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  • Ein Hoch auf das Wachstum

    Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gehört zu meinen Lieblingszeitungen. Wenn man den Sport- und Immobilienteil sowie die Anzeigen aussortiert hat, bleibt immer noch viel Lesenswertes übrig. Dass sie eher konservativ ist und ich mit vielem nicht übereinstimme, stört mich nicht. Ich will nicht immer nur Sachen lesen, die meine Meinung bestätigen, denn das würde nur dumm machen.
    In der Ausgabe von gestern war ein Beitrag, der mich erst sehr geärgert hat, den ich dann aber doch sehr spaßig und informativ fand. Er stammte von Georg Meck, hieß „Ein Hoch auf das Wachstum“ und war ein sehr gutes Beispiel für eine argumentfreie Polemik. Einige beliebte Techniken der politischen Agitation werden in ihm vorbildlich durchexerziert: (mehr …)

  • Premiere

    An einem meiner allerliebsten Lieblingsauftrittsorte, dem Horns Erben in Leipzig, feiern Voland & Quist und ich AM FREITAG, 20.00 UHR (danke an Leipziger für den Hinweis) die Fertigstellung der Kloß-und-Spinne DVD. Der Clou: Die DVD ist noch gar nicht fertiggestellt. Dieses Premierenkonzept hat sich bereits im Frühjahr bewährt, als wir das noch ungedruckte Mississippibuch feierten.
    Ich werde neue Geschichten vorlesen, Seemannslieder singen, es gibt hoffentlich einen ganz neuen Kloß-und-Spinne-Film. Es wird sehr schön.

    (VS)

  • Kloster Chorin

    Das muss man sich mal vorstellen: Noch vor hundert Jahren war hier nichts als öder blauer Himmel zu sehen:

    Wenn das Wetter so schön ist wie gestern, ist ein Nachmittagsausflug in die Umgebung von Berlin unbedingt empfehlenswert. Das Kloster Chorin kann man sich aber – wenn dort nicht irgendein Konzert oder so ist – getrost sparen. Im Kloster selbst gibt es wenig zu sehen, nur ein paar wirklich langweilige und mit ermüdenden Erklärungstafeln ausgestattete Ausstellüngchen, zum Beispiel über olle Klosterziegelsteine:

     

    Höhepunkt des Rundgangs war eindeutig die in der Kapelle ausgestellte Hebebühne. Aber dafür 4 Euro Eintritt?

    Man kann auch einen trübseligen Rundgang um den „Amtsee“ machen, vorbei an einem hässlichen Hotel, bedrängt durch die Zäune von Privatgrundstücken, durch ein vollkommen belangloses Wäldchen und entlang der Hauptstraße. Immerhin, mit dem Rücken zur Straße gelingt einem das eine oder andere hübsche Foto vom Seeufer.

    (VS)

  • Fleischwelt

    Vorder- und Rückseite eines Werbedingens am Dresdener Hauptbahnhof. Ich weiß nicht, ob die Zusammenstellung zufällig oder so beabsichtigt ist – interessant ist sie allemal. (Ist „Fleischwelt“ nicht für sich genommen schon ein tolles Wort?)

    (VS)

  • The Empire strikes Bäck

    Ich finde ja gute Witze gut. Aber richtig gut werden sie erst, wenn dann nochmal nachgelegt und eins draufgesetzt wird. Um das an meiner Lieblingsszene aus „Das Leben des Brian“ zu erklären: Brian ruft den ihn verehrenden Massen zu, sie sollten für sich selbst denken. „Ihr seid doch alle Individuen!“ Und die Massen antworten im Chor: „Ja, wir sind alle Individuen!“ – für sich genommen ein prima Gag, eine auf wenige Sekunden komprimierte Abrechnung mit der Popkultur und ein visionärer Ausblick auf unsere heutige Zeit, in der Banker nach Feierabend im Che-Guevara-T-Shirt in Szenekneipen abhägen und verpickelte Jugendliche im Pro7-Nachmittagsprogramm erklären, dass sie Spießer hassten, selbst etwas ganz Besonderes seien und sich deshalb exakt wie Bill Kautlitz stylten. Kurz: Eine ganz nette Szene. Richtig genial wird sie erst durch den einen Typen, der, als das „Ja, wir sind alle Individuen“ verklungen ist, ruft: „Ich nicht!“
    Ein Imbiss mit dem Namen „Empire of Döner und Bäckerei“ hätte mir vielleicht ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert. Aber richtig gut ist erst das „Empire of Döner und Bäckerei II , das mir am Sonnabend auffiel.
    Manch einer wird jetzt wissend nicken und „Lange Reihe“ murmeln – ja, ich war schon wieder in Hamburg. Beim Bunkerslam und es war sehr schön (wenn ich auch das Stroboskopgewitter und Sirenengeheul als Intro etwas … ähm … naja, „unpassend“ kann man angesichts der Location nicht sagen … etwas gewöhnungsbedürftig, möglicherweise aber nicht gewöhnungsfähig fand).

