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  • Geld = Einwickelpapier für Wohlstand

    Ein ärgerlicher Kommentar bei Spiegel Online über das bedingungslose Grundeinkommen. Ärgerlich, weil der Autor Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD- Fraktion im Bundestag, scheinbar nicht verstanden hat, worum es beim Grundeinkommen geht, und weil er in erster Linie Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) angreift. Nun hat dieser zwar ein wirklich inakzeptabel niedriges Grundeinkommen unter Harz-IV-Niveau vorgeschlagen, aber auch alle anderen Konzepte werden von Schneider pauschal abgelehnt als: unfinanzierbar, kaum umsetzbar – und zutiefst unsozial.

    Mit unsozial meint er: „Die Verfechter des Grundeinkommens hingegen wollen die Säulen der Sozialversicherung (Rente, Arbeitslosigkeit, Pflege, Unfall) einfach niederreißen, die Fürsorgesysteme und Maßnahmen zur Arbeitsförderung einstellen.“ Natürlich, denn wer braucht Rente, Arbeitslosengeld und so weiter, wenn er ein Grundeinkommen hat? Und das auch Studierende, Hausfrauen und -männer sowie Kinder ein Grundeinkommen bekommen sollen, ignoriert Schneider. Weiterhin stört ihn, dass: „auch diejenigen Bürger zu Transferempfängern (würden), die das Geld überhaupt nicht benötigen.“ Ja, das hat man bei der letzten Regierungskoalition und ihren Sozialreformen schon beobachten können, dass die Genossen Sozialdemokraten sich gern darüber die Köpfchen zerbrechen, wer überhaupt wie viel Geld benötigt. Damals mussten sich viele ärmere diese Frage gefallen lassen – und zwar in der Praxis. Jetzt sind eben die reicheren dran – allerdings nur in der Theorie. Um ehrlich zu sein: ich gönne es der SPD nicht, die Frage, wer wie viel Geld benötigt, zu beantworten, egal um wen es dabei geht. Auch darum finde ich ein Grundeinkommen so chic.

    Kaum umsetzbar ist ja nun nicht so richtig ein Argument. Genau so wenig wie die Behauptung: „Die Befürworter des Grundeinkommens unterstellen, dass Vollbeschäftigung ein Wunschtraum ist. Das ist nachweislich falsch: Die Erwerbsquote in anderen europäischen Ländern ist viel höher als bei uns.“ Nachweislich falsch, bei einer Arbeitslosenquote von 7,6 % in der Eurozone?

    Und unfinanzierbar? Das berührt den interessantesten Punkt. Es geht nie um die Produkte, die mit dem Grundeinkommen gekauft werden würden. Die Warenhäuser sind voll und die Parkplätze, die Wohnungen sind gebaut. Es gibt alles, und von allem genug. Das einzige Problem ist die Finanzierbarkeit: Wo soll das Geld dafür her kommen? Es fehlt nicht der Wohlstand, nur das Geld, ihn zu bezahlen. Wir haben genug Wurst, bloß nicht genug Papier zum einwickeln. Na wenn das das ganze Problem ist!

    (Andreas Krenzke)

  • Pech gehabt, Klima!

    Man muss Prioritäten setzen können. „Wichtiger als der Schutz des Klimas ist der Schutz unserer Kinder vor einer demagogischen Vereinnahmung durch ideologisierte Erwachsene“, meint Vera Lengsfeld, die möglicherweise auch bloß ein Rad ab hat, über den von einem Kind gesprochenen Tagesschaukommentar vom 18.4. Also ich finde den gar nicht so schlimm, aber ich bin ja auch kein Experte. Und man muss in dieser Frage wohl Experte für Klima- und Kinderschutz sein. So wie Lengsfeld. Die muss es wissen. Da muss das Klima sich eben mal hinten anstellen.

    (Andreas Krenzke)

  • Deutsche Linke immer schrulliger!

