Diesmal keinen MP3-Player, keine Grafikkarte, keine Digitalkamera, sondern einen Mixer. Für die Küche. Das erste Küchengerät, das ich mir je gekauft habe – von Toastern und Wasserkochern mal abgesehen. Tolle Sache. Gerade habe ich zwei Blutorangen, eine Möhre, einen Erdbeerjoghurt, ein bisschen Müsli (ja!) und Zucker reingeschmissen und alles kleingehäckselt und gemischt. Hat super geschmeckt. Noch besser war der Orangen-Schokoladen-Kaffee gestern Nachmittag.

    Die Begeisterung hat mich dazu gebracht, meinem allerersten Küchengerät meinen allerersten Videofilm zu widmen. Ich plane, in unregelmäßiger Reihenfolge neue, aufregende Rezepte via Youtube der Weltgemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

    So genug der Vorrede. Hier ist mein erstes Rezeptvideo, in welchem ich die Zubereitung von Bockwurstjoghurt erkläre und demonstriere. Guten Appetit!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=4nx8tK8cEIY]

    (Volker Strübing)

    (Nachtrag, 16.1.2007 )

    (Rezepte für ein besseres Leben II – Kräuterquark „Kyrill“)

  • Persönlichkeitstest: Bist du Jochen Schmidt?

    Volker liest Schmidt liest Proust. Vor 3 Tagen hat Jochen dort eine Liste mit Aussagen über sich selbst veröffentlicht, die alle mit den Worten „Ich bin der, der …“ beginnen.
    Du kannst diese Liste prima als Persönlichkeitstest benutzen und herausfinden, wie jochenschmidtig du bist. Lies sie dir einfach Satz für Satz durch und notiere jedesmal, wenn du „Ich auch“ oder „manchmal“ sagen möchtest 1 Punkt. Wenn du mit den Händen fuchtelst und „Ich nicht!“ ausrufst, dann schreib 0 Punkte auf. Falls du ohnehin Jochen Schmidt bist, kannst du diesen Test nutzen, um Identitätskrisen zu meistern.

    Hier geht’s zum Test!

    Auswertung

    0 – 38 Punkte: Du musst noch an Dir arbeiten, um Jochen Schmidt zu werden.

    39 Punkte: Hey, Jochen, schön, dass Du den Test bestanden hast!

    Ich habe übrigens 18 von 39 möglichen Punkten erreicht. Hier kommen ein paar kommentierte Auszüge:

    Ich bin der, der an Aussichtspunkten immer pinkeln muß.

    1 Punkt. Eigentlich nur ein halber, weil ich praktisch immer und überall pinkeln muss.

    Ich bin der, der jedesmal nachdenkt, ob er in dem Fall „tod“ oder „tot“ schreiben muß.

    1 Punkt. „Tod“ und „tot“ bereiten mir zwar keine Probleme, aber ich habe ähnliche.

    Ich bin der, der sogar seine Obstfliegen vermißt, wenn sie nicht mehr da sind.

    0 Punkte. Apropos. Hat jemand einen Tip, wie ich die Scheißviecher loswerde? Kommen immer wieder aus meiner Spüle, obwohl ich da jetzt schon soviel Chemie reingekippt habe, dass ich jedesmal fürchte, mir fliegt alles um die Ohren, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe.

    Ich bin der, der sich fragt, ob Kinder so klein sind, damit die Sachen nicht kaputt gehen, die sie immer fallenlassen.

    1 Punkt. Allerdings frage ich mich das erst, seit ich es bei Jochen gelesen habe.

    Ich bin der, dessen Freundinnen immer eine verstopfte Nase haben.

    0 Punkte. Ich bin der, der immer eine verstopfte Nase hat. Nein, daraus folgt nicht, dass ich Jochens Freundinnen bin!

    Ich bin der, der sich fragt, ob er auf den einen Cent Rückgeld warten soll, wenn das Brot 2,99 gekostet hat, oder ob es arrogant wirken würde, darauf zu verzichten.

    1 Punkt. Endlich spricht mal jemand dieses Dilemma an. (Allerdings läuft das bei mir auf einem niedrigeren finanziellen Niveau ab. 2,99-Brote kann sich wohl nur ein Autor leisten, der schon Bücher mit Titeln wie „Seine großen Erfolge“ veröffentlicht hat 😉

    (Volker Strübing)

