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  • Petition zeichnen!

    Nur noch 3 Tage, nur noch bis Dienstag dem 17.2. kann die Petition „Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen.“ online gezeichnet werden. Also: ran ans Netz!

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen mag weder die perfekte, noch die einzig denkbare Lösung sein, um den Zwang zur Lohnarbeit abzuschaffen, aber ich finde, es ist die einfachste, und nicht nur dafür.

    (Andreas Krenzke)

  • Eine Abkackprämie wäre auch mal ne tolle Idee

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    000-leer Hm. Ist damit das Gegenteil von Intelligent Design gemeint, mithin das, was man Gott vorwerfen müsste, wenn es ihn gäbe? Oder ist das einfach nur „bad Denglish“?

    Worüber ich mich übrigens auch aufregen könnte, das ist die Abwrackprämie. Das ist doch Scheiße. Ganz davon abgesehen, dass ein eventuell positiver Konjunktureffekt schnell verpuffen dürfte, find ichs Kacke, dass nur Autofahrer was davon haben, das ist doch gemein, Alter! Ich will ne Abwrackprämie für meinen ollen Computer, meinen ollen Laptop, meinen ollen Fotoapparat (bis auf den Laptop alles schon über ein Jahr alt!), für meine doofe Wohnung (Abfackelprämie wäre auch okay), für alle ollen Klamotten, den Kühlschrank, die Waschmaschine, den Herd (der Backofen ist kaputt) und rückwirkend für den Palast der Republik. Nur für mein Fahrrad nicht, das habe ich schon 10 Jahre, das wird nicht abgewrackt, da steckt mittlerweile schon mindestens das dreifache des Anschaffungspreises an Reparaturkosten drin.
    Abwrackprämie, hör mir uff. Erinnert mich an die Lumen aus „Unheimliche Erscheinungsformen aus Omega XI“. Weltrettung durch beschleunigten Konsum, klingt super, ich könnt mich aufregen, könnt ich mich.
    Aber ich bin ja zum Glück im Urlaub und gaaanz ruhig … ach, ist das schön hier …
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    (Volker Strübing)

  • Keitum

    Dienstag hat es den ganzen Tag geschneit und gestürmt. Mir gefällt sowas ja.

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    Urlaub macht Spaß und Nichtstun ist gar nicht schwer. Die Ferienwohnung hat nicht nur eine Badewanne, sondern auch einen zweiten Fernseher in der Küche, das ist toll. Man darf nur nicht unbedingt immer was urst Gutes im Fernsehen sehen wollen, dann ist Fernsehen eine großartige Sache.

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    Die Nordsee ist ulkig. Sehr unzuverlässig.  Als Faustregel kann gelten: Wann immer sich der Urlauber zu einem Spaziergang am Strand entschließt, ist da kein Meer, sondern nur Modder. Sobald man sich nach ein paar Kilometern Matschstrandwanderung dazu entschließt, einen Grog zu trinken, kommt das Wasser zurück, was einem freilich nichts mehr nützt, da man sich ja entschlossen hat, den Weg zurück durchs Inselinnere zu bewältigen.

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    Das Wetter ist auch unzuverlässig. Seit gestern herrscht strahlender Sonnenschein. Eigentlich eine schöne Sache und viele mögen mich darum beneiden, aber ich gebe zwei Dinge zu bedenken: Zum ersten schmeckt der Grog viel besser, wenn man zwei Stunden durch einen Schneesturm gelaufen ist, zum anderen habe ich Montag Nacht mit Liebe, Panzertape und Mülltüte ein wunderbares Regencape für meinen Fotoapparat gebastelt, den ich jetzt gar nicht brauche!

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    Diskriminierung wird auf Sylt groß geschrieben (wie überall, wo man im Deutschunterricht aufgepasst hat):

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    Heißt es bald auch: „Das Betreten des Restaurants durch Raucher sowie das Rauchen am Tisch sind verboten“?
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    Einer der berüchtigten Sylter Strandmümmel:
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    monstzer
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    Sieht aus wie die Inspirationsquelle für die Head Crabs aus Half Life.
    Apropos Krebse. Als ich dieses Bild gesehen habe …
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    lammfleisch
    … musste ich ein bisschen an Scampis aus Krebsfleisch oder Kaviar aus Heringsrogen denken. Ich bin übrigens noch um dieses Ding rumgefahren, um zu gucken, ob da vielleicht auch noch „Gänsekeulen“ oder so steht, habe aber nur noch „Kalbsfleisch“ gefunden. Komisch, diese Inselmenschen.
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    (Volker Strübing)

