Kategorie: Lebenshilfe

  • Wege zum Glück

    Gestern einen Billigschnickschnack-Laden namens „Happy Cent“ gesehen. Motto: „Sparen macht glücklich!“

    Man kann gleich mit glücklich werden anfangen, indem man sich den Besuch bei Happy Cent spart. Die billigen Teelichter sind sowieso ausverkauft …

    (Volker Strübing)

  • Hirnersatz

    Sehr gern mag ich Haushaltschemikalien der „dm Qualitätsmarke“ Denk mit. Irgendwie tröstlich. Wenn das Denken mit Hirn nicht funktioniert oder wiederholt zu ungewollten Ergebnissen führt, dann „Denk mit WC-Duftgel“.

    (Quelle:http://www.dm-drogeriemarkt.at/)

    (Volker Strübing)

  • Das perfekte Notizbuch

    Wie hier per Kommentar versprochen, poste ich nun die Bastelanleitung für die perfekte Kombination aus Notizbuch, Telefonbuch und Kalender:

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    • Man benötigt einen billigen, kleinen, hochformatigen Jahreskalender mit separatem Telefonbuchteil mit Kunststoffumschlag (gibts überall) und Moleskine-Cahiers Notizbücher. Die haben einen schwarzen oder braunen Pappumschlag, normalerweise 64 Seiten, ein Einsteckfach und die letzten 16 Seiten sind perforiert, so dass man sie leicht herausnehmen kann, um zum Beispiel jemandem seine Telefonnummer oder ein unmoralisches Angebot zuzustecken. Ein 3er-Pack kostet 5,50 Euro bei Thalia in den Schönhauser Allee Arcaden – ich kenne kein anderes Geschäft in Berlin, das sie im Angebot hat. Ganz wichtig: Nicht die linierten kaufen! Liniertes Papier eignet sich für Schönschreibübungen in der ersten bis dritten Klasse, ansonsten für gar nichts! (Es ist mir ein bisschen peinlich, mich als Moleskine-Nutzer zu outen. Als Autor ein Moleskine zu benutzen ist in etwa so originell, wie arbeitslos sein in Mecklenburg-Vorpommern. Aber die Dinger sind einfach gut, und dieses Cahiers-Format habe ich noch bei keinem anderen Hersteller gefunden.)
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    • Man zieht das Telefonbuch aus der rechten Umschlagseite heraus und schiebt dessen vorderen Umschlag unter dem Kalender in die linke Umschlagseite des … ähm, tja … Umschlags … Kunstoffschutzumschlags – mir fehlt das Vokabular, um diese Arbeiten zu beschreiben, daher die Fotos.
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    • Nun schiebt man die hintere Umschlagseite des Moleskine-Heftchens in die rechte Tasche des Schutzumschlages.
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    • Jetzt noch einen guten Kuli rangesteckt (ich nehme immer Parker Jotter – die schreiben hervorragende Texte 😉 und fertig. Ideal lässt sich das in der Seitentasche der Hose transportieren, merkwürdigerweise passt es aber auch in praktisch jede Hosentasche und stört nicht einmal beim Fahrradfahren.

    Das kleine Notizbuch hält natürlich (bzw. hoffentlich) kein Jahr, aber es ist in 20 Sekunden gegen ein neues ausgetauscht. Auf das alte klebt man sich einen Zettel, auf dem steht, von wann bis wann man es benutzt hat. (Das Titelbild des Schnipselfriedhofs zeigt ein paar benutzte Hefte.)
    Zeitungsausschnitte, Einkaufszettel, Flyer, Eintrittskarten etc. kann man prima hinten einstecken und beim Notizbuchwechsel in der Einstecktasche des alten Heftes lassen.

    Soweit so gut. Seit fast zwei Jahren bin ich mit diesem System sehr zufrieden. Wenn jetzt noch jemand eine Idee hat, wie ich die 30 – 35 Notizbücher, die sich seitdem gefüllt haben, verwalten kann, würde mein Glück keine Grenzen kennen. Abtippen kommt nicht in Frage, da ist mir Jochen ein warnendes Beispiel.

  • Pluto endlich kein Planet mehr!

