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  • Urheberrechts-Wars, Episode I bis VI

    „Verachtung gegenüber der geistigen und künstlerischen Tätigkeit“, „Kampf gegen das Urheberrecht“, „Eine Generation, die durch das haltlose Internetgequassel groß geworden ist“, „die schlimmsten Banausen“, „beispiellose kunstfeindliche Beleidigungen“, Künstler mundtot machen“, „Jargon der Unmenschlichkeit“, „Progromstimmung gegen Künstler“, „zutiefst erschüttert und an dunkle Zeiten erinnert“ – alles FAZ von heute, Seite 25, Feuiletton. Teilweise geht es um diese beschissene Anonymusaktion, bei der private Daten von Unterzeichnern des eher dussligen“Wir sind die Urheber“-Briefes veröffentlicht wurden. Aber eigentlich wird hier alles in einen Topf geworfen. Nur noch Gebrüll und das ewige Wiederholen der immer selben Argumente und Beleidigungen. Von Ignoranten auf beiden Seiten (als gäbe es zwei Seiten und nicht 437). Tut mir fast leid, dass ich selber etwas dazu geschrieben habe. Es lebe die Hysterie, lasst die Waffen sprechen, Urheberrechts-Wars, Episode I (Die digitale Bedrohung) bis Episode VI (Die Rückkehr der Urheber).

    (Volker Strübing)

  • Elektrozigarette – 2. Versuch

    Im Dezember 2010 schrieb ich hier schonmal darüber, dass ich mir eine Elektrozigarette gekauft habe. Dann berichtete ich nie wieder darüber, was unter anderem daran lag, dass ich sie nach zwei, drei Monaten nicht mehr benutzt habe. Jetzt probiere ich es noch mal. Und zwar mit einem weiterentwickelten Modell. (mehr …)

  • Guten Appetit!

    „Nimm mich“ und gespreizte Beine, das ist schon eine gewagte Kombination. In einer Geschichte, die ich mal für einen Bad-Story-Contest geschrieben habe, stand: „Wie ein Goldbroiler lag sie vor mir: nackt, enthaart und braungebrannt.“ Aber das war doch nur ein blöder Witz!

    (VS)

  • Heraus zum 2. Mai!!!

    So, ick habs mal wieder nicht geschafft, mich um irgendwas zu kümmern, aber nachher, wenn die Olle von Schicht kommt und uff die Gören uffpasst, geh ick in den Keller und suche das Fronttransparent. Wir haben leider keinen Fanfarenzug und das mit den Kremsern, die jemand klarmachen wollte, hat auch nicht geklappt. Aber angemeldet isse schon längst. Die Große Demonstration anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertages der Arbeitslosen. Am 2. Mai. Um 13 Uhr am Senefelder Platz in Berlin. Seit 2005 Demonstrieren wir gegen den Zwang zur Lohnarbeit. Für gut bezahlte Arbeit – und gut bezahlte Arbeitslosigkeit. Gegen die Spaltung der Menschheit in Arbeitende und Arbeitslose. Gegen die Spaltung der Arbeitslosen in Arbeitssuchende und Arbeitsscheue. Gegen die Diskriminierung Arbeitsloser. Gegen eine veraltete Arbeitsethik. Für mehr Roboterisierung, Automatisierung und Rationalisierung. Gegen überflüssige Arbeit und sinnlose Produkte. Für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Denn das Leben ist kein Lohn!

    (Andreas Krenzke)

  • Extra langweilige Überschrift eines Artikels, der fast ohne Piraten-Bashing auskommt

    Vor ein paar Tagen schrieb ich, dass mir die Idee einer Kulturflatrate sehr sympathisch sei. Dann habe ich angefangen, darüber nachzudenken 😉

    Das Nachdenken hätte ich mir sparen könne: Steht ja alles schon im Internet. Und natürlich sind all die Probleme, die mir aufgefallen sind, auch schon anderen in den Sinn gekommen. Auch der Lösungsansatz, der mir einfiel, ist selbstverständlich schon anderen eingefallen und gründlich durchdacht worden. Aber wenn ich, bevor ich anfange nachzudenken oder zu schreiben, jedesmal nachgucken würde, ob ich mir das sparen kann, weil da schon andere drüber nachgedacht und geschrieben haben, dann kann ich die Schreiberei gleich ganz aufgeben.

