Blog

  • Horst in einer Nebenrolle

    lesung1.gif

    lesung2.gif

    lesung3.gif

    (Idee: Spider, Bilder: Volker)

    Diese Situation ist uns gestern in der Thalia-Buchhandlung bei unserer Lesung zum Glück erspart geblieben. Unsere Eltern haben sich damit abgefunden, dass aus uns nichts „Vernünftiges“ mehr wird. Sie sind inzwischen sogar ein bisschen stolz.

    Die Lesung in einem Buchladen vor dem Hintergrund eines gutbesuchten Fitnessstudios war mal eine neue und überwiegend schöne Erfahrung. Vielleicht war es blöd von uns, dass wirram Nachmittag (Edit: Wir waren zwar etwas wirr am Nachmittag, aber es sollte eigntlich „wir am Nachmitag“ heißen) bei einem Kaffee die Idee des gegenseitigen Interviewens wieder verworfen haben. Und vielleicht hätte ich doch (wie eigentlich geplant) einen längeren Abschnitt aus meinem Roman lesen sollen, anstatt auf „bewährte“ Kurzgeschichten zu setzen.

    Nächstes mal …

  • Alles geht kaputt

    – WordPress zeigt die Bilder nicht mehr an

    – Mein Computer erkennt den Mp3-Player nicht mehr, mit dem ich Daten hin- und hertrage

    – Mein kleiner Zeh gibt seit der Kollision mit einem großen Pfosten gestern Nachmittag kontinuierlich Warnsignale (sog. Schmerzen) von sich. Und man kann nicht einfach auf „Diese Warnung in Zukunft nicht mehr anzeigen“ drücken – im Vergleich zum menschlichen Körper ist Windows schon ziemlich komfortabel.

    Punkt 2 versuche ich jetzt erstmal durch aus- und wiedereinschalten zu beheben. Bzgl. Punkt 1 würde ich dieselbe Vorgehensweise dem Team von WordPress mit ihren Servern empfehlen (ich will nämlich nachher ein Bild malen und hier reinstellen) . Die Sache mit dem Zeh gehe ich erstmal mit Ignoranz an.

    (Volker Strübing)

    Nachtrag 10 Minuten später:

    Alles wird gut. Oder, um es etwas vorsichtiger zu formulieren: Nicht allem gelingt es, ein gleichbleibendes Level an Ungutheit zu halten. Nachdem ich feststellen musste, dass nicht nur der Schnipselfriedhof, sondern das halbe Internet plötzlich ohne Bilder war, habe ich es an meinem anderen Computer ausprobiert, und alles funktionierte. Jetzt habe ich einen Computer, der für mich entscheidet, was ich sehen darf und was nicht, und einen, der sich weigert, die auf dem MP3-Player gespeicherten aktuellen Daten anzunehmen, und bei dem ich das eine Betriebssystem zum Schreiben, das andere zum Drucken verwenden muss … ich distanziere mich hiermit von meiner weiter oben gemachten Aussage über die Komfortabilität von Computern und menschlichen Körpern.

  • Fischers Fritze

    Bin gerade zurück aus Frankfurt vom Science Fiction Slam und muss gleich zum Kantinenlesen, daher heute nur nochmal ein Hinweis auf die Lesung von Spider und mir am Montag in der Thalia-Buchhandlung in den Schönhauser Allee Arcaden und ein Link zu einem wunderbaren Video von Nils Heinrich, den Brauseboys und Ivo: „Fischer Fritze“
    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=aljrK5iBpYE]

    Direktlink zum Bewerten und Kommentieren: http://www.youtube.com/watch?v=aljrK5iBpYE

    Fetzt urst!

    (Volker Strübing)

  • Wissenswertes (1) – Die Schattendattel

    Als Schattendatteln bezeichnet man Datteln, die bei Lichteinwirkung auf der der Lichtquelle gegenüberliegenden Seite einen Schatten (den sogenannten Dattelschatten) werfen. Mit Hilfe einer Taschenlampe oder Sonne ist sie daher auch für Laien ganz einfach von der selteneren Nichtschattendattel zu unterscheiden.
    Die natürlichen Fressfeinde der Schattendatteln sind die Schattendattelratten (homo sapiens).