    Vor der finalen Entsorgung des Altpapiers im Blauen Container noch mal in den Karton mit den alten Zeitungen geguckt und in der noch aktuellen Konkret folgenden schönen Satz in einem Leserbrief gefunden: „Sozialismus ist, wenn alle laufruhige, sparsame, sichere, rückenkomfortable, ja auch ästhetische Autos fahren – und nicht, wenn alle Trabi oder Toyota fahren!“ Sozialismus mit menschlichem Antlitz für den westdeutschen Mittelstand? Jetzt noch eine griffige Definition für Frieden, und ich kaufe meinen Kindern vielleicht doch noch mal blaue Halstücher. Seid bereit!

    (Andreas Krenzke)

  • Gestern noch bei YouTube, übermorgen schon im Fernsehen

    Nach soviel großem Lob in den Kommentaren und bei ix (herzlichen Dank!) für mein Matroschka-Video, muss das nächste Filmchen natürlich ganz anderen Ansprüchen genügen. Ich konnte Jörg Thadeusz für die Moderation und den WDR für die Produktion und Ausstrahlung gewinnen. Es läuft aus Anlass meines Geburtstages am 22.4. um 0.00 Uhr auf WDR 3.
    ///Ende des Anfalls von Größenwahn ///
    Also jetzt im Ernst: Im November wurden in Köln 9 Folgen des WDR Poetry Slams aufgezeichnet – das erste mal, dass ein europäischer Sender so etwas probiert hat. Neben vielen anderen war auch ich dabei und am Sonntag läuft die Sendung, in der Etta Streicher, Sebastian Krämer, Telhaim, Philipp Noss und ich an den Start gegangen sind.

    Ich werde es mir bestümpt angucken, auch wenn ich mich ein bisschen davor fürchte. Nicht vor dem eigentlichen Auftritt – da steh ich halt mit einem Zettel am Mikro und lese was vor – sondern vor dem Interview und den grässlichen Nahaufnahmen meines zuckenden Gesichtes bei der Abstimmung (wie in diesem Bericht von den Aufzeichnungen beschrieben).

    Es war sicher nicht mein bester Auftritt. Ein Bekannter, der dabei war, sagte hinterher zu mir: „Du warst nicht schlecht. Aber ich habe dich auch schon richtig gut gesehen“. Naja, is ja nur Fernsehen 😉

    Ich habe bisher nur zwei Folgen gesehen, aber diese haben mir sehr gut gefallen. In der Poetry Slam Szene ist die Sendung nicht unumstritten, aber den meisten gefällt es wohl. Es gibt einige Kritik an den vielen Schnitten und Video-Effekten. Es gibt die Befürchtung, beim WDR habe man nicht genügend Vertrauen in die Wirkung der Texte, weshalb man sie so aufpimpen würde. Ich sehe das anders. Wenn man sich vor den Fernseher setzt, hat man automatisch eine andere Seh-Erwartung, als bei einem Live-Event. Und das muss zumindest teilweise bedient werden. Die ungeschnittene Perspektive eines Zuschauers wird vor dem Fernseher schnell ermüden – egal, wie es einen mitgerissen hätte, wenn man selbst dabei gewesen wäre.

    In Einzelfällen haben sie es sicher ein bisschen übertrieben mit den Schnitten und Effekten, aber jetzt, wo ich weiß, wieviel Spaß das Videoschnipseln macht, kann ich den WDR-Leuten das gar nicht übelnehmen. Generell finde ich die Umsetzung sehr gelungen und bin auch von der Moderation sehr angetan.

    Scheinbar hat es auch den Zuschauern und den WDR-Bestimmern gefallen, denn im Oktober wird eine zweite Staffel aufgezeichnet. Lief die Auswahl der Teilnehmer bei der ersten Staffel noch irgendwie über Empfehlungen (keine Ahnung von wem), so kann man sich diesmal direkt bewerben. Ich kann’s nur empfehlen. Hat Spaß gemacht …

    Eine Übersicht über alle Poeten samt Videos ihrer Auftritte findet man übrigens hier. Auch die erst nächsten Sonntag ausgestrahlten Videos sind schon zu sehen. Die Interviews und die Abstimmung sind nicht online.

