Kategorie: Privates

  • Was Sie noch nie über mich wissen wollten, aber trotzdem gefragt haben

    Ich bin ja nicht so ein Stöckchenfan, zumindest nicht so dolle wie der komische Mann vom Bodensee. Aber gut, weil heute Dienstag und es gerade 14.00 Uhr ist und die Sonne nicht scheint und weil der Stöckchenwerfer über einen ausgezeichneten Geschmack verfügt (ich sag nur: „Flucht ins 23. Jahrhundert“ und „Der Partyschreck“ – mehr sag ich gar nicht) und weil … naja, überhaupt eben!

    4 Jobs, die Du in Deinem Leben gerne getan hättest. (mehr …)

  • Ich wollte nie ein Clown sein …

    … und doch werde ich heute Abend mit roter Nase auf der Bühne stehen. Naja, zum Glück ist es nur eine Schnupfen-Nase, das ist verzeihlich. Am liebsten würde ich mich mit einem großen Topf Hühnerbrühe im Bett verkrümeln und mir ein Video angucken, irgendwas langes, mindestens 3 Stunden, die erste Staffel von Big Brother vielleicht, ich finde ja, das war die beste, die späteren waren mir mit zuviel Schnickschnack … herrjeh! was schreibe ich denn da für einen Mist zusammen. Das ganze Gehirn einfach ausgeniest?
    Wie auch immer: Ich kann unmöglich den ersten Abend von LSD im Bassy-Cowboy-Club schwänzen.

    (Volker Strübing)

  • Das ganze Gehirn einfach ausgeniest

    (frei nach Lieutenant Jean Rasczak aus „Starship Troopers“)

    In diesem Weblog beschwere ich mich, worüber ich will. Und wenn es mein völlig uninteressanter Schnupfen ist! Niemand muss weiterlesen. (mehr …)

  • Ich bin reif für eine Lichtkur

    Dreitagefieber ist kurz aber doof und das Kind ist blass. War – das Kind war blass. Erst jetzt, hier beim Fleischer, fällt mir auf, wie rosig es schon wieder aussieht. Es ist eine wahre Pracht. Nur ein kleiner Schritt vor die Tür und alles ist wieder beim alten: blass und kränklich. Es ist diese Beleuchtung in der Fleischtheke, die nicht nur den Aufschnitt appetitlicher aussehen lässt. Ich vermute, Fleischerinnen werden im Durchschnitt attraktiver eingeschätzt als, zum Beispiel, Apothekerinnen unter der weißen Neonbeleuchtung. Eigentlich sollten wir solche Fleischerlampen mal auf der Bühne ausprobieren, andererseits sieht es dann wahrscheinlich aus, wie im Bordell.
    (Andreas Krenzke)

  • 1100 Stunden

    Ich habe für 1 Monat, 2 Wochen und 4 Tage nicht geraucht. Dies hat mir 1.732,54 Zigaretten und 381,15 Euro erspart.

    Diesen Satz musste ich nicht selber schreiben. Das hat die Funktion „Text einfügen“ von Quitomzilla, einem fantastischen Plug-In für Firefox, für mich erledigt. Vielen Dank an dieser Stelle an Lars vom Spitblog, der mich auf dieses Programm aufmerksam gemacht hat. „Text einfügen“ ist nur ein kleiner Gag, die Hauptfunktion besteht in einem kleinen Grinsemund, den das Plugin in die rechte untere Browserecke zaubert. Geht man da mit dem Mauszeiger drauf, öffnet sich ein kleines Fenster, das einem dieselben Informationen wie in obigem Satz in einer kleinen übersichtlichen Tabelle liefert.

    quitomzilla.jpg

    Ehrlich: Das macht schon Freude! Außerdem überrascht einen Quitomzilla gelegentlich mit „Etappenzielen“. Gestern zum Beispiel ging kurz ein kleines Fensterchen auf und verkündete, ich hätte nun das Etappenziel „1100 Stunden“ erreicht. Das Programm wählt immer etwas schief wirkende Zahlen (1100 Stunden, 490 Zigaretten, 180 Euro).
    Das Plug-In ist auch für Leute interessant, die noch nicht mit dem Rauchen aufgehört haben, es aber irgendwann einmal wollen. Man kann das Fensterchen auch dazu benutzen, um sich immer mal wieder vor Augen zu führen, wieviele Zigaretten man in den letzten Wochen geraucht und wieviel Geld man dafür ausgegeben hat.

