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  • Traurige, drahtlose Zukunft

    Gestern die letzte Folge der letzten Staffel von The Wire gesehen. Und jetzt?

    Die überaus begeisterten Empfehlungen und Kritiken hatten mich skeptisch gemacht: So gut konnte diese Serie doch nun wirklich nicht sein, oder? Doch konnte sie. The Wire war das beste, was ich seit Ewigkeiten gesehen habe.

    Mit Dr. House bin ich auch fast durch (die fünfte Staffel ist bis jetzt aber nicht so gut), danach sind die beiden letzten Staffeln von Lost dran und dann beginnt die Suche nach der zweitbesten Serie der Welt.

    The Wire Quotes (Achtung, Spoiler! Ist aber eh nur schön, wenn man die Serie schon gesehen hat):

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    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=TFh2f7rNAEI]

    (VS)

  • Who the fuck is Hitler?

    Wenn Hitler nicht Hitler, sondern eins der folgenden Unternehmen wäre, wer wäre er dann?

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    Beck´s, Schlecker, Westerwelle und asiatische Nagelstudios habe ich mal weggelassen, sonst hätten die oben angeführten Kandidaten kaum eine Chance.

    (VS)

  • Wäre das Poleis eher geschmolzen, wäre die Titanic nicht untergegangen

    Was ich an den Klimaskeptikern (doofes Wort; die Existenz von Klima geben sie ja zu) nicht verstehe, ist folgendes: Sie zweifeln also daran, dass es einen Klimawandel gibt und, falls es tatsächlich einen geben sollte, dass dieser von Menschen gemacht ist – na und? Soll’n sie doch. Aber eigentlich müssten sie trotz dieser Zweifel den Umstieg auf regenerative Energien und eine Senkung des CO2-Ausstoßes befürworten. Selbst die klitzekleinste Möglichkeit, dass wir am Klimawandel schuld sind, sollte Anlass genug sein, etwas zu unternehmen. Ob sich die Welt wirklich dauerhaft erwärmt und ob das tatsächlich an uns liegt, wird man ganz zweifelsfrei erst wissen, wenn es zu spät ist, noch etwas dagegen zu unternehmen. Ein Schwimmring ist auch dann sinnvoll, wenn sich nach der Seereise herausstellt, dass das Schiff nicht untergegangen ist. Wahrscheinlich waren es die Vorgänger der Klimaskeptiker, die bei der Konstruktion der Titanic den Rotstift bei den Rettungsbooten angesetzt haben.

    Davon abgesehen: Selbst wenn das Klima stabil wäre, gäbe es absolut nichts, was gegen eine „Energiewende“ spräche: Niemand bestreitet ernsthaft, dass die fossilen Brennstoffe irgendwann nicht mehr ausreichen und viel zu teuer werden. Nur über den Zeitpunkt für den Oil-Peak ist man sich uneins, aber je eher man sich darauf vorbereitet, desto besser. Für die Wirtschaft (von den Ölmultis mal abgesehen) kann es nur von Vorteil sein, wenn man sich möglichst schnell möglichst unabhängig von Importen aus potentiellen Krisenregionen und dem extremen Schwankungen unterworfenen Ölpreis macht. Und schließlich bringt jede neue Technologie neuen Schwung in die Bude. Auf dem Energiesektor kann noch Pionierarbeit geleistet werden. Klar, das kostet jetzt erstmal Geld, aber dieses Geld ist ja nicht aus dem Fenster geworfen, sondern sinnvoll investiert.

    Was wollen die also? Einfach nur Recht haben? Das alles beim alten bleibt, weil früher alles besser war und eigentlich schon der Übergang von der Dampfmaschine zu Verbrennungsmotoren und Elektrizität zu weit ging? Oder werden die alle von der Ölindustrie bezahlt?

    (VS)

    PS: Seit heute schmelzen übrigens die Gletscher auf den Bürgersteigen …

  • Passt überhaupt nicht zu mir

    Ich kann kaum glauben, dass ich mich den ganzen Winter noch nicht einmal auf den Hintern gepackt habe.

