Kategorie: Schnappschüsse
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Der Künstler und sein Model
Ich hab in letzter Zeit soviele Selfies gemacht, dass ich mir langsam wie die Kim Kardashian des Poetry Slam vorkomme, nur dass ich nicht meinen Hintern, sondern mein Gesicht fotografiere. Um ehrlich zu sein: Schreiben und Vorlesen, das mache ich doch nur noch Übergangsweise zum Geld Verdienen. Eigentlich will ich Selfie-Künstler werden.
(Einer meiner Lieblingsselfies! Florian Cieslik, amtierender Hessen-Meister im
Todes-KaratePoetry Slam (Name- und Titeldropping gehört zu einem vernünftigen Gruppen-Selfie einfach dazu!), und icke in Weißichjetztgradnicht. Und wenn man ganz genau guckt, sieht man links sogar noch Dalibor Marković, mit Team Scheller Sieger im Teamwettbewerb der deutschprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2014, in der Tür stehen.)Wie in der Literatur gibt es auch bei Selfies verschiedene Genres. Po-Selfies, Klo-Selfies, Duckface-Selfies, Ich-klettere-illegal-und-ohne-Sicherungsseil-auf-die-Spitze-eines-Wolkenkratzers-und-fotografiere-mich-dort-mit-Gopro-und-Selfie-Stange-Selfies und soweiter.
Meine bevorzugte Gattung sind Spiegelselfies – die Königsdisziplin! Und ich darf von mir behaupten, dass ich inzwischen eine große Meisterschaft darin entwickelt habe, die verschiedenen an dem Arrangement beteiligten Elemente (Gesicht, Spiegel, Strommasten, Kamera, Klappradklingel – was halt auf ein ordentliches Bild gehört), so zu arrangieren, dass man nicht bloß eine Hand und ein Handy sieht, hinter dem zwei Ohren hervorgucken.
(In Bühnengarderobe und mit Bühnengarderobe und Jason Bartsch (Landesmeister Nordrhein-Westfalen 2015), Sandra da Vina (Landesmeisterin Nordrhein-Westfalen 2014) und Jan Philipp Zymny (Sieger der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2013).
(Unterrubrik Kamerarückseitenbildschirm-Spiegel-Selfies)
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Bilder der Woche – 04/14: I, Prophet

Vielleicht war es der Engelmann-Effekt, vielleicht waren bei den Leuten daheim die Heizungen kaputt, vielleicht war es nur Zufall: Am Dienstag war der Saalslam im Saalbau Neukölln so voll wie selten oder sogar nie zuvor. Darüberhinaus war es auch schön und darüberhinaus habe ich gewonnen und konnte eine Flasche Berliner Wodka mit nach Hause nehmen.
Das alles hat wenig mit dem obenstehenden Foto zu tun, sieht man davon ab, dass (mehr …)
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Bilder der Woche – 03/2014 (Achtung, enthält Engelmann-Content!)
Die Woche vom 13. bis 19. Januar schaffte es aus dem Stand in die Top 3 der Wochen des Jahres! Dabei sah es anfangs oder eigentlich eher mittig gar nicht danach aus, da gab sie sich alle Mühe eine richtige Mistgurke von Woche zu sein. (mehr …)
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Bilder der Woche: 02 / 2014
Einer meiner Lieblingsblogger, vielleicht sogar mein allerliebster Lieblingsblogger ist seit langer Zeit André Hermann. Und eine meiner Lieblingsrubriken in seinem Blog ist der bebilderte Wochenrückblick A week in pictures. Und als er jetzt auch noch die Wochenrückblicke des letzten Jahres zu einem Year in pictures-Beitrag zusammengefasst hat, der ein bisschen wie ein Überraschungseikalender funktioniert, dachte ich mir, Mensch, dachte ich mir, Volker, dachte ich mir, du machst doch auch dauernd Fotos und lässt die meisten auf der Festplatte vergammeln – klau doch einfach die Idee von André und behaupte, du hättest sie nicht geklaut, das Ganze sei vielmehr eine Hommage und Ehrbezeugung.
Und los geht’s!

