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  • Warum ich WordPress so mag …

    Das Computer ab und zu abstürzen oder nicht so funktionieren, wie man sich das wünscht, ist ärgerlich, aber nicht zu ändern. Kein Grund sie oder die Programmierer zu hassen. Eigentlich. Es sei denn man wird noch durch unverständliche Fehlermeldungen genervt. Wenn dann noch der „schwere Ausnahmefehler an Adresse 7246a24934ab349de249c478“ zur Regel wird und der Rechner einen nach dem Totalabsturz mit dem Hinweis begrüßt: „Sie haben Windows nicht ordnungsgemäß heruntergefahren“, dann kaufen sich die Leute Macs, nur um festzustellen, dass diese genauso abstürzen und blödsinnige Fehlermeldungen produzieren und zudem nur eine Maustaste haben (zumindest war das vor ein paar Jahren noch so, als ein Job mich zur Arbeit am Mac verdammte).

    Ich glaube, es wäre alles kein Problem, wenn die Betriebssystemprogrammierer sich nur etwas mehr Mühe mit den Fehlermeldungen geben und ein bisschen in die geplagten Nutzer hineinversetzen würden. Das hier hat mir WordPress vorgestern als Fehlermeldung angezeigt:

    komisch.gif

    Das fand ich süß. Man sieht fast den bedrüppelten Blick der errötenden, händeringenden Programmierer vor sich. Da kann man gar nicht mehr böse sein. Seitdem hab ich WordPress mindestens doppelt so lieb.

    (Volker Strübing)

  • Ein Lied für Rainald Grebe …

    … und alle anderen Menschen, außer die doofen. Das Lied bezieht sich auf Reinald Rainald Grebes Lied „Brandenburg“, welches man findet, wenn man bei YouTube nach Reinald Rainald Grebe googelt. Ich weiß natürlich, dass man bei YouTube nicht googeln kann, aber egal, wer mich deswegen hasst, der gehört sowieso zu den doofen Leuten, die mal bitte schön hier weg gehen sollen! Es gibt auch für doofe Leute genug Zeugs im Internet, da müssen die nicht hier rumhängen, die doofen, die! Aber ich bin abgeschwiffen. Erst wollte ich einen direkten Link reinsetzen, aber man weiß ja garnicht mehr, wann und wie und womit man sich alles strafbar macht in diesem tückischen Netz …

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gQhyH5BiAHU]

    Das Video habe ich im Zug von Berlin nach Wien und teilweise am Zielort aufgenommen – ach, war das eine herrliche Zugfahrt! Durchs Elbsandsteingebirge und durch Prag, die Hälfte der Zeit hatte ich ein Abteil für mich alleine und die Mitropa-Wagen der tschechischen Züge sind unübertroffen.

    (NACHTRAG 25.4.2007)

  • Nicht hauen, ich bin frisch geduscht!

    Österreichisch ist eine lustige Sprache:

    namenlos.jpg

    Gesehen in Wien, in diesem einen Park da, im soundsovielten Bezirk, der mit den zwei Flaktürmen (ob sie die im zweiten Weltkrieg mit solchen Schildern vor den allierten Bombern geschützt haben?), dieser Park, der mit „Au“ anfängt. Meine Güte, mein Gedächtnis möchte ich nicht haben!

    (Volker Strübing)

  • Fahrräder raus

    Sitze gerade im Hotel in Graz und schaue die heute-Nachrichten im ZDF. Jetzt hat der sogar der Oma-Sender Second Life entdeckt und einen großen, ziemlich dussligen Beitrag in seinen Hauptnachrichten gebracht, heilige Scheiße!