    Hier also meine Gedanken zur Kulturflatrate, vielleicht ist sogar der eine oder andere dabei, der zumindest nicht genauso schon woanders steht, wenn nicht, ist es einfach eine Dokumentation des Standes meiner eigenen Überlegungen:

    Die Grundidee ist einfach und prima: Es wird von allen Internetnutzern eine pauschale Abgabe erhoben, dafür ist der Download von Musik, Filmen, Büchern frei und legal. Das eingenommene Geld wird unter allen Urhebern aufgeteilt, je nachdem, wie oft ihre Werke heruntergeladen wurden. Die Gebühr könnte ganz einfach von den Internetprovidern eingezogen werden.

    Klingt erstmal super, aber:  (mehr …)

  • Was gesagt werden muss

    In all den Debatten um das Urheberrecht und den Iran-Israel-Konflikt geht leider völlig unter, dass die BVG zu blöd ist, ein halbwegs perspektivisch korrektes Brandenburger Tor auf die U-Bahn-Scheiben zu malen:

    Man sehe sich nur mal den zweiten Pfeiler von links an, jede Scheibe ist mit diesem krepeligen Ding bedruckt, sowas macht mich ganz wuschig und wann immer es geht, versuche ich die U-Bahn zu meiden (schade, dass der Schienenersatzverkehr auf der U2 aufgehoben wurde). Dann doch lieber die eingekratzten „mandy ist foll schwuhl“- und „GrlmprxxZ“-Schriftzüge, die man damit wahrscheinlich verhindern will.

    Ich war übrigens doch sehr überrascht, welche Wellen mein Piraten-Artikel geschlagen hat. Ich hatte zwar mit (für Schnipselfriedhofsverhältnisse) vielen Lesern und Kommentaren gerechnet, aber nicht damit (12.000 Abrufe am Dienstag). Ich möchte mich auf alle Fälle bei allen bedanken, die den Beitrag geteilt haben, und auch bei den (meisten) Kommentatoren.  Sehr froh bin ich darüber, dass sich die Beschimpfungen in engen Grenzen gehalten haben und inhaltliche Auseinandersetzung überwog. Danke übrigens auch für viele sehr gute Links in den Kommentaren.

    (Volker Strübing)

  • Liebe Piraten: Fickt euch. Aber nicht mich.

    Achtung: Noch hast Du die Möglichkeit, diesen Beitrag nicht zu lesen. Wenn Du es doch tust, möchte ich hinterher keine Beschwerden darüber hören, dass der Inhalt dem fetzigen Titel nicht gerecht werde, sondern insgesamt zu versöhnlich sei. Die Überschrift wurde ausschließlich in der Hoffnung gewählt, möglichst viele Leute neugierig zu machen – ganz im Sinne einiger Piraten, die die Hauptaufgabe und -qualifikation eines Künstlers darin zu sehen zu scheinen, auf sich selbst aufmerksam zu machen.

    Ich habe mir einige Aussagen der „101 Piraten für ein neues Urheberrecht“ vorgenommen und kommentiert. Vorher aber noch kurz etwas zu mir und der Situation, aus der heraus ich die Diskussion betrachte: Ich bin Urheber (obwohl mir das ein bisschen zu sehr nach Möbelträger klingt), Autor, um genau zu sein. Seit 11 Jahren bin ich freischaffend. Viele Jahre habe ich meinen Lebensunterhalt mit 150 bis 180 Auftritten pro Jahr bestritten, in den letzten Jahren wirkte ich an drei Produktionen für das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit und lebte zu einem wichtigen Teil davon. Letztes Jahr war ich für ein halbes Jahr als Aufstocker beim Jobcenter, das nur zur Info, weil Leute dazu tendieren zu glauben, man habe ausgesorgt, wenn man mal was fürs Fernsehen gemacht hat. Momentan stehe ich wieder vor allem auf Bühnen. Nächstes Jahr gibt’s ein neues Buch,

    Meine Versuche, im Internet mit den von mir frei zur Verfügung gestellten Inhalten Geld zu verdienen, waren bisher nicht besonders erfolgreich (trotzdem Dank an alle, die mir über Flattr etwas haben zukommen lassen). Das liegt vielleicht nur daran, dass ich mich dabei nicht besonders geschickt angestellt habe – mit Kloß und Spinne hätte sich vielleicht etwas machen lassen – aber ehrlich: Ich stecke meine Kraft und Zeit und mein Talent nunmal lieber in die kreative Arbeit, als in die Selbstvermarktung.

