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  • Wie schwer eine Last ist, hängt von der Länge des Hebels ab, an dem man sitzt

    Deutschland ist ein Steuerparadies, so stand es neulich bei Spiegel Online. Zumindest für die, die nicht das Pech haben, zu den bestverdienenden 10% der Deutschen zu gehören, denn diese bedauernswerten Menschen müssen gut die Hälfte der Steuern zahlen. Das ist Futter für die nächste Neiddebatte, auch wenn, ebenfalls laut Spiegel, die reichsten 10% über 60% des gesamten Vermögens besitzen und nur 1% sogar 25% ihr Eigen nennen können.
    Dankenswerterweise geht der Artikel auch darauf ein, dass es ganz anders aussieht, wenn man nicht nur die Steuern betrachtet, sondern auch Abgaben und Krankenversicherung: „Damit wirken die Sozialabgaben, deren Aufkommen sich auf mehr als 380 Milliarden Euro pro Jahr summiert, vor allem für Normalverdiener wie die eigentliche Steuer. Wer 30.000 Euro pro Jahr verdient, muss gut 20 Prozent von seinem Gehalt für Krankenversicherung und Co. aufbringen. Bei einem Bestverdiener mit einem Jahreseinkommen von 300.000 Euro schrumpft dieser Anteil auf weniger als vier Prozent. Echte Peanuts also.“
    Was die Steuern angeht, könnte man natürlich argumentieren, dass die Bestverdienenenden selber schuld sind, wenn sie, beispielsweise als Manager eines Textil- oder Lebensmitteldiscounts, die Lohnkosten minimieren, um den eigenen Lohn zu erhöhen – und damit Steuerlast von unten nach oben umverteilen, diese verkappten Sozis!

    (VS)

    Nachtrag, 26.8.: Sehr lesenswerter Atikel auf den NachDenkSeiten (danke nils!): „Zur ganzen Wahrheit gehörte auch, dass die Einkommensteuern nur rund ein Drittel […] der staatlichen Steuereinnahmen ausmachen. Daneben stehen die indirekten Steuern, also die Mehrwertsteuer, die Mineralöl- oder die Tabaksteuer.[…] Die indirekten Steuern machten 1990 noch etwa 40 Prozent des Steueraufkommens aus, seit der Jahrtausendwende liegt ihr Anteil bei etwa der Hälfte der gesamten Steuereinnahmen. Indirekte Steuern treffen aber – bezogen auf das verfügbare Einkommen – weniger die hohen Einkommensbezieher, sondern eher die niedrigen und Mittleren Einkommen, die ganz oder zum allergrößten Teil für die alltägliche Lebensführung ausgegeben werden (müssen).“

  • Unmoralisches Angebot

    Neulich erreichte mich ein Angebot, bei dem mir regelrecht übel wurde: Eine Einladung zu einem „Nach der Arbeit-Slam“, bei dem „motivierte und überzeugende Slammer“ für ein „gemischtes Publikum aus Personaldienstleistern, Unternehmern, Geschäftsführern, Studenten und Menschen, die Spaß an der Poesie haben“ performen sollen. Man solle seine Cahnce nutzen, diese potentielle Zielgruppe von sich und seinem Poetry Slam zu überzeugen, „um somit weitere attraktive Folgeaufträge zu generieren.“
    Okay, da will also eine Eventagentur das Label „Poetry Slam“ für die Feierabendbespaßung für irgendwelcher gelangweilter Mitte-Yuppies verwursten. Und dafür brauchen sie Leute wie mich („motivierte und überzeugende Slammer“). Erste Frage: Was kriege ich denn dafür, wenn ich mich an diesem Scheiß beteilige? Die Antwort stand als Stichpunktliste im angehefteten Konzept unter der Rubrik „Dein persönlicher Nutzen“ und jeder der Punkte war mit einem Häkchen versehen, wie bei ganz billiger Werbung üblich. Und dort stand dann zwar nichts von Geld, dafür aber Zeugs wie: „Steigerung des Bekanntheitsgrades“ oder „Erweiterung der Fanbase“. Und „Chance auf weitere Gigs“ (Frage: zu den selben Konditionen?) und als Bonus sogar noch: „Spaß- und Unterhaltungsfaktor“. Wow.

