Kategorie: Zumutungen

  • Urheberrechts-Wars, Episode I bis VI

    „Verachtung gegenüber der geistigen und künstlerischen Tätigkeit“, „Kampf gegen das Urheberrecht“, „Eine Generation, die durch das haltlose Internetgequassel groß geworden ist“, „die schlimmsten Banausen“, „beispiellose kunstfeindliche Beleidigungen“, Künstler mundtot machen“, „Jargon der Unmenschlichkeit“, „Progromstimmung gegen Künstler“, „zutiefst erschüttert und an dunkle Zeiten erinnert“ – alles FAZ von heute, Seite 25, Feuiletton. Teilweise geht es um diese beschissene Anonymusaktion, bei der private Daten von Unterzeichnern des eher dussligen“Wir sind die Urheber“-Briefes veröffentlicht wurden. Aber eigentlich wird hier alles in einen Topf geworfen. Nur noch Gebrüll und das ewige Wiederholen der immer selben Argumente und Beleidigungen. Von Ignoranten auf beiden Seiten (als gäbe es zwei Seiten und nicht 437). Tut mir fast leid, dass ich selber etwas dazu geschrieben habe. Es lebe die Hysterie, lasst die Waffen sprechen, Urheberrechts-Wars, Episode I (Die digitale Bedrohung) bis Episode VI (Die Rückkehr der Urheber).

    (Volker Strübing)

  • Guten Appetit!

    „Nimm mich“ und gespreizte Beine, das ist schon eine gewagte Kombination. In einer Geschichte, die ich mal für einen Bad-Story-Contest geschrieben habe, stand: „Wie ein Goldbroiler lag sie vor mir: nackt, enthaart und braungebrannt.“ Aber das war doch nur ein blöder Witz!

    (VS)

  • Was gesagt werden muss

    In all den Debatten um das Urheberrecht und den Iran-Israel-Konflikt geht leider völlig unter, dass die BVG zu blöd ist, ein halbwegs perspektivisch korrektes Brandenburger Tor auf die U-Bahn-Scheiben zu malen:

    Man sehe sich nur mal den zweiten Pfeiler von links an, jede Scheibe ist mit diesem krepeligen Ding bedruckt, sowas macht mich ganz wuschig und wann immer es geht, versuche ich die U-Bahn zu meiden (schade, dass der Schienenersatzverkehr auf der U2 aufgehoben wurde). Dann doch lieber die eingekratzten „mandy ist foll schwuhl“- und „GrlmprxxZ“-Schriftzüge, die man damit wahrscheinlich verhindern will.

    Ich war übrigens doch sehr überrascht, welche Wellen mein Piraten-Artikel geschlagen hat. Ich hatte zwar mit (für Schnipselfriedhofsverhältnisse) vielen Lesern und Kommentaren gerechnet, aber nicht damit (12.000 Abrufe am Dienstag). Ich möchte mich auf alle Fälle bei allen bedanken, die den Beitrag geteilt haben, und auch bei den (meisten) Kommentatoren.  Sehr froh bin ich darüber, dass sich die Beschimpfungen in engen Grenzen gehalten haben und inhaltliche Auseinandersetzung überwog. Danke übrigens auch für viele sehr gute Links in den Kommentaren.