Okay, das Bild gehört eigentlich noch in die Woche 1, aber was solls. Letzten Sonntag hat es mich auf den Fernsehturm verschlagen, wo ich Zeuge wurde, wie die Welt oder zumindest Berlin unterging. Wir hatten den perfekten Moment erwischt. Als wir hoch fuhren, regnete es, alles war grau und trist, doch dann brachen die Wolken auf und
ein gigantisches außerirdisches Raumschiffdie Sonneschaltete die Todesstrahler eintauchte Berlin in dramatisches Licht.Unten im Souvenirshop entdeckte ich ein sehr seltsames Spielzeug. Ich fand ja schon immer diese Rehe und Giraffen aus Holz seltsam, die man durch Drücken eines Knopfes zusammenbrechen lassen kann. Zusammenbrechtiere nenne ich sie, aber ich weiß nicht, ob das der offizielle Name ist. Schon zu meiner Kindheit gab es die immer und überall zu kaufen, soweit es mir bekannt ist war die Versorgung der DDR-Bevölkerung mit Zusammenbrechtieren zu jedem Zeitpunkt sichergestellt und auch in der BRD waren sie offenbar beliebt. Mir erschließt sich der Sinn oder gar pädagogische Nutzen dieser Dinger nicht. Was kann ein Kind daraus lernen, wenn es per Knopfdruck Tiere zusammenbrechen lässt? Was soll daran Spaß machen? Richtig befremdlich fand ich allerdings den Zusammenbrechfernsehturm:

Drei Frage stellten sich mir: Erhoffen sie sich davon irgendeine Werbewirkung? Wäre es aus marketingtechnischer Sicht nicht sinnvoller zusammenbrechende Modelle von Konkurrenztürmen bzw. -sehenswürdigkeiten zu verkaufen? Gab es im Souvenirladen des WTC Zusammenbrech-Twin-Towers?
Auf dem folgenden Bild sehen Sie, was Sie nicht sehen möchten, wenn Sie die Premiere Ihrer neuen Show begehen und von Backstage Richtung Zuschauerraum blicken.

Spider und ich starteten am Mittwoch im Kookaburra Comedyclub unsere monatliche Show Vor der Pause – nach der Pause. Zum Glück kamen doch noch Menschen, und es wurde ein sehr schöner Abend. Wir hatten zwei Spezialsondergäste. Gleich zu Anfang, wenn auch nur per Videobotschaft, Norbert, einen befreundeten Wirt, der uns viel Glück wünschte:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=hJxIL5iPZNo]
In echt und sogar 3D auf der Bühne bei uns stand Sven van Thom. Sven ist Musiker und eine Hälfte der Action-Lesung Tiere streicheln Menschen. Das ist Sven. Backstage mit Nachos. Fotografiert von der Bühne. Bzw. von mir:

Und so sah die Bühne aus, nachdem Sven sie mit seinen Arbeitsmaterialien förmlich geflutet hatte:

Der Hund gehört allerdings nicht dazu und hat keine Musik gemacht, sonder sich nur heimlich ins Bild geschmuggelt – ich hab ihn erst bemerkt, als ich den Film entwickelt hatte. Ich dagegen habe Musik gemacht und brauchte viel weniger Zeugs als Sven. Dafür war natürlich meine Musik doof (und weil ich einfach kein Musiker bin), aber trotzdem:

Das Instrument heißt Guitalele und die Krücke liegt nur zum Größenvergleich daneben, nicht, weil ich Mitleid möchte! Das Gitärrchen ist zur Zeit mein Lieblingsspielzeug. Im Vorfeld des Auftritts sorgte es für einige Diskussion unter Kollegen und Besuchern. Wenn man bedenkt, dass die Gitarre ein von der UNO anerkanntes Phallussymbol ist, was sagt dann eine Minigitarre über ihren Benutzer aus. Dass er keinen grund hat irgendwas zu kompensieren? Ich enthielt mich jeden Kommentars. Schnell einig war man sich indes, dass bei Nackt-Auftritten eine kleine Gitarre vorteilhaft sei, da die fraglichen Teile der Anatomie im Vergleich zu ihr größer wirkten als im Vergleich zu einer normalen Gitarre.
Hier sind wir noch mal nach der Show. Glücklich über die Premiere und in unseren neuen maßanzügen, die wir uns umgehend von unseren Gagen anfertigen ließen:

