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Plakattext: „Milch imponiert mir, weil sie auf alles eine Antwort hat. Stress? – Magnesium! Abwehrkraft? – Zink! Konzentration? – Vitamin B12!“
laut www.milch-ist-meine-staerke.de vertrittst Du den „Milch-Benefit ‚Intelligenz’“. Geschenkt. Irgendjemand muss es ja machen. Was nicht da ist, muss halt vertreten werden. Ich wollte Dich jedenfalls bitten, die folgenden Fragen Deiner Milch zwecks Beantwortung vorzulegen, da ich selbst gerade keine Milch im Haus habe: – Intelligenz (Definition)? – Nah-Ost-Konflikt (Lösung)? – 38+4? Falls auch komplexere Formulierungen möglich sind (ggf. ein ganzes Tetrapack befragen?), wüsste ich gern noch, ob der Milch mein Weblog gefällt, warum praktisch alle Polizistinnen blonde Zöpfe haben, und was der Sinn des Lebens ist. Ich hoffe, sie wird nicht sauer, wenn Du sie so mit Fragen bombardierst. Danke! ( * Weeß icke, ob die lieb ist!? Mein Kaffee verräts mir nicht. Ich trink ihn schwarz.) |
Blog
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Das Milchmädchenorakel – Wer braucht da noch Deep Thought?
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Kann man denn davon leben?
Kolja Reichert von der Lesedüne hat für die Tagesspiegelserie „Kunst und Geld“ MichaEbeling, Anselm Neft und Spider interviewt:
Wie Berliner Lesebühnen-Autoren sich über Wasser halten. Drei Selbstauskünfte
Immer mehr Menschen können sich nicht mehr auf sichere Erwerbsverhältnisse verlassen. Die Soziologie spricht vom „Prekariat“. Sehen Sie sich als Prekarier?
MICHA EBELING: Das klingt nach römischen Legionären.
SPIDER: „Hast du einen Prekarier-Nachweis?“ (lacht) […]
[…]
Sollte der Staat Künstler und Denker finanzieren, damit sie nicht arbeiten müssen?
EBELING: Nein, alle, die nicht arbeiten wollen. […]
NEFT: Ich würde noch einen draufsetzen. Einige, die jetzt Arbeit haben, schaden dem Staat mehr als die Arbeitslosen. Ich war zweieinhalb Jahre Unternehmensberater. Da wird man mit Zügen, Autos und Flugzeugen in der Gegend herumgeschickt, um anderen Firmen Beratungsleistungen aufzuschwatzen. Die Firma zahlt am Ende meist wesentlich mehr als ausgemacht, entlässt 20 Prozent der Arbeiter und hat ein neues Softwareprodukt, das auch nicht viel besser ist als das alte. Deine Firma hat was verdient, aber der Gesamtwirtschaft ist damit nicht genutzt. Das ist oft sogar eine schädliche Tätigkeit.
(Tagesspiegel 18.8.06)
Ich reite da immer wieder mal drauf rum, warum also nicht auch in meinem Weblog: Es ist doch irgendwie … befremdlich, dass man auf die Aussage „Ich schreibe Geschichten“ (mittlerweile vielleicht auch auf die Aussage „Ich baue Getreide an“) so oft die Frage „Kann man denn davon leben?“ oder „Aha. und wowon lebst du?“ zu hören bekommt.
Wenn man dagegen sagt: „Ich schreibe Werbung/handle mit Waffen/handle mit Geld/schmeiße Leute raus“ wird verstehend genickt und ein gutes Gehalt für selbstverständlich erachtet.
Komische Welt. Und kaum jemand wundert sich.
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Wenn der frühe Vogel den Wurm fängt …
… muss es dann nicht ein sehr, sehr dummer Wurm sein, der früh aufsteht?
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Olle Kapielski wieder – ich hätt’s wissen müssen!
Mein Wort zum Donnerstag:
Das Sein verstimmt das Bewusstsein.
Beweis: Die Tatsache (=Sein), dass das (wie ich bei einer kurzen Recherche feststellen musste) schon andere vor mir gesagt haben, hat mich geärgert (=verstimmtes Bewusstsein).
qed. bzw. wzbw.