    (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 10.4.2012

    • Es kam, wie es kommen musste: Innerhalb kurzer Zeit war die Kritik an Grass peinlicher als sein ulkiges Gedicht. Inzwischen gibt es vor allem Kritik an der Kritik. Und eine Diskussion über angeblich gleichgeschaltete Medien. Ein bizarrer Vorwurf, denn wer einmal gleichgeschaltete Medien erlebt hat, weiß, dass diese einen missliebigen Text gar nicht erst abgedruckt hätten und schon gar nicht gestattet hätten, dass es jemand verteidigt.
      Allerdings gibt es bei bestimmten Themen schon so eine Art Mainstream und vor allem einige Leute, die offenbar ständig in den Startlöchern hocken, um im richtigen Moment mit einem Aufschrei der Empörung aufzuspringen und die Diskussion an sich zu reißen. Die Leute, die bei Grass ganz schnell mit dabei waren und reflexhaft „Antisemitismus“ schrien sind dabei zum Teil dieselben, die beim Thema Islam und Islamismus widerum eine Meinungsdiktatur der „Gutmenschen“ beklagen.
      Der lustigste Beitrag zur Diskussion kam übrigens von Beate Klarsfeld, die irgendeine Hitlerrede hervorkramte und darauf hinwies, dass man in dieser Rede nur „das internationale Finanzjudentum“ durch „Israel“ ersetzen müsse, und schon würde Hitler genau wie Günther Grass klingen. Ja klar. Man muss auch nur in einem vegetarischen Rezept „Tofu“ durch „Gehacktes“ ersetzen und schon erhält man ein Fleischgericht.
    • Die Serie „Die Nonne & Herr Jilg“ ist gelaufen und es gab soweit ich das ergooglen konnte nirgends einen Bericht oder eine Kritik, nichts was über einen reinen Programmhinweis hinausging. Das ärgert mich nun doch ein bisschen und wundert mich auch, da ich davon ausgegangen war dass das Thema der Serie interessant genug ist, um darüber zu berichten. Ein bisschen erleichtert bin ich aber auch, weil ich sicher war, dass einige böse Verrisse darunter sein würden – unter anderem habe ich auch mit dem Vorwurf gerechnet, die Sendung sei zu israelkritisch. Aber offenbar hat die oberste Gleichschaltungsbehörde verfügt, dass wir zu ignorieren seien 😉
    • Mist. Alle Ostersüßigkeiten schon aufgegessen 🙁

    (Volker Strübing)

  • Was besser ignoriert worden wäre

    Günther Grass hat ein furchtbar dussliges und noch dazu unfassbar schlechtes Gedicht geschrieben – Lyrikexperten mögen mich korrigieren, aber ich würde sagen, dass man schon viel Glück haben muss, um etwa bei einem Poetryslam von einem pubertierenden Neuling etwas ähnlich Blamables zu hören zu bekommen. Keine Ahnung, was die Süddeutsche bewogen hat, das Ding abzudrucken – außer der leider berechtigten Erwartung auf den unvermeidlichen Skandal. Any publicity is good publicity, und heute hatten sie sicher eine rekordverdächtige Klickzahl auf ihrer Website. Der Plan ist jedenfalls aufgegangen, die Wellen schlagen hoch wie erwartet und ich frage mich, warum man sich nicht einfach peinlich berührt von den letzten Tintenklecksen dieses aus irgendwelchen Gründen zur nationalen Institution verklärten Schriftstellers abwenden kann. Das alles ist so vorhersagbar wie sinnlos und nervig. Aber wen kritisiere ich eigentlich: Ich geb ja selber  meinen Senf dazu …

    (VS)

  • Finger in‘ Arsch

    Bamberg. Super Lesebühne, super Bier, super Kneipen. Und ein Fastnachtsumzug namens „Gaudiwurm“. Eine noch trübseligere Veranstaltung als ich mir ohnehin vorgestellt habe. Am Anfang des Zuges stellt ein Autohaus seine Produktpalette vor. Kleinwagen und ein Jeep, aus denen heraus Bonbons geworfen werden, für die sich kaum jemand interessiert, bis auf den dicken Jungen mit der speckigen Jacke, der gesenkten Hauptes zwischen den mehr oder weniger verkleideten Leuten herumschleicht, den Süßkram aufsammelt und in seine Norma-Tüte packt. Eine Frau mit einem Gesicht wie die große Depression von 1929, die einer Bekannten erklärt, dass ihre leuchtendrote Perücke ja nur 4,95 gekostet habe. Zwei oder drei Blas- und Trommelkapellen, die sich wenigstens Mühe geben und selbst Musik machen, die aber im Stimmungsschlagerrummelplatztechnogewummer der Wagen vor und hinter ihnen komplett untergeht.
    Hab mir dabei auch noch einen schlimmen, schlimmmen Ohrwurm eingefangen: „Finger in‘ Po, Mexiko!“. Dabei würde „Finger in‘ Arsch, Trauermarsch!“ viel besser passen.