    Gestern Abend lag ich lange wach und habe gelesen und dem Raucherhusten eines Mannes in irgendeiner Wohnung unseres Hauses zugehört. Vor ein paar Wochen hätten wir noch im Duett husten können, aber inzwischen ist mein Husten fast verschwunden. Das ist großartig. Mit dem Rauchen aufzuhören ist wie von einer schweren Krankheit zu genesen. Letztlich ist es ja auch nichts anderes.

    1732 Zigaretten. Krass. Ungefähr 20000 Lungenzüge.

    Quitomzilla

    rauchfrei-online.de

  • Schwere Jungs ham’s auch nicht leicht

    Neulich hat mir jemand erzählt, dass der schwerste Mann Deutschlands gestorben sei. Ich habe mir sofort den Jubel im Haus des bislang zweitschwersten Mannes vorgestellt, der ihn nun um den Titel beerben würde. Ein kurzer Jubel, der rasch von der Scham, sich über den Tod eines Menschen gefreut zu haben, verdrängt wird. Doch an die Stelle der Scham tritt gleich darauf der Trotz: Verdammt noch mal, denkt der nunmehr schwerste Mann Deutschlands, ich habe nur 100 Gramm weniger als er gewogen, ich habe genauso unter meiner Last gelitten wie er, aber ohne den Ruhm und die Ehre einzuheimsen! Ist es nicht verständlich, dass ich mich jetzt freue, die Krone errungen zu haben? Und ist der Tod nicht eher eine Erlösung für ihn, so wie er es für mich sein wird?! Soll sich mein Nachfolger ruhig freuen, wenn ich sterbe! Und auf den Trotz folgt die Trauer, die Trauer über den absehbar frühen Tod und das schreckliche Leben zuvor, und für einen Moment spürt er den Willen, dieses Schicksal abzuwenden und den Titel „schwerster Mann Deutschlands“ nicht durch Sterben, sondern durch gesundes Essen und Bewegung loszuwerden. Doch schon bei dem Gedanken an die Größe dieser Aufgabe packt ihn Verzweiflung – er greift nach dem 10-Kilo-Eimer Kartoffelsalat. Er beobachtet seine mächtige, schwammige Hand, wie sie in die Pampe greift, und er ekelt sich vor dieser Hand und vor seinem mit der Couch verwachsenen Körper (bin ich eigentlich ein Cyborg?, fragt er sich manchmal), vor seinem wabbligen Fleisch und schwachem Geist und er wünscht sich, er wäre an Stelle des anderen gestorben, denn sein Leben ist sinnlos. Er ist widerlich und hat noch nie irgendetwas zustande gekriegt, er ist ein Verlierer, er ist … er stutzt: Er ist der amtierende schwerste Mann Deutschlands! Das soll ihm erst einmal jemand nachmachen! Und er jubelt innerlich, bis die Freude von der Scham, sich über den Tod eines Menschen gefreut zu haben, verdrängt wird …

    Oh Mann, solchen Scheiß denkt man sich auch nur aus, um für einen Moment dem eigenen gedanklichen Kreisverkehr zu entkommen.

