Kategorie: Privates

  • Der gute Mensch vom Schnipselfriedhof

    Wenn ich mir anschaue, was ich in diesem Weblog schon so geschrieben habe, bin ich manchmal ganz ergriffen von mir. Da sind soviele Beiträge, die von hohen moralischen Standards zeugen, Beiträge, die die Ungerechtigkeit der Welt oder die Bosheit bestimmter Leute geißeln, soviele Beiträge, die jeder Mensch, der ein Mensch ist und kein Arsch, gut finden muss, soviele Beiträge, die den Eindruck erwecken müssen, ich sei ein furchtbar guter Mensch.
    Alles Quatsch. Ich bin bestimmt kein schlechterer Mensch als mancher andere, aber wenn jemand in mich reingucken könnte – und ich kann das leider – dann … naja, was bin ich froh, dass ihr das nicht könnt!
    Hm.
    Indem ich das schreibe, arbeite ich auch schon wieder am Bild von mir als gutem Menschen.

    Manchmal fallen mir Episoden aus meiner Kindheit oder Jugend ein, für die ich mich unglaublich schäme. Das passiert nicht allzu häufig und ich kann mir verzeihen, das ist lange her, der Volker von vor 20 Jahren ist nicht der Volker von heute. Die alten Fehler tun mir leid, aber sie sind verjährt – teilweise habe ich sogar schon Kapital aus ihnen geschlagen und lustige Geschichten darüber geschrieben (zum Beispiel diese hier – 10 Jahre alt, der zweite Vorlesetext, den ich überhaupt je geschrieben habe).
    In 20 Jahren hat mich längst die Raucherei hinweggerafft werde ich lustige Geschichten über die Scheiße, die ich jetzt baue oder denke schreiben. Versprochen.

    Einen sehr schönen und gar nicht lustigen Text über Jugendsünden gab es neulich im Spitblog: Weil’s ging

    (Volker Strübing)

  • Antworten, die ich nie mehr bekommen möchte

    – Das habe ich dir doch schon vor 12 Wochen in einer Mail geschrieben!

    – Kannste das nicht erstmal googeln, bevor Du mich fragst?

    – Nein, ich werde Ihnen keine 4 Millionen Euro überweisen.

    (Gut, ich geb’s zu, die ersten beiden habe ich so oder so ähnlich auch schon gebracht – ich will’s nie wieder tun!)

    (Volker Strübing)

  • Wenn Vertrauen zur Last wird …

    Ich kriege zur Zeit aber auch gar nichts auf die Reihe. Heute hätte ich meine Steuererklärung und die Einkommensschätzung 2007 für die Künstlersozialkasse (KSK) abgeben müssen. Diese Schätzung wird nun die KSK selbst übernehmen, und da mir das schon einmal passiert ist, weiß ich, dass sie großes Vertrauen in mich und meine Karriere setzen und mir eine rosige finanzielle Zukunft vorraussagen wird. Letztes mal habe ich dieses Vertrauen leider nicht gerechtfertigt, musste aber trotzdem 3 Monate lang die hohen Beiträge bezahlen. Mist. War gestern in Köln, wollte bei der KSK anrufen, hatte aber eine falsche Nummer mit. Ein Bekannter hat mir eine andere Nummer gegeben, die war aber auch falsch. Ich hätte natürlich die Auskunft anrufen können, aber manchmal kriege ich einfach gar nichts auf die Reihe …

    Naja. Hauptsache, das Bloggen klappt wieder 😉

    (Volker Strübing)

  • Urlaub

    Nach über 150 Postings brauche ich ein paar Tage Urlaub vom Bloggen. Bin zu sehr mit Dingen beschäftigt, die hier nicht reingehören. Vielleicht kriegt Spider ja einen Schreibanfall, ansonsten geht es vielleicht am Wochenende oder nächste Woche hier weiter. Bei LSD setze ich etwas länger aus – bis Ende des Jahres.

    (Volker Strübing)

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  • Partykater, positiv interpretiert

    Die Kopfschmerzen am Sonnabendmorgen haben mich mal wieder daran erinnert, wie gut es ist, dass „LSD – Liebe Statt Drogen“ und „Die Surfpoeten“ rauchfrei sind. So hatte diese – aus meiner Sicht misslungene – Party doch noch ihr gutes.

     (Andreas Krenzke)

  • Meine persönlichen Rekorde – I

    So genau kann ich jetzt gar nicht erklären, wie diese unglaublich große elektrische Pfanne in unsere Wohnung kam, aber mit ihren 40 cm Durchmesser hat sie mir heute Abend ermöglicht, den bisher größten Eierkuchen meines Lebens zu backen.

    (Andreas Krenzke)

  • Partykater

    Das war eine Nacht! 10 Jahre LSD und die Veröffentlichung unseres Buches mussten einfach gefeiert werden. Leider frage ich mich im Nachhinein, ob wir das nicht bei Kaffee und Kuchen mit unseren Eltern oder so hätten machen sollen.

