Kategorie: Schnipselfriedhof

  • Ärger mit Blogy.de

    Das hier ist nicht mein erstes Weblog. Vor etwas über einem Jahr habe ich bereits eines bei blogy.de eingerichtet und in die Homepage von LSD eingebaut, damit alle Mitglieder dort unkompliziert Neuigkeiten posten können. Ich war bis vor kurzem sehr zufrieden damit, unter anderem wegen der Möglichkeit, HTML und eigene Stylesheets einzubinden.

    Vor einigen Wochen habe ich versucht, ein zweites Blogy-Weblog einzurichten. Das gelang auch teilweise, allerdings schien irgendwas mit den Accounts durcheinandergeraten zu sein, denn plötzlich bekam ich, wenn ich auf das LSD-Blog wollte, die Nachricht, ich müsse es erst aktivieren. Kein Problem, dachte ich, dann aktiviere ich es eben noch mal, hab auf den entsprechenden Link geklickt und dann in mein Emailpostfach geguckt, da ich einen weiteren Link zugeschickt bekommen sollte, mit dem ich es dann endgültig hätte aktivieren können.

    Nach einigem Warten und mehreren vergeblichen Versuchen, schrieb ich Blogy das erste mal an und bekam auch sehr schnell Antwort:

    Wenn der Link noch nicht eingegangen ist einfach über Passwort-Service einen neuen schicken lassen

    Genau das hatte ich schon mehrfach versucht, ich schrieb also noch eine Mail und bekam zur Antwort, ich solle mal im GMX-Spamschutz nachgucken, was mir erstmal einen hochroten Kopf bescherte, weil ich das tatsächlich noch nicht getan hatte und von selbst hätte drauf kommen müssen.

    Dort waren jedoch auch keine Mails mit Aktivierungslinks zu finden.

    Auf eine weitere Anfrage kam keine Antwort – stattdessen wurde unser komplettes Weblog Ende Juli kommentarlos GELÖSCHT! Trotz (freundlichen) Nachfragens wurde dieser Vorgang nicht erklärt, und ich kann nur eine Willkürmaßnahme aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen dahinter vermuten.

    Wir haben unser Blog nicht archiviert, so dass alle Inhalte weg sind. Ärgerlich für mich: Da waren auch ein paar Postings bei, die ich letztes Jahr in Indonesien geschrieben hatte, und die ich gerne noch für andere Sachen verwendet hätte. Die meisten habe ich glücklicherweise per Hand im Reisetagebuch vorgeschrieben, so dass ich sie rekonstruieren kann.

    Ich hoffe immer noch auf eine Klärung des Vorfalls. Bis dahin kann ich nur raten: Finger weg von blogy.de!

  • Billig-Dancefloor

    Suchbegriff des Tages:

    „aldi parkplatz tanz“

    Aber noch viel besser: Heute ist der erste Tag seit dem 21.6., an dem niemand über den Suchbegriff Hundep…. – ups! Nee, nee, ich hab den Begrif nicht in diesem Posting verstümmelt, um ihn jetzt hier wieder reinzuschreiben.

  • Wanderstöckchen

    Danke an Henrik für dieses „Stöckchen“!

    Warum bloggst Du?

    Ich schreibe gerne und viel. Kurzgeschichten, Slam-Texte, Lieder, Romane (bisher alle 33 Jahre einen), Sketche … jetzt wollte ich eben auch mal die Bloggerei ausprobieren. Scheint mir ein ideales Medium zu sein, um Ideen, Gedanken, Schnipsel zu veröffentlichen, die ansonsten in meinem Notizbuch oder dem Hinterstübchen im Gehirn verstauben würden. Die Frage, ob es nicht besser wäre, manches verstauben zu lassen, versuche ich vorerst zu vermeiden. Noch ist das ein Experiment für mich.

    Seit wann bloggst Du?

