Kategorie: Seltsames

  • Schnipsel vom 19.10.07 – Köln

    • Ach, das ist ärgerlich. In ganz Köln hängen Plakate, die ich sehr gerne fotografiert hätte. Aber da sie in ganz Köln hingen, dachte ich mir: Och, nö, jetze bin ich zu faul den Fotoapparat rauszukramen, dis kann ich och später noch machen. Und dann bin ich vor der Abfahrt meines Rückfahrzuges zwanzig Minuten lang mit meinem schönen neuen Rollkoffer um den Kölner Hauptbahnhof gewetzt und habe natürlich keins gefunden. Blöd.
      Das Plakat stammte von der Firma Rheinenergie, welche gerade ihr 150jähriges Bestehen oder so feiert, und die in Köln für die Versorgung mit Strom und Warmwasser und dussligen Plakaten zuständig ist. Es zeigte einen Kindernachttopf. Darunter stand (Gedächtniszitat): „Wir sind nicht die einzigen die Warmwasser herstellen. Aber die Ältesten.“
      Wahrscheinlich hat sich der Werbetexter etwas dabei gedacht. Ich habe aber keine Idee, was. War er von der Konkurrenz eingeschleust? Mir war beim Duschen jedenfalls überhaupt nicht wohl zumute.
    • Apropos „Was hat der sich dabei gedacht“: Das frage ich mich auch beim Architekten dieser komischen schwarzen Kirche:

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      Die passt doch so überhaupt nicht zu den umliegenden Gebäuden und stört den harmonischen Gesamteindruck der Bahnhofsgegend.

    • Beim Frühstück im Hotel schaute ich aus den verglasten Türen und dachte für einen Moment, ich sei am Strand der Ostsee. Dabei war ich mitten in der Kölner Innenstadt! Was so ein paar Dekoelemente doch an Atmosphäre zaubern können!

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    • Am Hotelfahrstuhl war folgendes Schild angebracht:

      koeln-fahstuhl01.jpg

      Ist das korrektes Englisch? Normalerweise steht da doch „In case of fire …“ Event klingt in diesem Zusammenhang doch etwas … ulkig. Oder handelt es sich um eine subtile Kritik an der modernen Mediengesellschaft, die Katastrophen, Attentate und Kriege beim Abendbrot vor dem Fernseher zur Unterhaltung komsumiert? Soll damit darauf hingewiesen werden, wie schnell man selbst zum Komparsen in einem unterhaltsamen Event werden kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort (bzw. zur richtigen Zeit am richtigen Ort) ist?Vor vielen Jahren haben Uwe Beneke und ich mal einen Gedichtzyklus mit dem Titel „Das Opfer“ geschrieben. Darin ging es um ein Opfer und drei Steuerberater („… der eine klein, der andre klein, der dritte würd‘ gern größer sein …“) die von der U-Bahn überfahren werden. Lange Geschichte. Egal. Ein Gedicht des Zyklus beschäftigt sich mit dem Ansturm der Reporter, die von dem Unglück berichten wollen. Einer von ihnen schnappt sich einen zeugen und fragt ihn aus, doch dieser hat nur Langweiliges zu berichten, keine blutigen Details. Schließlich beginnt er, dem Reporter von seiner Frau und allerlei privaten Problemen zu berichten. Der Reporter ist sehr erleichtert, als sein Handy klingelt und sagt zu dem Mann:

      Jaja, vielen Dank, das war’s auch schon
      Grad klingelt mein Taschentelefon
      Wir müssen weiter zum nächsten Event
      wo, wie ich grad höre, das Waisenhaus brennt …

     

    • Gestern Abend war ich dann schon wieder im RAW bei der Chaussee der Enthusiasten und habe auch dem Herrenklo folgendes Symbol entdeckt. Keine Ahnung, was es bedeuten soll, aber irgendwie fand ich’s niedlich:

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    (Volker Strübing)

  • Kann mir bitte jemand erklären, was ich mit diesem Posting sagen will?

    Gestern Nacht beim Zähneputzen vor dem Schlafengehen haben meine Gedanken noch einen Purzelbaum geschlagen und eine ebenso falsche wie schöne Theorie aufgstellt, die ich unbedingt der Weltöffentlichkeit mitteilen muss!