    Beim Lesen der Statements der 101 Piraten hatte ich generell den Eindruck, man würde unter Urhebern vor allem Musiker und Softwareentwickler verstehen und – wie es scheint der einzige wirkliche parteiinterner Konsenz –  als sei die GEMA der Leibhaftige. Ich kann und will mich dazu nicht äußern, aber da die Diskussion alle Arten von Urheberschaft betrifft, kann noch ein bisschen Autorensenf nichts schaden.

    So, aber jetzt mal Butter bei die Fische. (mehr …)

  • Zum Abendbrot gab’s Clown

    Ja, das ist albern und eines Erwachsenen nicht würdig und wahrscheinlich darf ich jetzt nie mehr in der Schauburg in Dresden auftreten, aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen und wer in einem Backstageraum Akten aufbewahrt ist ja auch ein bisschen selber Schuld. Ich hatte jedenfalls viel Freude daran (deutlich mehr als die Kollegen, denen ich es mit großem Trara und stolzgeschwellter Brust gezeigt habe und die es so hihi-naja fanden).

    (VS)

  • Schnipsel vom 10.4.2012

    • Es kam, wie es kommen musste: Innerhalb kurzer Zeit war die Kritik an Grass peinlicher als sein ulkiges Gedicht. Inzwischen gibt es vor allem Kritik an der Kritik. Und eine Diskussion über angeblich gleichgeschaltete Medien. Ein bizarrer Vorwurf, denn wer einmal gleichgeschaltete Medien erlebt hat, weiß, dass diese einen missliebigen Text gar nicht erst abgedruckt hätten und schon gar nicht gestattet hätten, dass es jemand verteidigt.
      Allerdings gibt es bei bestimmten Themen schon so eine Art Mainstream und vor allem einige Leute, die offenbar ständig in den Startlöchern hocken, um im richtigen Moment mit einem Aufschrei der Empörung aufzuspringen und die Diskussion an sich zu reißen. Die Leute, die bei Grass ganz schnell mit dabei waren und reflexhaft „Antisemitismus“ schrien sind dabei zum Teil dieselben, die beim Thema Islam und Islamismus widerum eine Meinungsdiktatur der „Gutmenschen“ beklagen.
      Der lustigste Beitrag zur Diskussion kam übrigens von Beate Klarsfeld, die irgendeine Hitlerrede hervorkramte und darauf hinwies, dass man in dieser Rede nur „das internationale Finanzjudentum“ durch „Israel“ ersetzen müsse, und schon würde Hitler genau wie Günther Grass klingen. Ja klar. Man muss auch nur in einem vegetarischen Rezept „Tofu“ durch „Gehacktes“ ersetzen und schon erhält man ein Fleischgericht.
    • Die Serie „Die Nonne & Herr Jilg“ ist gelaufen und es gab soweit ich das ergooglen konnte nirgends einen Bericht oder eine Kritik, nichts was über einen reinen Programmhinweis hinausging. Das ärgert mich nun doch ein bisschen und wundert mich auch, da ich davon ausgegangen war dass das Thema der Serie interessant genug ist, um darüber zu berichten. Ein bisschen erleichtert bin ich aber auch, weil ich sicher war, dass einige böse Verrisse darunter sein würden – unter anderem habe ich auch mit dem Vorwurf gerechnet, die Sendung sei zu israelkritisch. Aber offenbar hat die oberste Gleichschaltungsbehörde verfügt, dass wir zu ignorieren seien 😉
    • Mist. Alle Ostersüßigkeiten schon aufgegessen 🙁

    (Volker Strübing)