    Hier auf dem Schnipselfriedhof seit 2 Monaten. Mein erstes Weblog habe ich aber schon 2005 eingerichtet – als Startseite von LiebeStattDrogen.de – der Homepage der Lesebühne LSD im Zosch. Ein Weblog war ideal, weil es alle Mitglieder unabhängig von Computerkenntnissen aktualisieren konnten. Leider waren wir meistens zu faul. Vor kurzem hat der Betreiber das Weblog ohne Angabe von Gründen gelöscht. Auf meine Anfrage hat er bis jetzt nicht geantwortet. Ich warte noch ein paar Tage, vielleicht kommt ja noch eine Mail, in der steht, dass alles nur ein Missverständnis war – wenn nicht, habe ich eine kleine, traurige Geschichte, die ich hier auf dem Schnipselfriedhof begraben kann.

    Selbstportrait

    selbstportrait.jpg

    Warum lesen deine Leser deinen Blog?

    Weiß ich nicht.

    Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

    Blöde Fragen. Nein, damit meine ich nicht diese Fragen hier! Jemand hat vorhin nach „Blöde Fragen“ gesucht und ist wohl auf meine gleichnamige Kategorie gestoßen.

    Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

    Definitiv mein erster Eintrag überhaupt! Der, in dem ich der Welt mitteilte, dass ich von nun an ein Weblog führe. Es gab kein „Tagesthemen extra“, keine hupenden Autokorsos, nicht einmal popelige „Breaking News“ bei n-tv, wie sie jeder auf einem S-Bahnhof gesprengten Aldi-Tüte zugebilligt werden.

    Dein aktuelles Lieblings-Blog?
    Schmidt liest Proust“ – obwohl ich die nacherzählenden Stellen höchstens überfliege. Macht viel Spaß – und vor allem kann man es richtig lesen. Ich tue mich schwer mit Blogs, die überwiegend aus Links bestehen.

    Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

    Ganz ehrlich? Ähem … hust … also, das ist nicht so, wie ihr denkt … also … mein eigenes. Aber doch nur, weil ich durchgucken musste, welcher Eintrag zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit bekam!

    Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

    4 oder 5. Einer davon mein eigener, um das Weblog zu archivieren. Die anderen abonnierten lese ich aber auch nicht als Feeds, sondern gehe direkt auf die Seiten und surfe ein bisschen durch die Blogs. Gefällt mir besser. Deshalb werden es in nächster Zeit wohl auch nicht mehr Abonnements.

    An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

    Ich möchte es lieber nicht werfen, sondern nur freundlich damit wedeln in der Hoffnung, dass es ein netter vorbeikommender Selberblogger aufnimmt und mir eine Nachricht zukommen lässt. Das wäre schön. Vielleicht nimmt sich ja sogar jemand aus meinem kleinen Blogroll ein Herz?!

  • Wie findet ihr eigentlich mein Weblog?

    Nee, nee. So ist die Frage nicht gemeint! Ich habe bloß gerade beschlossen, die schönsten Suchanfragen, mit denen jemand auf meinem Weblog gelandet ist, in einer neuen Rubrik zu sammeln … Kurios eigentlich: Das eigene Weblog als Themenlieferant für das eigene Weblog … komme mir ein bisschen vor, als würde ich eine Geschichte über das Geschichtenschreiben schreiben.

    Hier jedenfalls meine Lieblingssuchbegriffe von

    heute:

    „illustratoren arschloch berlin“

    und von gestern:

    „Grammatikfehler Gröhnemeyer“

  • Blogger werden ist nicht schwer, Blogger sein dagegen sehr

    Habe gerade einen merkwürdigen Kommentar zu meinem Posting „Why Blog?“ gelesen:

    Manueller Trackback und gleichzeitig Stöckchen zum Auffangen:
    http://hen.netz-kasten.de/index.php/2006/08/01/haps

    Was ist ein „manueller Trackback“? Und was ist ein „Stöckchen zum Auffangen“? Letzteres ließ sich recht schnell mit Wikipedia herausfinden:

    Ein Stöckchen ist ein Online-Kettenbrief, der meist aus einer Sammlung von Fragen besteht, die häufig einem bestimmten Thema zugeordnet sind. Es wird üblicherweise zwischen verschiedenen Blogs ausgetauscht, das heißt, ein Blogger, der ein Stöckchen erhält, beantwortet die Fragen auf seiner Seite und schickt dann die Fragen an einen oder mehrere Autoren anderer Blogs weiter.