    Ich mache mir Sorgen um die „Pluto muss Planet bleiben“-Fraktion, die Plutoplanetisten, wie man sie vielleicht nennen könnte. Sollen sie doch froh sein, dass ihr komischer Himmelskörper sich wenigstens eine Weile lang in dem Wahne sonnen konnte, ein Planet zu sein! Ich meine, das Ding wurde nach einer WALT-DISNEY-FIGUR BENANNT!
    Was für eine Demütigung für die echten, majestätischen Planeten, diesen Witz unter sich dulden zu müssen!
    Hört auf, darüber zu trauern und zu zürnen, dass Plutos Platz am Himmel zurecht gerückt wurde. Denkt Euch lieber neue Planetenmerksätze aus! Das macht Spaß. Ein paar tolle Anregungen findet ihr im Brauseboysblog. Oder praktisch überall im Netz. Die von den Brauseboys sind aber aus zwei Gründen besonders schön: Zum einen, weil ich die Brauseboys kenne und die Planetenmerksätze von Bekannten stets denen unbekannter Personen vorziehe, bei denen man nie sicher sein kann, ob sie nicht im Privatleben Ärsche sind. Zum anderen, weil sie, naja, eben besonders schön sind.
    Merksätze sind eine tolle Sache. Sehr hilfreich im Alltag. Meinen Namen rekonstruiere ich zum Beispiel so:

    „Verfluchte Ostsee!“, lamentierte Kurt. Er roch seit Tagen richtig übel. „Bin in Narwalkacke getreten!“

    Wenn mir der grad nicht einfällt, nehm ich den:

    Vollen Ohren lügen keine Edlen Recht. Sie tragen Rache über Berge ins neutrale Gebiet.

    Merke: Wer Merksätze ergrübelt, hat keine Zeit, Schlechtes zu tun … Wobei … es könnte viel Spaß machen, falsche neue Planetenmerksätze unters Volk zu bringen 😉 (Ein Anwärter für die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken?)

    Eine Frage warf Spider gestern Abend im Zosch auf: Was wird aus dem Plutonium? Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, wir benennen es um, oder wir erkennen ihm den Elementestatus ab.

  • Neu auf der To-Do-Liste: Kritische Haltung zu Tierversuchen überdenken

    Forscher in Montreal und Nizza haben erfolgreich mit Mäusen rumgemurxt:

    … bei Mäusen, bei denen ein Gen ausgeschaltet wurde, soll es ihnen gelungen sein, eine depressionsfreie Linie zu züchten: die „permanent fröhlichen“ Mäuse.

    (Quelle: Telepolis)

    Wer gerade mit dem Gedanken spielt, Elternteil zu werden, sollte unbedingt warten, bis dieses Gen auch beim Menschen abgeschaltet werden kann … Ich will meinen Kindern jedenfalls später nicht erklären müssen, warum ich sie zu einem Leben verurteilt habe, in dem so grausige Sachen wie Traurigkeit, schlechte Laune, womöglich gar Depressionen vorkommen!

    (Wobei freilich immer noch dieser Ausweg bleibt.)

     

  • 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken

    Zum Beginn der Bundesligasaison und präventiv in Vorbereitung auf die WM 2010 erschien es mir wichtig, das Projekt „Die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken“ wieder aufzunehmen.

    Und – „Freude, Bates, große Freude“ (Douglas Adams) – Tube hat ein Programm gebastelt, das auf der Offenen Seite von der Surfpoeten-Website basiert, und das es erlaubt, eigene Vorschläge direkt einzubinden, einen Link zur eigenen Homepage zu setzen oder die Vorschläge der anderen zu bewerten. Auf www.volkerstruebing.de, hatte ich bisher ungefähr 230 eingesandte oder selbstausgedachte Vorschläge veröffentlicht, die ich nun nach und nach auf die neue, zwar noch nicht wunderschöne, aber funktionierende Seite transferieren werde:

     

    Die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken

    Es ist erschreckend: Immer mehr, vormals ganz normale Menschen beginnen sich für Fußball zu interessieren. Dagegen musste etwas unternommen werden. Diese Website will betroffenen und gefährdeten Personen Alternativen zum Fußballgucken aufzeigen. Das Leben hat so viel mehr zu bieten! Bitte unterstützt die gute Sache durch eigene Vorschläge und indem ihr die Anregungen der anderen bewertet.

    http://500Dinge.surfpoeten.de

    Vielen Dank an Tube!

  • (Ethische) Probleme mit DSL.

