Kategorie: Sonst so

  • Pfeffi, Zukunft, Bildersturm

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    Halle ist schön. Jena auch, aber Halle ist schöner, es hat sogar eine Hochstraße! In Halle war ich zur Wörterspeise eingeladen. Eigentlich ein Slam, aber im Sommer gibt es ein Spezialprogramm, wir waren nur zu dritt, Katja Hofmann, Nikita Gorbunov und ich, es gab keine Abstimmung und viel Zeit zum Singen (Nikita) bzw. Vorlesen (icke). Desweiteren eine Fragerunde, bei der Nikita und mir die Fragen gestellt wurden, die das Publikum zuvor auf Zettel geschrieben hatte. Ich wurde unter anderem gefragt, was ich von Katzen halte und wie die Welt aussähe, wenn es die Farbe grün nicht gäbe. Letzteres wollte ich mir nicht vorstellen und nutzte die Gelegenheit für ein leidenschaftliches Plädoyer für die Farbe Grün. Später, passenderweise beim Pfeffitrinken auf einem Balkon, diskutierten wir die Frage noch einmal. Die Vermutung wurde aufgestellt, dass das Fehlen der Farbe Grün auch das Fehlen von Blau und Gelb bedeuten würde, aus denen sich Grün ja zusammensetze, das also mithin alles rot wäre. Ich gab jedoch zu bedenken, dass eine Welt denkbar wäre, in der andere Farbgesetze herrschen und Grün aus dem einfachen Grund fehle, dass sich Blau und Gelb wie Öl und Wasser einfach nicht mischen würden. Dann schwiegen wir nachdenklich, aber nicht allzu lange, denn es gab noch andere Dinge zu besprechen, zum Beispiel ob man nach ausgiebigem Pfeffigenuss ohne Zähneputzen ins Bett dürfe.

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    (Apropos Grün: Am nächsten Morgen musste ich lange über dieses Plakat nachdenken. Seit wann grünt denn kein Strom mehr für Halle? Und warum nicht? Und wie sah das früher aus, als der Strom noch für Halle grünte?)

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    (Ich weiß nicht warum, aber dieses Schaufenster stimmte mich traurig.)

    Die Wörterspeise hat viel Spaß gemacht und fand an einem sagenumwobenen Ort statt, der Goldenen Rose oder so, Deutschlands ältestem Herrenhaus – so eine Art Club für Männer, heutzutage aber Personen jederlei Geschlechts zugänglich. Schon Mozart und George Bush sen. haben die Lokalität besucht. Einer von beiden, ich weiß nicht mehr welcher, habe sich gemeinsam mit einer Dame in einem der oberen Zimmer vergnügt, so wurde kolportiert, weshalb man dieses jetzt nicht mehr betreten dürfe, um eventuelle Rückstände der sozusagen übersprudelnden Freude besagter Herrschaft, aus denen diese sich wie die Saurier in Jurassic Park klonen ließe, nicht zu gefährden. Ich nehme an, dass mir die Hallenser/Halloren/Hallunken hier einen großen Bären aufgebunden haben, aber das taten sie mit diesem niedlichen Hallenser Anhaltinisch, dem man beinahe alles verzeihen kann.

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    Besonders gut gefällt mir an Halle, dass es eine Straßenbahnendhaltestelle namens „Frohe Zukunft“ gibt. Ich würde aber nie dorthin fahren, da sich die Frohe Zukunft bestimmt als gruseliges Neubaugebiet oder deprimierende Kleingartenanlage entpuppen würde. Außerdem hatte ich sowieso keine Zeit für einen Abstecher in die Frohe Zukunft, weil ich weiter musste – nach Jena Paradies, das ist doch auch was!

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    (Endstation Zukunft.)

    In Jena war ich zum Songslam eingeladen. Ich weiß nicht mehr, in welchem seltsamen Geisteszustand ich diese Einladung angenommen habe – ich habe (vom LSD-Schlusslied abgesehen) seit Ewigkeiten nicht mehr auf der Bühne gesungen und schon gar kein neues Lied geschrieben. Nun musste ich jedenfalls ran, und immerhin: Es war ein Grund, die Gitarre wieder auszupacken und der Abend hat mir Lust gemacht, mich doch mal wieder an einen Song zu setzen. Der Songslam fand im alten Jenaer Volksbad direkt am Bahnhof Jena Paradies statt, ein passender Ort bei diesen Temepraturen, nur hatte man seltsamerweise das Schwimmbecken abgedeckt und Stühle darauf gestellt. Ich hätte es ja schön gefunden, wenn die Zuschauer die ganze Zeit hätten schwimmen müssen. Gewonnen haben Tillmann Birr und Julius Fischer, die das sehr sehr gut gemacht haben, wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich sie im Verdacht habe, heimlich Singen und Gitarrespielen zu üben. Nachweisen kann ich natürlich nichts.

