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  • Bilder der Woche 05/14: Schorlisierung und Steampunk-Orks

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    Hier ist es mir gelungen, einen der traurigsten Momente dieser Woche im Bild festzuhalten. Nie war ich der perfekten Runde bei „Quizduell“ näher …

    Seitdem bin ich schon froh, wenn ich auf ein Dutzend richtig beantwortete Fragen komme – obwohl ich im Prinzip außer in der Rubrik Sport alles weiß. Immerhin haue ich mir fast jedes Mal nachdem die richtige Antwort aufleuchtet vor die Stirn und sage: „Ach, na klar. Stimmt ja!“

    Mein Lieblingsfehler war bisher, dass ich auf die Frage „Was soll man tun, wenn die Haut mit Diwasserstoffoxid in Berührung kommt“ das Antwortfeld „Gründllich unter fließendem Wasser abwaschen“ anklickte.

    Und jetzt die Quizfrage: Was ist das: (mehr …)

  • Operation Meniskus – Episode 3: Die ganze Wahrheit über Poetry Slam

    Was bisher geschah:

    Ich reiße mir den Meniskus
    Der Arzt verschreibt Reizstrom und Teetrinken

    Einer der schlimmsten Auftritte meiner – wenn man es denn so nennen will – Karriere war eine Mixed Show in einem kleinen Theater irgendwo irgendwann mit irgendwem, Kabarettisten und Stand-Up-Comedians auf jeden Fall. Ich machte alles falsch, was man falsch machen konnte: Ich verzichtete auf FDP-Witze, erwähnte weder einparkende Frauen noch die aktuelle Staffel des Dschungelcamps, legte die Finger nicht wie Angela Merkel aneinander, mokierte mich nicht über Menschen, die im Zug Tablets benutzten, stellte keine beifallheischenden rhetorischen Fragen und las zu allem Überfluss meine Geschichten auch noch von einem Blatt ab.

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    Einigermaßen zerstört schlich ich nach meinem 7-Minuten-Auftritt in den Backstageraum zurück, wo mir ein Kollege scheinheilig auf die Schulter klopte.   (mehr …)

  • Bilder der Woche – 04/14: I, Prophet

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    Vielleicht war es der Engelmann-Effekt, vielleicht waren bei den Leuten daheim die Heizungen kaputt, vielleicht war es nur Zufall: Am Dienstag war der Saalslam im Saalbau Neukölln so voll wie selten oder sogar nie zuvor. Darüberhinaus war es auch schön und darüberhinaus habe ich gewonnen und konnte eine Flasche Berliner Wodka mit nach Hause nehmen.

    Das alles hat wenig mit dem obenstehenden Foto zu tun, sieht man davon ab, dass (mehr …)

  • Operation Meniskus – Episode 2: Purgatorium

    Was bisher geschah: Ich reiße mir beim Bierholen in einer Fußpflegepraxis den Meniskus

    Am Wochenende schien es hoch hergegangen zu sein in Berlin, ein Aufstand der Mutigen gegen staatliche Bevormundung, administrative Beschützerinstinkte und grüne Erziehungsdiktatur. Das Wartezimmer der Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie war voll, überall standen Extremitäten in ungewöhnlichen Winkeln von den Wartenden ab, wenn sie nicht gleich in Frischhaltefolie oder Tupperdosen verpackt von verkrampften Fingern auf dem Schoß gehalten wurden. Vor mir am Empfangstresen stand ein Mann, der gerade aus dem Behandlungszimmer kam und sein Bein hinter sich her zog. Mit dem einen Arm, der ihm verblieben war. „Nein, nein, keine OP“, sagte er gerade zur Schwester. „Der Herr Doktor meint, wir probieren es erstmal mit Salbe und Reizstrom.“  (mehr …)

  • Kalenderblatt 04/14

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  • Bilder der Woche – 03/2014 (Achtung, enthält Engelmann-Content!)