    Ein interessantes Problem beschreibt Nils, der Heinrich Nils, der Brauseboy, im Brauseboys-Weblog unter der Überschrift „DSL-Dandy„:

    Seit ich DSL habe, ereignet sich nix mehr. Dabei hab ich mir den Express-Zubringer auf die Datenautobahn doch legen lassen, damit mein Leben weniger trist ist. Und nun sitze ich jeden Tag da, starre auf den Computer, der mich mit zwei MB pro Sekunde am Internet teilhaben lässt, und weiß nicht mehr, welche Seite ich mir gerade eben noch angucken wollte. […]

    Stillstand beim Surfen. Nullgoogeln. Wahrer Snobismus. DSL 2000 haben und nur die Startseite von Google aufrufen. […]

    Ich hab zwar nur 1000er DSL, aber mir ging es früher ähnlich. Wenn ich für 1 MBit/s bezahle, will ich auch 1 MBit/s haben. Wenn ich mir einen Sack Kartoffeln kaufe, nehme ich ja auch den ganzen Sack Kartoffeln mit nach Hause, selbst wenn ich für den Kartoffeldruck-Abend nur einen halben bräuchte. Den nicht genutzten Knollenfrüchten schaue ich dann eben ein halbes Jahr beim Keimen zu (nicht sehr aufmerksam, um ehrlich zu sein). Nur ein Kartoffel-Dandy würde dem Verkäufer einen Teil der bezahlten Erdäppel überlassen. Mal ganz davon abgesehen, wie sich der Gemüsemann und die Telekom fühlen müssen, wenn ihre Produkte mit derartigem Hochmut behandelt werden.

    Lieber Nils, hier sind drei Vorschläge für das nächstemal, dass Du vor der Google-Startseite sitzt und Dich – vollkommen zu Recht – Deines Lebenswandels schämst:

    – Schau Dir die 3 neuesten Videos bei YouTube an. Wenn Du damit fertig bist, gibt es schon wieder 3 noch neuere!

    – Lade per Tauschbörse illegal sämtliche Schlager- und Volksmusikalben auf Deinen Rechner. Du weißt ja: „Copy kills music“ – wenn das kein Anreiz ist!

    – Viele, viele glückliche Stunden kann man auf der Startseite von Megadavid.de verbringen, indem man unablässig mit der Maus über die beiden Sprechblasen am unteren Bildschirmrand fährt.

    Viel Spaß in Deinem neuen, ausgefüllten DSL-Leben! Und: Gern geschehen!

  • Wo Douglas Adams irrte (Nachtrag)

    Gestern mit Tube geredet. Er hat mein Douglas-Adams-Posting gesehen(wobei eine ordentliche Portion Unwahrscheinlichkeit im Spiel war, denn Tube liest eigentlich keine Weblogs). Er meinte, er hätte nicht verstanden, was ich meine – was mich wiederum wunderte und nur dadurch zu erklären ist, dass er – vor Schreck darüber, auf einem Weblog gelandet zu sein – sofort den Browser geschlossen, den Cache gelöscht und vielleicht vorsichtshalber noch die Festplatte forrmatiert hat.

    Tube selbst ist in der wunderbaren Geschichte „Das verflixte Hexenspiel“ schon mal auf das Problem unnütz vergeudeten Glücks (Glück = hoher Unwahrscheinlichkeitslevel) eingegangen. Die Geschichte ist sehr lesenswert. Außerdem kann man auf der Seite auch noch den von Tube programmierten Hexenspielsimulator samt Lösungsprogramm runterladen.

    Draußen scheint vermutlich die Sonne. Die Jalousien sind runtergelassen. Habe seit drei Tagen keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Ich sitze am Tisch, vor mir liegen 9 bunt bedruckte Pappkarten. Jede so groß wie ein Fahrschein. Daneben ein paar Zettel, vornehmlich mit Notizen folgender Art: Rotarsch, Rotkopf, Gelbarsch, Gelbkopf. Dazu einige Pfeile, die Rotationen andeuten und Skizzen und diverse Zahlen.


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  • Flagge zeigen – souverän und patriotisch trauern!

    Nebenstehendes Bild zeigt, wie man mit einfachen Hilfsmitteln die Deutschlandfahnen an Autos/Balkonen/Fahrrädern der aktuellen Lage anpassen kann. Einfach an den gestrichelten Linien entlang schneiden. Für die Fähnchen auf Wangen und Schultern ist dieses Verfahren nicht zu empfehlen. deutschlandfahne.jpg