    Dass ich in Hamburg und überhaupt ziemlich viel unterwegs war und außerdem allen möglichen Krempel zu tun hatte, entschuldigt hoffentlich auch, dass ich den versprochenen Gutmenschen-Beitrag noch nicht geschrieben habe und überhaupt das ganze Projekt „Strübing liest Sarrazin“ ersteinmal eingeschlafen ist. Vielleicht passiert das ja noch, aber versprechen möchte ich lieber nichts mehr …

    Hier sind ein paar Backstagefotos aus dem Bunker:


    Dalibor und Sebastian



    Tillman Birr


    Julius Fischer


    Und hier noch ein Beleg für meine These, dass alle Städte hässlich sind und immer hässlicher werden, weil die Leute es gern hässlich haben wollen bzw. es gar nicht bemerken:


    (VS)

  • Immer wieder schön 😉

    Heute Abend wird nochmal Mister & Missis.Sippi wiederholt – diesmal relativ früh, für alle, die morgen zeitig raus müssen! Teil1: 0.20 Uhr, Teil 2: 1.05 Uhr, Teil 3: 1.50 Uhr. Auf 3sat.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=s6aF8gGgqlw]

    (VS)

  • Fuck Hornisschen Shanty Chor

    Jetzt ist es schon wieder 4 Tage her, aber die Erinnerung an den Dreikampf im Schauspielhaus Hamburg stimmt mich immer noch ganz froh. Julius Fischer und ich sind unter der wunderbaren Moderation von Michel Abdollahi gegeneinander angetreten – obwohl ich eher sagen würde miteinander angetreten, um gemeinsam eine gute Show zu machen (als „zweiter Sieger“ des Abends möchte ich den Wettbewerbscharakter nicht zu sehr in den Vordergrund stellen ;).
    Ich habe unter anderem das schönste Lied gesungen, das jemals geschrieben wurde (zufälligerweise von mir selbst), aber das Problem war natürlich, dass ich es gesungen habe. Julius hat ebenfalls das schönste Lied gesungen, dass je gesschrieben wurde (und wie es der Zufall will: Es wurde von ihm geschrieben.) und zwar gleich mehrere davon und Julius kann singen. Am allerschönsten von allen schönsten Liedern, die je geschrieben wurden, fand ich Juliussens Rap, da er mich thematisch sehr angesprochen hat: Es ging um mich – Mothervolker! Ach, da hätte ich gern eine Aufnahme von …
    Vielen Dank jedenfalls Julius!
    Natürlich auch für die Ukulele (die er gewann, aber angesichts einer bereits in seinem Besitz befindlichen Ukulele und meiner neidischen Augen mir schenkte) und an Christian und Dich für den Fuck HornisschenShanty Chor am Schluss!
    Vielen Dank an alle vom Schauspielhaus und vom Kampf-der-Künste-Team und ganz besonders an Jan-Oliver. Vielen Dank, liebes Publikum! Vielen Dank, Welt – schön, dass es Dich gibt.

    Soundcheck Julius

    (VS)

  • Kloß und Spinne – Happy Birthday, Spinne!

    (Achtung: Der ist mir wohl ein bisschen laut geraten, lieber den Ton ein bisschen wegdrehen, wenn ihr Kopfhörer aufhabt.)

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=wzz4yWBBwhY]

    (VS)

  • Trailer zu „Kloß und Spinne – Quickie 4: Happy Birthday, Spinne!“

    Hier ist eine kleine Vorschau auf den neuen Kloß-und-Spinne-Film:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bAc111fRbe0]

    Weltpremiere ist, wie bereits geschrieben, heute Abend in Hamburg. irgendwann am Wochenende oder am Montag ist der ganze Film dann auch online.

    (VS)

  • Betreutes Lesen

    Vor ein paar Tagen erreichte mich das Belegexemplar der Anthologie „Poetry Slam – Das Buch„, erschienen im Carlsen Verlag – ein Werk, das ich hiermit wärmstens empfehlen will. Schon wegen der schönen Anmoderationen der beiden Herausgeber Sebastian 23 und Mischa-Sarim Vérollet zu jedem der 40 Texte, vor allem aber selbstverständlich wegen dieser 40 Texte von 40 Slammerinnen und Slammern. Das Buch trägt den Untertitel „Die 40 besten Bühnen-Texte“ und ich muss leider selbstkritisch anmerken, dass mein Beitrag als einer dieser 40 dem nicht ganz gerecht wird – ich hatte Mischa und Sebastian nicht meinen besten Text geschickt, sondern den, den ich seit Jahren am allerliebsten vorlese („Wie ich mal mit dem Tod Brüderschaft getrunken habe“). Aber mit solchen Superlativen muss man sowieso vorsicchtig sein. „40 der besten Bühnen-Texte“ wäre sicher passender gewesen. Oder „39 tolle Texte zum Lesen plus einer von Volker, der gedruckt nicht ganz so gut rüberkommt“ oder so. Auf jeden Fall: Ein sehr, sehr gutes und wunderschönes Buch. Geschichten zum Lachen, Träumen, Weinen, Tanzen. Fetzt urst!

    (VS)