Kategorie: Literatur / Lesebühne / Poetry Slam

  • Video-Matroschka

    Schon wieder ein Video. Mich hat es viele, viele Stunden gekostet, euch kostet es nur 10 Minuten. Es geht um LSD, die Zukunft der Menschheit, den Inhalt eines Autorenhandtäschchens, ich erzähle meinen Lieblingswitz, man erfährt, was es mit der Video-Matroschka auf sich hat und kann die schönste Aufblaspuppe der Welt bewundern!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XbmYuTWHcv0]

    (Volker Strübing)

  • Wer „Sex“ in den Titel schreibt, um den Traffic zu erhöhen, ist doof

    Zur Zeit blogge ich unregelmäßig, weil ich viel unterwegs bin. Über Ostern war ich in Bayern, bei der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez (siehe auch hier), beim Poetry Slam im Substanz und beim Poetry Slam im Stadttheater Landsberg. Ausführliche Berichte von allen drei Veranstaltungen aus Sicht der Moderatoren gibt es im Poetry Blog von Ko Bylanzky und Rayl Patzak.

    In München habe ich übrigens zwei Videos gedreht. Das eine habe ich mir noch nicht angeguckt, das andere ist aber wohl ganz gut geworden. Es hatte gestern Welturaufführung bei der Chaussee der Enthusiasten, am Dienstag kann man es dann nochmal in guter Qualität auf der großen Leinwand bei LSD sehen, und dann mache ich es ins Internet rein (falls das bis dahin nicht geschlossen wird, was ich aber nicht glaube).

    Jetzt nur ein paar Impressionen aus der merkwürdigen und irgendwie beunruhigenden Unterkunft, in der Kai Schmelzle, Michael Bittner und ich untergebracht waren:

    landsberg01.jpg

    Asche zu Asche, Staub zu Staub (Version2.0, April 2007):

    landsberg02.jpg

    landsberg03.jpg

    Pornobett und Stilleben:

    landsberg04.jpg

    Als Gewinner des Abends durfte ich aber im quer davorstehenden Einzelbett schlafen.

    Dieses gewagte, fast schon an Kunst gemahnende Ensemble aus Maggi, ollen Griechen und Schneider-Design-Kassettenrecorder wirkt am besten im Panoramaformat:

    landsberg05.jpg

    Es gab übrigens keinen Grund zur Beunruhigung. Die Betreiber waren nett und haben sehr gute Frühstückseier zubereitet.

    (Volker Strübing)

    PS: Demnächst schreibe ich vielleicht auch wieder mehr richtige Texte hier rein oder male ein Horst-Bildchen, vielleicht aber auch nicht.

  • Fahrräder raus

    Sitze gerade im Hotel in Graz und schaue die heute-Nachrichten im ZDF. Jetzt hat der sogar der Oma-Sender Second Life entdeckt und einen großen, ziemlich dussligen Beitrag in seinen Hauptnachrichten gebracht, heilige Scheiße!

    Egal. Ich habe gerade drei tolle Tage hinter mir. Am Mitwoch bin ich endlich einmal mit dem EC Hamburg-Wien bis ans südliche Ende der Strecke mitgefahren, durchs Elbsandsteingebirge und durch Prag, in diesem wunderbaren tschechischen Zug und ich hatte die Hälte der 8,5 Stunden ein Sechserabteil ganz für mich. Eine der schönste Zugfahrten, die ich je hatte. Hab geguckt und gelesen und gedöst und irgendwann meine Gitarre und meine Kamera ausgepackt und ein Musikvideo gedreht, dass ich demnächst hier vorstelle … Am Abend war ich dann beim Poetry Slam in Wien, das war sehr schön, wenn auch extrem verraucht. Donnerstag habe ich das erste Mal in einem Wiener Kaffeehaus gesessen, davo habe ich schon so lange geträumt. Der Kaffee war übrigens durchschnittlich, aber ich kann mich nicht erinnern in einem deutschen Lokal jemals so ein gutes Frühstücks-Ei bekommen zu haben.

