… und vielen Dank für alle guten Wünsche!
Volker
Jetzt bin ich fast wieder ruhig. Nachdem ich in den letzten Tagen von einer Panikattacke in die nächste gestolpert bin, ist hoffentlich nicht mehr genug Angst für die eigentliche Reise übriggeblieben. Für solche Kleinigkeiten wie Angst vor Seekrankheit, Eisbären, Kajütenkoller war ohnehin schon kein Angstbudget mehr vorhanden. Das ist komplett für das Filmprojekt draufgegangen.
Heute Nachmittag war ich noch Zeugs kaufen und plötzlich – ich bin ganz ruhig Rolltreppe gefahren – habe ich mir einen Nerv eingeklemmt. Es hat sich angefühlt, als hätte ich mir beim Rolltreppefahren plötzlich irgendwie eine Rippe gebrochen. Tat viehisch weh und ich habe kaum noch Luft holen können. Ich sah mich schon aus dem Krankenhaus beim Team anrufen und Bescheid sagen, dass es morgen früh doch nicht losgeht, weil ich mit Spontanrippenbruch im Krankenhaus liege. 2 Stunden hat es weh getan, dann hat sich alles wieder entklemmt und der Schmerz war weg. Mannomann, Kunden schicken die heutzutage in die Arktis …
Mal gucken, ob ich irgendwo von unterwegs was bloggen kann, bzw. Zeit dafür finde. Gibts auf Spitzbergen ein Internetcafé?
Hebt mir ein bisschen Berliner Sommer für den August auf! Alles Gute!
(Volker Strübing)
Die Liste der 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken, wird nicht fortgesetzt. Volker hat den Kampf aufgegeben. Flieht bis ins Eismeer der Arme. Was jetzt? Weiterkämpfen natürlich. Morgen zum Beispiel, am 16.6. um 20 Uhr im Tipi am Kanzleramt: René Marik und Freunde. Der großartige René Marik, der legendäre Reinald Grebe, die unglaubliche Johanna Zeul und ich (unter meinem Spitznamen Spider) machen eine richtig gute Show – obwohl das gar nicht nötig wäre, denn gegenwärtig stürzen sich die Menschen (jedenfalls die guten) ja auf alles was nicht Public Viewing ist, es könnte sogar schlecht sein – ist es aber nicht, wie schon gesagt: gut wird´s. Also dran denken: wer zuerst kommt, sitzt vorne. Freue mich auf euch!
(Andreas Krenzke)
Die Reise zum Polarkreis wird für Kirsten und mich ein einziges Déjà-vu-Erlebnis. Das haben wir doch alles schon durch:
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=w8xVPg94cTk]
Vorgestern habe ich abends im Bett gelesen und dabei Gummibären gegessen. Und dann bin ich wohl mit einem Mund voller Gummibären eingenickt und habe einen von diesen Schlawinern eingeatmet. Keine gute Idee. Ich glaube, ich habe ihn ganz knapp vor dem Point-of-no-Return noch ausgehustet.
Andererseits: „Kurz vor der Reise in die Arktis erstickte er an einem Gummibärchen“ – das wäre kein schöner Tod aber ein großartiger Witz gewesen. Und ich wäre auf geschickte Art um diese ganze beängstigende Sache herumgekommen …
(Volker Strübing)
Mag man mit Fug und Recht mir Masochismus vorwerfen, weil ich die Berliner Zeitung – nun ja – lese, aber mir ist dabei eine Meldung aufgefallen:
Zum jährlichen Bundestreffen kommen bis Sonntag in Berlin die „Bösen Blumen“ zusammen, „ein lockerer Zusammenschluss von linken Sadomasochisten“… Zu den Mitgliedern zählen nach eigenen Angaben Sozialdemokraten, Grüne, Anarchisten und Gewerkschafter…
Also wenn man als Linker, oder gar Anarchist, sich mit Sozialdemokraten und Grünen assoziiert, dann ist das aber wirklich pervers, oder?