    (Volker Strübing)

    PS: Nein, ich trage keine „Kurzgeschichte über Imke, Rindswürste und den Studientrott“ vor. Ich habe nie eine Kurzgeschichte über Imke, Rindswürste und den Studientrott geschrieben, und ich werde nie eine Kurzgeschichte über Imke, Rindswürste und den Studientrott schreiben. Die einzige Imke, die ich kenne, kenne ich nicht gut genug, um über sie Geschichten zu schreiben, nicht einmal kurze, und wenn ich sie gut genug kennen würde, würde ich keine Geschichten über sie schreiben oder zumindest ihren Namen ändern. Studientrott hatte ich nie, da ich mein Studium nach einem halben Semester abgebrochen habe, um eben diesem vorzubeugen. Und zu Rindwürsten fällt mir auch nichts ein.

  • Video-Matroschka

    Schon wieder ein Video. Mich hat es viele, viele Stunden gekostet, euch kostet es nur 10 Minuten. Es geht um LSD, die Zukunft der Menschheit, den Inhalt eines Autorenhandtäschchens, ich erzähle meinen Lieblingswitz, man erfährt, was es mit der Video-Matroschka auf sich hat und kann die schönste Aufblaspuppe der Welt bewundern!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XbmYuTWHcv0]

    (Volker Strübing)

  • Die Horroroma, der Glöckner, die Currywurst und ich

    Gerade eine Currywurst gegessen. Ja, bei Konnopke. Bloß weil Gerhard Schröder dort auch mal eine gegessen hat, sind sie noch lange nicht schlecht. Nein, das sind sie nicht. Es sind fast die einzigen Currywürste, die diesen Namen verdienen, also ehrlich, ich meine, ich will den Osten ja nun wirklich nicht wieder haben, aber Currywürste konnten wir machen, aber hallo! Meine erste Westcurrywurst hat mich maßlos enttäuscht: Bratwurst, in Öl frittiert und mit Ketschup und Currypulver … befleckt, bäh!

    Aber ich wollte was ganz anderes erzählen. Vor mir in der Schlange stand eine Oma, grauer Mantel, buntes Halstuch, braune Schuhe, schwarze Handtasche, weiße Haare, dicke Brille usw. usf., was halt so zu einer Oma gehört. Bestimmt waren Süßigkeiten für die Enkel in der Tasche. Genauso sah sie aus. Sie konnte kaum noch laufen. Später saß sie dann am Nachbartisch, bei einer weiteren Standard-Oma. Zu ihren Füßen hüpfte eine Taube rum. „Hach, diese Tauben“, sagte sie. Dann steckte sie sich die Wurst in den Mund und biss ab. „Schlimm, schlimm, schlimm“, seufzte sie und schüttelte resigniert den Kopf biss wieder ab und kaute gründlich. Ich erwartete jetzt eigentlich sowas wie: „Früher gab’s ja nicht soviele Tauben“ oder „Also diese Tauben von heute, ts, ts, ts, keinen Respekt mehr“, stattdessen sagte sie ganz ruhig und an niemanden speziell gerichtet: „Na, ich hab ja schon zwei getötet“ und mir blieb mein Bissen fast im Hals stecken. „Hab was gestreut an meinem Fenster, um sie anzulocken, und dann habe ich sie eingesperrt, im Doppelfenster, und habe sie flattern lassen, bis sie tot waren. Ha! Das haben die sich gemerkt, also die anderen Tauben, jetzt kommen die nicht mehr …“

    Was war ich froh, als ich weg war. Jetzt sitze ich in einem Café mit WLAN und schreibe ins Weblog. Voll digitale-Bohéme-mäßig, was? Tja, da hilft wohl alles leugnen und doof finden und „Aber ich trinke keinen Latte Macchiato, sondern einen Filterkaffee! Schwarz!“-Rufen nichts: Irgendwie gehöre ich ja doch dazu. Auch wenn ich als Vorleser manchmal noch ganz schön analog bin. Hm. Auf alle Fälle Prekariat. Oder urbaner Penner, wie die zitty das mal genannt hat. Und wenn es gerade gut läuft und das Wetter so ist wie heute, ist das eine tolle Sache, wirklich!

