Kategorie: Weltverbesserung

  • Berliner Weisse mit Schuss

     

    (Quelle: www.jusos-berlin.de)

    Der SPD bringe ich nicht allzuviele Sympathien entgegen, weshalb mich auch die Jusos nicht besonders interessieren. Nach den Naziübergriffen und -provokationen im Berliner Wahlkampf möchte man sie aber doch gerne mal knuddeln und sagen: Ihr seid schon okay.

    Außerdem ist das links abgebildete Plakat wirklich herzallerliebst.

    Ich stelle gerade fest, dass putzige Wörter wie „knuddeln“ oder „herzallerliebst“ nicht so richtig zum Thema passen wollen.

    Tja. Kann ich jetzt auch nicht ändern.

  • Pluto endlich kein Planet mehr!

    Ich mache mir Sorgen um die „Pluto muss Planet bleiben“-Fraktion, die Plutoplanetisten, wie man sie vielleicht nennen könnte. Sollen sie doch froh sein, dass ihr komischer Himmelskörper sich wenigstens eine Weile lang in dem Wahne sonnen konnte, ein Planet zu sein! Ich meine, das Ding wurde nach einer WALT-DISNEY-FIGUR BENANNT!
    Was für eine Demütigung für die echten, majestätischen Planeten, diesen Witz unter sich dulden zu müssen!
    Hört auf, darüber zu trauern und zu zürnen, dass Plutos Platz am Himmel zurecht gerückt wurde. Denkt Euch lieber neue Planetenmerksätze aus! Das macht Spaß. Ein paar tolle Anregungen findet ihr im Brauseboysblog. Oder praktisch überall im Netz. Die von den Brauseboys sind aber aus zwei Gründen besonders schön: Zum einen, weil ich die Brauseboys kenne und die Planetenmerksätze von Bekannten stets denen unbekannter Personen vorziehe, bei denen man nie sicher sein kann, ob sie nicht im Privatleben Ärsche sind. Zum anderen, weil sie, naja, eben besonders schön sind.
    Merksätze sind eine tolle Sache. Sehr hilfreich im Alltag. Meinen Namen rekonstruiere ich zum Beispiel so:

    „Verfluchte Ostsee!“, lamentierte Kurt. Er roch seit Tagen richtig übel. „Bin in Narwalkacke getreten!“

    Wenn mir der grad nicht einfällt, nehm ich den:

    Vollen Ohren lügen keine Edlen Recht. Sie tragen Rache über Berge ins neutrale Gebiet.

    Merke: Wer Merksätze ergrübelt, hat keine Zeit, Schlechtes zu tun … Wobei … es könnte viel Spaß machen, falsche neue Planetenmerksätze unters Volk zu bringen 😉 (Ein Anwärter für die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken?)

    Eine Frage warf Spider gestern Abend im Zosch auf: Was wird aus dem Plutonium? Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, wir benennen es um, oder wir erkennen ihm den Elementestatus ab.

  • Neu auf der To-Do-Liste: Kritische Haltung zu Tierversuchen überdenken

    Forscher in Montreal und Nizza haben erfolgreich mit Mäusen rumgemurxt:

    … bei Mäusen, bei denen ein Gen ausgeschaltet wurde, soll es ihnen gelungen sein, eine depressionsfreie Linie zu züchten: die „permanent fröhlichen“ Mäuse.

    (Quelle: Telepolis)

    Wer gerade mit dem Gedanken spielt, Elternteil zu werden, sollte unbedingt warten, bis dieses Gen auch beim Menschen abgeschaltet werden kann … Ich will meinen Kindern jedenfalls später nicht erklären müssen, warum ich sie zu einem Leben verurteilt habe, in dem so grausige Sachen wie Traurigkeit, schlechte Laune, womöglich gar Depressionen vorkommen!

    (Wobei freilich immer noch dieser Ausweg bleibt.)

