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  • Freunde sind ja sowas von Web2.0

    „Zu Freunden hinzufügen“, „Murkelmaus Xantolipia is offering friendship“, „Danke für’s Adden!“ – ist das Web 2.0 eine einzige, nach Weichspüler duftende Wohlfühlmaschine?

    Zum Glück nicht – dank Nemester.com, „The new way to make enemies™“! Einfach und schnell online Feinde finden. Besonders praktisch: Im Profil seiner Feinde sieht man deren Feinde und kann mit der patentierten 1-Clickspiracy™-Technik sofort mit diesen zum Zwecke der Ausheckung von Bosartigkeiten konspirieren!

    Ebenfalls vorbildlich: Für 19.95$ pro Monat stellt Nemester professionelle Feinde zur Verfügung – gerade bisherige myspace-Nutzer, die vor lauter Freundemacherei gar nicht mehr wissen, wie man eine Feindschaft aufbaut, werden dieses Angebot sicher zu schätzen wissen …

    Leider, leider ist das Projekt noch in der Testphase, aber für uns Deutsche haben die Projektgründer immerhin eine tröstliche Botschaft:

    Until Nemester is open to the general public, please visit the ZPi Guestbook and make enemies there. (No German spammists, please. You already have enough enemies.)

    Auch gut: Isolatr und Snubster.

    (gefunden in dieser schönen Linkliste)

    (Volker Strübing)

  • Was Sie noch nie über mich wissen wollten, aber trotzdem gefragt haben

    Ich bin ja nicht so ein Stöckchenfan, zumindest nicht so dolle wie der komische Mann vom Bodensee. Aber gut, weil heute Dienstag und es gerade 14.00 Uhr ist und die Sonne nicht scheint und weil der Stöckchenwerfer über einen ausgezeichneten Geschmack verfügt (ich sag nur: „Flucht ins 23. Jahrhundert“ und „Der Partyschreck“ – mehr sag ich gar nicht) und weil … naja, überhaupt eben!

    4 Jobs, die Du in Deinem Leben gerne getan hättest. (mehr …)

  • Wie man sich über alle Sex-Autorinnen hinaushebt

    Vorhin beim frühstücklichen Blog-Surfen bei wirres.net über Ariadne von Schirach gestolpert, die ein Buch über Sex in der Großstadt oder so geschrieben hat, und über deren Buchpremierenparty Bild.de schreibt:

    Ariadne von Schirach (28) aus Berlin, studierte Philosophin – die schöne Enkelin von Hitlers Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974). Sie hat ein Skandalbuch* geschrieben, über das Kultur-Deutschland erregt diskutiert.
    Es erzählt von Gier – und ihrer ewigen Suche nach Sex.
    […]
    Was hätte der Opa der Autorin wohl dazu gesagt? Baldur von Schirach war einer der schlimmsten Nazi-Verbrecher, als Reichsstatthalter in Wien verantwortlich für die Deportation von 185 000 Juden.
    Junge arische Mädchen ließ er brav in weißer Bluse und schwarzem Rock aufmarschieren („Bund Deutscher Mädel“). Die Enkelin „distanziert“ sich von dem furchtbaren Verwandten und weiß doch, dass diese düstere Familiengeschichte sie über alle Sex-Autorinnen hinaushebt.

    Muss man sich das so vorstellen, dass sie jedesmal mit den Fingern kleine Anführungsstrichelchen andeutet und mit den Augen zwinkert, wenn sie sich von Opi „distanziert“? Nee, sicher nicht. Entweder der Autor ist wirklich so doof, dass er das versehentlich falsch gemacht hat, oder er dachte, dass die Leser das so gewohnt sind, weil sie ständig an irgendwelchen Imbissbuden Schilder sehen mit Aufschriften wie:

    „Leckere“ Würstchen

    Aber „dass diese düstere Familiengeschichte sie über alle Sex-Autorinnen hinaushebt“ ist doch wirklich eine bizarre Aussage, oder? Das klingt wie: „Jetzt neu: Ariadne von Schirach! 185.000 mehr von einem Familienmitglied deportierte Juden als herkömmliche Sexautorinnen!“

    Naja. Bild eben. Da kann man schließlich ein ganzes Blog drüber schreiben.

    (Volker)

  • So lasst uns denn ein virtuelles Apfelbäumchen pflanzen

    Da hatte ich wohl den richtigen Riecher:

    second life am ende?

    wenn ich das richtig überflogen habe, steht im tagesspiegel von heute kein wort zu second life.

    ([bov] eier erbsen schleim & zeug)

  • Hitler? Was hat der gleich nochmal angestellt?

    Es war ein kleines Skandälchen, eher skurril als wirklich empörend, was Spiegel Online am Dienstag berichtete: Bad Doberan, in dessen Ortsteil Heiligendamm bald der G8-Gipfel stattfinden soll, führt Adolf Hitler noch immer als Ehrenbürger. Selbstverständlich nicht, weil man dort der Meinung wäre, dass er das verdient hätte (na gut, irgendwann war man anscheinend einmal dieser Meinung gewesen, und ich fürchte, dass es dort wieder Leute gibt, die dieser Meinung sind), sondern aufgrund bürokratischer Schlamperei.

    Wie gesagt, ich habe eher über die Provinzposse geschmunzelt, als mich in irgendeiner Form darüber aufzuregen. Aufgeregt habe ich mich dann aber doch (mehr …)

  • Heiße Backen in der Schweiz

    Gedenktafel in einem schweizerischen Zug für die Heidi-Autorin Johanna Spyri. Leider etwas unscharf, weil einhändig im fahrenden Zug fotografiert:

    … deren Bücher in mehr als 50 Sprachen mehr als 50 Millionen mal gekauft und wohl noch viel öfter von Generationen von Kindern mit heißen Backen verschlungen werden.

    Die „heißen Backen“ finde ich so schön, dass ich es mir verkneife, Bastian-Sick-mäßig auf den anderen Merkwürdigkeiten dieses Satzes herumzuhacken.

    (Volker Strübing)

  • Daran merkt man, dass Frühling ist:

    Gestern habe ich offiziell auf Sommerbetrieb umgestellt. Das heißt: „Stöhnen über die Hitze“ statt „Schimpfen auf den Winter“.

    (Volker Strübing)

  • Wenn die Menschheit so weiter macht wie bisher …

    … wie lange dauert es dann wohl noch, bis auch das letzte Ladengeschäft durch eine Schlecker-Filiale oder ein „amerikanisches“ Nagelstudio voller vermummter Asiatinnen verdrängt wurde?

    (In Berlin bei der derzeitigen Ausbreitungsrate maximal 5 Jahre.)

    (Volker Strübing)

  • Im Bett mit Sean Paul

    Habt Ihr schon mal in einem eisernen Doppelstockbett in einem schlecht isolierten Haus direkt über einer Reggae/Dancehall-Disko übernachtet? Nee? Na, macht nichts. Muss man nicht haben. Es ist zwar eine interessante Erfahrung, wenn das Bett synchron mit der Bass-Drum schwingt und alles im Zimmer vor sich hin klappert und summt, aber nicht unbedingt eine schöne.

    Dafür war der Slam umso besser.

    Unausgeschlafene Grüße aus einem Internetcafé in Regensburg sendet Ihnen Ihr (was schreib ich hier schon wieder für einen Müll?! Kaffee!!!)

    Volker Strübing

  • Die Welt ist schwer am Durchdrehen (Nils Heinrich)

    Klar, genausogut hätte Nils auch sagen können: Wasser ist nass. Aber ab und zu fällt es einem halt besonders auf. (mehr …)