    Die Woche vom 13. bis 19. Januar schaffte es aus dem Stand in die Top 3 der Wochen des Jahres! Dabei sah es anfangs oder eigentlich eher mittig gar nicht danach aus, da gab sie sich alle Mühe eine richtige Mistgurke von Woche zu sein. (mehr …)

  • Operation Meniskus – Episode 1

    Gefahren lauern überall. Doch nicht umsonst heißt es: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Nie lebten Menschen sicherer und länger als wir Mitteleuropäer am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Sicherheit aber wird mit Unfreiheit erkauft. Wo es möglich ist, wird uns der Zugang zu den Gefahren verwehrt, wo nicht, sind wir erzogen, ihnen aus dem Weg zu gehen. Mit jeder erkannten Gefahr schrumpft unser Handlungsspielraum, bis wir in nicht allzuferner Zukunft unsere Tage dick eingemummelt in atombombensicheren Wattebäuschen fristen werden.

    Wer von uns hat noch selbst an vereisten Treppengeländern geleckt? Keiner. Denn wir wissen, dass es gefährlich ist. So wie wir wissen, dass man bei Gasgeruch nicht den Lichtschalter betätigt (und dass diejenigen, die sich für clever halten und stattdessen eine Kerze anzünden, sich selbst ebenso effektvoll wie effektiv aus dem menschlichen Genpool entfernen). Wir wissen, dass wir bei Gewitter nicht nackt auf einen Baum klettern und dem Wettergott mit einem langen Metallrohr drohen sollen – oft genug haben Mutti und Vati uns auf das schreckliche Schicksal unseres Großonkels Erwin hingewiesen, dem angeblich genau dies vor Stalingrad zum Verhängnis wurde. Wir werden uns hüten, in einer Moschee in Peschawar laut schmatzend Schweineschnitzel zu essen, insbesondere wenn wir zufällig eine betrunkene unverschleierte Frau im Bikini sind. Wir vermeiden es aus gutem Grund, als Fußgänger eine Autobahn oder sogar einen Fahrradweg zu betreten, stecken uns keine angezündeten Silvesterknaller in nicht dafür vorgesehene Körperöffnungen und lassen uns zu unserem eigenen Besten von Geheimdiensten abhören, damit wir nicht plötzlich zu Terroristen werden, denn Selbstmordattentäter leben gefährlich, fast so gefährlich wie Passivraucher, wie neuere Studien ergaben.

    Zigaretten, Plastetüten und Hochspannungsleitungen sind mit Warnhinweisen ausgestattet, wir tragen Fahrradhelme und Gurte; Flugzeugtüren sind sinnreich so konstruiert, dass wir sie nicht versehentlich öffnen können, wenn wir uns beim Toilettengang in der Tür irren. So gut wie niemand bekommt mehr Kinder, da wir uns ungeschützten Sex gar nicht mehr vorstellen können.

    Doch machem wird der Mutterinstinkt von Vater Staat zu viel, machem passt es nicht, dass man uns zu unserem Schutz in Zwangswattejacken steckt; weich und warm und fest geschnürt … Freiheit stirbt mit Sicherheit, rufen diese tapferen Menschen und steigen ohne Helm aufs Fahrrad, zünden sich mit Todesverachtung im Blick eine Zigarette an oder kündigen bei Lichtblick, um sich zukünftig wieder Atomstrom liefern zu lassen.

    Ich bin einer dieser Adrenalinjunkies, immer auf der Suche nach Fluchtwegen aus der Gummizelle des Beschützerstaates, bereit, jedes Risiko einzugehen und, wenn es nötig ist, den Preis dafür zu bezahlen. Und so stieg ich in einer lauschigen Sommernacht des Jahres 2012 auf der Suche nach einem Bier todesmutig durch ein Parterrefenster in eine medizinische Fußpflegepraxis in Friedenau ein und riss mir dabei den Meniskus. Wie genau es dazu kam, ist eine lange Geschichte und interessiert sicher niemanden. Wer näheres wissen will, findet bei vimeo mang diversen Basejump- und Parcoursvideos eine Slowmotion-Aufname der tollkühnen Aktion, denn selbstverständlich habe ich mit einer Helmkamera mitgefilmt.

