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  • Im Kaufrausch

    Heute habe ich schon 3 schöne Dinge gekauft:

    • Einen der hervorragenden Quarkkrapfen der Bäckerei „Smiley“
    • Einen Ratsherrentopf von Minuto – der zweitbeste Fertigsuppenbecher der Welt, gleich nach „Pop Mie“ aus Indonesien (dem einzigen Fertiggericht, von dem ich ein Werbe-T-Shirt anziehen würde ;-))
    • Ein CSS-Upgrade*) für dieses Weblog

    Letzteres wurde nötig, nachdem ich beim Surfen über diverse Blogs mit dem selben Design gestolpert bin, und mich gewundert habe, was ich da nun schon wieder geschrieben habe …

    Das wird hier demnächst also alles ein bisschen anderes aussehen. Die neue Titelzeile ist noch nicht optimal, sie wirkt wie raufgeklatscht (was, nebenbei bemerkt, exakt das ist, was ich mit ihr getan habe), aber ein Anfang ist gemacht!
    So. Neben mir dampft der Ratsherrentopf, eine gute Ausrede, um in den nächsten 20 Minuten nichts sinnvolles zu machen, sondern ein bisschen mit CSS rumzuspielen.

    *) CSS: Cascading Stylesheets. Damit kannste das Aussehen von Websites und so definieren. Bei kostenlosen WordPress-Blogs ist das nicht möglich – man muss das besagte Upgrade für 15 Dollar erwerben.

    Nachtrag, 15 Minuten später. Ich nehme mein Lob für den Ratsherrentopf zurück! Schlechtes Produkt, sehr, sehr schlechtes Produkt! Kippt einfach um! Zum Beispiel, wenn man es halb auf einen Stapel CDs stellt! Kein Gleichgewichtsgefühl … was bin ich froh, dass ich vor meinem Laptop eine externe Tastatur stehen habe, die einen Großteil des Eintopfes geschluckt hat – ich weiß nicht, ob der Computer ratsherrentopffest ist!
    Der Rest hat sich auf Hose und Schreibtisch verteilt. Letzteres ist nicht so schlimm. Nachdem mir heute schon zugetragen wurde, dass Nils Heinrich hinter meinem Rücken fordert, ich solle meinen Schreibtisch mal wieder staubwischen … Hallo Nils, bist Du jetzt zufrieden? Ich hab ihn sogar GESPÜLT! Mit Ratsherrentopf! Aber bitte, wenn Dir das immer noch nicht reicht, wische ich auch gern nochmal mit Flüssigsprengstoff rüber! Herrjeh! Jetzt habe ich mir aber meinen Ersatzratsherrentopf verdient!

  • Das Milchmädchenorakel – Wer braucht da noch Deep Thought?

     

    milch.jpg

     

    Plakattext: „Milch imponiert mir, weil sie auf alles eine Antwort hat. Stress? – Magnesium! Abwehrkraft? – Zink! Konzentration? – Vitamin B12!“

    Liebe Barbara Schöneberger*,

    laut www.milch-ist-meine-staerke.de vertrittst Du den „Milch-Benefit ‚Intelligenz’“. Geschenkt. Irgendjemand muss es ja machen. Was nicht da ist, muss halt vertreten werden.

    Ich wollte Dich jedenfalls bitten, die folgenden Fragen Deiner Milch zwecks Beantwortung vorzulegen, da ich selbst gerade keine Milch im Haus habe:

    – Intelligenz (Definition)?

    – Nah-Ost-Konflikt (Lösung)?

    – 38+4?

    Falls auch komplexere Formulierungen möglich sind (ggf. ein ganzes Tetrapack befragen?), wüsste ich gern noch, ob der Milch mein Weblog gefällt, warum praktisch alle Polizistinnen blonde Zöpfe haben, und was der Sinn des Lebens ist. Ich hoffe, sie wird nicht sauer, wenn Du sie so mit Fragen bombardierst.

    Danke!

    ( * Weeß icke, ob die lieb ist!? Mein Kaffee verräts mir nicht. Ich trink ihn schwarz.)

  • Kann man denn davon leben?