    Ich muss ein bisschen ausholen. Nachdem ich die letzten Tage vor allem damit zugebracht habe, im Wettstreit mit meinem Nachbarn vor dem Computer zu glucken oder bis an den Rand mit Büchern gefüllte Rollkoffer durch zugige Alsterstädte zu tragen, passierte gestern, was passieren musste: Beim morgendlichen Duschen rammte mir jemand einen rostigen Schraubenzieher oder etwas ähnliches zwischen die Schulterblätter. (mehr …)

  • Kid Wars

    Gerade habe ich im Radio ein Interview mit einer Soziologin zum Thema „Kinderboom im Prenzlauer Berg“ gehört. Seitdem grübele ich darüber nach, ob es mit dem „Boom“ etwas anderes auf sich hat, als ich bisher dachte. Schließlich habe ich dieses Wort zuallererst in Comics gelesen, wo es üblicherweise das Geräusch einer Explosion beschrieb. Und nun sprach diese Frau im Radio von Leuten, die als Studenten nach Ostberlin gezogen, mittlerweile mit dem Studium fertig und „in der Kinderkriegphase“ seien.

    Stimmt irgendwie mit meiner Beobachtung überein, dass die Kinderwagen immer monströser werden. Inzwischen schieben einige Mütter ja halbe Humvees über die Gehwege. Und man stellt sich ihnen besser nicht in den Weg.

    (Volker Strübing)

  • Poeten Sex

    (Volker Strübing)

  • Deutsch 2.0

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    Hm. „Sie haben auf die neueste Firefox-Version uriniert„, wäre zwar eklig und sinnlos aber zumindest sprachlich korrekt. Und kann man eigentlich „auf“ etwas anderes als die neueste Version „aktualisieren“? Niemand erwartet die Nachricht: „Sie haben auf eine ältere Version aktualisiert“ oder so. Warum schreiben die nicht einfach: „Firefox wurde aktualisiert“?

    Ach egal. Drauf aktualisiert geschissen …

    (Volker Strübing)

  • Präsenile Bettflucht?

    Verückt. Es ist 6.30 Uhr MEZ und ich sitze am Computer und tippe was ins Weblog.

    Das kann eigentlich nur bedeuten, dass ich im Urlaub bin, in Südostasien vielleicht, und gerade nach einem verspäteten Bananapancake-und-Obstsalat-Frühstück ins Internetcafé gegangen bin, um vor dem Gang zum Strand Emails und schlechte Nachrichten zu checken. Oder aber ich habe die Nacht durchgefeiert, bin im Morgengrauen aus irgendeiner Wohnung oder einem Club rausgeschmissen worden und kann nicht ins Bett, weil sich alles so schnell dreht, wenn ich die Augen schließe …

    Das sind die beiden sinnvollen Erklärungen. Es deutet allerdings alles darauf hin, dass ich einfach kurz vor 6 wach geworden bin, eine Weile grübelnd im Bett gelegen und dann beschlossen habe aufzustehen. Verrückt.

    Dabei ist es nicht das erste Mal, das mir sowas passiert. Und wenn es passiert, hat dies meist denkwürdige Folgen. Die folgende und – ich schwöre – zu hundert Prozent wahre Geschichte hat sich vor 5 Jahren zugetragen: (mehr …)

  • Urlaub für den (Schnipsel)friedhofswärter

    Vielleicht schreibt Spider ja den einen oder anderen Artikel, aber ich mache jetzt erstmal mindestens eine Woche Blogurlaub, vielleicht wird es sogar ein bisschen mehr.

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    (Volker Strübing)

    PS: Seit ein paar Tagen kriegt mein Beitrag „Urlaub“ vom letzten November überraschend viel Besuch. Offenbar über die Suchanfrage „Urlaub“. Leider ist über die WordPress-Statistikseite nichts Genaueres rauszukriegen. Aber wenn man zum Beispiel bei Google „Urlaub“ eingibt, findet man 68,2 Millionen Seiten und mein Blog ist weiß Gott nicht unter den Toptreffern (ich hab mir nur die ersten 50 angeguckt – aber wer sucht schon auf Seite 6 der Google-Trefferliste?). Seltsam. Eine andere Suchmaschine?

    PPS: Jetzt gibt’s auch wieder eine Blogroll. Immer noch unvollständig, aber das wird noch …)

  • Hoffentlich von glücklichen Freilandscheiben …

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    (Berlin /Warschauer Straße)

    (Volker Strübing)