Herrjeh, was denn noch alles?!
(VS)
PS: Bin heute beim Rosis’s Slam und morgen beim Kantinenlesen.
Während Deutschland noch einen Ersatz für den weinerlichen Ex-Bundespräsidenten sucht (obwohl doch längst klar ist, dass es nur „unsere“ Lena sein kann), sucht RTL „Deutschlands klügste Nageldesignerin“. Verrückte, wo Du hinguckst.
(VS)
Zuersteinmal: Entschuldigung für den sinnlosen Titel 🙂 Hat auch nichts mit dem Inhalt des Eintrages zu tun, fiel mir bloß gerade beim Duschen ein.
Gestern abend auf dem Nachhauseweg. 5 Wannen und drei Streifenwagen fahren im Schritttempo die Stargader Straße lang, 6 oder 7 weitere Wannen parken an der Gethsemane-Kirche. Eine Gruppe Polizisten in Bürgerkriegsoutfit steht neben einem der Fahrzeuge und raucht. Ich bin schon an ihnen vorbei, frage mich was los ist, dann kommt mir der Gedanke: Warum frage ich mich und nicht die Polizisten. Ich zögere noch einen Moment, dann gehe ich zurück und auf das Grüppchen zu.
„Guten Abend, äh, kann man fragen, was Sie hier machen?“
Einer dreht sich zu mir um, mustert mich abfällig (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein).
„Rauchpause, sehnse doch!“
„Äh, haha, ja, also ich dachte, naja, ich wohne hier in der Gegend und wenn man so einen Aufmarsch sieht, da fragt man sich natürlich, was los ist und wird neugierig und da wollte ich mal nachfragen …“
Ein anderer Polizist erbarmt sich: „Jugendliche haben Bauzäune umgeschmissen. Darum sind wir hier. Damit das nicht wieder passiert. Damit Bürger wie Sie ruhig schlafen können.“
„Aha.“
„Aber jetzt machen wir Rauchpause!“ Wieder der erste Polizist.
„Na dann, noch eine friedliche Rauchpause.“
„Jaja.“
Es war ganz offensichlich nicht das freundliche Team vom Bürgerkontakttelefon, wahrscheinlich waren sie es gewohnt, beschimpft oder bespuckt oder angegriffen zu werden, wenn jemand auf sie zuging und außerdem mussten sie in ihren unbequemen Panzern auf der Straße stehen und den ganzen Leuten in den Kneipen ringsum beim Feierabendbier zugucken, und außerdem waren es Berliner, das „Rauchpause, sehnse doch!“ kann man wohl als Herz und Schnauze durchgehen lassen. Aber wie sie darauf kommen, das „Bürger wie ich“ gut schlafen, wenn sich ihr Viertel im Belagerungszustand befindet, kann ich nicht nachvollziehen. Da wurden Bauzäune umgekippt und deshalb sah die Straße aus wie vor dem 1.Mai?
Neulich bin ich vom Hauptbahnhof aus mit dem Zug gefahren und auf dem Bahnhof patroullierten Polizisten mit Maschinenpistolen. Ich weiß nicht, ob sie das jetzt immer machen oder ob es da irgendeine Erhöhung der Alarmbereitschaft gegeben hatte. Bei mir löste das jedenfalls nicht das Gefühl aus, gut beschützt zu sein, nein, ich fühle mich unsicher, wenn ich denken muss: Offensichtlich ist es nötig, die Polizisten mit Waffen auszurüsten, die sie in die Lage versetzen, innerhalb von 5 Sekunden ganze Menschengruppen zusammenzuschießen. Und: Die haben doch nicht etwa wirklich vor, im Ernstfall mit diesen Dingern in einem vollen Bahnhof rumzuballern?! Und: Vor wem wollen sie mich damit schützen? Vor Taschendieben? Vor Fußballfans? Vor Schnorrern? Vor Selbstmordattentätern (Mist, hier kann ich mich nicht in die Luft sprengen, da werde ich doch erschossen!)? Wahrscheinlich war die Anweisung zum Tragen von MPis einfach hirnloser Aktionismus, irgendein Politiker oder Beamter wollte sich nicht vorwerfen lassen, er hätte nicht alles getan, wie sinnlos es auch sein mochte. Vielleicht gibt es da draußen auch einen Haufen „Bürger wie Sie“, die sich tatsächlich sicher fühlen, wenn sie von schwerbewaffneten Polizisten umgeben sind … Hm. Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, es löst bei jedem ein ungutes Gefühl aus, das Gefühl, dass es wohl einen Grund dafür geben müsste und ganz schnell bist Du bei dem Gedanken: Mensch, hier auf dem ganzen Hauptbahnhof sind höchsten 10 Polizisten mit Maschinenpistolen unterwegs, das reicht doch nie, um dieses ganze Gebäude zu beschützen, denn genug kann die Polizei eigentlich nie tun.
(VS)
Es kommt nur noch selten vor, dass mich eine Spammail zum Schmunzeln bringt, aber die oben zitierte Betreffzeile hat es doch geschafft. Ich war aber auch gerade ein paar Tage netzabstinent, vielleicht lag es daran. Und dann kommt man nach Hause und schaltet den Computer und guckt, was so im Internet drinsteht, und freut sich über billige teure Uhren und darüber, dass Roland Koch zurücktritt, doch dann sieht man dieses Bild des Nachfolgers und weiß, dass man heute Nacht alpträumen wird.