    Leider haben die Büttel des bemutternde Obrigkeitsstaates das Video gefunden und die erwartbaren Konsequenzen gezogen: Seit dem 1.1.2013 ist die Lagerung von Bier in Fußpflegepraxen strengstens untersagt. Ein weiteres Schlupfloch ist geschlossen, noch ein Stück Freiheit gestorben.

    Im Laufe der Nacht ließ ich mir an der Verbindungsstelle zwischen linkem Ober- und Unterschenkel einen Kindskopf wachsen, sogar ein Gesicht glaubte ich in den interessanten Mustern des begleitenden Blutergusses zu erkennen, es war die hässliche Fratze des Glöckners von Notre Dame, zehn Tage nach seinem Tod.

    Am Montagmorgen rief ich ein Taxi, das mich zu einem Arzt fahren sollte.

    „Wie jetze? In die Rabommelstraße zum Ärztehaus?“, polterte der Taxifahrer, nachdem er mich eine Viertelstunde lang seelenruhig dabei beobachtet hatte, wie ich mich mit schmerzverzerrtem Gesicht die 10 Meter von meiner Haustür bis zum Taxi schleppte. „Dis is doch höchstens n Kilometer! Ich hab ne Stunde an der Taxihalte jestanden und jetzt hab ich meinen Platz in der Reihe uffjejeben für diesen Quatsch!? Dit sind doch höchstens 10 Minuten zu Fuß!“

    „Nicht für mich“, gab ich zu bedenken.

    „Mann, ey, dis kotzt mich an, denkt denn heutzutage jeder nur noch an sich? Eine Stunde ha ick an der Halte jestanden, ich wäre als nächster dran jewesen, ne schöne Fahrt nach Schönefeld oder wenigstens zum Hauptbahnhof, aber ich durfte den Auftrag von der Zentrale nicht ablehnen, Mannmannmann. Ich verdien eh schon nüscht und habs im Kreuz und Al Quaida hört unsere Emails ab, seit meine Frau in einer Moschee nackt mit Bockwürsten um sich geschmissen und , „Gott ist mir Wurst“ skandiert hat und die Kinder müssen teuren Spezialbrei essen, weil sie im letzten Winter an vereisten Treppengeländern geleckt haben, und der feine Herr lässt mich hier antanzen, um sich zum Onkel Doktor chauffieren zu lassen, wahrscheinlich zum Schönheitschirurg oder weil er ein neues Viagrarezept braucht, dafür bin ich 89 nicht auf die Straße gegangen!“

    Wortlos schob ich das Hosenbein meiner Shorts hoch und ließ ihn einen Blick auf meinen Kniemutanten werfen.

    „Oh“, sagte er und beruhigte sich etwas. „Bier geholt?“, fragte er. „In ner medizinischen Fußpflegepraxis?“ Ich nickte. Er nickte. „Na gut“, sagte er und fügte aus Gründen der Selbstachtung an: „Aber trotzdem.“

  • Kalenderblatt 03/2014

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    (Eisblumen, Pankow)

    Und weil ich erst jetzt auf die Idee gekommen bin, die Kalenderbilder hier reinzupacken, liefere ich die letzten beiden nach. Der Kalender besteht aus Fotos, die zwischen 2011 und 2013 entstanden sind. Und wenn ich schneller damit gewesen wäre, hätte ich ihn vielleicht hier als Tischaufstellkalender angeboten. Nun eben so. Und wer weiß, womöglich gibt es nächstes Jahr den Schnipselfriedhof-Wochenkalender.

    Selbstkritisch eingestehen muss ich, dass der Kalender als Wettervorhersager bisher eine totale Niete ist.