    (VS)

  • Hat eben alles auch sein Gutes

    Neulich Abend: Zwei junge Frauen staksen vor mir über den gefrorenen Schnee. Frau eins rutscht aus, kann sich aber an Frau zwei festhalten.*

    Frau eins: Oh Mann, das geht mir so auf die Nerven! Dieses Wetter, dieses Rumgeschlitter! Ich hab die Nase voll!

    Frau zwei: Ach, ich find’s ganz gut. Da habe ich auf Arbeit Ruhe, weil nicht so viele Leute in die Praxis kommen.

    Frau eins: Echt? Dabei sind doch jetzt so viele Leute krank.

    Frau zwei: Ja, stimmt schon, aber dafür trauen sich die ganzen Alten wegen dem Glatteis nicht mehr aus dem Haus.

    Frau eins: Ach so.

    (VS)

    * Namen von der Redaktion geändert.

  • Zitat des Tages

    „Vater wußte so viel über Pilze und Frauen.“ (Marie Hermanson, Pilze für Madeleine)

    (Andreas Krenzke)

  • Wetterwettern

    So, jetzt ist aber mal wieder gut mit diesem scheiß Ostwetter! Reicht. Das nervigste sind gar nicht der Matsch und der Harsch und das Eis und der Schneeregen, sondern diese allenthalben auf den Straßen unterwegsen Leute, die „Öhhh … von wegen Klima-Erwärmung!“ sagen und sich dabei für schlau oder originell oder witzig halten. Heiliger Bimbam!

    (Zu meiner unermesslichen Schande muss ich gestehen, dass ich mich vor 4 oder 5 Wochen selber dazu habe hinreißen lassen.)

    (VS)

  • Zurück uff (wir-nennen-es-)Arbeit

    So, ich kann wieder Notizbuchfotos machen. Dank ein paar Tagen Pause, einer guten Handgelenksschiene, Ibuprofen und vielleicht auch dank russischem Raumfahrthokuspokus (eine lange Geschichte, die ich vielleicht ein andermal erzählen werde) geht das Schreiben von Hand mit einem guten Füller auf gutem Papier wieder halbwegs flott von … na ja, der Hand eben. Auch das „Abtippen“ mittels Spracherkennungssoftware macht Fortschritte. Vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Mississippibuch.


    Mit den vielen Nachtfotos in letzter Zeit ist es ein bisschen wie mit dem berühmten Hund, der sich die Eier leckt, weil er es kann. Habe mir zu Weihnachten ein 30 mm/1:1,4 Objektiv von Sigma gekauft. Damit kann ich bei Kerzen-oder Laternenlicht fotografieren und das macht Spaß. Seit 20 Jahren, seit ich zuletzt meine Exa 1B benutzt habe, ist es das erste Mal, dass sich mit einer Festbrennweite fotografiere und auch das macht Spaß. Ich habe beim Fotografieren ja keine großen Ansprüche; Spaß soll es machen und ich freue mich, wenn mir dekorative Bilder gelingen, auch wenn sie den künstlerischen Wert eines Bob-Ross-Gemäldes haben.


    (Auf ein Bier mit den freundlichen Verlegern. Hinterher haben sie mir dann den linken Arm gebrochen, damit ich mal merke, wie das ist, wenn einem wirklich das Handgelenk weh tut, endlich mit Jammern aufhöre und wieder an die Arbeit gehe.)

    (VS)

    Fernsehtip: Sabine und Lutz von Monstamovies waren 14 Monate nach den Dreharbeiten zu Nicht Der Süden noch einmal auf Spitzbergen und haben einen Film gedreht, der heute, am Sonnabend, um 19:30 Uhr in der Reihe Geo Reportage auf ARTE läuft.