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    (Während in Halle kein Strom mehr grünt, ist in Jena das Ende der Fahnenstange in Sachen Individualisierung erreicht.)

    Zu gewinnen gab es eine Flasche Sekt und ein Bild, dass der Moderator Christian Meyer auf der Straße gefunden hatte und das offenbar Vater Abraham zeigt, als er mit seiner Oboe das Schlumpflied erfand. Als an sich lobenswerte Geste und Ausdruck der Hochachtung für alle teilnehmenden Künstler wurde das Bild noch auf der Bühne in sechs Teile zerbrochen. Ich war sehr traurig, weil ich mir die Frau oder den Mann Mitte älteren Semesters die oder der das Billd einst im Volkshochschulkurs Portraitmalerei oder so mit viel Enthusiasmus und Herzblut gemalt hatte. Im Backstageraum versuchte ich es wieder zusammenzusetzen, aber Julius hatte sich schon mit dem Gesicht aus dem Staub gemacht, weshalb ich mit einem orangenem Handtuch und meiner Brille improvisieren musste:

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    (Man muss ja nicht alles verstehen.)

  • Bayreuthbesuchung mit Personenüberfahrung unter besonderer Berücksichtigung veganer Fleischesser und der Kaffeeumschüttproblematik

    Was für eine muntere, joviale Stimme. „Liebe Fahrgäste, es ist Kaffeezeit. Wie wäre es jetzt mit einem Heißgetränk und einem Stück Butterkuchen im Bordbistro?“ – so in etwa klingt er, nur dass er stattdessen sagt: „Liebe Fahrgäste, aufgrund einer Personenüberfahrung eines vorausfahrenden Zuges hat unser Zug zur Zeit …“ Ist die Sache an sich nicht schlimm genug? Muss man auch noch die deutsche Sprache meucheln? Personenüberfahrung, was für ein Wort! Warum nicht „Personenüberquerung“? Und müsste es nicht statt „Personenüberfahrung eines vorausfahrenden Zuges“ richtig heißen „Personenüberfahrung durch einen vorausfahrenden Zug“? Oder aber: „Personenüberfahrt eines vorausfahrenden Zuges“, wobei „Überfahrt“ vielleicht zu sehr nach Schiffspassage klingt. Vielleicht sollte man einfach sagen: „aufgrund der unbezahlten und unsachgemäßen Benutzung des vorausfahrenden ICE durch eine Person“, das würde eine besonders schlimme Sprachverhunzung (eben die „Personenüberfahrung“) vermeiden und auch nicht so schlimme Bilder im Kopf provozieren. Ist übrigens mal jemanden aufgefallen, wie erleichtert die Verspätungsdurchsagen klingen, wenn man enen Personenschaden, ein Hochwasser, eine hochkant auf den Gleisen stehende Schneeflocke oder andere höhere Gewalten verantwortlich machen kann?

    Ich bin unterwegs nach Bayreuth, ein Dreitagesabstecher. Heute Abend Bardienst im Forum Phoinix, morgen Generalprobengucken im Festspielhaus, übermorgen: Bayreuth im Festspieltaumel und ich mittendrin.
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    (Richtung Bayreuth heißt auch immer: Raus aus der Sonne.)

    Eine Frau mit Krücke setzt sich zu mir, sie hat mitbekommen, dass ich den Schaffner nach Anschlüssen Richtung Bayreuth gefragt habe. „Ich muss auch nach Bayreuth! Was halten Sie davon, dass wir uns ab Lichtenfels ein Taxi teilen?“ Nichts halte ich davon, da sie mit Taxi teilen vermutlich auch Taxirechnung teilen meint. Sie guckt verzweifelt, sie hat eine Karte für die Tannhäuser-Generalprobe heute Abend, die um fünf losgeht. Sie fürchtet, personenüberfahrungsbedingt nicht rechtzeitig anzukommen. Ich beruhige sie. 16.29 Uhr sollen wir ankommen, bis 16.50 Uhr ist Einlass, vom Bahnhof sinds 5 Minuten auf den Hügel, das ist auch mit Krücke zu schaffen. Vorrausgesetzt die vororausfahrenden Züge unterlassen diese unseligen Personenüberfahrungen.