  • Urlaub

    Die letzte Woche war noch mal richtig anstrengend aber auch schön. 4 tolle Auftritte – eigentlich hätten es fünf sein sollen aber ich habe einen davon vergessen, Mann, das war peinlich, als am Montag Abend ein Anruf aus Tübingen kam, ob ich denn demnächst beim Soundcheck bin, ojeh, war das dritte Mal in 12 Auftrittsjahren, dass mir das passiert ist -, 24 Stunden im Zug, Diashows für die NDS-DVD zusammengestellt, Sehnendscheide entzündet, zwei Schlösser besucht, gegessen, getrunken, geatmet, geschlafen, geredet und was sonst noch so alles zu tun war; aber jetzt habe ich Urlaub. Eine Woche Sylt. In der Ferienwohnung gibt es Internet, ich komme also bestimmt dazu, ein paar schön kitschige Fotos auf dem Schnipselfriedhof abzuladen.

    (Volker Strübing)

  • Nicht der Süden – Outtakes

    Gibts normalerweise erst nach dem Film, aber wir sind eben der Zeit voraus …

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NM7qskpmAQM]

    Und das Ganze in höherer Qualität:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NM7qskpmAQM&fmt=18]

    (Volker Strübing)

  • Wo Knorkator Recht hat, hat Knorkator Recht

    Alles ist Scheiße!

    zig
    Naja, aber beim nächstenmal klappts …


    (Volker Strübing)

  • Schöne hässliche Wörter

    „Raucher Lounge“ – wunderbar, dieser dezente Hinweis auf die Raucherlunge.

    „Lampen Outlet“ (gesehen in der Invalidenstraße) – haha, was soll denn das heißen? Lampen auslassen?! Wer Deutsch und Englisch so zusammenschmeißt, darf sich nicht wundern, wenn man ihn auslacht. Ich erinnere mich immer gerne an einen „Bad Shop“ in Dresden, in dem Duschen, Badewann und Klos verkauft wurden, schlechte, wie ich annehme.
    Na, hier wird wenigstens zum Energiesparen aufgerufen.

    (Volker Strübing)

  • Wenn Abtreibung Mord ist, sind Frauen, die abtreiben, Mörderinnen, oder?

    Das ist hübsch: Da haben Leute auf einer Anti-Abtreibungs-Demo die Abtreibungsgegner gefragt, wie Frauen, die illegal abtreiben, bestraft werden sollten. Schließlich ist Abtreibung doch Mord, oder?

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=iD97OVJ4PNw&eurl=http://unreasonablefaith.com/2009/01/21/how-to-stump-anti-abortionists-with-one-question/]

    Just ask them this:

    If abortion was illegal, what should be done with the women who have illegal abortions?

    Now watch their faces as the cognitive dissonance sets in. They believe abortion to be murder. Murder deserves severe punishment. Thus, women who have illegal abortions should receive severe punishment — like life in prison or the death penalty. That’s the logical conclusion.

    unreasonablefaith.com

    via: http://ovablastic.blogspot.com/

    Leider alles in Englisch und mit beschissenem Ton, aber trotzdem sehenswert. Ein schönes Beispiel (zitiert nach unreasonablefaith.com, weil ich zu faul bin, es selber zu transkribieren):

    Q: Abortion should be illegal, did you say?

    A: Yes, it should be illegal because it’s killing a human person.

    Q: And what should happen to women who have illegal abortions?

    A: … Just pray for them. I don’t think they should have to spend time in jail or anything.

    Q: So if it’s illegal, you think there should be no punishment under the law?

    A: No, I don’t think they should be punished, because the life has been taken. The crime has been done.

    Q: [But isn’t] that’s true with murder, too? Isn’t there a punishment for murder?

    A: Yes, there’s a punishment for murder because that’s taking a life.

    Q: So why shouldn’t there be a punishment for a woman who has an illegal abortion?

    A: Oh… as the other [person] said, it’s kind of between her and God. She will get her punishment in the end.

    Q: So why should it be illegal?

    A: Because it’s the taking of a life.