Egal. Viel schreiben kann will darf soll tue ich jetzt nicht. Keine Zeit (Frühjahrsputz, Rückenmuckibude, auf eine Idee für einen Text für morgen hoffen, wo ich mal wieder bei der Chaussee der Enthusiasten mitmache). Darum nur ein paar Fotos vom Pfingstausflug und ein schönes Schimpfwort, das ich mir am Wochenende ausgedacht habe: Lena-Meier-Landrut-Gutfinder. Ganz schön fies, was?! Die Fotos sind dafür ziemlich harmlos – die Nazis auf dem Marktplatz habe ich nicht fotografiert.
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Fischergruß
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Einen kurzen Gewissensstcih verspürt man schon, wenn man es sich an einem milden Maiabend mit einem Glas Wein gut gehen lässt und ein an Herz und Nieren gehendes Buch liest. „Bilal“ von Fabrizio Gatti über Menschen, die durch die Wüste und über das Mittelmeer versuchen, Europa, den gelobten Kontinent zu erreichen, kann ich nur empfehlen. Es ist traurig, erschreckend, beschämend – aber auch unterhaltsam, in dem Sinne, dass es sehr spannend ist.
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(VS)
Slam ist ungesund. Aber schön. Nach einer tollen Tour nach Ulm und München verbrauche ich gerade einen Kubikmeter zu Taschentüchern veredelten Regenwald pro Stunde. Und freue mich, dass ich die neuen Abenteuer von Monstamovies (7 Wochen zelten an der verregneten Donau) gemütlich und unverbindlich am Bildschirm verfolgen kann. Zwischen zwei Packungen Taschentüchern, bleibt Zeit, das eine oder andere Dia abzufotografieren. Das ist der Vorteil, wenn man einmal beschlossen hat „Ich bin heute krank“: Man muss nichts sinnvolles machen. Von mir aus kann es noch ein paar Tage so weiter gehen – ich hab noch ein paar Kisten Dias von Muttern mit Bildern aus den 40er bis 70er Jahren. Aber da ist hängt ja noch das Damoklesschwert der „Kloß und Spinne“ DVD über mir (mein persönliches „Duke Nuke’em Forever“)
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Ach, die Donau! Ich war schon an der Elbe und am Mississippi, das reicht an Flüssen für ein ganzes Leben.
(VS)
Der Titel soll nicht etwa die baldige Einstellung von Schnipselfriedhof ankündigen, ich habe ihn einfach von diesem Foto übernommen:

Es gäbe soviel zu erzählen, aber die Zeit ist knapp, außerdem möchte ich es mir für morgen aufheben. Da bin ich zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick in der Yuma-Bar in der Reuterstr. 63 und werde sicher ein bisschen vom Mississippi erzählen und vorlesen, ganz sicher aber von Oldenburg und Marzahn. In Marzahn ist auch das Foto oben aufgenommen, im Foyer des Kinos Sojus, um genau zu sein. Das Kino meiner Kindheit und Jugend. Ich selbst habe mich etwas besser gehalten.

Noch mehr Marzahnfotos gibts nach dem Klick. (mehr …)
Groggy, wie man früher sagte. Um 6 aufgestanden, vormittags gearbeitet, bis eben die Wisbyer Straße blockiert und nachher um 8 bin ich beim Kantinenlesen. Male ich es jetzt, oder besser morgen früh, das Vorder-Transparent der Demo am 2. Mai um 13 Uhr Senefelder Platz? Mal sehen. Wir sehen uns morgen zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!
(Andreas Krenzke)
MonstaMovies ist wieder unterwegs, um eine Fernsehserie zu machen. Diesmal ohne mich, aber sie sind schließlich alt genug. Dafür steuert Kirsten Fuchs Texte bei, es wird also alles gut. Das neue Projekt heißt „Nicht der Mississippi“ „Herr und Frau Donau“ „Die Donauten“ – das ist zumindest der Arbeitstitel und wie unschwer zu erraten ist, geht es um eine Reise auf der Donau. Wer die Reise unternimmt und überhaupt alles was man wissen will (und noch eine ganze Menge darüberhinaus) erfährt man im Projektblog: www.donauten.wordpress.com
Liebe Monstas, gute Reise und Hirn- und Filmriss, oder wie das heißt in der Fernsehbrangsche.
(VS)
Nur ganz kurz und zwischen Tür und Angel: Ich weise darauf hin, dass auch in diesem Jahr am 2. Mai unsere Demonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit in Berlin anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertags der Arbeitslosen wieder um 13 Uhr am Senefelder Platz beginnt. www.geissel-der-menschheit.de
(Andreas Krenzke)
Ach Gottchen. Vorhin auf der Straße ein kleines, eisbetütetes Mädchen gesehen, das kichernd seine Mutter fragte: „Kennst du den Witz von Onkel Fritz, der in der Badewanne sitzt und mit dem … spritzt“?
Was es an der Punkt-Punkt-Punkt-Stelle gesagt hat, habe ich wirklich nicht verstanden. Wir haben uns das damals sowohl mit „Badewasser“ als auch mit „Puller“ erzählt und bei beiden Varianten genauso gekichert, wie das Mädchen heute. Dass der sich gehalten hat, also nee. Dabei werden doch ständig neue Witze hergestellt, und dann erzählen die Kinder sich solche ollen Kamellen. Nur wie der Witz auf zuhörende Erwachsene wirkt, das hat sich wohl sehr geändert.
(VS)