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    (Die eine Insel, deren Namen mir gerad partout nicht einfällt, Nordsee)

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    (Bayreuth, Stadtkirche)

  • Bilder der Woche: 02 / 2014

    Einer meiner Lieblingsblogger, vielleicht sogar mein allerliebster Lieblingsblogger ist seit langer Zeit André Hermann. Und eine meiner Lieblingsrubriken in seinem Blog ist der bebilderte Wochenrückblick A week in pictures. Und als er jetzt auch noch die Wochenrückblicke des letzten Jahres zu einem Year in pictures-Beitrag zusammengefasst hat, der ein bisschen wie ein Überraschungseikalender funktioniert, dachte ich mir, Mensch, dachte ich mir, Volker, dachte ich mir, du machst doch auch dauernd Fotos und lässt die meisten auf der Festplatte vergammeln – klau doch einfach die Idee von André und behaupte, du hättest sie nicht geklaut, das Ganze sei vielmehr eine Hommage  und Ehrbezeugung.

    Und los geht’s!

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    Okay, das Bild gehört eigentlich noch in die Woche 1, aber was solls. Letzten Sonntag hat es mich auf den Fernsehturm verschlagen, wo ich Zeuge wurde, wie die Welt oder zumindest Berlin unterging. Wir hatten den perfekten Moment erwischt. Als wir hoch fuhren, regnete es, alles war grau und trist, doch dann brachen die Wolken auf und ein gigantisches außerirdisches Raumschiff die Sonne schaltete die Todesstrahler ein tauchte Berlin in dramatisches Licht.

    Unten im Souvenirshop entdeckte ich ein sehr seltsames Spielzeug. Ich fand ja schon immer diese Rehe und Giraffen aus Holz seltsam, die man durch Drücken eines Knopfes zusammenbrechen lassen kann. Zusammenbrechtiere nenne ich sie, aber ich weiß nicht, ob das der offizielle Name ist. Schon zu meiner Kindheit gab es die immer und überall zu kaufen, soweit es mir bekannt ist war die Versorgung der DDR-Bevölkerung mit Zusammenbrechtieren zu jedem Zeitpunkt sichergestellt und auch in der BRD waren sie offenbar beliebt. Mir erschließt sich der Sinn oder gar pädagogische Nutzen dieser Dinger nicht. Was kann ein Kind daraus lernen, wenn es per Knopfdruck Tiere zusammenbrechen lässt? Was soll daran Spaß machen? Richtig befremdlich fand ich allerdings den Zusammenbrechfernsehturm:

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    Drei Frage stellten sich mir: Erhoffen sie sich davon irgendeine Werbewirkung? Wäre es aus marketingtechnischer Sicht nicht sinnvoller zusammenbrechende Modelle von Konkurrenztürmen bzw. -sehenswürdigkeiten zu verkaufen? Gab es im Souvenirladen des WTC Zusammenbrech-Twin-Towers?

    Auf dem folgenden Bild sehen Sie, was Sie nicht sehen möchten, wenn Sie die Premiere Ihrer neuen Show begehen und von Backstage Richtung Zuschauerraum blicken.

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    Spider und ich starteten am Mittwoch im Kookaburra Comedyclub unsere monatliche Show Vor der Pause – nach der Pause. Zum Glück kamen doch noch Menschen, und es wurde ein sehr schöner Abend. Wir hatten zwei Spezialsondergäste. Gleich zu Anfang, wenn auch nur per Videobotschaft, Norbert, einen befreundeten Wirt, der uns viel Glück wünschte:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=hJxIL5iPZNo]

    In echt und sogar 3D auf der Bühne bei uns stand Sven van Thom. Sven ist Musiker und eine Hälfte der Action-Lesung Tiere streicheln Menschen. Das ist Sven. Backstage mit Nachos. Fotografiert von der Bühne. Bzw. von mir:

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    Und so sah die Bühne aus, nachdem Sven sie mit seinen Arbeitsmaterialien förmlich geflutet hatte:

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    Der Hund gehört allerdings nicht dazu und hat keine Musik gemacht, sonder sich nur heimlich ins Bild geschmuggelt – ich hab ihn erst bemerkt, als ich den Film entwickelt hatte. Ich dagegen habe Musik gemacht und brauchte viel weniger Zeugs als Sven. Dafür war natürlich meine Musik  doof (und weil ich einfach kein Musiker bin), aber trotzdem:

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    Das Instrument heißt Guitalele und die Krücke liegt nur zum Größenvergleich daneben, nicht, weil ich Mitleid möchte! Das Gitärrchen ist zur Zeit mein Lieblingsspielzeug. Im Vorfeld des Auftritts sorgte es für einige Diskussion unter Kollegen und Besuchern. Wenn man bedenkt, dass die Gitarre ein von der UNO anerkanntes Phallussymbol ist, was sagt dann eine Minigitarre über ihren Benutzer aus. Dass er keinen grund hat irgendwas zu kompensieren? Ich enthielt mich jeden Kommentars. Schnell einig war man sich indes, dass bei Nackt-Auftritten eine kleine Gitarre vorteilhaft sei, da die fraglichen Teile der Anatomie im Vergleich zu ihr größer wirkten als im Vergleich zu einer normalen Gitarre.

    Hier sind wir noch mal nach der Show. Glücklich über die Premiere und in unseren neuen maßanzügen, die wir uns umgehend von unseren Gagen anfertigen ließen:

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    Und hier noch mal verwackelt:

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    Überhaupt mag ich verwackelte Fotos von mir oft am liebsten:

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    Hier sieht man, wie man den Autofocus eines Fotoapparates mit   Lächel-Automatik in die Irre führen kann:

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    Nach dem Mittwoch passierte eine Weile nichts, was ich fotografieren wollte, doch gestern, Sonnabend, ging es an den müggelsee. Wie der Fernsehturm ein Ausflugsziel meiner Kindheit. Den Fernsehturm habe ich zwischendurch mal wieder besucht (und dauernd gesehen), am Müggelsee war ich aber wirklich 30 Jahre nicht mehr. Er ist immer noch voller Wasser!

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    Wer beim folgenden Bild denkt, ich hätte Enten fotografiert, irrt!!! Ich habe Fische fotografiert!  Wer auf das Bild klickt, um es zu Vergrößern, die Fische zählt und mir als erster die korrekte Anzahl der Fische auf dem Bild nennt (es ist wirklich wichtig, dass es die korrekte Anzahl ist, da ich sie selbst nicht kenne!), kriegt am Dienstag bei LSD – Liebe Statt Drogen freien Eintritt. Oder einen freundlichen Klaps auf die Schulter, wenn er oder sie Dienstag nicht kann und wir uns das nächste mal sehen.

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    Hier habe ich scheinbar eine Wurst fotografiert. In Wirklichkeit habe ich aber ihren Schatten fotografiert und damit wiederum den Winter! Denn einzig die tiefstehende Wintersonne zaubert solche tollen Bratwurstschatten!

    Plattenbauromantik:

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    Bevor ich fortfahre, den Samstag zu bebildern, doch noch schnell ein Freitagsfoto, dass ich fast vergessen hätte:

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    Ja, genau. Eine Kneipe mit Live-Musik und: Achenbechern. Und ich kann da einfach reingehen und muss nicht mitrauchen. In diesem Augenblick bin ich 56 Tage, 1 Stunde, 8 Minuten Nichtraucher und habe mir ungefähr 1400 Zigaretten erspart. Großartig. Das führte am Freitag dazu, dass ich irgendwann mal an die frische Luft gegangen bin, um in Ruhe eine nichtzurauchen … Zurück an den Müggelsee:

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    Theoretisch besagt dieses Schild zwar, dass die Fähre am 11.1.2014 wieder fahren müsste, aber irgendetwas sagte mir, dass es nicht sinnvoll war zu warten …

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    Mmmhhhmmm … geht es hier um den Männertag oder um ein Männer-Tag? Warum denke ich immer über so sinnlose Sachen nach. zum Beispiel auch, als ich diesen Brilllenladen sah:

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    Den über dem H meine ich. Na gut, man kann ihn leider nicht erkennen. Er hieß: „Robin Look“. Haben sich die Optiker bei den Friseusen und ihren Wortspielen des Grauens angesteckt? Oder stiehlt der Optiker den Reichen die Brillen und verteilt sie unter den Armen?

    So. Ich wünsche eine schöne Woche 3 und verweise in diesem Zusammenhang auf das Kalenderblatt für die kommende Woche, das ich hier morgen  posten werde.