Und hier noch mal verwackelt:

Überhaupt mag ich verwackelte Fotos von mir oft am liebsten:

Hier sieht man, wie man den Autofocus eines Fotoapparates mit Lächel-Automatik in die Irre führen kann:

Nach dem Mittwoch passierte eine Weile nichts, was ich fotografieren wollte, doch gestern, Sonnabend, ging es an den müggelsee. Wie der Fernsehturm ein Ausflugsziel meiner Kindheit. Den Fernsehturm habe ich zwischendurch mal wieder besucht (und dauernd gesehen), am Müggelsee war ich aber wirklich 30 Jahre nicht mehr. Er ist immer noch voller Wasser!

Wer beim folgenden Bild denkt, ich hätte Enten fotografiert, irrt!!! Ich habe Fische fotografiert! Wer auf das Bild klickt, um es zu Vergrößern, die Fische zählt und mir als erster die korrekte Anzahl der Fische auf dem Bild nennt (es ist wirklich wichtig, dass es die korrekte Anzahl ist, da ich sie selbst nicht kenne!), kriegt am Dienstag bei LSD – Liebe Statt Drogen freien Eintritt. Oder einen freundlichen Klaps auf die Schulter, wenn er oder sie Dienstag nicht kann und wir uns das nächste mal sehen.

Hier habe ich scheinbar eine Wurst fotografiert. In Wirklichkeit habe ich aber ihren Schatten fotografiert und damit wiederum den Winter! Denn einzig die tiefstehende Wintersonne zaubert solche tollen Bratwurstschatten!
Plattenbauromantik:

Bevor ich fortfahre, den Samstag zu bebildern, doch noch schnell ein Freitagsfoto, dass ich fast vergessen hätte:

Ja, genau. Eine Kneipe mit Live-Musik und: Achenbechern. Und ich kann da einfach reingehen und muss nicht mitrauchen. In diesem Augenblick bin ich 56 Tage, 1 Stunde, 8 Minuten Nichtraucher und habe mir ungefähr 1400 Zigaretten erspart. Großartig. Das führte am Freitag dazu, dass ich irgendwann mal an die frische Luft gegangen bin, um in Ruhe eine nichtzurauchen … Zurück an den Müggelsee:

Theoretisch besagt dieses Schild zwar, dass die Fähre am 11.1.2014 wieder fahren müsste, aber irgendetwas sagte mir, dass es nicht sinnvoll war zu warten …

Mmmhhhmmm … geht es hier um den Männertag oder um ein Männer-Tag? Warum denke ich immer über so sinnlose Sachen nach. zum Beispiel auch, als ich diesen Brilllenladen sah:

Den über dem H meine ich. Na gut, man kann ihn leider nicht erkennen. Er hieß: „Robin Look“. Haben sich die Optiker bei den Friseusen und ihren Wortspielen des Grauens angesteckt? Oder stiehlt der Optiker den Reichen die Brillen und verteilt sie unter den Armen?
So. Ich wünsche eine schöne Woche 3 und verweise in diesem Zusammenhang auf das Kalenderblatt für die kommende Woche, das ich hier morgen posten werde.
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Novemberrückblick II – Fotoinferno
Mensch, jetzt ist der November schon wieder vorbei, und mittlerweile habe ich schon soviel über den Dezember zu erzählen, dass ich das gar nicht mehr schaffe. Darum gibt es hier noch ein paar größtenteils unkommentierte Novemberfotos, die ich eigentlich bloß hier reinmache, damit ich sie endlich los bin, und in der heimlichen Hoffnung, damit das Internet endlich zum Überlaufen zu bringen …
Bayreuth – Eisbärfell und toter Christus (mehr …)
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Berlin durch die Bayreuther Brille
Ein längerer Aufenthalt fern von zuhaus lässt einen auch die eigene Heimat mit anderen Augen sehen. Mir ging es jedenfalls so, als ich letztes Wochenende das erste Mal nach mehr als zwei Monaten nach Berlin fuhr. Ich war wirklich überrascht, wie laut und wie hektisch mir alles vorkam. Und vor allem: wie schrabbelig. Des weiteren war ich überrascht, dass ich so überrascht war; ich kenne das doch alles! Die Baustellen, den Müll, die dicken Schichten aus zerfetzten Plakaten oder „Hund entlaufen/Wohnung gesucht/Erleuchtung garantiert“-Zetteln an Häuserwänden und Straßenlaternen. Ein Bekannter antwortete einmal auf die Frage, was für ihn typisch Berlinerisch sei: „Die ‚Gehwegschäden‘-Schilder“. Als Berliner nimmt man sie kaum noch wahr, eher würde einem ihr Fehlen auffallen.
(Berlin-Neulinge benötigen meist etwas Zeit und mehrere Stolperunfälle, bis sie aus mehreren halb überklebten Schildern das Wort „Gehwegschäden“ zusammengesetzt haben.)
Ich glaube, Berliner Ampeln, Laternen und Straßenschilder werden schon ab Werk standardmäßig mit einem „Gehwegschäden“-Schild ausgeliefert, als Sonderausstattung kommt dann gerne noch der große Bruder „Straßenschäden“ dazu. Bei wirklich schlimmen Gehwegschäden schmeißt man zusätzlich noch einen rotweiß gestreiften Warnömmel ins Loch und fertig ist der Lack.
Das ist allemal billiger als die Behebung der Schäden, und ich frage mich ernsthaft, warum man nicht beim BER auch nach dieser Methode vorgegangen ist: Einfach ein paar Brandschutzmängel-, Gepäckrückgabeunterkapazitäts- und Rollbahnschädenschilder gedruckt und er hätte termingerecht eröffnet werden können!
Bayreuth scheint meine Schmutz- und Lärmtoleranz etwas gesenkt zu haben; ich hatte nicht erwartet, dass mir das so sehr auffallen würde, zumal ja Bayreuth auch keine klinisch-sterile Stadt ist und ich in Berlin nicht einmal in den berühmten Problembezirken unterwegs war, sondern nur im beschaulichen Pankow und der Yuppie-Hipster-Parallelgesellschaft Prenzlauer Berg.
Wenn ich sonst nach längerer Abwesenheit nach Berlin heimkehrte, kam ich meist aus Orten, gegen die Berlin eine Oase der Ruhe ist, in der alles perfekt funktioniert; ja, die Wahrnehmung der Heimatstadt variiert deutlich, je nachdem, ob man aus Bayreuth oder Beirut zurück kommt.
Ich glaube und hoffe aber nicht, dass ich jetzt dauerhaft für die Großstadt verdorben bin. Man ist ja sehr anpassungsfähig. So wie ich mich in Bayreuth doch recht schnell an das Glockenläuten der Stadtkirche und den morgendlichen Lieferverkehr in der Sophienstraße gewöhnt habe.
Am meisten schockiert hat mich in Berlin eigentlich das Verschwinden der Baustelle auf der Kreuzung Stargader / Greifenhagener Straße, der Ecke, an der auch eins meiner liebsten Schreib-Cafés. Diese Baustelle war doch höchsten zwei oder Jahre alt! Die einzige Erklärung ist, dass man sie abgebaut hat, um sie auf irgendeiner Tourismusmesse in Abu Dhabi oder so als ein Stück „echtes Berlin“ zu präsentieren.
Wenn ich im Juli zurückkomme, ist sie sicher wieder da. Es war doch auch eine Win-Win-Situation: Den Bauarbeitern ging die Arbeit sicher viel angenehmer von der Hand, wenn sie dabei einem faulen Kaffeehausliteraten die Ruhe rauben konnten, und ich hatte stets eine Ausrede zur Hand, wenn mir nichts eingefallen ist.
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Schnipsel vom 19.12.2012
Das geht mir alles noch nicht weit genug. Natürlich ist es gut, dass Zigarettenpackungen in Zukunft mit Schockfotos bedruckt und Zusatzstoffe, auch und besonders solche, die den Geschmack angenehmer machen, verboten werden. Schließlich, so erklärte irgendein EU-Kommissar im Radio, soll Tabak wie Tabak schmecken, nicht nach Vanille oder Kakao oder Menthol, da so etwas Jugendlichen den Einstieg in die Sucht schmackhaft machen. Doch das kann nur ein Anfang sein. Wann werden endlich alkoholische Getränken einem drakonischen EU-Reinheitsgebot unterworfen, laut dem sie nur Wasser und Alkohol enthalten dürfen? Schließlich soll Alkohol nach Alkohol schmecken, nicht nach Hopfen, vergammelten Trauben oder Torf. Hamburger sollten nur noch aus Fett bestehen dürfen, da Zusatzstoffe wie Salatblätter und traurige Tomatenscheiben den gefährlichen Inhalt verschleiern, den Konsum angenehmer machen und Kindern den Einstieg erleichtern. Und dann gibt es da ja auch noch Kondome mit Erdbeergeschmack, das ist doch Betrug, ganz davon abgesehen, dass es Jugendlichen den Einstieg usw., herrjeh, wenn es wenigstens Penisgeschmack wäre! Ach, es gibt noch so viel zu tun.