    PS: Thomas fragte, wie ich mich angesichts der dekorativen Stilleben aufs Schreiben konzentrieren könne. Es ist aber eher so, dass ich erst, wenn ich mich nicht mehr aufs Schreiben konzentrieren kann, das Stillleben bemerke, noch ein bisschen an den Sachen rumschiebe und den Fotoapparat raushole.

  • Wie ich mal „Genussschild“ genuschelt habe

    Die angedrohten Notizbuchkitschfotos bleiben erst einmal aus. Habe mir die rechte Hand bei einer halsbrecherischen Aktion vermurkst: Ich habe mein Telefon aus der Aufladestation genommen. Ja, ich lebe gefährlich. Dasselbe hatte ich schon mal auf dem Mississippi, da habe ich nach einer halben Stunde Rudern das Ruder weggelegt und 1 Sekunde später fühlte es sich an, als hätte ich mir die Hand gebrochen, alles wurde dick, ich sagte Sachen wie: „Autsch!“, „Scheiße!“oder „Hssssss!“ und verbrachte 8 lehrreiche Stunden in einem öffentlichen Krankenhaus in New Orleans. Ich hätte nie mit Rudern aufhören, nie das Telefon aus der Aufladestation nehmen dürfen.

    (Im Krankenhaus in New Orleans, Zeichnungen von Matthias Seifert)

    Schreiben ist im Moment nicht möglich, weder mit Füllfederhalter noch mit Tastatur, deshalb experimentiere ich jetzt mit einem Headset und einer Spracherkennungssoftware. Das ist erstmal ganz lustig, wird aber schnell frustrierend. Einfache Sätze zu diktieren, ist kein Problem, das Programm versteht erstaunlich viel. Aber schon bei Wörtern wie „vermurkst“ stößt es an seine Grenzen und schreibt: „vom Obst“. Und man flucht und ruft „Kacke!“ und sofort steht das Wort Kacke auf dem Bildschirm, bloß dass da nicht Kacke steht, sondern Tacke oder Hacker, weil das Programm das Wort Kacke nicht kennt und man es ihm erst beibringen muss, damit man, wenn man das nächste Mal verärgert „Kacke!“ ruft, wenigstens auch Kacke im Text stehen hat. Vor allem Korrekturen sind sehr umständlich und brauchen urst viel Zeit („urst“ habe ich nur geschrieben um den Programm das Wort gleich mal beizubringen). Die Software hat auch einige Bugs und Macken, die den Spaß ein bisschen vergraben. Ich meine natürlich „verderben“, aber wahrscheinlich habe ich ein bisschen Genussschild. Zu erklären, warum da statt verderben vergraben steht, geht schneller, als den Fehler zu verbessern, vorausgesetzt natürlich, das Programm versteht nicht Genussschild wenn ich genuschelt sage.

    Kreatives Schreiben ist auf diese Weise nicht möglich, aber wenn das Programm und ich erstmal ein bisschen trainiert sind, könnte es doch zu einer handgelenkschonenden Alternative zum Abtippen meiner handgeschriebenen Texte werden.

    Für diesen Blogeintrag hab ich ne gute Stunde gebraucht. Aber ich übe ja noch, computerverständlich zu reden. Menschen sind aber auch sowas von inkompatibel …

    (VS)

    PS: Wen’s interessiert: Verwende „Dragon Naturally Speaking“ 10 Standard.

  • 1 M, 2 Ps, 4 S‘, 4 Is

    Ich schreibe gerade meine Erinnerungen an die Reise nach Amerika auf und habe beschlossen, ab und zu ein paar Stückchen davon auf dem Mississippi-Blog zu veröffentlichen. Hier ist der erste: Schnipsel: Vicksburg, Mississippi, 25.6.2009 .

    Making of „Schnipsel: Vicksburg, Mississippi, 25.6.2009“

    Kann ja sein, dass die vielen Bilder in letzter Zeit, insbesondere die diversen kitschigen Notizbuch-Stillleben, langsam nerven, aber das muss sein. Aus Gründen, die ich vielleicht ein andermal erkläre.

    (VS)