    Ich frage, warum sie eine Krücke hat, erkläre, dass ich vor gar nicht allzulanger Zeit selber eine gehabt hätte und mein Knie immer noch nicht in Ordnung sei und dass mich interessiere, wie sie die Stunden auf den Wagnerwürdigungsstühlen des Festspielhauses durchstehen bzw. -sitzen will. Sie zuckt mit den Schultern: „Schmerztabletten. Schon vorher.“ Ich nicke, das ist auch mein Plan, und er hat sich beim Geburtstagskonzert bereits bewährt (allerdings hatte ich da nur 2 Nettostunden durchzuhalten). Aspirin oder Acesal beugen zudem der berüchtigten Wagner-Thrombose vor …

    Am Tisch auf der anderen Gangseite sitzt ein freundlicher Mann, Anfang, Mitte 60 wahrscheinlich, Maler und Musiker, DDR-Bürger und ehemaliger Dissident. Wir haben uns kennengelernt, als ich ihn bat, die Musik ein bisschen leiser zu machen. Was er auch tat, wenn auch verwundert, da er, als er die Kopfhörer absetzte, keine störenden Geräusche vernehmen konnte, was entweder daran lag, dass er Jazzgetrommel nicht als störendes Geräusch identifizieren kann, oder daran, dass er seit Jahrzehnten in Bands spielt (als Maler – lange Geschichte). Er kommt schließlich mit einer Frau an seinem Tisch ins Gespräch, ich kann gar nicht anders als zuzuhören, was soll ich denn machen?! Er erzählt von der Stasi, von FDJ-Sekretären an der Uni, die ihm das Leben schwer gemacht haben, von illegalen Kunstprojekten, Protestaufrufen, Freunden, die sich als Spitzel heraustellten, von Schikanen und der erdrückenden sozialistischen Spießbürgermentalität, die Hoffnung und das darauffolgende Entsetzen angesichts der Prager Frühlings und seines Endes. Aber wie bei praktisch allen Dissidenten und Künstlern aus der DDR schwingt auch ein Haufen Nostalgie mit. Immerhin hatte Kunst damals noch eine Bedeutung, eine Meinung erforderte Mut, man träumte davon, andere Dinge zu verwirklichen, als einfach nur sich selbst. Und dann natürlich der Zusammenhalt! „Auch wenn wir wussten, da waren Spitzel bei!“ Und wie fast alle Dissidenten und Künstler aus der DDR ist er mit dem jetzigen System unzufrieden. „Wir wollten die DDR nicht einfach aufgeben, wir wollten etwas anderes probieren, einen dritten Weg. Ein demokratischer Sozialismus mit freier Marktwirtschaft, das war mein Traum.“

    Seither denke ich darüber nach, wie das aussehen sollte. Meinte er wirklich „freie Marktwirtschaft“, den Kampfbegriff der Wirtschaftsliberalen? Sind Sozialismus und freie Marktwirtschaft vereinbar? Natürlich sind sie das, davon bin ich inzwischen überzeugt. Der demokratische Sozialismus mit freier Marktwirtschaft wird endlich das Paradies auf Erden bringen. Die Menschen werden vegane Gerichte mit Fleisch essen, keusche Sexorgien feiern und humane Kriege führen. Tolerante Nazis, gottesfürchtige Atheisten, bescheidene Investmentbanker und Supermodels mit Durchschnittsfigur werden sich an den Händen halten und gemeinsam die „Hymne des Demokratischen Sozialismus mit freier Marktwirtschaft“ singen:

    Dunkel war’s, der Mond schien helle
    als ein Auto blitzeschnelle
    langsam um die Ecke fuhr
    Drinnen saßen stehend Menschen
    schweigend ins Gespräch vertieft
    als ein totgeschossener Hase
    auf der Sandbank Schlittschuh lief.

    In der Zugkneipe ist die Klimaanlage ausgefallen. Gefühlte 40 Grad oder so. Das erklärt vielleicht einiges. Als ich den Menschen an der Bar bitte, mir einen Deckel zum Kaffeebecher zu geben, sagt er bedauernd, dass sie leider nur Deckel für die großen Kaffeebecher hätten. „Hm, na dannn gießen sie doch meinen Kaffee in einen großen Becher“, mache ich einen, wie ich finde, vernünftigen Vorschlag.