    Mittags ging es mit dem Zug weiter nach Graz, wo ich Abends zusammen mit Lars Ruppel von Smaat einen Auftritt hatte und heute morgen einen Poetry-Slam-Workshop für Schüler gegeben habe. Solche Workshops gibt es seit einigen Jahren immer häufiger. Ich finde ja eigentlich, dass das Wahnsinn ist! Wir alten Säcke (ja auch so junge alte Säcke wie Lars!) sollten doch eigentlich alles tun, um die Jugend zu entmutigen und sie vom Poetry Slam fern zu halten, statt ihnen auch noch gut zuzureden und Tips zu geben. Die fegen uns doch eines Tages von der Bühne, diese Schlingel!
    Allerdings hat es auch sehr viel Spaß gemacht, das muss ich schon sagen. Und wer weiß, ob ich sonst jemals nach Graz gekommen wäre …
    Heute habe ich mir die Stadt angeguckt. Sehr schön. Bis auf die hässlichen Stellen. Aber das sind nicht so viele. Die haben hier einen Berg, da steht oben eine Burg drauf und mitten durch den Berg führt ein Fahrstuhl nach oben. Und wer nicht gerne im Panoramafahrstuhl durch Felsen fährt, der geht in der Innenstadt in ein Altbauhaus, aus dem heraus eine Seilbahn zur Burg fährt.

    Von oben hätte ich schöne Fotos machen könen, aber stattdessen habe ich nur dieses Baustellenschild fotografiert:

    abschieben.jpg

    Vorhin habe ich Obersteierisches Kotelett gegessen – mit Äpfeln und Käse überbacken – lecker! Morgen geht es noch für einen Tag nach Wien zum Stadtangucken.

    Manchmal denke ich, dass ich überhaupt nicht den schlechtesten Job der Welt hab 😉

    (Volker Strübing)

  • Im Bett mit Sean Paul

    Habt Ihr schon mal in einem eisernen Doppelstockbett in einem schlecht isolierten Haus direkt über einer Reggae/Dancehall-Disko übernachtet? Nee? Na, macht nichts. Muss man nicht haben. Es ist zwar eine interessante Erfahrung, wenn das Bett synchron mit der Bass-Drum schwingt und alles im Zimmer vor sich hin klappert und summt, aber nicht unbedingt eine schöne.

    Dafür war der Slam umso besser.

    Unausgeschlafene Grüße aus einem Internetcafé in Regensburg sendet Ihnen Ihr (was schreib ich hier schon wieder für einen Müll?! Kaffee!!!)

    Volker Strübing

  • Restekuscheln

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=TgtnFn6KUnM]

    Morgen erscheint michaEbelings Buch „Restekuscheln„. Schaut nur, wie er sich freut! Das Buch enthält einige seiner besten Geschichte auf Papier und auf beiliegender CD, denn es ist im wunderbaren Verlag Voland & Quist erschienen. Die Buchpremierenfeier mit MichaEbeling und dem Gute-Lieder-Macher Jan Koch findet morgen Abend um 20.00 Uhr im der alten Heimat, dem Zosch in der Tucholskystraße 30 statt. Der Eintritt ist frei und alle müssen hingehen!

    (Volker Strübing)

  • Wie man ein erfolgreicher Autor bleibt …

    … ist freilich eine ganz andere Frage:

    🙁

    😉

    (Dieser Artikel ist ein Nachtrag zu: Wie man ein erfolgreicher Autor wird)

    (Volker Strübing)

  • Wie man ein erfolgreicher Autor wird

    Bevor jemand sich falsche Hoffnungen auf ein Geheimrezept zum Schreiben eines Bestsellers macht: Wie man ein erfolgreicher Belletristikautor wird, habe ich noch nicht herausgefunden (obwohl ich da eine Idee habe – dazu weiter unten mehr). Es geht hier nur um den Erfolg als Weblogautor, welcher sich natürlich an der Zahl der Besucher zeigt:

    Man beachte den Sprung am Ende. Das sind Zuwachsraten, von denen selbst die chinesische Wirtschaft, die globale Durchschnittstemperatur und die Dummheit der Menschen nur träumen können. Der Trick ist ganz einfach: Statt mühselig eigene Texte zu schreiben, habe ich in meinem letzten Posting lediglich auf einen schönen Text von Malte auf dem sehr berühmten und gut besuchten Spreeblick.com hingewiesen und diesen verlinkt. Mein Link tauchte dann als Trackback samt Link zum Schnipselfriedhof in den Kommentaren zu diesem Text auf. Ich hatte Glück, dass ich den Artikel kurz nach dem Upload gelesen und ihn nach dem Lesen gleich verlinkt habe, so dass mein Trackback der zehnte von mittlerweile 117 Kommentaren ist. (Und wenn ich den Beitrag in diesem Posting nochmal verlinken würde, könnte ich auch noch die Nr.118 werden 😉