Quatsch, es gibt gar nichts zu tun, das geht alles schon viel zu weit, sagt dagegen die Tabakindustrie. Vorhin, als ich gerade Zucker aß, dem verschiedene Zusatzstoffe wie Teig, Kakao und Kirschen beigemengt waren, lief ein Interview mit dem Dings vom Sowieso – ich hab jetzt keine Lust nachzugucken, wer das genau war, da ich offline schreibe und nachher nur kurz zum Hochladen auf den Dachboden gehe, wo der DSL-Stecker ist, es war jedenfalls ein Sprecher eines Vereins der Tabakindustrie. Es hat viel Spaß gemacht, ihm bei seiner Sprachakrobatik zuzuhören. Da war dauernd die Rede von „gewissen Risiken“ beim Konsum von Zigaretten (wie auch beim unverantwortlichen Konsum anderer Genussmittel), ja natürlich, man gebe zu und habe nie bestritten, dass es „durchaus auch Risiken“ gebe, aber der freie selbstverantwortliche Bürger und so weiter und so weiter und außerdem: Die Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie, geraden jetzt, in der Krise! Das hat richtig Vorfreude auf die Pressekonferenz der amerikanischen Waffenlobby am Freitag gemacht.

Falls sie denn stattfindet, denn Freitag, da ist ja nun auch Weltuntergang oder eben auch nicht, auf alle Fälle will niemand mehr etwas davon hören. Trotzdem – „Hope for the best, prepare for the worst“ – ich möchte darauf hinweisen, dass es noch nicht zu spät ist, eine Weltuntergangsversicherung abzuschließen (siehe im verlinkten Artikel unter Punkt 10). Seltsamerweise bin ich mit dieser Idee nicht reich geworden, ich habe nur zwei Premiumpolicen verkauft. Wer glaubt, dass Gruselfotos auf Zigarettenpackungen die Leute vom Rauchen abhalten, wenn Sie sich nicht mal wegen einem ollen, bald abgelaufenen Kalender aus dem Urwald Sorgen machen?
(VS)

PS: Ich finde es gut, diese Fotos auf die Zigarettenschachteln zu drucken. Wenn sie auch nur ein paar Jugendliche davon abhalten, mit Rauchen anzufangen, in diese fiese Falle zu geraten, wenn sie dazu beitragen, dass Rauchen noch ein wenig unattraktiver wird, dann ist das eine gute Sache. Das Verbot von Aromastoffen, zumindest die Begründung „Tabak soll nach Tabak schmecken, Aromen würden Jugendliche verführen“, halte ich für fragwürdig. Jugendliche steigen auch mit dem stinkigsten Kraut in die Raucherei ein (bei mir war es „Porti“ ;), wenn sie glauben, es sei attraktiv, cool, erwachsen oder einfach nötig, um nicht mit den Losern in einer Ecke zu stehen. Eher eine Frage der Einstellung der Gesellschaft zum Rauchen, als eine des Geschmacks.