    „Nein, tut mir leid, ich kann ihnen keinen kleinen Kaffee in einem großen Becher rausgeben.“

    Ich schaue etwas verwundert drein. „Doch, das können Sie“, sage ich schließlich aufmunternd. „Umgedreht wäre es schwierig.“

    Er lacht freudlos. „Nein, das geht nicht! Die großen und die kleinen Becher sind unterschiedliche Kostenstellen, das darf ich nicht machen.“ – „Und Bahnchef Grube zählt abends nach, wieviele Becher von jeder Sorte rausgegeben worden und vergleicht das mit der Kaffeekasse?“ – „Haha, Sie haben gut reden, aber für mich geht’s um meinen Job!“ – „Sie werden gefeuert, wenn Sie mir einen großen Kaffeebecher geben?“ – „Die wollen Personalkosten sparen, denen ist jeder Anlass recht!“

    Nein, in der besten aller denkbaren Welten leben wir wohl nicht, wenn Leute unter Androhung des Jobverlustes dazu gezwungen werden, zu behaupten, man könne ein Getränk nicht in ein größeres Gefäß umfüllen.

    Noch eine Stunde bis Bayreuth. Dann gibt’s endlich Kraftraumkaffee und Heimathafenbier, bevor ich auf die andere Seite des Barbetriebs wechsle und verwirrten Menschen erkläre, dass ich aufgrund der Personenüberforderung eines ungeübten Barmannes leider keine großen Biere in Sektgläsern ausschenken könne.

  • Zurück in Berlin

    Zurück in Berlin. Nur fünf Monate war ich weg und trotzdem hat bloß eine der beiden Baustellen in meiner Straße überlebt. Dafür wurde aber auch eine neue eröffnet, an die ich mich aber erst einmal gewöhnen muss. Wie an die ganze Stadt.

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    (Pankow vor dem Regen.)

    Hier draußen in Pankow geht es ja noch – die Häuser sind halt sehr groß und die Straßen so breit, das man zum Überqueren so lange braucht wie für einen Bummel über das Bayreuther Stadtparkett (den Marktplatz), aber alles in allem komme ich klar. Schlimmer war schon ein Bummel durch den Prenzlauer Berg nach Mitte. Diese vielen Menschen, die offenbar alle als Stadtsschreiber tätig sind, da sie entweder planlos durch die Gegend ziehen oder in Cafés rumsitzen. Die vielen Touristen. Die vielen Modepüppchen (die zum Teil der Fashion Week geschuldet sein mögen). Die vielen Spätverkäufe. Nach dem ich solange auf sie verzichten musste, fällt mir erst wirklich auf, wie viele es sind! Wenigstens ein Fünftel aller Geschäfte, wenn nicht sogar 20%, während es in Bayreuth nicht einen einzigen gibt. Vielleicht wäre das ein Geschäftsmodell? Der erste Bayreuther Späti, man würde sicher sehr schnell sehr reich werden (aber wer will das schon?).

    Recht angenehm ist die Anonymität der Großstadt. Ich war ja tatsächlich so eine Art Bayreuther F-Prominenz. Wenn es ein Oberfränkisches Dschungelcamp gegeben hätte, wäre ich bestimmt eingeladen worden. Letzten Sonnabend gab es ein hübsches Erlebnis: Ich saß mit meinem ersten Kaffee und meiner Morgenzigarette vor dem Kraftraum, meinem Stammcafé oder besser gesagt: meinem Stadtschreiberbüro, als eine Stadtführung vorbeispazierte und ich spontan in das Besichtigungsprogramm aufgenommen wurde (auch wenn ich wegen der etwas langen Nacht zuvor sicher keine Sehenswürdigkeit war). Zwanzig ältere Damen- und Herrschaften in beiger Funktionskleidung und mit bunten Regenschirmen lauschten den Ausführungen über den Stadtschreiber und ich grimassierte vor mich hin, probierte diverse Gesichtsausdrücke durch, weil ich mir noch keinen passenden für derartige Gelegenheiten zurechtgelegt hatte.

    (Ich muss dazu erwähnen, dass die Stadtführererin mit mir bekannt ist und sie mich erst privat grüßte, eine gute Heimreise wünschte und bedauerte, dass sie nicht zu meiner abendlichen Abschiedslesung kommen könne, bevor sie sich an die Touristen wandte: „Das muss ich Ihnen kurz erklären …“ 😉

    Das wird mir hier wohl nicht passieren, hier kennt mich ja nichtmal der Oberbürgermeister.

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  • Es ist warm!

    Und ob ich über die Hitze schimpfen darf! Warum denn nicht? Was sind das für Leute, die sagen: Es hat so lange gedauert, dass es warm wird, da solle man jetzt doch bitte schön froh sein und nicht meckern? Eben!, sage ich da. Es hat so lange gedauert! Ich musste bis Mitte Juni warten, um endlich über die Hitze schimpfen zu können, da lass ich mir das doch jetzt nicht von ein paar Lebensfreudediktatoren madig machen!