    Gerade kam ein echter Penner rein, der hässlichste und bemitleidenswerteste Mensch, den ich seit langem gesehen habe (naja, den ich seit gestern gesehen habe, seit der weinenden Fixerin in der Fußgängerunterführung). Er muss das Vorbild für den Glöckner von Notre Dame gewesen sein. Der Buckel war … atemberaubend. Sein Kopf schlingerte ungefähr auf Bauchnabelhöhe, so gebeugt lief, nein, zitterte er durch das Lokal. In der Hand hielt er eine zerfledderte Obdachlosenzeitung, die er wohl irgendwo gefunden hatte und nun weiterzuverkaufen versuchte. Er war extrem dünn, nur Haut und Knochen und Adern und Pusteln, mit einer Hand musste er die Hose halten, die ihm ständig von den Hüftknochen rutschte. Nachdem er seine Runde gedreht hatte, ließ er sich auf einem freien Platz nieder und den Kopf zwischen Unterschenkeln baumeln, und er vergrub sein Gesicht in seinen Händen.

    Nach 5 Minuten rappelte er sich auf und wackelte davon. Der Kaffee hier schmeckt gut. Und der Kuchen in der Vitrine sieht sehr lecker aus …

    Tut mir leid, ich habe gerade keine abschließende Moral oder so parat.

    (Volker Strübing)

    PS: Ist „Horroroma“ nicht ein tolles Wort, vor allem, weil man nicht weiß, wie man es aussprechen soll, wenn man den Zusammenhang nicht kennt? Nach Futurama jetzt Horroroma! Es könnte aber auch eine Magarine aus der Hölle sein.

  • Haben Sie Ufo`s?

    Es wird alles immer merkwürdiger. Eigentlich sollte ich jetzt im Zebrano-Theater bei Sebastian Krämers „Förderverein Genie & Wahnsinn“ auftreten (er hat mir aber nicht verraten, in welcher der beiden förderungswürdigen Kategorien), aber die Veranstaltung ist wegen einer Erkrankung ausgefallen – hoffentlich nichts schlimmes. Ansonsten wäre sie wahrscheinlich wegen wetterbedingtem Zuschauermangel ausgefallen. Mir ist das gar nicht so unrecht, ich muss sowieso noch ein bisschen über dieses, in Hamburg gesehene Schild nachdenken, bevor ich mich wieder unter Menschen begeben kann:

    quilten.jpg

    Inzwischen habe ich wenigstens in Erfahrung gebracht, was ein Quilt ist, aber als ich das Schild (ha! Schild, reimt sich auf Quilt, habt ihr das bemerkt?! Schild – Quilt – Zufall???), ähm, gestern sah, war es für mich absolut unverständlich und wahnsinnig. Jetzt ist es … naja, eigentlich immer noch unverständlich und wahnsinnig. „Haben Sie Ufo’s?“ – Ja wie jetze, gebrauchte, oder was? Wenn ich eins hätte, würde ich es nutzen, um schnellstens diesen Planeten zu verlassen, auf dem ich mit Leuten zusammengesperrt bin, die mir „Wir quilten gern für Sie auf der Langarm-Quiltmaschine“ zuraunen !

    Dem Wort Quilt bin ich übrigens doch schon einmal begegnet, ohne mir über seine Bedeutung Gedanken zu machen. Dachte, das ist halt irgend so eine Wortschöpfung. Auf dem Cartoonblog beetlebum.de bin ich auf das wunderbare (echt jetze!) Projekt Zoomquilt gestoßen. Was das ist, beschreibt Johannes Kretzschmar von beetlebum, in diesem Artikel. Oder ihr guckt es euch einfach an und staunt.

    (Volker Strübing)

  • Wer „Sex“ in den Titel schreibt, um den Traffic zu erhöhen, ist doof

    Zur Zeit blogge ich unregelmäßig, weil ich viel unterwegs bin. Über Ostern war ich in Bayern, bei der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez (siehe auch hier), beim Poetry Slam im Substanz und beim Poetry Slam im Stadttheater Landsberg. Ausführliche Berichte von allen drei Veranstaltungen aus Sicht der Moderatoren gibt es im Poetry Blog von Ko Bylanzky und Rayl Patzak.