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Dafür bin ick 89 nich uff de Straße jegang!
Wir sollen mal wieder sparen:
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stimmt die Bürger auf weitere finanzielle Belastungen ein: „Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen.“ […]
Die Menschen müssten sich darauf einstellen, „in den nächsten Jahrzehnten mehr Geld für Alter, Gesundheit und Pflege auszugeben“.
(Quelle: Zeit online)
Im Februar 2005 sagte der selbe Mann noch folgendes:
Wir dürfen die Menschen nicht am laufenden Band verunsichern und damit Konsumzurückhaltung auslösen. […]
Geld ist da. Aber es wird gespart, weil die Leute verunsichert sind. Das müssen wir auch durch unsere öffentlichen Reden ändern.
(Quelle: NRW Textdienst)
Es ist natürlich völlig legitim, seine Meinung zu ändern, aber nach Kompetenz, „Entscheiderqualitäten“ oder sogar politischer Überzeugung sieht das für mich nicht aus. Da er aber in meinen Augen ohnehin nur einen Blödsinn durch den anderen ersetzt hat, ist das eh egal.
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Anika ist überhaupt nicht doof!
Dass nach meinem Posting zu Douglas Adams einige Leute über den Searchterm „ohne schlüpfer“ auf mein Weblog gelangen würden, war mir klar. Dass man aber offensichtlich auch über „Warum ist Anika so doof“ hier landet, ja, dass ich sogar Platz 1 bei Google für diese Suchabfrage (ohne die Anführungsstriche) habe, hat mich doch verwundert.
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Ärger mit Blogy.de
Das hier ist nicht mein erstes Weblog. Vor etwas über einem Jahr habe ich bereits eines bei blogy.de eingerichtet und in die Homepage von LSD eingebaut, damit alle Mitglieder dort unkompliziert Neuigkeiten posten können. Ich war bis vor kurzem sehr zufrieden damit, unter anderem wegen der Möglichkeit, HTML und eigene Stylesheets einzubinden.
Vor einigen Wochen habe ich versucht, ein zweites Blogy-Weblog einzurichten. Das gelang auch teilweise, allerdings schien irgendwas mit den Accounts durcheinandergeraten zu sein, denn plötzlich bekam ich, wenn ich auf das LSD-Blog wollte, die Nachricht, ich müsse es erst aktivieren. Kein Problem, dachte ich, dann aktiviere ich es eben noch mal, hab auf den entsprechenden Link geklickt und dann in mein Emailpostfach geguckt, da ich einen weiteren Link zugeschickt bekommen sollte, mit dem ich es dann endgültig hätte aktivieren können.
Nach einigem Warten und mehreren vergeblichen Versuchen, schrieb ich Blogy das erste mal an und bekam auch sehr schnell Antwort:
Wenn der Link noch nicht eingegangen ist einfach über Passwort-Service einen neuen schicken lassen
Genau das hatte ich schon mehrfach versucht, ich schrieb also noch eine Mail und bekam zur Antwort, ich solle mal im GMX-Spamschutz nachgucken, was mir erstmal einen hochroten Kopf bescherte, weil ich das tatsächlich noch nicht getan hatte und von selbst hätte drauf kommen müssen.
Dort waren jedoch auch keine Mails mit Aktivierungslinks zu finden.
Auf eine weitere Anfrage kam keine Antwort – stattdessen wurde unser komplettes Weblog Ende Juli kommentarlos GELÖSCHT! Trotz (freundlichen) Nachfragens wurde dieser Vorgang nicht erklärt, und ich kann nur eine Willkürmaßnahme aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen dahinter vermuten.
Wir haben unser Blog nicht archiviert, so dass alle Inhalte weg sind. Ärgerlich für mich: Da waren auch ein paar Postings bei, die ich letztes Jahr in Indonesien geschrieben hatte, und die ich gerne noch für andere Sachen verwendet hätte. Die meisten habe ich glücklicherweise per Hand im Reisetagebuch vorgeschrieben, so dass ich sie rekonstruieren kann.
Ich hoffe immer noch auf eine Klärung des Vorfalls. Bis dahin kann ich nur raten: Finger weg von blogy.de!
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Statt Duden bald Doogle?