    (Volker Strübing)

  • Nochmal: Schokoladen

    Spider hat es schon geschrieben: Der Schokoladen soll geräumt werden. Im Schokoladen sah ich 1996 das erste mal Leute, die wöchentlich mit selbstgeschriebenen Texten auf eine Bühne gingen und diese einfach vorlasen, eine Lesebühne eben, die „Reformbühne Heim & Welt“; im Schokoladen traute ich mich daraufhin das erste Mal mit eigenen Texten auf eine Bühne. Im Schokoladen hat die von mir mitbegründete Lesebühne LSD ihre jetzige Heimat gefunden. Und soll sie nun wieder verlieren. Von den Menschen, die dort wohnen, die sich ihre eigenen (und sinnvollen) Arbeitsplätze geschaffen haben, von den Theater- und Musikprojekten ganz zu schweigen. Ein toller und wichtiger Ort muss sterben für noch mehr luxussanierte Wohnungen für Berlin Mitte, noch eine Boutique oder eine Edelbar oder was auch immer.

    Klar, Städte müssen sich verändern – der Schokoladen war schließlich auch eine Veränderung – aber wenn praktisch alle Veränderungen nur dem Wohl der Begüterten dienen, wenn die Sachen, die Berlin interessant und lebenswert machen, konsequent zerstört werden, dann ist Wut angebracht (vorbehaltlich der Möglichkeit, dass es gerade luxussanierte Wohnungen, teure Bars und hochgeklappte Bürgersteige in Investitionsgebieten sind, die Berlin interessant und lebenswert machen).

    Die Berliner Lesebühnen haben einen Aufruf verfasst – Spider hat den hier schon mal verlinkt, ich setze den aber hier nochmal als vollständigen Text ins Blog. Noch ist es nicht zu spät, die Hoffnung stirbt zuletzt. („Aber sie stirbt“, um an dieser Stelle mal – wenn auch kontraproduktiv – den großartigen Nico Semsrott zu zitieren.)

    Mischa-Sarim Vérollet bat mich, seinen Namen und den der Lesebühne Spree vom Weizen noch unter den Aufruf zu setzen, was ich natürlich gerne tue.

    Berliner Lesebühnen fordern:
    Schokoladen schließen!
    Klappt die Bürgersteige hoch!
    Der Letzte macht das Licht aus!

    Seit 1989 sind in Berlin Dutzende von Lesebühnen entstanden: Ensembles von Autorinnen und Autoren, die in Kneipen und Clubs ihre neuen Geschichten vorlesen.

    Berlin schmückt sich gern mit diesen Veranstaltungen, die jedes Jahr von Tausenden von Berlinern und Touristen besucht werden und die inzwischen etliche namhafte Kabarettisten und Schriftsteller hervorgebracht haben.

    Leider interessiert sich die Berliner Politik nicht dafür, was für die Entstehung einer solchen lebendigen Szene notwendig ist: Cafés, in denen die Getränkepreise so niedrig sein können wie der Eintritt. Kneipen, in denen Künstlerinnen und Künstler einfach etwas ausprobieren können, ohne dass es Geld abwerfen muss. Clubs, deren Betreiber sich nicht ständig sorgen müssen, wie sie die grotesken Renditen für die Hausbesitzer erwirtschaften können.
    Nun soll auch der Schokoladen schließen und von der Polizei geräumt werden.

    Ohne Orte wie den Schokoladen wären die Berliner Lesebühnen nie entstanden!

    Bis vor wenigen Jahren konnten wir uns leicht trösten, wenn wieder einer dieser Orte schließen musste. Es gab ja noch andere. Das war einmal. Heute gibt es praktisch keine Orte mehr, an denen noch etwas entstehen könnte.

    Die östliche Innenstadt nähert sich einem Zustand der Stagnation.