    (Volker Strübing)

  • Kunst, rein, wahr

    Mal was zum Thema „reine wahre Kunst.“ Neulich in der Straßenbahn (manche sagen Tram) sitzt mit seiner Mutter ein Kind. Das Kind ist eindeutig geistig zurückgeblieben (manche sage speziell begabt). Es freut und freut und freut sich über eine Hauswand am Rosenthaler Platz, die über und über mit Graffiti (manche sagen Sachbeschädigung) verziert (manche sagen beschmiert) ist. „Sieht das schön aus! Sieht das schön aus! Sieht das schön aus!“ Ich überlege, wann ich das letzte mal so ehrliche begeisterte Freude beobachtet habe, wie in diesem Moment bei diesem Kind. Kunst, die Freude bringt, beim vorbeischaukeln mit der Straßenbahn. Ganz unerwartet, nicht im Museum, nicht im Feuilleton, nicht für Akademiker oder Steuerzahler. Nur so, für ein zurückgebliebenes Kind. Die Graffitimacher werden es nie erfahren. Ich denke über das Thema „reine wahre Kunst“ nach. Ich jedenfalls mache was anderes. Dann denke ich darüber nach, das Wowereit die Wahl gewonnen hat. Der war ja letztes Jahr Schirmherr eines Anti-Graffiti-Kongresses in Berlin. Soll dort immerhin eine sprayerfreundliche Rede gehalten haben.

    (Andreas Krenzke)

  • Zu glänzend für die Maus

    Ich also, neulich in der Leipziger Bahnhofsbuchhandlung kaufe ich mir also das Heft GEO WISSEN „Kindheit und Erziehung – Die ersten 10 Jahre“. Weil, einmal 8 € ausgegeben und 10 Jahre Ruhe, ist doch ein guter Deal, denke ich. Auf 6 Seiten gibt´s das Geo-Wissen-Gespräch zum Thema „Brauchen wir den Elternführerschein?“ Natürlich meinen sie das nicht so, sie meinen einen Kinderführerschein (oder meinetwegen einen Elternschein), weil zahllose Kinder von ihren Eltern vernachlässigt würden. Dazu werden von zwei Redakteuren zwei Experten befragt. Einer ist Jugendforscher und die andere – na rate mal, liebe Blogleserin, lieber Blogleser, rate mal was die andere ist: Psychologin, Pädagogin, Juristin mit Spezialisierung auf Familienrecht, Politikerin? Falsch geraten, sie ist evangelische Landesbischöfin.

    Der Jugendforscher plädiert für einen Elternführerschein (obwohl er eigentlich für einen Kinderführerschein ist), für entsprechende Schulungen und Elternkurse. Die Bischöfin warnt vor einer Erziehungsdiktatur, Pflichtkurse – Achtung jetzt kommt´s – erinnern sie zu sehr an die DDR.

    Na das ist ja ein Ding. Ich wusste gar nicht, dass es in der DDR Pflichtkurse für Eltern gab. Haben die nicht im Osten jeden, aber auch wirklich jeden, zum Kinderkriegen ermutigt? Ich weiß, dass man eine Erlaubnis von der Arbeitsstelle brauchte, wenn man eine Ausländerin oder einen Ausländer heiraten wollte, oder wenn man in den Westen reisen wollte, aber von Pflichtkursen für Eltern im Sozialismus lese ich zum ersten mal. Aber es wird schon stimmen, was die Frau Landesbischöfin sagt, sonst hätten ihr der Jugendforscher oder die zwei Redakteure doch widersprochen, oder? Andererseits wäre dies mal eine schöne Gelegenheit gewesen, auszuwerten, welche Erfahrungen in der DDR mit den angeblichen „Elternführerscheinen“ gemacht wurden. Warum fragt niemand danach, was ist das überhaupt für ein Expertengespräch? Die Frau Bischöfin jedenfalls verzichtet auf einschüchterndes Fachwissen oder gar Empirie. Stattdessen verspürt sie Unbehagen, sträuben sich ihr die Nackenhaare, findet sie etwas anmaßend, könnte sich anderes vorstellen, würde bei manchem stärker auf Intuition setzen, kommt ihr manches schon sehr verwissenschaftlicht vor, kennt sie ein afrikanisches Sprichwort und hält den Glauben für eine gute Möglichkeit, für sich eine Basis zu finden.

    Versteht mich nicht falsch! Ich möchte kein verwissenschaftlichtes Expertentum. Ich verlange keine Kompetenz, wenn ich Geld für eine Zeitschrift ausgebe. Kompetenz und Demokratie sind unvereinbar. Und Zeitschriften sollen nicht belehren und erklären sondern unterhalten. Aber, man kann weitaus unterhaltsamere Meinungen zu eigentlich jedem Thema auftreiben, als dieses pfäffische popische Gesülze. Warum nicht einen Buddhisten mit einem Neonazi diskutieren lassen. Eine Prügelstrafenbefürworterin mit einer Feministin, oder sonstwen? Hey, ich zahle 8€ dafür!

    Oder man könnte auch – wie langweilig – etwas seriöses abdrucken. Was mit Hand und Fuß. Und nicht der Kirche die Gelegenheit bieten, sich als opinion leader zu präsentieren.

    Außerdem glänzt GEO WISSEN so doll, dass man es nicht als Unterlage für eine optische Maus nehmen kann.