    (Volker Strübing)

    PS: Unglaublich: Die Google-Suche nach „der schwerste Mann Deutschlands“ bringt nur einen Treffer – einen Artikel der Gubener Zeitung von 1908. Gab’s da nicht mal so ein Spiel, bei dem man solche Suchanfragen finden sollte? Naja. Demnächst sind es ja dann wohl zwei Seiten, die Google findet 😉 Ich hatte übrigens mit ein paar hundert Treffern gerechnet. In den Boulevardmedien wurde sicher darüber berichtet (irgendwoher muss es ja auch mein Bekannter gewusst haben) und im Internet herrscht diesbezüglich Schweigen? Komisch, komisch. Oder steckt irgendein Rechtschreibfehler in der Suchanfrage, den ich einfach nicht finden kann?

  • Noch eine Beobachtung zum Thema Alkohol

    Der beste Grund sich zu besaufen ist merkwürdigerweise immer wieder der: Man legt das Kind schlafen, isst Abendbrot, verabschiedet sich von der Freundin, und die sagt: „Mach nicht so lange, trink nicht so viel!“ Nach Abenden, die so beginnen, komme ich immer praktisch besinnungslos nach Hause. Vielleicht kriegt meine Freundin Prozente vom Wirt, und gibt mir deshalb solche Sachen mit auf den Weg. Oder sie macht sich einfach keinen Kopf darüber, was sie so sagt, bevor der Abend lang wird.
    (Andreas Krenzke)

  • Der Verlust der eigenen Sprache

    Jahrelang habe ich mich erfolgreich dagegen gewehrt, Senf zum Mostrich zu sagen, Block zum Karree, Fahrbahn zum Damm, Supermarkt zur Kaufhalle, Kita zum Kindergarten, Plastik zur Plaste. Nicht, das ich da besonders konservativ oder gar chauvinistisch wäre. Auch sollen Schwaben, Bayern und alle anderen reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und wie sie es gewohnt sind – auch und gerade in Berlin. Aber ich hatte das selbe auch für mich gewollt. Und natürlich ein bisschen geschmunzelt, wenn Wahlberliner glaubten, am oder auf dem Prenzlauer Berg zu wohnen. Vielleicht kannten die ja auch jemanden auf der Charlottenburg oder im Wilmersdorf. Vorletztes Jahr titelte die Zitty: „Was essen Sie an Weihnachten?“ Ich fand das drollig und – schließlich soll das ja ein Berliner Stadtmagazin sein – auch ein bisschen frech. Ich belächelte Leute, die etwas unter der Woche machten, und die die Uhr nicht kannten. Die Viertel vor und Viertel nach sagten, aber mit Dreiviertel nichts anfangen konnten. Und jetzt passieren mir auch immer häufiger Fehler. „Guck mal, die Oma“, sage ich, „der Papa/die Mama/die Ruby/der Mirko.“ In der ersten Klasse ist mit das als besonders unhöflich erklärt worden, dieses versehen von Vornamen mit Artikeln. Und jetzt sage ich selber besonders unhöfliche Sachen und bringe die ausgerechnet meinem Kind bei. Aus Schluderei. Überlege aber noch, ob das wirklich schlimm ist.

  • Nein, ich bin nicht schwanger

    Als ich noch Raucher war (damals, in jenen Tagen … vor 2 Wochen), war ich dafür Nichtesser. Klar, ich habe Nahrung zu mir genommen, aber eigentlich nur, weil Zigaretten auf nüchternen Magen noch ekliger waren, als auf vollen. Und ich musste doch ganz viel rauchen! Also habe ich mir morgens vor der ersten Zigarette und dem Kaffee rasch eine halbe Tafel Schokolade reingezogen und dann meist bis in den späten Nachmittag/frühen Abend hinein gar nichts gegessen, um mir dann irgendwas Fettes, Fleischiges reinzustopfen – so Essen, bei dem man sich wundert, dass man den Magenbitter extra bestellen muss und nicht gleich ein Kännchen Schierker Feuerstein dazu bekommt.