    Wir können an dieser Stelle nicht ausführlich auf den Prozess der Gentrifizierung eingehen, den wir ohne es zu wollen selbst mit angestoßen haben. Dazu haben sich andere bereits fundierter geäußert, als wir es könnten. Doch wir sehen mit Wut, wie das allgemeine und für alle Bevölkerungsschichten geltende „Recht auf Stadt“ immer mehr zum Privileg der Gut- und Besser- und Bestverdiener zu werden droht.

    Die Berliner Lesebühnen und ihre Freunde beteiligen sich an den Aktionen zur Rettung des Schokoladens. Und wir bitten alle, die uns kennen, uns dabei zu unterstützen.

    -> Kommt zur Demo gegen die Räumung des Schokoladens:
    Dienstag 21. Februar, 17.30 Uhr
    Klub der Republik, Pappelallee 81
    (U-Bhf. Eberswalder Str.)

    -> Stellt euch der Räumung in den Weg:
    Mittwoch 22. Februar, 8 Uhr
    Schokoladen, Ackerstrasse 169
    (U-Bhf. Rosenthaler Platz)

    Unterzeichner/innen

    Einzelpersonen

    Ahne , Andreas „Spider“ Krenzke, Andreas Gläser, Andreas Jeromin, Andreas Kampa, Andreas Scheffler, Anselm Neft, Bov Bjerg, Clint Lukas, Dan Richter, Daniela Böhle, Elis, Falko Hennig, Felix Jentsch, Frank Sorge, Frédéric Valin, Hans Duschke, Heiko Werning, Hinark Husen, Horst Evers, Ingolf Penderak, Ivo Smolak aka Ivo Lotion, Jacinta Nandi, Jakob Hein, Jochen Schmidt, Judith Hermann, Jürgen Witte, Karsten Krampitz, Kirsten Fuchs, Konrad Endler, Lea Streisand, Lt. Surf, Manfred Maurenbrecher, Martin „Gotti“ Gottschild, Micha Ebeling, Mischa-Sarim Vérollet, Paul Bokowski, Robert Naumann, Robert Rescue, Robert Weber, Sarah Bosetti, Sarah Schmidt, Sebastian Krämer, Sven van Thom, Thilo Bock, Tilman Birr, Tobias „Tube“ Herre, Udo Tiffert, Uli Hannemann, Volker Strübing, Volker Surmann, Wladimir Kaminer

    Lesebühnen

    Brauseboys
    Chaussee der Enthusiasten
    Der Frühschoppen
    Kantinenlesen
    Liebe statt Drogen
    Radio Hochsee
    Rakete2000
    Reformbühne Heim & Welt
    Spree vom Weizen
    Surfpoeten
    Texte im Untergrund
    Tiere streicheln Menschen

     

  • Schnipsel vom 18.1.2012

    • Jetzt ist es wirklich fast geschafft (zumindest, was mich betrifft): Gestern haben wir die Sprachaufnahmen für die Fernsehserie „Die Nonne und Herr Jilg“ gemacht, vorgestern haben wir die Untertitel gesetzt. Ostern wird sie auf ZDF Kultur gesendet (und kann im Internet geguckt werden), und vorher werde ich noch einige Male darüber schreiben. Für heute muss noch ein kleines Foto von der Reise reichen:

    (Ramallah)

    • Das heißt: Ich komme jetzt hoffentlich dazu, den neuen Kloß-und-Spinne-Film fertigzustellen. Also, eigentlich ist er ja schon fertig, aber ich brauche noch mindestens eine Woche für den Schluss. Der wird nämlich aus einem Musikvideo bestehen, bei dem ich mal eine (für mich) neue Grafik- und Animationstechnik ausprobiere.