    (Andreas Krenzke)

  • Der Papst! Der Papst! Und mein Senf dazu!

    Aus Gesprächen weiß ich, dass ich nicht der einzige war, der nach dem Trara um die Papst-Rede dachte: „Meine Fresse, jetzt reicht’s aber mal!“ Für einen Moment ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass man einfach eine Mauer hochziehen sollte zwischen uns und denen, so dass jeder auf seiner Seite vor sich hinwurschteln kann und man sich nicht in die Quere kommt. Sollen sie doch dort die Frauen verschleiern wie Würste im Schlafrock, während sie bei uns – das andere Extrem – bald ganz nackt rumrennen müssen, um nicht als spießige Zicken zu gelten …

    Schon die Kategorien „wir“ und „die“ sind natürlich völliger Quatsch. Wenn ich durch Berlin laufe und mir die vielen vernörgelten, selbstverliebten oder wutzerknirschten Hackfressen anschaue und mich dann an Indonesien erinnere, weiß ich schon gar nicht mehr, auf welcher Mauerseite ich eigentlich leben wollen würde …

    Und vor allem darf ich nicht vergessen (und auch da hilft die Erinnerung an Indonesien), dass die Papstpuppenverbrenner nicht die Mehrheit der Moslems sind. Während des Karikaturenstreits gab es in allen Nachrichtensendungen Bilder von einer Demonstration in Jakarta, dänische Fahnen brannten, die Ungläubigen sollten sterben etc. pp. Etwas später habe ich dann herausgefunden, dass diese Demonstration etwa 600 Teilnehmer hatte. Jakarta hat (je nach Zählung) zwischen 8,5 und 17,5 Millionen Einwohner. Wenn in Berlin eine S-Bahn ausfällt, ist der Volkszorn im Verhältnis gesehen größer.

    Die reißerische Berichterstattung über das Problem wird zum Teil des Problems, indem sie uns zu solchen Reaktionen wie oben beschrieben verleitet und bei den gemäßigten Muslimen wahrscheinlich den Druck erzeugt, sich klar auf die eine oder andere Seite zu stellen.

    Zum Schluss muss ich noch eine gewisse Häme dem Vatikan gegenüber eingestehen: Im Rahmen des Karikaturenstreits hatten sie sich noch bei den Beschwerdeführern eingeschleimt und versucht, selbst Kapital aus der ganzen Sache zu schlagen … da möchte man ihnen jetzt schon gerne eine Nase drehen.

    Vor drei Tagen hat übrigens ein Radio-Vatikan-Redakteur (oder so) in einem Interview rumgeheult sinngemäß gesagt, dass er diese Sache und das Missverständnis ganz schlimm fände, da man doch eigentlich den selben Feind habe: Die Gottlosigkeit des Westens.

    (Volker Strübing)

  • 7 sichere Zeichen für das Nahen der Apokalypse

    1. Der Werbezettelverteilarsch klingelt Dich GENAU UM 7.06 Uhr aus dem Schlaf!
    (Beachte: 7:06 = 66 Minuten nach 6 = 6:66 Uhr !!!)

    2. Die Zahnpasta ist alle.

    3. Der Marmeladenfleck der heruntergefallenen Frühstücksstulle zeigt weder die Jungfrau Maria noch sonst ein religiöses Motiv, sondern die durch und durch gottlose, NPD-wählende Insel Rügen.

    4. Du kaufst versehentlich Cherry-Coke.

    5. Der Papst sieht aus wie ein Vampir aus einem 20er-Jahre-Horror-Film.

    6. Und eine große Verwirrung wird kommen über euch und euch vergessen lassen, was jetze gleich nochmal das sechste Zeichen war …

    7. Niemand nimmt dieses Posting ernst.

     

    „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“

    (Martin Luther)

    „So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen.“

    (Hoimar von Ditfurth)

     

    (Volker Strübing)

     

    marmeladenfleck.jpg
  • Die finale Verschwörungstheorie – praxiserprobt!

    Immer noch rätseln die Menschen, wer wirklich hinter dem 11.9.2001, dem Fernsehprogramm und allem sonstigen Übel steckt. Dabei habe ich längst alles zum Thema gesagt, bzw. gesungen.

    Das Lied zum Anhören und Mitschunkeln gibt es hier:
    http://www.marilpen.de/Volker Struebing – SIE leben.mp3

    Wer lieber lesen möchte … hier ist der Text:

    Was ich zu sagen habe, mag wie Science-Fiction klingen. Doch es ist bittere Realität: SIE leben und SIE sind schon lange unter uns.

    Ich werd nicht länger schweigen auch
    Wenn euch die Wahrheit nicht gefällt
    SIE sind schon lange unter uns
    SIE kontrollieren die Welt (mehr …)