     

  • 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken

    Zum Beginn der Bundesligasaison und präventiv in Vorbereitung auf die WM 2010 erschien es mir wichtig, das Projekt „Die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken“ wieder aufzunehmen.

    Und – „Freude, Bates, große Freude“ (Douglas Adams) – Tube hat ein Programm gebastelt, das auf der Offenen Seite von der Surfpoeten-Website basiert, und das es erlaubt, eigene Vorschläge direkt einzubinden, einen Link zur eigenen Homepage zu setzen oder die Vorschläge der anderen zu bewerten. Auf www.volkerstruebing.de, hatte ich bisher ungefähr 230 eingesandte oder selbstausgedachte Vorschläge veröffentlicht, die ich nun nach und nach auf die neue, zwar noch nicht wunderschöne, aber funktionierende Seite transferieren werde:

     

    Die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken

    Es ist erschreckend: Immer mehr, vormals ganz normale Menschen beginnen sich für Fußball zu interessieren. Dagegen musste etwas unternommen werden. Diese Website will betroffenen und gefährdeten Personen Alternativen zum Fußballgucken aufzeigen. Das Leben hat so viel mehr zu bieten! Bitte unterstützt die gute Sache durch eigene Vorschläge und indem ihr die Anregungen der anderen bewertet.

    http://500Dinge.surfpoeten.de

    Vielen Dank an Tube!

  • Geldberg

    Die Surfpoeten wollen Geld. Viel Geld.

    Die Kulturstiftung des Bundes hat einen Fonds für künstlerische und kulturelle Projekte eingerichtet, die sich mit dem Wandel der Arbeit auseinandersetzen und durch ein überzeugendes Vermittlungskonzept auszeichnen … Die maximale Fördersumme pro Projektantrag beträgt 150000 Euro.“ (hier kann man es nachlesen)
    Klar, dass wir als Experten zum Thema Arbeit die 150000 Euro einheimsen wollen.

    Was sie mit dem Geld machen wollen, steht unter http://www.surfpoeten.de/geldberg/

    Ich finde die Idee großartig und die dahinterstehenden Überlegungen absolut überzeugend. Liebe Surfpoeten – ich drück Euch beide Daumen und gucke schon mal bei Ebay nach billigen Schubkarren 😉

  • Apropos Weltuntergang: Ich mache mir Sorgen um die Erderwärmung

    Der niederländische Nobelpreisträger Paul Crutzen schlägt vor, die Erderwärmung zu bremsen oder zu stoppen, indem Schwefeldioxid mittels Granaten oder Höhenballons in der Stratosphäre verteilt wird. (siehe hier)

    Ist ein bisschen so, als würde man koksen, um die Wirkung einer Opiumpfeife zu lindern, aber gut – anders gehts wohl nicht, oder glaubt irgendjemand, dass das mit der Reduzierung der C02-Emission noch rechtzeitig klappt?

    Sollten Außerirdische eines Tages die Erde besuchen, wird der Erst- und Letztkontakt vermutlich darin bestehen, dass das Alien uns traurig anguckt, seufzt, und kopfschüttelnd in sein Raumschiff zurückklettert.

  • Gesagt, getan.

    „Muss ich mal ne Geschichte drüber schreiben“ – so stands in meinem Posting über die Forderung eines CSU-Politikers nach einem „Gemeinschaftsdienst“ für Langzeitarbeitslose.

    Und hier ist der Text: http://www.volkerstruebing.de/arbeitsdienst.html

    Kein Meisterwerk, aber das ist nicht meine Schuld, wie dem geneigten Leser klar werden wird.