    Und wer weiß überhaupt, wie lange es so bleibt! Vielleicht ist das die einzige Chance dieses Jahr über die Hitze zu schimpfen, und die soll ich mir entgehen lasssen? Ich bin doch nicht blöd.

    Na gut, um der Wahrheit die Ehre zu geben: Doch, ich bin blöd – wegen der Hitze! Der Hirnschweiß verklebt mir die Synapsen. Das ist kein Wetter zum Denken. Für alle schönen und wichtigen Sachen ist es zu heiß. Man kann nicht denken, nicht arbeiten, nicht spazierengehen, nicht schlafen; Essen macht keinen Spaß, sich gemütlich in eine dicke Daunendecke einkuscheln und fernsehen auch nicht; man mag nicht tanzen, nicht joggen, nicht schreiben. Kein Wetter für nichts Schönes. Wer unbedingt will, kann sich in Freibädern der massenhaften Rückverwandlung der vermeintlichen Krone der Schöpfung in eine primitive amphibische Lebensform anschließen und dicht an dicht auf den Laichplätzen herumlungern, aber davon abgesehen ist das einzig Schöne, was man bei dieser Hitze machen kann, auf die Hitze zu schimpfen und das darf uns niemand verbieten!

    Ich bezeichne mich ja gerne als Klima-Gourmet. Die kulinarische Entsprechung zu „Hauptsache schön heiß und die Sonne scheint!“ wäre doch wohl „Hauptsache schön fettig und mit möglichst viel Geschmacksverstärker, denn die brauche ich, weil ich selbst keinen Geschmack habe!“ Solche Leute hüpfen dann natürlich bei einem derartigen BigMäc-Wetter mit buntkarierten kurzen Hosen und irrem Lächeln durch die Gegend und erinnern überhaupt erschreckend an Ronald McDonald.

    Nein, ich bin Wetter-Feinschmecker. Es gibt einige wunderbar abgestimmte Kompositionen aus Temperatur, Sonneneinstrahlung, Wolkenbildung, Niederschlag etc., die ich über alles liebe, doch sie sind rare Köstlichkeiten und kommen vor allem in den Jahreszeiten vor, die Genießern, Feingeistern und Kulturmenschen die liebsten sind: Frühling, Herbst und Winter.

    Leider haben es Menschen wie ich nicht leicht, auf ihre Bedürfnisse wird wenig Rücksicht genommen. Seit Jahren war offenbar schon kein Geld für einen vernünftigen Frühling mehr da. Was an Temperatur zur Verfügung steht, wird nicht mehr sinnvoll über das Jahr verteilt, sondern in bratzelnde Sommerwochen gepumpt, Hauptsache schön heiß und fettig, so wollen es die Massen! Dann hats im April halt nur 3 Grad und den ganzen Regen tun wir in den Mai rein, und ich will hier wirklich keinen Verschwörungstheorien aufstellen, aber man fragt sich schon, wem es nutzt, wenn die Hitze den Menschen das Gehirn wegbrennt und sie in tropfende, dahinvegetierende Sonnencremezombies verwandelt, deren IQ nur knapp über der Tageshöchsttemperatur liegt.

    Aus gegebenem Anlass ein Kloß-und-Spinne-Repost

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=pRLqTRmZkls]

    PS: In zwei Wochen bin ich wieder in Berlin. Dann wird bestimmt auch wieder mehr geschnipselt.

  • Hurra! Eine Lesung in Berlin!

    Einen Monat bin ich noch in Bayreuth, dann geht es zurück nach Berlin und zwar wie es sich gehört mit einem lachenden und weinenden Auge. Dem Schnipselfriedhof wird meine Rückkehr sicher gut tun, hier wird sich wieder mehr rühren.

    Übermorgen mache ich schon mal wieder einen kleinen Abstecher in die Heimat. Am Freitag dem 31.5. lese ich um 20.00 Uhr in der Buchhandlung Neues Kapitel in der Kopenhagener Straße 7 vor. Das Ganze findet im Rahmen der Aktion „24 Stunden Buch“ statt. Es gibt dafür irgendwelche Festivalbändchen oder – karten mit denen man zu urst vielen Lesungen gehen kann. Ansonsten beträgt der Eintritt 5 Euro.

    Ich freue mich sehr darauf, da ich in Berlin gar keine richtige Buchpremiere meines neuen Geschichtensammelbandes „Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals“ machen konnte. Es wird also auch eine Art Buchpremiere, und ich würde mich sehr über Besuch freuen!

     

  • Werbung zum Verlieben

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    Wenn die Blase brennt, kommt die Blasenfeuerwehr und verpasst Dir einen Blüteneinlauf!