(Andreas Krenzke)
Die letzten Wochen waren sehr stressig wegen der Reisevorbereitungen. Jetzt sind es nur noch 3 Tage bis es losgeht und ich kann keinen vernünftigen Gedanken fassen. Dafür fällt mir jede Menge Mist ein bzw. auf, zum Beispiel, dass die Wortgruppe „Die Reise gen Italien“ einen ganz anderen und irgendwie anrüchigen Sinn bekommt, wenn man 2 Leerzeichen vergisst. Bloß gut, dass wir gen Arktis fahren.
Entschuldigung für diesen wenig erhellenden Blogeintrag. Hoffentlich arbeitet mein Gehirn nicht die nächsten Wochen auf diesem Level weiter …
(Volker Strübing)
Ach so: Cat- and Dogwalk in Berlin Mitte:
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=pjG_-IquRxE]
Die Musik stammt wie in allen Clips von den phantastischen Robert And The Roboters!
Es fiel und fällt mir schwer, von der anstehenden Arktisreise zu erzählen. Zum einen, weil ich es lange Zeit nicht glauben konnte (und es wohl auch erst richtig glauben werde wenn wir unterwegs sind … und vielleicht nicht einmal dann), vor allem aber, weil ich dachte, dass sicher viele Leute neidisch sein würden. Ich wäre es zumindest, wenn mir jemand erzählen würde, dass er diese vollkommen verrückte Chance bekommt und so eine phantastische Reise macht. „Neidisch“ ist vielleicht das falsche Wort, weil da soviel Missgunst drinsteckt. Ich würde mich für denjenigen freuen und wäre gleichzeitig traurig, dass mir nicht auch so etwas passiert. In menschlichen Gehirnen ist ja viel Platz für widerstreitende Gefühle.
So ging es mir immer, wenn mir etwas außergewöhnliches passiert ist. Als ich 2005 die deutschprachige Slammeisterschaft gewonnen hatte, brauchte ich danach eine Weile, um das schlechte Gewissen den anderen gegenüber loszuwerden. Es war sicher kein unverdienter Sieg, aber da waren einige, die ihn mindestens genauso verdient gehabt hätten.
Jetzt ist es nichts anderes.
Ich hoffe sehr, dass sich die meisten meiner Bekannten und Kollegen mehr für mich freuen als traurig zu sein, dass sie hierbleiben müssen. Außerdem hoffe ich, dass ich am Ende nicht die Daheimgebliebenen beneiden werde 😉
(Volker Strübing)
PS:
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=cSj9wad58GY]
Ivo hat für Watch Berlin drei Sachen aus der Liste der 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken verfilmt. Eigentlich freut mich das sehr und schön ist es auch geworden, aber ich kriege immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, weil ich das Projekt seit Ewigkeiten nicht fortgesetzt habe. Ich sollte es enlich von den unteren Rängen der „Muss ich mich mal drum kümmern“-Liste streichen und es ganz beerdigen, damit ich das nicht immerzu mit mir rumschleppe. Es gibt 500 Dinge, die mir gerade wichtiger sind. Und funktioniert hat es sowieso nicht: Die Menschheit hat mein großzügiges Angebot, sie vom Fußballwahn zu heilen abgelehnt. Oft hatte ich das Gefühl, die Leute dachten, das sei alles gar nicht ernst gemeint gewesen. Gelacht haben sie, gelacht! Da kannste nix machen.
(Volker Strübing)
(Klick auf das Bild für die große Version)
Und wer hier drauf klickt, bekommt das Kalenderbild fpr den Juli zu sehen, da ich im Juli wohl nichts posten kann.
(Volker Strübing)
Das Kirsten und ich in die Arktis fahren, habe ich ja schon geschrieben. Aber nicht, warum wir das tun. Ich hoffe, die folgenden Videos klären das erschöpfend. Dafür werfen sie eine neue Frage auf: Was ist das für ein Hund?
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=KeuLyEa_Ack]
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=0UjtRSYMS7w]
Die Musik in beiden Clips stammt von Robert and the Roboters! Aloha und vielen Dank!
(Volker Strübing)