    Was denken sich diese Leute? Wahrscheinlich: Ach, beim regulären Poetry Slam gibts doch auch kein Geld, mit diesen geschäftsuntüchtigen Trotteln kriegen wir ein richtig billiges Event zusammen, da bleibt mehr für uns übrig.
    Über Ausverkauf bin ich ja durchaus bereit zu reden, aber sich an irgendeine Eventklitsche verschenken? Mann, mann, mann, Kunden schickt das Arbeitsamt …

    (VS)

    Nachtrag, 16.00 Uhr: falls es jemand bemerkt hat: Ich hab das nochmal umgeschrieben und weniger direkt aus dem Konzept zitiert, weil ich mir nicht sicher war, ob die mir deshalb irgendwie an den karren hätten pissen können.

  • Tatort Schweden: OP ruft Dr. Kuttner

    Der Titel ist vielleicht ein bisschen unklar, aber wer es schafft, diesen etwas lang geratenen Beitrag zu Ende zu lesen, wird schon merken, was das bedeutet oder zumindest, was er davon hat. (mehr …)

  • Sonnenuntergangsfotografie is not dead

    (Na gut. Bei dem Bild habe ich geschummelt. Das ist aus zwei Aufnahmen vom selben Standpunkt aus zusammengesetzt – einmal mit Focus auf das Schild, einmal auf den Mond.)

    (VS)

  • Tief in seinem Herzen ist der Mensch kein Landlebewesen

    Das Dumme am Urlaub war, dass er dann plötzlich, nach nur viereinhalb Tagen, vorbei war. Wir waren Segeln mit der Albert Johannes, einem Dreimaster. Auf der Ostsee. Ich fürchte, es wird hier in den nächsten Tagen viele Urlaubsfotos und wenig Text geben. Heute schreibe ich auf alle Fälle nichts mehr – ich habe mich schon als Urlaubsvertretung auf dem Blog Textilvergehen ausgelassen. Und zwar über ein Thema, das mir wie kaum ein zweites nicht am Herzen liegt: Fußball.

    So sah das Schiff aus:

    Ach, war das schön. Demnächst folgen die obligatorischen Sonnenuntergangs- und Schrottplatzfotos.

    (VS)

  • Urlaub

    Na super, jetzt, wo der Sommer vorbei ist, gehts an und aufs Meer … hoffentlich wirds nicht so wie in einem meiner Lieblings-Youtube-Clips:
    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=QH6OOfh7sFs]

    Und wenn ich in ein paar Tagen zurück bin, gucke ich mal, ob sie bei Negativeland diesen Film haben:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Q8LV1S2q2GA&feature=related]

    (VS)

  • Kloß und Spinne – Quickie 3: Sommer, Sonne, schlechte Laune!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=pRLqTRmZkls]

    Ist eigentlich ein bisschen zu lang (und aufwändig) für die Kurztrickfilmsereie, aber weil Norbert nicht die Welt erklärt, gehört er trotzdem nicht zur richtigen Reihe …

    Ich habe ein paar Sachen ausprobiert. Hoffe, es gefällt. Falls das so ist, verlinkt ihn bitte, bindet ihn in eure Weblogs ein und empfehlt ihn weiter. Danke!

    (VS)

  • Sketche, die das Leben schrieb (Folge 678)

    Die Pointe war echt billig, aber ich hab trotzdem gelacht: 2 Minuten nachdem wir uns auf die Fahrräder gesetzt hatten, um in die Stadt zurückzufahren, noch am Rand des Sees, kam die Sonne endlich hervor …
    Aber immerhin: Heute Morgen und heute Mittag konnte man fast alleine im Liebnitzsee schwimmen. Und im Wasser war es auch gar nicht so kalt (wäre der See eine Badewanne, hätte ich trotzdem ein bisschen heißes Wasser nachlaufen lassen), nur beim Rauskommen hat man gefroren.

    (VS)

  • Saure-Dackel-Zeit

    Bild und Kurier scheinen die Story exklusiv zu haben. Bei den sogenannten „Qualitätsmedien“ sucht man sie jedenfalls vergebens.

    (VS)

  • Kloß in meiner Küche

    Ach, das macht so einen Spaß. Probiere gerade was neues aus, mal gucken, was daraus wird. Hier ein kleiner Test:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=k-IVkzidZaw]

    Ist ganz schön zappelig und ich muss mich an eine ordentliche Kopfdreh- und -neigeanimation setzen. Vielleicht sollte ich den Figuren auch Nasen spendieren?! Dann können alle schreiben: Ohne Nase waren sie besser …

    Danke an Tube, der mich auf Some Grey Bloke hingewiesen hat. Alle müssen alle seine Videos gucken!

    (VS)