    PS: Hier ist der angekündigte zweite Teil meiner Berlin-Abenteuer: Rap-Battle im Bundestag und der traurige Nudelmann vom Paul-Löbe-Haus

  • Repost: Little Big Brothers

    Sorry, habe diesen Beitrag vor ein paar Jahren online gestellt, er war aber nicht mehr zugänglich. Weil ich ihn gerade in einer Facebook-Verlinkung einer Sascha-Lobo-Kolumne verlinken wollte, poste ich ihn nochmal als normalen Beitrag.

    (Ausschnitt aus einer unveröffentlichten SF-Erzählung. Hier gepostet zur Illustration des Artikels: Daten brauchen keinen Schutz. Die können auf sich selbst aufpassen.)

    Die Daten sind da. Es gibt kein Zurück. Wir müssen uns entscheiden, wem sie gehören sollen – einer kleinen Elite oder allen.

    (F.L., 2016)

    Der private Raum wurde immer kleiner, was einerseits an der wachsenden staatliche Überwachung, andererseits an der freiwilligen Preisgabe von intimen Informationen im Web 2.0 lag. Mit der massenhaften Verbreitung von Video- und Kamerabrillen, für die sich bald die Bezeichnung „Visor“ durchsetzte, war das Ende der Privatsphäre so gut wie besiegelt. Äußerlich kaum von einer normalen Sonnenbrille zu unterscheiden, konnten sie mehrere Stunden Video aus der Ego-Perspektive aufzeichnen. Ursprünglich für die unkomplizierte Dokumentation des Urlaubs gedacht, wurde die Brille für viele Nutzer zu einem unverzichtbaren Alltagsgegenstand. Bald standen Geräte zur Verfügung, die den Videostream live ins Netz übertrugen.

    Das Problem lag auf der Hand: Wer sein Leben veröffentlichte, veröffentlichte auch das seines sozialen Umfelds.

    Viele Jugendliche stellten ihr gesamtes Leben ins Internet. Höchstens auf der Toilette, beim Sex oder wenn sie Straftaten begingen, schalteten sie die Übertragung ab – manche auch dann nicht.

    DasPortal „Little Big Brothers“ wurde zum Zentrum der Visor-Community.

    Little Big Brothers erlaubte es nicht nur, die Beiträge von Mitgliedern zu bewerten, sondern die User selbst, ihre soziale Kompetenz, ihre Intelligenz, ihr Aussehen, ihre Qualitäten im Bett etc. Tauchte ein anderes Community-Mitglied im Blickwinkel des eigenen Visors auf, wurde ein Link in das Realbild eingespiegelt, den man durch Doppelblinzeln aktivieren konnte, um auf das Profil und alle öffentlichen Daten des anderen zuzugreifen. Das Gegenüber wiederum wurde über diese Aktion informiert.

    Mit einer Gesichtserkennungssoftware und der von Usern angelegten „Population Data Base“, konnten auch Nichtmitglieder erkannt und bewertet werden.

    Es kam zu Gewalttätigkeiten gegen Personen, die Aufzeichnungsgeräte trugen. Dutzende, vielleicht Hunderte Menschen begingen Selbstmord, nachdem sie von der „Little Big Brotherhood“ wegen Nichtigkeiten mit Häme oder schlechten Bewertungen überschüttet worden waren. Wer nicht paranoid war, galt als geisteskrank.

    Doch die Situation normalisierte sich – auch wenn das Wort „normal“ in diesem Zusammenhang vielen Menschen so passend erschien wie die Kombination „gemütlich“ und Zahnschmerzen.

    Grund waren Rückkopplungseffekte, die teilweise in die Software integriert waren, teilweise aus der sozialen Interaktion resultierten. Wer mobbte, beleidigte, schlecht bewertete, schadete über kurz oder lang seinem eigenen Ansehen. Kooperation und soziale Kompetenz hingegen zahlten sich aus.

    Enthusiasten feierten die Little Big Brotherhood als sich selbst regulierende anarchistische Gemeinschaft und Vorbild für die ganze Menschheit. Kritiker sprachen von der „Selbsteinweisung einer verlorenen Generation in die digitale Besserungsanstalt“ – und gingen anschließend selbst online, um ihre neuesten Bewertungen abzurufen oder mit einer Kamerafliege dem Partner nachzuspionieren.