  • A tale of two disasters

    Henri, ein guter Freund lebt und arbeitet seit mehr als zwei Jahren in Yogyakarta, Indonesien. Als das Erdbeben vor wenigen Tagen die Region traf, war er gerade nicht dort – sondern in Dili, der Hauptstadt des gerade von Unruhen heimgesuchten Ost-Timor. Inzwischen ist er wieder daheim, sein Häuschen am Rande von Yogya steht noch, ist zur Zeit aber mit 4 Familien belegt (Voriges Jahr habe ich ihn dort besucht – es ist ziemlich hübsch und bietet einen – jetzt wohl eher beunruhigenden – Blick auf den Merapi …)

    Henri arbeitet für die indonesische NGO Insist, die sich sowohl im Erdbebengebiet als auch – soweit möglich – in Ost-Timor engagiert. Er bat um Spenden und ich habe dieser Bitte gern entsprochen. Ich hatte ohnehin vor, etwas zu spenden und habe so die Möglichkeit, aus erster Hand zu erfahren, wofür die zusammengesammelten Gelder verwendet werden. Und zwar ungeschminkt, ohne dass Probleme verschwiegen und Erfolge aufgebläht werden.

    Ich habe seine Email angehängt (ich hoffe, das ist okay, Henri!), vielleicht hat ja noch jemand ein paar Euro übrig.

    dear friends,
    my apologies for sending out mass e-mails only recently, i have not really
    had the time and space for more personal e-mails.
    
    so its been an intense two weeks or so here, first with the violence in
    east timor and now the earthquake relief effort in yogyakarta. as you
    might have guessed by now, i am approaching you for funds to support the
    victims of those two catastrophes, one man-made and the other natural.
     (mehr …)
  • Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?

    Jobs ablehnen, wenn sie die Welt nicht verbessern – Ein Artikel von johannes-boie auf jetzt.de über einen Vortrag von „Adbuster“ Kalle Lasn auf einer Designerkonferenz in Berlin:

    Und jetzt, gleich zu Beginn der Messe, steht Kalle Lasn auf der Bühne und fordert Ungehorsam. „Wie viele Designer sind hier?“, ruft er in den Vortragssaal. Nahezu alle Hände gehen nach oben. Später wird ein Veranstalter sagen, die „kreative Elite Westeuropas“ sei im Saal gewesen. „Ihr habt die Macht, die Welt zu verändern! Ihr seid die Coolsten“, ruft Lasn den Kreativen zu. Die grinsen nur, denn das denken sie sich schon. Der gebürtige Este senkt die Stimme: „Also tragt Ihr gesellschaftliche Verantwortung!“ Den „Coolsten“ klappen die Kinnladen runter. Aber sie haben richtig gehört. Und Lasn legt gleich noch mal nach. Er fordert: „Lehnt Jobs ab, wenn sie die Welt nicht verbessern!“

    Ich weeß nich, ich weeß nich. Lasn will gegen Werbepest, Markenwahn und dusslige Corporate Identitys mit deren eigenen Mitteln kämpfen und ist schon längst wieder selbst Teil der ganzen Scheiße:

    Lasns Adbusters-Magazin liegt längst in jedem Meetingraum seiner Erzfeinde: Die finanzstarken Werbeagenturen scheren zehn Dollar pro Ausgabe wenig.

    Und in den Kommentaren fragt ein mamoffel, wo man die Schuhe mit dem Anti-Logo kaufen kann …

  • Schlampiger Journalismus im Dienst der guten Sache

    Schade:

    Ein Spiegel-Online-Artikel über Anti-Fußball-Zeugs im Internet und kein Link zu den „500 Dingen, die besser sind als Fußball gucken“ auf meiner Website … Es ist ja nicht so, dass ich sie nicht darauf hingewiesen hätte.

    Die Idee mit dem Fußball im Verbots-Schild hat offensichtlich sehr auf der Hand gelegen. Sehr hübsch finde ich nebenstehendes Signet einer Andrea aus einem Forums-Thread für WM-Hasser.

    Auch schön: Ein Fundstück aus dem Politikforum:

    „für geld, da kannst du alles kaufen,
    auch leute, die dem ball nachlaufen“