    • Spontaner Brechreiz beim Sonntagsspaziergang, als ich die oben abgebildeten Plakate sah: Photogeshoppte Models, die mit einem Billigwitz dafür werben, die nicht mehr innen Jacken (sagt man das so? Ich schon!) der letzten  Saison zu spenden. Ey Mann, die hängen doch eh nur im Schrank rum, da ist gar kein Platz mehr für die Jacken, die ich mir demnächst kaufe, weißt Du, und ich meine, Solidarität wird ja laut Duden groß geschrieben und so, und ich geb denen auch gerne mal n Euro, das tut mir ja nicht weh …’Wohltätigkeit finde ich sowieso … problematisch. Also das Prinzip Wohltätigkeit, Charity, Spenden, die ganze Scheiße. Das Spenden selbst ist in den meisten Fällen sicher eine ehrenhafte Sache (bilde ich mir zumindest ein, wenn ich es selbst tue) und notwendig ist es leider auch oft. Ich will das gar nicht als modernen Sündenablass verunglimpfen. Viel schlimmer ist, dass Wohltätigkeit die Verhältnisse zementiert. Obdachlose brauchen eigentlich keine milden Jackengaben, sondern Wohnungen und die Kinder in der dritten Welt brauchen keine BILD-Spenden-Gala-Gelder, sondern grundsätzliche Veränderungen. (So sprach der Blog-Autor, kochte sich noch einen Kaffee und verschob das Einleiten besagter Veränderungen auf morgen.)

      Außerdem hat die Wohltätigkeit natürlich auch immer etwas Herablassendes, und genau das fiel mir bei den Plakaten dort oben wieder auf. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist immernoch die Kampagne, mit der die PanChristoffel Blindenmission vor einigen Jahren die Straßen schmückte. Über irgendeinem Spruch von wegen soundsoviel Euro retten jemanden vor dem Erblinden prangten verschiedene Portraits von Afrikanern, bei denen die Augen durch Geldeinwurschlitze ersetzt waren(siehe hier).

    • Zum Schluss noch zwei Fotos. Nur so. Sonnenuntergang in Berlin und Schlangestehen in Hamburg, im Übel&Gefährlich bei den deutschsprachigen Slammeisterschaften 2011.

    (Volker Strübing)

  • Er hat Jehova gesagt!

    Da kommt man nach Berlin zurück und dann sowas: Heiner Geißler hat – auwacka! – Goebbels zitiert. Wie mich die reflexhafte Empörung anekelt, wann immer jemand einen inneren Reichsparteitag hat oder einen Hitlervergleich macht, dieser Worthülsenantifaschismus, dieses Gezeter, dieses blutleere, herzlose … huch, fast hätte ich Gutmenschentum geschrieben …, diese moralische Besserwisserei. Das erinnert mich alles an den staatlich verordneten Antifaschismus in der DDR, der keine emotionale Verankerung hatte und letztlich einen Haufen Nazis produziert hat. Außerdem erinnert es mich an Monty Python:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=0I7B2EwltUA]

    Ich glaube, ich lass mir einen langen Bart wachsen, ziehe mir ein zerfetztes Gewand an, lass mich in Ketten legen, tanze im Staub und rufe „Totaler Krieg! Totaler Krieg!“ Von mir aus darf auch Weibsvolk anwesend sein.
    Vorher werde ich aber noch ein paar Bilder aus dem Libanon posten.

    (VS)

  • Weinende Männer

    „Ich muss es für mich als historischen Glücksfall betrachten, dass sich gerade noch rechtzeitig zum beginnenden Siegeszug des Computers eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz für weinende Männer entwickelte.“

    (Sascha Lobo, „Scheitern am Gerät„)

    Der Mann spricht mir sowas von aus dem Herzen. Habe gerade viele Stunden damit zugebracht meinen Laptop dazu zu überreden, wenigstens Browser und Textverarbeitung in akzeptabler Geschwindigkeit laufen zu lassen, bevor ich die Verhandlungen abbrach und das Betriebssystem neu installierte. Jetzt funktioniert alles – allerdings sind nirgends Bildschirmtreiber für Windows 7 für meinen 3 Jahre alten Samsung Q45c zu finden, weshalb er jetzt mit den Windows-Standardtreibern läuft – in falscher Auflösung mit breitgezogenem, verschmiertem Bild und kaum leserlicher Schrift. Mannmannmann, da hab ich nun ne neue Brille mit frisch angepasster Sehstärke, da wird die Welt um mich herum plötzlich unscharf!

    (VS)