    Lange versuchte man, die Gesetze und Normen der Prä-Netz-Ära zu erhalten. Im Alltag war der freie Austausch von Informationen längst Realität – ob es sich dabei um Musik, Software oder Privates handelte. Wäre man ernsthaft dagegen vorgegangen, hätte man die halbe Bevölkerung vor Gericht stellen müssen. Die meisten Menschen konnten nicht einmal mehr einschätzen, wann sie Persönlichkeits-, Marken- oder Vervielfältigungsrechte verletzten.

     

  • Korrektur

    Ich hab Mist gebaut mit meinen Terminen. Ich bin leider morgen (Freitag) nicht beim Bastard Slam. Das einzige, was mich tröstet, ist das Wissen, dass das Line up so toll ist, dass das gar nichts ausmacht.

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    (Termine verbummeln ist peinlich, darum gucke ich gerade genauso betreten wie diese Mauer auf dem Gelände der Uni Bayreuth.)

  • Schnipsel vom 12.4.2013 – Fußball und Schlimmeres. Aber dafür schöne Fotos.

    Nächste Woche komme ich das erste Mal seit zwei Monaten nach Berlin zurück, trete am Freitag, dem 19. beim Bastard-Slam im Ritter Butzke als Featured Poet auf, schaue mal nach dem rechten und schnuppere ein bisschen Berliner Luft.

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    (Ach ja, Berlin, Dein freundliches Antlitz …)

    Das ist dringend nötig, denn ich werde hier in Oberfranken offenbar langsam verrückt: Ich habe inzwischen schon das zweite Fußballspiel angeguckt. Das erste war ja noch entschuldbar: Es war ein Spiel der Bayreuther SpVgg in einem Bayreuther Stadion, und als Stadtschreiber ist es doch meine Aufgabe, alle Aspekte der Stadt zu erleben, um darüber schreiben zu können. Einen Spielbericht mit eher anthropologischem Ansatz gibt es hier: Der Schiri is a Semmel.

    Vorgestern habe ich mir aber ein „richtiges“ Spiel angeguckt, also eins, das im Fernsehen stattfand. Mit Bayern München. Es ging wohl um irgendwas. Halbfinaleinzug im Kampf um irgeneinen Pokal, wahrscheinlich den goldenen umgekippten Reissack.

    Ich sah das Spiel zusammen mit einigen Fußballenthusiasten (vorsichtig ausgedrückt), die mich aufgrund einiger Bemerkungen schnell als in sportlicher Hinsicht unmusikalisch abstempelten. Zum Beispiel bemängelte ich, dass die Fernsehkameras nach der Halbzeit nicht einfach auf die andere Seite des Stadions umgezogen sind. So eine einfache Maßnahme, die soviel unnötige Verwirrung vermeiden würde. Ich meine, das ist doch nervig, dass man sich auf einmal freuen soll, wenn der Ball in die andere Richtung fliegt!

    Irgendwann schoß einer von den (nach Meinung meiner Mitgucker) Guten den Ball gegen den Pfosten des gegnerischen Tores, was dem Schützen (der es zum Glück nicht hören konnte) den Spruch einbrachte, dass er selber ein Pfosten sei. Ich merkte an, dass es viel schwieriger ist den Pfosten zu treffen als das Tor und dass es dafür eigentlich Extrapunkte geben müsste, woraufhin ich erneut als in sportlicher Hinsicht unmusikalisch bezeichnet wurde.

    Es ist doch aber so: Diese Leute, die schon als Kinder Fußball geguckt haben, sind total betriebsblind, da ist es doch gut und wichtig, dass sich das ab und zu mal ein Außenstehender anguckt und Verbesserungsvorschläge macht.

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    (Soviel Liebe. Ich glaube, es wird Frühling!)

    Das Schlimmste am Fußballspiel war überraschenderweise nicht das Spiel selbst, sondern die Halbzeitpause. Denn in der lief das Heute-Journal. Wie alle Heute-Sendungen eine unfassbar peinliche Veranstaltung. Dieses Studio, diese eine Moderatorin, diese penetrante Werbung für die Heute-App, diese albernen Animationen und Moderationen … unfassbar. Das Anpreisen der Heute-App, das gefühlte 17% jeder Heute-Nachrichten-Sendung ausmacht, wurde allerdings weggelassen – das übernahm der Spielkommentator während des Spiels.