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Lens Baby Belle und kommende Auftritte
Irgendwann wird es mal wieder eine richtige Seite mit Auftrittsterminen geben, die dann auch regelmäßig aktualisiert werden, aber irgendwann wird schließlich auch die Sonne erkalten, weil ihr der Brennstoff ausgeht, und deshalb kommen hier jetzt meine nächsten Auftrittstermine für alle, die mich vorlesen hören oder eben gerade auf garkeinen Fall vorlesen hören möchten. Die Fotos haben Hazel Brugger und ich gemacht und zwar mit ihrem Lens Baby, einem tollen Objektiv, mit dem man qualitativ minderwertige aber schöne Fotos machen kann ohne eine Fotoqualitätsverschlechterungsapp zu benutzen.

(Das schönste Foto von einer der merkwürdigsten Statuen der Welt – dem ulkigen Mann im U-Bhf. Vinetastraße. Foto: Hazel Brugger)
Sonnabend, 6.10., Heidelberg, Zirkuszelt auf der Neckarwiese, Champions Potry Slam mit Patrick Salmen (Wuppertal, Sieger SLAM 2010), Yasmin Hafedh (Wien, U20-Siegerin SLAM 2009), Julian Heun (Berlin, U20-Sieger SLAM 2007), Nektarios Vlachopoulos (Mannheim, Sieger SLAM 2011), Bleu Broode (Marburg, U20-Sieger SLAM 2008) und mir.
Sonntag, 7.10., Ilmenau, BD Club, Solo
Donnerstag, 11.10., Zürich, Slam im Zelt mit Laurin Buser und mir.
Dienstag, 16.10., Hamburg, Knust, NDR Comedy Contest, Aufzeichnung, Ausstrahlung Anfang November
Mitttwoch, 17.10., Hamburg, Ernst Deutsch Theater, Best Of Poetry Slam
Donnerstag, 18.10., Greifswald, Kaisersaal der Stadthalle Greifswald, Best Of Poetry Slam
So. Reicht erstmal. Jetzt noch ein paar Bilder.

(Essen instagrammen ist so 2011. Jetzt wird lensgebabed!)

(Icke. Foto von Hazel. Das nächste Bild: Auch icke. Auch von Hazel.)



(Kastanien, Zahnbürste und Tomate – so verschieden, und doch in Harmonie und Frieden vereint. Warum können wir Menschen nicht von ihnen lernen?)


(Dieses Bild trägt den Titel: Verblühende Tomatenpflanze, in Sauerkirschtee sich spiegelnd.)

(Symbolbild „Herbst“)
(Volker Strübing)
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Modschekiebchen sind der neue Cat-Content

„Jau, und da drüben, das Haus da drüben, das hat ja nun auch einer von der NPD gekauft. Na, da kannste nix machen, ne?! Aber ich sag auch: Ich hab kein Problem mit dem. Ich hab dem nix getan, der hat mir nix getan, wieso soll ich was gegen den haben? Der grüßt immer freundlich und seine Frau grüßt auch immer freundlich. Und wenn man dann immer hört, dass die irgendwelche Leute zusammenschlagen, das kann ich mir nicht vorstellen. Da wird schon vorher was gewesen sein …“
Hab gerade 2 Wochen Landurlaub hinter mir. Das Wetter war schön (außer wenn die Sonne dolle schien), die Heidelbeeren waren lecker, die Gespräche über den Gartenzaun interessant (siehe oben). Und wenn ich jetzt nicht gerade was anderes vorhätte, würde ich einen langen Artikel über den Satz „Die werden schon irgendwas gemacht haben“ schreiben, den ich für einen der schlimmsten überhaupt halte. So belasse ich es bei ein paar Kitschbildern und dem Hinweis, dass heute Abend im Ritter Butzke ein Poetry Slam stattfindet mit Dalibor, Lars Ruppel, Jan Koch, Broca Areal, Sebastian Lehmann, Maik Martschinkowsky und mir. Und die sind alle mindestens super. (Ja, ich auch, scheiß auf falsche Bescheidenheit 😉


(Ganz ohne Katzen geht’s natürlich auch nicht.)


(Arbeitsurlaubsplatz)


(VS)