    Egal. Ich habe gerade drei tolle Tage hinter mir. Am Mitwoch bin ich endlich einmal mit dem EC Hamburg-Wien bis ans südliche Ende der Strecke mitgefahren, durchs Elbsandsteingebirge und durch Prag, in diesem wunderbaren tschechischen Zug und ich hatte die Hälte der 8,5 Stunden ein Sechserabteil ganz für mich. Eine der schönste Zugfahrten, die ich je hatte. Hab geguckt und gelesen und gedöst und irgendwann meine Gitarre und meine Kamera ausgepackt und ein Musikvideo gedreht, dass ich demnächst hier vorstelle … Am Abend war ich dann beim Poetry Slam in Wien, das war sehr schön, wenn auch extrem verraucht. Donnerstag habe ich das erste Mal in einem Wiener Kaffeehaus gesessen, davo habe ich schon so lange geträumt. Der Kaffee war übrigens durchschnittlich, aber ich kann mich nicht erinnern in einem deutschen Lokal jemals so ein gutes Frühstücks-Ei bekommen zu haben.

    Mittags ging es mit dem Zug weiter nach Graz, wo ich Abends zusammen mit Lars Ruppel von Smaat einen Auftritt hatte und heute morgen einen Poetry-Slam-Workshop für Schüler gegeben habe. Solche Workshops gibt es seit einigen Jahren immer häufiger. Ich finde ja eigentlich, dass das Wahnsinn ist! Wir alten Säcke (ja auch so junge alte Säcke wie Lars!) sollten doch eigentlich alles tun, um die Jugend zu entmutigen und sie vom Poetry Slam fern zu halten, statt ihnen auch noch gut zuzureden und Tips zu geben. Die fegen uns doch eines Tages von der Bühne, diese Schlingel!
    Allerdings hat es auch sehr viel Spaß gemacht, das muss ich schon sagen. Und wer weiß, ob ich sonst jemals nach Graz gekommen wäre …
    Heute habe ich mir die Stadt angeguckt. Sehr schön. Bis auf die hässlichen Stellen. Aber das sind nicht so viele. Die haben hier einen Berg, da steht oben eine Burg drauf und mitten durch den Berg führt ein Fahrstuhl nach oben. Und wer nicht gerne im Panoramafahrstuhl durch Felsen fährt, der geht in der Innenstadt in ein Altbauhaus, aus dem heraus eine Seilbahn zur Burg fährt.

    Von oben hätte ich schöne Fotos machen könen, aber stattdessen habe ich nur dieses Baustellenschild fotografiert:

    abschieben.jpg

    Vorhin habe ich Obersteierisches Kotelett gegessen – mit Äpfeln und Käse überbacken – lecker! Morgen geht es noch für einen Tag nach Wien zum Stadtangucken.

    Manchmal denke ich, dass ich überhaupt nicht den schlechtesten Job der Welt hab 😉

    (Volker Strübing)

  • Das wird ja immer schöner hier!

    Pappelallee
    Das muss doch nicht sein, dachten ein paar findige Köpfchen, das jetzt im Lenz die Leute mit frischem Grün, Knospen oder gar Blüten belästigt werden, und haben gerade noch rechtzeitig geilendes Buschwerk mit Werbetafeln verdeckt. Danke!
    (Andreas Krenzke)

  • Wird alles immer schlimmer

    Vorhin war ich schwimmen, in der Schwimmhalle Ernst-Thälmann-Park. Die Sonne schien durch die Glasfront aufs Wasser, alles wäre schön gewesen, wenn ein paar Leute weniger auf dieselbe Idee gekommen wären. So musste ich  ständig unbeweglich im Wasser dümpelnde Omis umschiffen und vor torpedoähnlichen Hochleistungs-Aqua-Menschen zur Seite hechten, aber daran gewöhnt man sich ja mit der Zeit. Woran ich mich nie gewöhnen möchte und was ich auch – bis heute und zum Glück – noch nie erlebt habe, ist, dass der Bademeister über die Lautsprecheranlage Schlager abspielt. Schwimmen zu „Griechischer Wein“ und „Caprifischer“, das ist nicht schön, nein, das ist es nicht, das macht aggressiv – ich glaube, ich habe deutlich mehr „versehentliche“ Tritte Vorbeischwimmender abbekommen als sonst.