    Aber das Gute zuerst: Wir waren sehr, sehr glücklich über die vielen Menschen, die ins Roadrunners Paradise gekommen sind, um die Show zu sehen und mit uns zu feiern. Gerade eben erst habe ich erfahren, dass einige an der Kasse abgewiesen wurden, weil es zu voll war – das tut uns sehr leid und war vom Clubbetreiber nicht mit uns abgesprochen. Man hätte noch ein paar Stühle wegräumen können oder so, dann wäre das eigentlich kein Poblem gewesen. Okay, es war weiß Gott voll genug, aber es ist uns sehr unangenehm, dass Leute weggeschickt wurden.

    (Fotos vom Voland & Quist Verlagsblog. Klick auf die Bilder führt dort hin!)

    Eine andere Frage ist, ob sie wirklich viel verpasst haben. Unsere Show war … na, ich sag mal: Die normalen Dienstagabendveranstaltungen sind oft besser. Die Mariachis, DJ Ras Meyer, der schöne Raum und, natürlich, die Brötchen, die Micha und Uli geschmiert haben, haben das aber hoffentlich wieder wettgemacht. Es besteht also kein Grund, dieses Posting in die Kategorie Weltuntergang einzuordnen 😉

    Ich hoffe, niemand war allzu enttäuscht. Für mich war es keine Feier, sondern Stress. Da waren soviele Leute, die ich viel zu selten sehe, und mit denen ich gern ein Gläschen getrunken hätte, aber entweder, es war keine Zeit oder ich musste mich gerade von irgendeinem Ärger erholen. Immerhin sind die Kosten ziemlich genau wieder reingekommen – nach einer verkorksten Party der Chaussee der Enthusiasten im Sommer sind wir auf 1000 Euro Schulden sitzengeblieben 🙁

    Wenn man eine schöne wöchentliche Lesung auf die Beine gestellt hat, heißt das wohl noch lange nicht, dass man auch „Die Große Samstag Abend Show“ gut über die Bühne bringen kann.

    PS: Gerade via Spitblog gefunden: Sucht mal bei Youtube nach „Beaker sings Feelings“ und guckt Euch das Video an.

    Eine der schönsten Fernseherinnerungen aus meiner Kindheit. Und zwar zu recht, wie sich beim Wiedersehen herausgestellt hat. Mensch, die Muppets wussten, wie man ’ne gute Show macht … auch wenn dafür jemand weinen muss …

    (Volker Strübing)

     

  • 15 Jahre später

    Am letzten Dienstag eine schönes Wiedersehen. Ein Zuschauer bei LSD entpuppte sich, trotz meines katastrophalen Gesichtergedächtnisses, als mein ehemaliger Englischlehrer von der Volkshochschule. Dafyd. 15 Jahre ist das her. Du meine Güte Er sprach gar kein deutsch, damals. Jetzt schon. Ich habe nicht viel dazu gelernt, jedenfalls nicht in Englisch. Aber er ist ja auch gar kein richtiger ausgebildeter Lehrer, sondern ein australischer Spaßvogel, der sich auf gut Glück als Sprachlehrer beworben hatte. Damals waren wir immer noch in irgendeiner Kneipe, oder auf irgendeiner Party, nach der Abendschule. Ich wollte immer Drehbücher schreiben (Ich war damals dauernd im Kino, keine Ahnung warum, war ich damals unkritischer? Heute würde ich mich an meinen wenigen freien Abenden gar nicht ins Kino trauen. Wenn man alleine schon die Ankündigungen liest…) Ich spielte mit dem Gedanken, irgend so ein sauteures Wochenendseminar zu belegen. Zum Glück redete Dafyd es mir aus. „Du kannst doch einfach so ein Drehbuch schreiben. Ich bin doch auch einfach so Lehrer geworden.“ Er hatte ja so recht. Ein Drehbuch habe ich zwar nie geschrieben, aber gut 300 Kurzgeschichten und – hey – ich habe nie Geld dafür bezahlt, im Gegenteil, ich verdiene sogar welches damit. Ich trete jede Woche mit meinen Texten auf. Und manchmal entdecke ich alte Bekannte im Publikum.

    (Andreas Krenzke)

  • Neulich in der Nasszelle von der Keimzelle

    „Kommst Du auch mal wieder raus, aus der Badewanne, oder willst Du da ewig drin bleiben?“ Das ist auch so eine Frage, die man nie gestellt bekam, als man noch alleine wohnte.

    (Andreas Krenzke)

  • Das ist das Problem

    Puh, ich weiß grad nicht, wo mir der Kopf steht. Oder sitzt. Ich glaube, er sitzt. Auf meinem Hals. Ich komme aber gerade nicht dazu, das zu überprüfen, weil ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Das ist das Problem.