    Richtig geschmeckt hat ohnehin nichts, vor allem aber hat es keinen Spaß gemacht – je schneller ein Fraß bei mir eine Sättigung auslöste, desto besser, denn dann konnte ich schneller mit dem Rauchen weitermachen (35-50 Zigaretten am Tag wollen schließlich erst mal geschafft sein). Ratet mal, wie oft ich Salat oder Obst gegessen habe …

    Vom Prinzip „Eine große Mahlzeit am Tag“ werde ich wohl nicht so schnell wegkommen, aber immerhin habe ich an dieser jetzt einige Freude:

    essen.jpg

    Na gut, das sieht jetzt nicht sooooo lecker aus. Bin halt kein Foodfotograf. Vor allem das überbackene Zeugs am unteren Bildrand wirkt ein bisschen eklig, dabei war es so lecker: Brot mit Ananas und gefüllten Pepperoni (ich hab eben auch gerade viel Spaß beim Experimentieren). Das rote auf dem Teller mit den „Sättigungbeilagen“ sind keine Erdbeeren, sondern Scheiben von spanischer Salami – zum Vegetarier werde ich bestimmt nicht. Außerdem habe ich heute das erste Mal in meinem Leben eine Kiwi geschält und mache mir seither Sorgen, dass ich vielleicht schon längst zu einer dekadenten, bourgeoisen Pupnase geworden bin. Ich habe auch feststellen müssen, dass ich Bier mittlerweile lieber aus kleinen als aus großen Gläsern trinke und aus Flaschen überhaupt nicht mehr gern. Neulich habe ich mir in meiner Lieblingspunkerkneipe ein Glas zur Bierflasche dazugeben lassen …

    Nachtrag (19.00 Uhr): After Eight … ich wusste gar nicht, wie gut After Eight schmeckt … ja, ich muss mir ganz eindeutig Sorgen machen.
    (Nachtrag Ende)

    Zum Essen gehört ein Buch. „Ilium“ ist spannend (wenn auch kein Vergleich zu „Hyperion“ und der „Untergang von Hyperion“ vom selben Autor) , aber ich bin noch nicht sicher, ob Dan Simmons das Ganze ernst meint, oder nur die Leser verarschen will. Ich habe es vor einem Jahr schon einmal gelesen, ohne eine Antwort auf diese Frage zu finden. Jetzt lese ich es nochmal, weil ich alles vergessen habe und danach den endlich erschienenen zweiten Band lesen will, der hoffentlich ein paar Antworten liefert, andernfalls …

    In Illium treten auf: Das komplette Personal von Homers Ilias (einschließlich der Götter), kleine grüne Männchen vom Mars, Moravecs, Altmenschen, Voynixe, desweiteren Prospero und Caliban, um nur einige zu nennen. Außerdem ist für einen in 3000 Jahren spielenden Zukunftsroman sehr viel (nämlich ständig) von Marcels Prousts „Auf der Suche der verlorenen Zeit“ die Rede.

    Apropos … aber nein, das wird ein eigener Weblogeintrag.

    (Volker Strübing)

  • 400 Zigaretten in 11 Tagen nichtgeraucht

    Falls wer von euch mit Rauchen aufhören will, kann ich die Seite rauchfrei-online.de empfehlen. Ist allemal einen Versuch wert. Allerdings nur, wenn man eigentlich schon sicher ist, dass man aufhören will und nur noch einen zusätzlichen Stups braucht. Wer meint, er genieße das Rauchen und nur aufhören will, weil es zu teuer ist oder weil es von ihm erwartet wird, dem nutzt wahrscheinlich weder diese Website, noch ein Buch wie „Endlich Nichtraucher“.

    Mir hat es sehr geholfen, den „Tag X“ eine Woche im Voraus festzulegen und in dieser Woche täglich Tips, Argumente, Informationen und Erfahrungsberichte zu bekommen. Es gab auch allerlei Übungen und praktische Ratschläge (jeweils passend zum aktuellen Stand der Vorbereitung), von denen ich aber viele ausgelassen habe.

    Viel Freude hat man – wenn man es erstmal geschafft hat – an der Statusanzeige:

    rauchfrei.gif

    (Volker Strübing)