    Die Strategie zur Erlangung der Weltherrschaft (zumindest die Weltherrschaft über die deutsche Blogosphäre) steht damit fest: Ich erstelle eine Reihe von Vorlagen des Typs: „Gerade beim Surfen über einen ganz hervorragenden Beitrag auf XY gestoßen …“ und dann verfolge ich in zig Browsertabs, die ich den ganzen Tag lang immer nacheinander aktiviere und aktualisiere, das Geschehen auf allen großen Blogs. Sobald es irgendwo ein neues Posting gibt … na, ihr ahnt es schon …
    Mag sein, dass ich mir damit Feinde mache, aber ich sag immer: Weltherrschaft ohne Feinde, das gibt’s nicht.

    Na gut, ehrlich gesagt wäre der oben gezeigte Anstieg um einiges flacher verlaufen, wenn nicht ix von wirres.net so freundlich gewesen wäre, statt Maltes Beitrag auf Spreeblick meine Verlinkung des selben zu verlinken. (Danke! Schön auch, dass mir Qualität zugestanden wird, die man zerstören kann 😉 Merkt man eigentlich schon was?)

    Insgesamt hat mir meine Empfehlung des Spreeblickartikels schätzungsweise fünfzehnmal soviele zusätzliche Leser eingebracht wie dem Artikel.

    Web 2.0 ist lustig 🙂

    Was nun meine Karriere als Schriftsteller angeht, spiele ich mit dem Gedanken, ein Buch herauszubringen, das nur aus Hinweisen und Empfehlungen für andere, sehr erfolgreiche Bücher besteht.

    (Volker Strübing)

    PS: Wehe, das macht jetzt jemand anders!

  • Böse Menschen, böse, böse Menschen …

    Am Freitag war ich wieder in Hamburg. Pauline Füg und ich waren als Featured Poets zum Pony-Slam im Haus 73 eingeladen. Es war sehr schön. Nachdem ich letzte Woche mit Micha beim Slam in den Zeise-Hallen war und nun diesen völlig anderen, aber ebenso großen und guten Slam erlebt habe, kann ich die Hamburger nur zu ihrer Slam-Szene beglückwünschen.

    Während der Show stand ich – wenn ich nicht gerade auf der Bühne war – meist an der Seite und lehnte mich an die Wand. Ich sitze nicht gerne mittendrin. Irgendwann kam ein Grüppchen verspäteter Zuschauer. Sie schauten sich ein bisschen um, dann kamen sie in meine Richtung und stellten sich direkt vor mich. Sie sahen mich nicht einmal kurz an, ich existierte nicht, zumindest nicht als Mensch, wahrscheinlich musste ich schon froh sein, dass sie zumindest akzeptiert haben, dass dort irgendein längliches Ding an die Wand gelehnt war, und sie mich nicht einfach beiseite geschoben haben. Ein Mädchen stand keine 30 Zentimeter vor mir. (mehr …)

  • Verlierer willkommen

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    In der Hamburger Kneipe „Insbeth“ finden auch erfolglose Menschen ein angemessenes Getränk. Leider hatte ich Freitag Abend keine Gelegenheit, den Loser-Tee zu probieren, da ich kurz zuvor den Poetry-Slam „Kampf der Künste“ in den Zeisehallen gewonnen hatte. Ein Doppelsieg mit gleicher Punktzahl für das Team LSD und mich solo 🙂 (Ich will ja nicht angeben … ach doch, na klar, ich will angeben!)

    (Volker Strübing)

  • LSD am Rheinfall

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    Na, da hat olle Mörike (1804-1875) ganz schön auf den Putz gehauen. Mir entstürzte das meinige nicht. Vielleicht hab ich einfach keins. Immerhin hätte ich fast was von meinem Kaffee verschwappert, denn hübsch ist er schon, der Rheinfall. (mehr …)