    Tatsächlich findet sich unter der im Kommentar angegebenen Adresse auf dem Blog „Hen“ von Henrik Bollermann eine Liste mit Fragen, die er beantwortet und (unter anderem an mich) weitereicht.

    Sachen gibt’s! Das ganze wirft natürlich ein ganz neues Licht auf den komischen Mann im Bodensee, der mit Engelsgeduld einem Stöckchen hinterherwatete, nur um es erneut ein paar Meter zu werfen … ein Weblog-Süchtiger, den jemand vom Computer vertrieben hatte und der sich nun mit einer Offline-Version zu trösten suchte?
    Hoffentlich waren keine Spammer im Bodensee! Igitt …

    Die Fragen zu beantworten ist nicht das Problem – aber wem soll ich hinterher das Stöckchen zuwerfen? Wann wird man mit sowas selbst zum Spammer? (Nachträgliche Anmerkung, 17.50 Uhr: Besser wäre die Formulierung: Läuft man nicht Gefahr, dass die, die man mit dem Stöckchen bewirft, das als Spam oder Belästigung sehen?) Ob zum Beispiel Jochen Schmidt Lust hätte, in seinem Proust-Blog Fragen zu beantworten? Wohl kaum.
    Aber da denke ich morgen drüber nach. Jetzt weine ich erstmal noch ein bisschen, weil ich meinen Kalender samt Adress- und Notizbuch (und Ausweis und Bahncard und diversen Zettelchen) verloren habe.

    (Nachtrag, 2.8.06, 20.30 Uhr: So. Hier gibt’s meine Antworten auf die Stöckchen-Fragen.)

  • Why Blog?

    Nach fast 2 Monaten und fast 50 Postings, wird es Zeit, sich mal über diese Frage Gedanken zu machen. Zum Glück liefert WordPress auf seiner Startseite gleich selbst ein paar Antworten:

    • All the cool kids are.
      Naja. Wenn da stehen würde: „All the uncool thirtysomethings are“ … aber so fühle ich mich irgendwie nicht angesprochen …
    • Connect with an audience of dozens to millions.
      Seid gegrüßt, Millionen! Ich hoffe, Ihr seid nett, denn mit Dutzenden Millionen Arschlöchern möchte ich nicht verbunden sein. Ob Ihr das wohl bitte einzeln und persönlich im Kommentarbereich dieses Artikels bestätigen könntet?
    • Stop sending mass emails to everyone.
      Soll ich also in Zukunft meine Penis-Enlargement- und Free-OEM-Software-Angebote einfach ins Weblog setzen? Spammails sind doch aber viel kundenfreundlicher!
    • Archive your thoughts.
      Dafür hat man doch normalerweise einen staubigen, dunklen Keller im Gehirn, oder?
    • Why the heck not?
      Weil es verdammt viel Zeit kostet, auch wenn man sich vornimmt „nur rasch einen Gedanken zu archivieren“? Weil man vielleicht mal versehentlich Sachen veröffentlicht, die nun wirklich in die finsterste Ecke des staubigen, dunklen Hirnkellers gehören? Weil man nicht mehr weiß, wer was über einen weiß? (PS: Gestern einen Mann mit Gips am linken und Verband am echten Arm gesehen. Frage mich seitdem, ob das wohl Ronsens war. Falls ja: Gute Besserung. Falls nein: Allen beiden gute Besserung) Weil man nie weiß, ob man nicht irgendwann in einen dieser grusligen Weblog-Kriege reingezogen wird? Weil es bald als cool gelten könnte, wenn man kein Weblog führt?