    (Volker Strübing)

  • MacGyver meets FRÖSI

    Mobiltelefone, Navigationssysteme und iPods, Second Live, Mp3 und Hartz IV – irgendwie ist dieser ganze moderne Schnickschnack… Also auf die Gefahr hin, jetzt zu wirken wie ein von der neuesten Technik überforderter Alter – irgendwie lässt mich dieser ganze Schnickschnack kalt. Begeistert mich gar nicht. Was war ich als Kind davon beeindruckt, dass man Schallplatten statt mit dem normalen Abtastsystem auch mit einer Stecknadel, die man durch eine Streichholzschachtel gesteckt hat, anhören kann. Man bräuchte gar keinen Plattenspieler, wenn man wüsste, wer dann die Platte dreht. Solche einfachen Techniken kommen vielleicht mit der nächsten Energiesparkampagne wieder in Mode. Ich habe gerade mit Hilfe einer Klopapierrolle den Herzschlag meines ungeborenen Sohnes gehört. So, und jetzt lege ich mich auf den Balkon und werde ganz ohne Solarium braun.
    (Andreas Krenzke)

  • Schmalzmagie

    Volker hat schon mal darauf hingewiesen, nur Fleischer können, was Fleischer können: 100g Wurst enthalten manchmal 136g Fleisch – und 100% Schmalz enthalten manchmal 110% Zutaten.

    110% Schmalz

    (Andreas Krenzke)

  • Zum Umgang mit Aggression in der Öffentlichkeit

    Gestern Nachmittag, Schönhauser Allee, direkt vor dem Einkaufszentrum. Ein Mann um die 30, hellbrauner Mantel, groß, breitschultrig, gepflegt, brüllt auf eine kleine, unscheinbare Frau ein: „Du kommst jetzt mit hab ich gesagt!“ Sie schüttelt den Kopf, geht einen Schritt weg von ihm, er zieht sie am Ärmel, schlägt sie mit einer zusammengerollten Zeitung, brüllt weiter. Menschen laufen an ihnen vorbei, einige drehen sich nach ihnen um, andere stehen praktisch direkt daneben an der roten Fußgängerampel und tuen so, als würden sie nichts bemerken. Ich stehe auf der anderen Straßenseite, will hinüber und denke hektisch darüber nach, was ich tun soll. (mehr …)

  • Freunde sind ja sowas von Web2.0

    „Zu Freunden hinzufügen“, „Murkelmaus Xantolipia is offering friendship“, „Danke für’s Adden!“ – ist das Web 2.0 eine einzige, nach Weichspüler duftende Wohlfühlmaschine?

    Zum Glück nicht – dank Nemester.com, „The new way to make enemies™“! Einfach und schnell online Feinde finden. Besonders praktisch: Im Profil seiner Feinde sieht man deren Feinde und kann mit der patentierten 1-Clickspiracy™-Technik sofort mit diesen zum Zwecke der Ausheckung von Bosartigkeiten konspirieren!

    Ebenfalls vorbildlich: Für 19.95$ pro Monat stellt Nemester professionelle Feinde zur Verfügung – gerade bisherige myspace-Nutzer, die vor lauter Freundemacherei gar nicht mehr wissen, wie man eine Feindschaft aufbaut, werden dieses Angebot sicher zu schätzen wissen …

    Leider, leider ist das Projekt noch in der Testphase, aber für uns Deutsche haben die Projektgründer immerhin eine tröstliche Botschaft:

    Until Nemester is open to the general public, please visit the ZPi Guestbook and make enemies there. (No German spammists, please. You already have enough enemies.)

    Auch gut: Isolatr und Snubster.

    (gefunden in dieser schönen Linkliste)

    (Volker Strübing)