  • Dieser Artikel kann ihr Leben retten!

    Oder zumindest entscheidend verbessern! Oder wenigstens ein bisschen!

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    (Rügen. Neujahrsurlaub.)

    Zu meinen Vorstätzen für das Jahr 2014 gehört es, mehr für meine Mitmenschen zu tun, in dem ich sie zum Beispiel vor schlechten Dingen warne und sie auf gute Dinge hinweise, insbesondere, wenn es sich bei den guten Dingen um Dinge handelt, an denen ich beteiligt bin – als Beispiel sei hier Vor der Pause – nach der Pause, die übermorgen im Kookaburra startende Show von Andreas Krenzke bzw. Spider und mir, genannt. Doch dazu und zu den Fragen, was VdPndP eigentlich mit Kloß und Spinne zu tun hat und warum es mehr über den Leser als über die Show aussagt, wenn man statt „ndP“ „Npd“ liest, später mehr.

    Erst einmal Warnungen vor einem Film, einem Buch, einem ebook-Reader und einer Kaffeekanne, nebst einem kleinen Vorschlag, der die Welt schlagartig zu einem lebenswerteren Ort machen würde, zumindest für alle, die schlimm unter First-world-problems zu leiden haben.

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    Der Film, um den es mir geht, nennt sich „Inside Llewyn Davis“ und eigentlich ist er gar nicht mal so schlecht. Er ist nur auch überhaupt nicht gut, auch wenn alle Welt das behauptet. Man kann ihn sich ruhig angucken, wenn man zum Beispiel gemütlich auf der Couch einschlafen will, weshalb man ihn nicht im Kino gucken, sondern auf die DVD warten sollte. Er verbreitet gepflegte Langeweile und die Schauspieler sind schick angezogen. Das wars auch schon.

    Ach halt, da ist doch noch die Musik!
    Ach ja. Stimmt. Die Musik verbreitet gepflegte Langeweile und die Sänger sind gut angezogen (bis auf ein Quartett, das lustig angezogen ist). Leider werden alle Songs ausgespielt und das hätte nun wirklich nicht bei allen sein sollen, da sie ehrlich gesagt oft mehr als nur gepflegte Langeweile verbreiten.

    Aber ist der Film nicht total witzig?
    Nein. Na gut. Es gibt ein paar Späßchen. Lustige Pullover, wegge Katzen etc.  Beim Hauptwitz, dem, bei dem am lautesten gelacht wurde, schämte ich mich für das Publikum, das mit mir im Kino saß – eben weil es so laut lachte, dabei war der Gag (ja, genau, der Katzenzurückbringgag) so vorhersehbar wie … hm, mir fällt gerade nichts anderes ein, was derart vorhersehbar war, von der Sache mit den Tantiemen im selben Film vielleicht mal abgesehen.

    Und die skurillen Gestalten? In den Filmen der Cohen-Brüdergibt es doch immer so herrlich skurille Leute?!
    Ja. Stimmt. Es gibt skurille Gestalten. So what?! John Goofdman halt mal wieder. Ansonsten: Fährst Du U-Bahn, kostet weniger Eintritt, kannst Du 120 Minuten skurille Leute gucken, nicht nur 105.

    Dass „Inside Llewyn Davies“ nicht einma richtig schlecht ist, unterscheidet ihn grundlegend von dem Buch „Invaders“ von Peter Ward, Piper-Verlag. Es wurde als witzige SF-Satire angepriesen und ich war neugierig, was sich in dem Bereich so tut. Außerdem klang die Grundidee ganz lustig: Ein totaler Verlierertyp bekommt ein Jobangebot: Er soll Touristen aus der Zukunft durch das London unserer Tage führen. Nun sind die ewigen Geschichten über Verlierertypen und Volltrottel, die dann plötzlich die Welt retten müssen zwar ziemlich ausgenuddelt, aber ich gab dem Buch eine Chance. Und bereute es schnell. Die Witze sind mau, einer der besseren geht so:

    „In ein paar Minuten müsste er völlig wiederhergestellt sein.“
    „Da bin ich mir nicht so sicher. […] Dieser Typ hat es schon mal fertiggebracht, die ganze Zeit zu schlafen, als im Haus eingebrochen wurde.“
    „Na und? Die meisten Einbrecher sind schließlich sehr leise.“
    „Das waren die auch. […] Bloß dass sie das Bett gestohlen haben, in dem er schlief.“

    Wie gesagt, einer der besseren Gags, einer der wenigen, bei denen ich fast so gar ganz kurz mal gekichert hätte, wenn ich vorher einen Joint geraucht hätte und nebenbei eine Didi-Hallervorden-Show geschaut hätte, während mich jemand unter den Achseln kitzelt. (Dieser Satz hätte es locker auch in das Buch geschafft.) Also, irgendwie schon ein bisschen lustig und so. Was richtig stört sind die logischen Fehler und zahllosen größeren und kleineren Unplausibilitäten. Und wer jetzt meint, eine absurde Zeitreise-Satire müsste sich um Plausibilitäten, Logik und glaubwürdig agierende Charaktere nicht weiter scheren, heißt wahrscheinlich Peter Ward.

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    Als Kompott gibt es Sprachmerkwürdigkeiten, von denen ich vermute, dass man sie der Übersetzung anlasten muss. Zum einen wird ständig (wirklich ständig, mindestens auf jeder dritten Seite) davon gesprochen, dass der Held „Computerspiele macht“, gemeint ist aber, dass er sie spielt. Zum anderen tritt die Redewendung „den Laden dicht machen“ in bizarrer Häufung auf.

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    (Spooky Forest.)

    Wem das Buchallein nicht schlecht genug ist, dem sei empfohlen, es auf dem ebook-Reader Tolino shine zu lesen. Ich habe mir dieses Ding vor Kurzem gekauft. Seit einem Jahr habe ich einen Sony PSR 2, mit dem ich sehr zufrieden bin, einzig die fehlende Beleuchtung hat mich gestört. Auf Reisen landet man gelegentlich in Zimmern mit extrem scheißen oder nicht vorhandenen Nachttischlampen, weshalb ich auf dieses Feature nicht mehr verzichten wollte. Der Nachfolger von Sony hat leider immer noch keine Beleuchtung, der Kindle kam nicht in Frage und den Tolino schmeißen sie einem halt überallt hinterher. Als er herauskam hatte ich ihn mir schon einmal angesehen und verworfen, da er nicht einmal über Wörterbücher und eine Notizfunktion verfügte, doch diese Manken wurden inzwischen behoben und so schlug ich zu.

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    Eigentlich gibt es nur ein Problem, aber eins, dass ich für ein Ding, das ein Bucheresatz sein soll schon ziemlich gravierend finde: Man kann nicht vernünftig Blättern. Zum Umblättern tippt man mit dem Finger auf das rechte Drittel der Seite (eine Seite vor) oder auf das linke Drittel (eine Seite zurück). Klingt erstmal einfach, ist in der Praxis der totale Nerv. Zum einen erwischt man, gerade, wenn man das Gerät mit einer Hand bedient, gelegentlich das mittlere Drittel und landet im Menü. Zum anderen verblättert man sich ständig. Es dauert nämlich viel zu lange bis die neue Seite erscheint. Da die Umblätterdauer auch noch variiert, tippt man des öfteren ein zweites Mal, weil man denkt, er habe die erste Berührung nicht registriert, und wenn sich der Tolino endlich ausmert, blättert er gleich zwei Seiten weiter. Ganz davon abgesehen, dass man sowieso gelegentlich zwei- oder dreimal blättert. Und wehe, es gibt eine Fliege im Schlafzimmer. Kaum landet sie auf dem beleuchteten Tolino (und das tut sie früher oder später) ist die Seite weg.