    Hm. Und warum mache ich das nun? Ganz einfach: Aus Mitteilungsdrang. Weil ich das gute Gefühl habe, was geschafft zu haben, wenn ich eigentlich nichts geschafft habe, außer einen Weblog-Eintrag zu schreiben. Weil der dunkle, staubige Keller schon voll ist. Weil ich machmal gern ein cooles Kid wäre. Weil ich nicht der letzte sein wollte, der damit anfängt. Weil die anderen angefangen haben. Weil: Einer muss es ja machen. Weil ich keine Modelleisenbahn habe und jeder ein Hobby braucht. Weil niemand in den Urwald zog und die Banane grade bog.

  • „N**kt staubwischen“ – häh?

     (Edit am 29.7.06: Mit dem Posting habe ich mir ja einen Bärendienst erwiesen. Seitdem kommen ständig Leute über die nun mit Sternchen verstümmelten Suchbegriffe auf mein Blog. Ich hoffe, diese Änderung hilft. )

    Kann sich mal bitte derjenige melden, der über diesen Suchbegriff auf mein Weblog gekommen ist? Ich hab den Begriff gleich selbst mal bei Google eingegeben, konnte meinen Schnipselfriedhof aber nicht finden.

    Naja, dank der Überschrift zu diesem Posting wird das in Zukunft kein Problem mehr sein …

    Logfiles sind interessant … und beunruhigend. Auf die LSD-Website kommen die Leute mit Suchanfragen von „Satansmesse“ bis „Großer Gott wir lieben dich“ (sic!)*. Sie suchen nach „Gummistiefel+Kuhfladen“, nach „lustigen videos von erni und bert“, „Hundep***s Aufbau“ und „Wikipedia englische Nationalhymne“ oder wollen wissen „Wie kotze ich richtig“ und wie kann ich „mein Geld für mich arbeiten lassen“. Dazwischen wird nach der gesamten Bandbreite der menschlichen Sexualität gesucht (gern auch unter Beteiligung anderer Spezies), wobei die gesuchten Praktiken mit sehr drastischen Begriffen beschrieben werden. Wer nur vom Lesen der Suchanfragen auf den Inhalt der Seite schließen wollte, bekäme ein ziemlich finsteres Bild von uns.

    Von der Zahl der Zugriffe ist allerdings „LSD“ der erfolgreichste Suchbegriff. Wir hatten schon oft Nachrichten von Freunden psychedelischer Drogen in unserem Gästebuch, die uns wegen unseres Titels „Liebe Statt Drogen“ die Leviten lasen (und mit ihrem wirren Geschreibe nicht unbedingt ein Pro-Drogen-Argument lieferten).

    * Dieses „(sic!)“ wollte ich schon immer mal irgendwo verwenden. Jetzt komme ich mir fast wie ein richtiger Journalist vor!

  • Rotterdam – 2. Bericht

    Das Schlimme am Bloggen: Wenn man einmal angefangen und Spass daran gefunden hat, moechte man den ganzen Tag damit verbringen; moechte das Internet mit jedem Gedanken, der einem kommt zukleistern – obwohl ich nicht weiss, wieviele Gedanken man brauechte, um es wirklich zuzukleistern

    Von den Gedanken abgesehen, gaebe es soviel ueber das Festival zu berichten, zum Beispiel … nein, das muss warten, jetzt bin ich hier und will es geniessen. Und das tue ich. Die schlechte Stimmung ist verflogen, und Angst habe ich auch nicht mehr. Schoen, dass ich meinen schlimmsten Auftritt schon hinter mir habe!

  • Grüße aus der Baiz (… warum leckt sich der Hund die Eier?)

    Dies ist ein sinnloses Posting. Das schreibe ich nur, weil ich es kann. Also: Viele Grüße vom Biertisch vor der Baiz von der ganzen LSD-Truppe (außer Uli, der explizit nicht grüßen möchte). WLAN fetzt – jetzt kann ich nicht mal mehr mit Kumpels ein Bier trinken, ohne Emails zu checken ….

  • Nun also auch noch ein Weblog …

    … ich muss auch alles mitmachen! Bezeichnenderweise immer mit ein paar Jahren Verspätung. So gings mir auch mit Kapuzenpullovern, Handys und Freundinnen.