    Kolja Reichert von der Lesedüne hat für die Tagesspiegelserie „Kunst und Geld“ MichaEbeling, Anselm Neft und Spider interviewt:

    Wie Berliner Lesebühnen-Autoren sich über Wasser halten. Drei Selbstauskünfte

    Immer mehr Menschen können sich nicht mehr auf sichere Erwerbsverhältnisse verlassen. Die Soziologie spricht vom „Prekariat“. Sehen Sie sich als Prekarier?

    MICHA EBELING: Das klingt nach römischen Legionären.

    SPIDER: „Hast du einen Prekarier-Nachweis?“ (lacht) […]

    […]

    Sollte der Staat Künstler und Denker finanzieren, damit sie nicht arbeiten müssen?

    EBELING: Nein, alle, die nicht arbeiten wollen. […]

    NEFT: Ich würde noch einen draufsetzen. Einige, die jetzt Arbeit haben, schaden dem Staat mehr als die Arbeitslosen. Ich war zweieinhalb Jahre Unternehmensberater. Da wird man mit Zügen, Autos und Flugzeugen in der Gegend herumgeschickt, um anderen Firmen Beratungsleistungen aufzuschwatzen. Die Firma zahlt am Ende meist wesentlich mehr als ausgemacht, entlässt 20 Prozent der Arbeiter und hat ein neues Softwareprodukt, das auch nicht viel besser ist als das alte. Deine Firma hat was verdient, aber der Gesamtwirtschaft ist damit nicht genutzt. Das ist oft sogar eine schädliche Tätigkeit.

    (Tagesspiegel 18.8.06)

    Ich reite da immer wieder mal drauf rum, warum also nicht auch in meinem Weblog: Es ist doch irgendwie … befremdlich, dass man auf die Aussage „Ich schreibe Geschichten“ (mittlerweile vielleicht auch auf die Aussage „Ich baue Getreide an“) so oft die Frage „Kann man denn davon leben?“ oder „Aha. und wowon lebst du?“ zu hören bekommt.

    Wenn man dagegen sagt: „Ich schreibe Werbung/handle mit Waffen/handle mit Geld/schmeiße Leute raus“ wird verstehend genickt und ein gutes Gehalt für selbstverständlich erachtet.

    Komische Welt. Und kaum jemand wundert sich.

  • Wenn der frühe Vogel den Wurm fängt …

    … muss es dann nicht ein sehr, sehr dummer Wurm sein, der früh aufsteht?

  • Olle Kapielski wieder – ich hätt’s wissen müssen!

    Mein Wort zum Donnerstag:

    Das Sein verstimmt das Bewusstsein.

    Beweis: Die Tatsache (=Sein), dass das (wie ich bei einer kurzen Recherche feststellen musste) schon andere vor mir gesagt haben, hat mich geärgert (=verstimmtes Bewusstsein).

    qed. bzw. wzbw.

  • Dafür bin ick 89 nich uff de Straße jegang!

    Wir sollen mal wieder sparen:

    Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stimmt die Bürger auf weitere finanzielle Belastungen ein: „Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen.“ […]

    Die Menschen müssten sich darauf einstellen, „in den nächsten Jahrzehnten mehr Geld für Alter, Gesundheit und Pflege auszugeben“.

    (Quelle: Zeit online)

    Im Februar 2005 sagte der selbe Mann noch folgendes:

    Wir dürfen die Menschen nicht am laufenden Band verunsichern und damit Konsumzurückhaltung auslösen. […]

    Geld ist da. Aber es wird gespart, weil die Leute verunsichert sind. Das müssen wir auch durch unsere öffentlichen Reden ändern.

    (Quelle: NRW Textdienst)

    Es ist natürlich völlig legitim, seine Meinung zu ändern, aber nach Kompetenz, „Entscheiderqualitäten“ oder sogar politischer Überzeugung sieht das für mich nicht aus. Da er aber in meinen Augen ohnehin nur einen Blödsinn durch den anderen ersetzt hat, ist das eh egal.

  • Anika ist überhaupt nicht doof!

    Dass nach meinem Posting zu Douglas Adams einige Leute über den Searchterm „ohne schlüpfer“ auf mein Weblog gelangen würden, war mir klar. Dass man aber offensichtlich auch über „Warum ist Anika so doof“ hier landet, ja, dass ich sogar Platz 1 bei Google für diese Suchabfrage (ohne die Anführungsstriche) habe, hat mich doch verwundert.