    Der Sony PSR 3 mit der teuren Hülle, die eine Beleuchtung enthält, wäre vielleicht doch die bessere Wahl gewesen. Die Sony-Reader haben zwei sehr bequeme Hardware-Blättertasten. Natürlich sind sie auch per Touchscreen zu bedienen, man muss dann aber über den Bildschirm wischen, was sich erstens viel natürlicher anfühlt und zweitens vor unbeabsichtigtem Blättern bewahrt (das kriegt auch keine Fliege hin).

    Zu guter Letzt möchte ich vor Kaffeenmaschinenkannen wie dieser warnen:

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    Es wäre sicher übertrieben, zu behaupten, dass sie mir den Neujahrsurlaub auf Rügen komplett vermiest hat, aber die Tatsache, dass es unmöglich war, aus ihr einzugießen, ohne zu tropfen, setzte doch Morgen für Morgen eine kleine Dosis Ärgerhormone frei. Als ich mit in den weiten vorpommerschen Himmel gereckter Faust über den Bodden hinweg die Götter anrief und aufforderte, die Hersteller dieser Kanne zusammen mit den Tolino-Designern und -Programmieren mit einem Blitz vom Angesicht der Erde zu tilgen und in die tiefsten Tiefen des Hades zu verbannen, um sie dafür zu strafen, dass sie ihre mistigen Kackdinger entweder nie getestet oder aber in böser Absicht, mit irrem Grinsen, bösem Funkeln in den Augen händereibend auf eine arglose Menschheit losgelassen haben, merkte eine Freundin, die eigene leidvolle Erfahrungen in der Industrie gemacht hat an, dass die letztlich wahrscheinlich nichts dafür konnten. Als sie merkten, dass sie totalen Mist zusammenschustern, konnten sie es nicht mehr zugeben; das Prokjekt musste ein Erfolg werden, Teamdynamiken, die Angst um Bonüsse und Arbeitsplätze sowie Kommuikationsverzerrungen durch Hierarchien führten dazu, dass man sich selbst und gegenseitig in die Taschen log und irgendwann vielleicht selbst glaubte, man hätte ein brauchbares Kaffeegefäß oder Lesegerät gebaut.

    Wie schön die Welt sein könnte, wenn man Designer, Ingenieure und Programmierer zwingen würde, ihr Zeugs erstmal ein Jahr selbst zu benutzten, bevor sie es auf die Menschheit loslassen dürfen …

    Mein Kollege Spider schrieb mal eine Geschichte darüber, dass am 3.Oktober 1990 in Wirklichkeit die BRD der DDR angeschlossen wurde, und oft glaube ich, dass er recht hatte. Der Osten lebt.

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    Apropos Spider (gelungene Überleitungen sind das A und O guter Weblogartikel): Wie bereits erwähnt startet am Mittwoch unsere neue Show „Vor der Pause – nach der Pause“ im Kookaburra-Comedy-Club, Schönhauser Allee, U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz, und sie wird sehr gut, wobei ich hoffe, dass Spider und ich nicht das Selbstbetrugslevel der Tolino- und Kaffeekannendesigner erreicht haben.

    Ganz schlecht kann es schon allein wegen unseres Super-Sondergast-Starts nicht werden: Für die erste Show haben wir uns Sven van Thom von der Action-Lesebühne „Tiere streicheln Menschen“ eingeladen, einen unserer Lieblingsmusiker, er ist noch besser angezogen als die Llewy Davies und verfügt zudem über den Vorzug keinen langweiligen Folk zu spielen.

    Außerdem wird Wirt Norbert einen kleinen Gastauftritt haben und wenn alles gut geht, gibt es am Mittwoch die Vorpremiere der Rohfasssung der allerneuesten Kloß-und-Spinne-Folge. Aber das ist eigentlich alles noch geheim. Was man wissen darf, muss und vor allem will, hat Spider sehr schön im VorDerPause-Blog zusammengefasst.

    Kommt in Scharen und witterungsgerechter Kleidung!

    Nach der Pause – Vor der Pause

    Kookaburra Comedy Club , Schönhauser Allee 184, U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz

    Mittwoch, 8.1.2014, 20.00 Uhr

    Eintritt: 8 Euro (glaub ich)

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    (Am Ende siegt die Natur!)