    In München habe ich übrigens zwei Videos gedreht. Das eine habe ich mir noch nicht angeguckt, das andere ist aber wohl ganz gut geworden. Es hatte gestern Welturaufführung bei der Chaussee der Enthusiasten, am Dienstag kann man es dann nochmal in guter Qualität auf der großen Leinwand bei LSD sehen, und dann mache ich es ins Internet rein (falls das bis dahin nicht geschlossen wird, was ich aber nicht glaube).

    Jetzt nur ein paar Impressionen aus der merkwürdigen und irgendwie beunruhigenden Unterkunft, in der Kai Schmelzle, Michael Bittner und ich untergebracht waren:

    landsberg01.jpg

    Asche zu Asche, Staub zu Staub (Version2.0, April 2007):

    landsberg02.jpg

    landsberg03.jpg

    Pornobett und Stilleben:

    landsberg04.jpg

    Als Gewinner des Abends durfte ich aber im quer davorstehenden Einzelbett schlafen.

    Dieses gewagte, fast schon an Kunst gemahnende Ensemble aus Maggi, ollen Griechen und Schneider-Design-Kassettenrecorder wirkt am besten im Panoramaformat:

    landsberg05.jpg

    Es gab übrigens keinen Grund zur Beunruhigung. Die Betreiber waren nett und haben sehr gute Frühstückseier zubereitet.

    (Volker Strübing)

    PS: Demnächst schreibe ich vielleicht auch wieder mehr richtige Texte hier rein oder male ein Horst-Bildchen, vielleicht aber auch nicht.

  • Warum Frauen wie Überraschungseier sind …

    … und was das mit Pawlow und dem Internet zu tun hat, erklärt Felix Bonke in einem Text, den ich im Oktober auf der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez von ihm gehört habe, und um dessen Online-Veröffentlichung ich ihn letzten Sonnabend, als ich wieder dabei sein durfte, gebeten habe.

    Und, liebe Science-fiction-Autoren, aufgepasst! Wenn ihr glaubt, ihr müsstet jetzt noch Bücher über den Kampf Mensch gegen Maschine schreiben, […] dann lasst euch gesagt sein: Das ist kalter Kaffee. Darüber könnt ihr höchstens einen Historienroman veröffentlichen, denn dieser Kampf ist schon mitten im Gange. Das Internet hat längst eine eigenständige Persönlichkeit erlangt und miese Tricks ausgetüftelt, wie man uns kontrollieren kann. Wie das Internet auf diese Tricks gekommen ist, ist nicht schwer zu erraten. Schließlich ist es das Internet und kann alles in sich selbst nachschauen.

    Und hier ist der ganze Text.

    Danke!

    (Volker Strübing)

  • Noch mehr ulkige Automaten

    Schon wieder unterwegs. Im Frühling und im Herbst häufen sich die Wegfahrtermine. Was bin ich froh, dass ich so gerne mit dem Zug fahre!

    Gestern Abend war ich zu Gast bei der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez in der „Realwirtschat Stragula“. Neben den Stammmitgliedern Felix Bonke, Volker Keidel und Sascha Storz war auch noch Michael Bittner von der Dresdner Lesebühne Sax Royal dabei. Letzterer trat zum Glück vor mir auf, weshalb er es war und nicht ich, der verwundert auf die Aufschrift am Kondomautomaten hinwies:

    condomat.jpg

    So musste sich statt mir dann auch Michael anhören, dass das ein alter Hut sei und praktisch alle Gäste vor ihm schon darauf hingewiesen hätten …

    Es war ein sehr schöner Abend und niemand von uns musste auf Klo schleichen, um den Versagerknopf zu drücken, und statt Loser-Tee konnten wir alle ein Bier trinken.

    Viel merkwürdiger als den Knopf am Kondomautomaten fand ich dieses Gerät:

    nivea.jpg

    Ist das nun Fortschritt oder das letzte Zeichen vor dem Untergang des dekadenten, verweichlichten Abendlandes?

    (Volker Strübing)