Vorgestern haben Tina und ich den neuen Duden gekauft.
Kein Spannungsbogen, voller logischer Fehler und Widersprüche, ohne Happy End. Jedem Groschheftschreiber hätte man dieses Machwerk um die Ohren gehauen!Am ärgerlichsten ist der Opportunismus der Dudenredaktion: Wenn irgendeine komische Kommission beschließt, die deutsche Sprache zu verhunzen, oder Erna Schlibrowski an ihrer Delphinbraterei ein Schild mit der Aufschrift „Erna’s Delfinbraterei“ anbringt, dann reibt man sich wegen der zu erwartenden Verkaufszahlen der Neuausgabe die Hände und hunzt fröhlich mit.
Da wäre es doch nur konsequent, künftig alle halbe Jahre einen neuen Duden herauszubringen und sich danach zu richten, welche Schreibweise eines Wortes bei Google die meisten Treffer erzielt. Ich wette, das machen ohnehin schon viele Leute so (geht ja auch schneller, als in dem ollen gelben Wälzer zu blättern).
Wird bestümpt kein schönes Deutsch, aber zumindest haben wir uns das dann selbst zuzuschreiben (zußuschreim).(Nachtrag: Da schreibt man so einen kleinen, launigen Beitrag und zwei Tage später liest man in der Zeitung, dass sich der Duden von Google vorschreiben lässt, wie er das im Volksmund entstandene Verb „googeln“ zu definieren hat. Ts, ts, ts …
Mensch Duden – Schöner Beitrag im Stralau-Blog )
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Unzuverlässig
Habe mich gerade gefreut, dass das Wetter Rücksicht auf meine Stimmung nimmt, da hört es auch schon wieder auf zu regnen …
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(Ethische) Probleme mit DSL.
Ein interessantes Problem beschreibt Nils, der Heinrich Nils, der Brauseboy, im Brauseboys-Weblog unter der Überschrift „DSL-Dandy„:
Seit ich DSL habe, ereignet sich nix mehr. Dabei hab ich mir den Express-Zubringer auf die Datenautobahn doch legen lassen, damit mein Leben weniger trist ist. Und nun sitze ich jeden Tag da, starre auf den Computer, der mich mit zwei MB pro Sekunde am Internet teilhaben lässt, und weiß nicht mehr, welche Seite ich mir gerade eben noch angucken wollte. […]
Stillstand beim Surfen. Nullgoogeln. Wahrer Snobismus. DSL 2000 haben und nur die Startseite von Google aufrufen. […]
Ich hab zwar nur 1000er DSL, aber mir ging es früher ähnlich. Wenn ich für 1 MBit/s bezahle, will ich auch 1 MBit/s haben. Wenn ich mir einen Sack Kartoffeln kaufe, nehme ich ja auch den ganzen Sack Kartoffeln mit nach Hause, selbst wenn ich für den Kartoffeldruck-Abend nur einen halben bräuchte. Den nicht genutzten Knollenfrüchten schaue ich dann eben ein halbes Jahr beim Keimen zu (nicht sehr aufmerksam, um ehrlich zu sein). Nur ein Kartoffel-Dandy würde dem Verkäufer einen Teil der bezahlten Erdäppel überlassen. Mal ganz davon abgesehen, wie sich der Gemüsemann und die Telekom fühlen müssen, wenn ihre Produkte mit derartigem Hochmut behandelt werden.
Lieber Nils, hier sind drei Vorschläge für das nächstemal, dass Du vor der Google-Startseite sitzt und Dich – vollkommen zu Recht – Deines Lebenswandels schämst:
– Schau Dir die 3 neuesten Videos bei YouTube an. Wenn Du damit fertig bist, gibt es schon wieder 3 noch neuere!
– Lade per Tauschbörse illegal sämtliche Schlager- und Volksmusikalben auf Deinen Rechner. Du weißt ja: „Copy kills music“ – wenn das kein Anreiz ist!
– Viele, viele glückliche Stunden kann man auf der Startseite von Megadavid.de verbringen, indem man unablässig mit der Maus über die beiden Sprechblasen am unteren Bildschirmrand fährt.
Viel Spaß in Deinem neuen, ausgefüllten DSL-Leben! Und: Gern geschehen!