  • Ärger mit Blogy.de

    Das hier ist nicht mein erstes Weblog. Vor etwas über einem Jahr habe ich bereits eines bei blogy.de eingerichtet und in die Homepage von LSD eingebaut, damit alle Mitglieder dort unkompliziert Neuigkeiten posten können. Ich war bis vor kurzem sehr zufrieden damit, unter anderem wegen der Möglichkeit, HTML und eigene Stylesheets einzubinden.

    Vor einigen Wochen habe ich versucht, ein zweites Blogy-Weblog einzurichten. Das gelang auch teilweise, allerdings schien irgendwas mit den Accounts durcheinandergeraten zu sein, denn plötzlich bekam ich, wenn ich auf das LSD-Blog wollte, die Nachricht, ich müsse es erst aktivieren. Kein Problem, dachte ich, dann aktiviere ich es eben noch mal, hab auf den entsprechenden Link geklickt und dann in mein Emailpostfach geguckt, da ich einen weiteren Link zugeschickt bekommen sollte, mit dem ich es dann endgültig hätte aktivieren können.

    Nach einigem Warten und mehreren vergeblichen Versuchen, schrieb ich Blogy das erste mal an und bekam auch sehr schnell Antwort:

    Wenn der Link noch nicht eingegangen ist einfach über Passwort-Service einen neuen schicken lassen

    Genau das hatte ich schon mehrfach versucht, ich schrieb also noch eine Mail und bekam zur Antwort, ich solle mal im GMX-Spamschutz nachgucken, was mir erstmal einen hochroten Kopf bescherte, weil ich das tatsächlich noch nicht getan hatte und von selbst hätte drauf kommen müssen.

    Dort waren jedoch auch keine Mails mit Aktivierungslinks zu finden.

    Auf eine weitere Anfrage kam keine Antwort – stattdessen wurde unser komplettes Weblog Ende Juli kommentarlos GELÖSCHT! Trotz (freundlichen) Nachfragens wurde dieser Vorgang nicht erklärt, und ich kann nur eine Willkürmaßnahme aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen dahinter vermuten.

    Wir haben unser Blog nicht archiviert, so dass alle Inhalte weg sind. Ärgerlich für mich: Da waren auch ein paar Postings bei, die ich letztes Jahr in Indonesien geschrieben hatte, und die ich gerne noch für andere Sachen verwendet hätte. Die meisten habe ich glücklicherweise per Hand im Reisetagebuch vorgeschrieben, so dass ich sie rekonstruieren kann.

    Ich hoffe immer noch auf eine Klärung des Vorfalls. Bis dahin kann ich nur raten: Finger weg von blogy.de!

  • Statt Duden bald Doogle?

    Vorgestern haben Tina und ich den neuen Duden gekauft.
    Kein Spannungsbogen, voller logischer Fehler und Widersprüche, ohne Happy End. Jedem Groschheftschreiber hätte man dieses Machwerk um die Ohren gehauen!

    Am ärgerlichsten ist der Opportunismus der Dudenredaktion: Wenn irgendeine komische Kommission beschließt, die deutsche Sprache zu verhunzen, oder Erna Schlibrowski an ihrer Delphinbraterei ein Schild mit der Aufschrift „Erna’s Delfinbraterei“ anbringt, dann reibt man sich wegen der zu erwartenden Verkaufszahlen der Neuausgabe die Hände und hunzt fröhlich mit.

    Da wäre es doch nur konsequent, künftig alle halbe Jahre einen neuen Duden herauszubringen und sich danach zu richten, welche Schreibweise eines Wortes bei Google die meisten Treffer erzielt. Ich wette, das machen ohnehin schon viele Leute so (geht ja auch schneller, als in dem ollen gelben Wälzer zu blättern).
    Wird bestümpt kein schönes Deutsch, aber zumindest haben wir uns das dann selbst zuzuschreiben (zußuschreim).

    (Nachtrag: Da schreibt man so einen kleinen, launigen Beitrag und zwei Tage später liest man in der Zeitung, dass sich der Duden von Google vorschreiben lässt, wie er das im Volksmund entstandene Verb „googeln“ zu definieren hat. Ts, ts, ts …

    Artikel in der BAZ

    Mensch Duden – Schöner Beitrag im Stralau-Blog )

  • Unzuverlässig

    Habe mich gerade gefreut, dass das Wetter Rücksicht auf meine Stimmung nimmt, da hört es auch schon wieder auf zu regnen …