  • Fest-Resümee

    Bei Schlecker (is´n Drogeriemarkt) gibt´s einen Weihnachtsbaumständer für 16€. Der selbe kostet bei Kaiser´s (is´ne Kaufhalle) 25€ und im Werkzeugladen gegenüber der Gethsemanekirche (is´n Werkzeugladen gegenüber der Gethsemanekirche) 60€. Man hatte mir das prophezeit: wenn Du ein Kind hast, musst Du auch einen Weihnachtsbaum aufstellen, und zwar wegen der Großeltern. (Ich: „Kommt ihr am 24. vorbei, wir machen Schweinebraten?“ Die Oma: „Und was ist mit dem Baum?“) Wir also, meine Süße und icke, wir also stellen unseren 1. Weihnachtsbaum auf. Strahlende Oma-Augen am Heiligen Abend sind der Lohn. Der Braten ist mir auch ganz gut gelungen. (Die Oma: „Schöner Baum.“) Am stolzesten bin ich aber auf den Weihnachtsbaumständer. Ich habe das Nadelgehölz einfach mit einer Schlauchschelle am Sonnenschirmständer vom Balkon festgemacht. (Achtung Nachahmer: der Stamm schrumpft, also die Schelle regelmäßig kontrollieren und nachziehen!) Hat 75 Cent gekostet. Ich habe also 16€ bei Schlecker gespart, 25€ bei Kaiser´s und 60€ beim Werkzeugladen gegenüber der Gethsemanekirche. Macht Gute 100€. Überlege noch, was ich mir davon schönes kaufen werde.

    (Andreas Krenzke)

  • Wichtiger Rat für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen:

    Vorsicht mit dem Alkohol!

    Dieser Rat ist altbekannt, wird jedoch normalerweise aus dem falschen Grund gegeben. Angeblich kommt es unter Alkoholeinfluss leichter zu Rückfällen. Dies kann ich nicht bestätigen. Mir fällt es leichter, ohne zu rauchen Bier zu trinken als Kaffee.

    Gefährlich ist etwas ganz anderes: Man wird als frischgebackener Nichtraucher extrem schnell sehr betrunken. Vielleicht, weil sich der Körper nunmehr ganz auf eine Droge konzentrieren kann. Wahrscheinlich aber, weil man einfach mehr und schneller trinkt. Gerade in der Anfangszeit führt man die Hand genauso oft zum Mund wie früher – nur das man früher abwechselnd ein Glas und eine Zigarette in dieser Hand hatte. Und jetzt jedes Mal ein Glas.

    Bin in der Neujahrsnacht gegen 4 Uhr noch im RAW gewesen und diese Erfahrung (soweit ich mich an sie erinnere), lässt mich den guten Vorsatz fassen, 2007 ab und zu ein Glas Wasser dazwischen zu schieben …

  • Spaß mit T9

    ACHTUNG! Weihnachts-SMSe vor dem Versenden noch einmal gründlich durchlesen!sms.jpg

    Probiert’s mal aus! Würde mich interessieren, ob das nur bei Samsung-Handys oder bei allen passiert. Ist das ein Scherz der Programmierer?
    Dass die Eingabe der für „frohe“ nötigen Ziffernkombination als erstes „Droge“ anzeigt, kann ich mir noch erklären: Gerade die SMS-begeisterte Jugend verwendet „Droge“ sicher häufiger als „frohe“, weshalb es im Interesse der Nutzerfreundlichkeit eine höhere Priorität im Wörterbuch hat.

    Aber „Putsch“?! Braut sich da was zusammen?

  • Gibt’s sowas auch für Weblogs?

    (gefunden via telepolis)

    Welcome to FakeYourSpace.com! You have found a new and exciting service which offers help to all the men and women out there who don’t feel like they are popular enough on social networking sites

    Soviele einsame Menschen auf der Welt. Zum Glück gibt es das Internet und die sozialen Netzwerke, wo man trotz starkem Körpergeruch, ätzender Stimme und genereller Unerträglichkeit Freunde finden kann … wenn es dann allerdings selbst dort nicht klappt, dann ist guter Rat teuer die Lösung ebenso einfach wie preiswert: Die Seite Fakeyourspace.com bietet virtuelle Freunde für das myspace-Profil an. Das Basispaket kostet nur 99 Cent im Monat und beinhaltet einen Freund oder eine Freundin, die man sich aus einem Bildkatalog aussuchen kann. Im Preis inbegriffen sind pro Woche zwei Kommentare dieses Freundes. Ein größerer Freundeskreis wird dementsprechend teurer, aber wer wird schon auf’s Geld gucken, wenn es um Feundschaft geht.

    Laut Telepolis-Artikel ist dieser Service für „Angehörige des visuellen Prekariats“ gedacht, was eine sehr hübsche Formulierung ist.

    Die virtuellen Freundinnen und Freunde gehören nicht zum visuellen Prekariat – eher zum amerikanischen Porno-Proletariat: Silionbrüste oder -muskeln sind Pflicht (na gut, letztere stammen vielleicht auch aus der Muckibude):

    If you are tired of seeing everyone else with the hottest friends and want some hotties of your own, then this is the place for you.

    Mal gucken, ob das ganze zu einer Art Wettrüsten führt: Wer hat die heißesten Freunde? Da können die echten Freunde irgendwann wahrscheinlich nicht mehr mithalten und müssen zugunsten der riesenbrüstigen oder muskelbepackten FakeFriends abgeschafft werden. Aber das fällt dann unter Dachschaden Kollateralschaden.