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    Kommen wir nun zu etwas Erfreulichem (eine Überleitung, wie sie das Heute-Moderationstexterteam nicht besser hinbekommen hätte): Meinem neuen und meinem neuen alten Buch. Mit aller gebotenen Unbescheidenheit möchte ich auf folgende Rezensionen hinweisen:

    „Nach diesem Band möchte man Volker Strübing mit irgendetwas ehren (…) oder ihm eine eigene Sendung geben“ – WDR 1live über Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals 

    „Das gibt der Geschichte eine farbige Leichtigkeit, die die eigentlich bittere Gesellschaftskritik unter der Handlung stellenweise kaschiert. Nicht immer. Zum Glück. Wer flache Action will, ist bei Strübing falsch. Der wünscht sich eine Menge mehr von seinen Leserinnen und Lesern. Humor natürlich, die Fähigkeit zum Lachen und zum Entsetztsein. Das Buch liest sich 2013 wahrscheinlich noch viel aktueller als 2005.“ – Die Leipziger Internetzeitung über Das Paradies am Rande der Stadt

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    Wer das eine oder das andere oder besser noch: das eine und das andere Buch erwerben und eine Widmung oder Unterschrift drin haben will, der schreibe mir bitte ein Email, dann schicke ich es. Es kostet nichts extra außer evtl. ein bisschen Geduld.

  • Final Proof

    In meiner unendlichen (und irgendwie ja auch liebenswerten) Naivität hatte ich mir noch immer einen Funken Hoffnung bewahrt. So schlimm wird es schon nicht sein, habe ich mir eingeredet, bestimmt hat die Menschheit nicht komplett den Verstand verloren.

    Doch heute morgen hatte ich meinen Wonko-der-Verständige-Moment: Es istZeit, das Äußere des Irrenhauses zu bauen. Beim Frühstück in einem kleinen Baseler Hotel verlosch der letzte Hoffnungsfunken zischend in einer Nespresso-Tasse:

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    Eine Spezies, die Individuuen hervorbringt, die auf die Idee kommen, Tassen mit geschlossenen Henkeln zu bauen, gehört in die Geschlossene und hat ganz sicher jedes Recht verwirkt, den Begriff sapiens im Gattungsnamen zu führen. Wahrscheinlich haben ein Designer, der schon lange nicht mehr alle Henkel an der Tasse hatte, und ein zugekokster Marketingmensch darüber nachgedacht, wie sie „die Marke“ stärken könnten. „Wir brauchen irgendwas Unverwechselbares, Einzigartiges! Und da unser Kaffee das nicht ist, lass uns doch mal gucken, was wir mit den Tassen anstellen können!“

    An diesem Punkt hat vielleicht ein Teammitglied, das noch über Spuren von Resthirn verfügte, zu bedenken gegeben, dass sich das Prinzip „Henkel mit Loch zum Durchstecken eines oder mehrerer Finger“ seit Jahrtausenden bewährt habe und ein Henkel ohne Loch sinnlos sei, da sich die Tasse an ihm nur sehr unbequem und unsicher halten ließe – woraufhin ihm garantiert sofort (bzw. nachdem man ihn ein bisschen verkloppt hatte) gekündigt wurde, da Traumtänzer, die der seltsamen Idee anhängen, Produkte sollten sinnvoll sein und ihren Benutzern das Leben so einfach und schön wie möglich machen, in Design- oder Marketingabteilungen nun wirklich nichts zu suchen haben, und sich mal bitte ganz schnell zu Streicheltherapeuthen für behinderte Tiere oder so umschulenlassen sollten, aber ganz schnell!

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    (Enrüstet weist Micha E. aus B. auf die Henkel des Anstoßes)

    So weit, so schlimm. Bis hierhin könnte man das ganze noch als die Dummheit einiger weniger betrachten. Doch als Micha Ebeling und ich den Rezeptionsmenschen des Hotels auf die Tassen ansprachen, gab der zu, dass das ja schon ganz schön blöd sei und fügte hinzu: „Komisch. Wir haben die schon ne ganze Weile, aber da hat uns noch niemand drauf angesprochen.“ Das muss man sich mal vorstellen! Hunderte, Tausende Hotelgäste haben diese Tassen frag- und kritiklos hingenommen! Es wird alles immer schlimmer. Bald wird irgendein Autohersteller Autos mit ovalen Rädern anbieten, um ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz zu haben und die Menschen werden auch dieses Auto kaufen – und ehrlich: Sie verdienen es nicht besser.

    (Ich verweise an dieser Stelle aus gegebenem Anlass noch einmal auf diesen etwas älteren Artikel.)

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    (Basel, Bayreuth, Kuhschnappel: Wo man auch hinkommt: The Fuck Hornisschen Orchestra war schon da und hat seine Aufkleber hinterlassen. Ausnahme: Chicago – dort war bisher nur das Team Totale Zerstörung.)

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    (Dieses seltsame Gefühl, wenn du in einem Club in einer fremden Stadt hinter der Kellertreppe plötzlich ein Gemälde von dir entdeckst …)

    (Volker Strübing)