  • Schornsteinfeger bringen Pech

    Ich bin ja selber Schuld. Ich hätte nie, nie, nie mit Rauchen auffhören dürfen! Man soll das Schicksal nicht herausfordern. Hatten mich nicht alle gewarnt? Habe ich nicht genug schlimme Geschichten über Ex-Raucher gehört? Da gab es die von dem Mann, der seine letzte Zigarette ausdrückte und prompt sieben Jahre später von einem Auto überfahren wurde. Andere glaubten schon, dem Schicksal ein Schnippchen geschlagen zu haben und starben urplötzlich mit 85 Jahren an Altersschwäche. Wieder andere gewannen nie mehr einen Lottojackpot oder das Marmeladenbrot fiel ihnen auf die belegte Seite!

    Nachdem mein erster Nichtrauchernachmittag sich zur Hölle auf Erden auswuchs nicht ganz so schön wurde, wie ich es geplant hatte, wollte ich es heute ganz anders machen: Ich holte mein Fahrrad von einer Reparatur und gründlichen Überholung (190,-Euro), mein gutes altes Fahrrad, an dem inzwischen bloß noch der linke Schalthebel, der Lenker und der Rahmen original sind (vielleicht ist auch bloß der linke Schalthebel noch wirklich original, vielleicht waren Lenker und Rahmen schon Ersatzteile, als ich es 1999 für 800 Mark gebraucht kaufte). Das zweitälteste Ausstattungsstück ist ein kleiner Blutfleck an der Unterseite des Lenkers, von einem bösen Sturz im weinbergspark vor fünf oder sechs Jahren. Nee, geputzt habe ich es nie. Aber inzwischen wahrscheinlich das fünffache des Ausgangspreises in Reparaturen und diese ständig kaputtgehenden oder verschwindenden Fahrradcompüterchen gesteckt, ohne die das Fahrradfahren einfach keinen Spaß macht und einem vollkommen sinnlos erscheint, weil man zwar von A nach B kommt, aber keinen greifbaren Beweis  und keine Belohnung in Form einer Tagesgesamtstreckenanzeige hat, und meistens fährt man ja von B dann auch wieder zurück nach A, und was bleibt einem dann ohne Fahrradcomputer?

    Egal.

    Das erste mal bin ich erst nach ungefähr 6 Kilometern hingefallen. In einem Park irgendwo in oder hinter Pankow. Die Weg waren spiegelglatt, da ging gar nichts mehr, aber zum Glück war ich sehr langsam und der Sturz nicht schlimm.

    So sah der Park aus:

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    Dann fuhr ich weiter, irgendeine Straße entlang, keine Ahnung wo ich war. Vielleicht sollte ich den Fahrradcomputer gegen ein Navi austauschen? Dann wäre Fahrradfahren noch schöner; wahrscheinlich sogar das Allerschönste auf der ganzen Welt. (Gleich nach Rauchen, aber das mache ich ja nicht mehr.) Jedenfalls: ich so mit dem Fahrrad voll ordnungsgemäßmäßig aufm Fahrrradweg gefahren. Überholt mich so n Auto. Fährt das Auto auch auf den Fahrradweg und parkt vor mir, denn merke: Ein weißes Fahrrad im blauen Kreis bedeutet in Wirklichkeit nicht „Fahrradweg“, sondern „Sonderparkzone für Autos“, das lernt man gleich am ersten Tag in der Fahrschule (nehme ich zumindest an, denn schließlich scheint das die einzige Regel zu sein, an die sich alle Führerscheininhaber erinnern). Fahr ich also von der Sonderparkzone runter. Aber nicht etwa auf den richtigen Fahrradweg (der ist meist nicht extra ausgeschildert, wird aber manchmal durch Leute gekennzeichnet, die lustigerweise „Das ist KEIN Fahrradweg“ sagen), sondern auf die Straße, weil ich sonst durch einen Baum hätte fahren müssen. Fröhlich fliegt die Fahrertür des Autos auf – aber nicht bös gemeint, sondern so, dass ich noch ausweichen kann, sogar ohne von einem erbarmungslosen Strom nachfolgender Autos plattgewalzt zu werden – und dem Wagen entsteigt: ein Schornsteinfeger!

    Ich denke, aha, ein Schorrnsteinfeger (oder so, irgendwas werde ich schon gedacht haben, man denkt ja ständig irgendwas und oft ist es eben sowas banales wie: „aha, ein Schornsteinfeger“) und will wieder von der Straße runter, ah! da ist ja eine Auffahrt, ach nee, doch nicht, da haben sie eine kleine, nur ein paar halbe Zentimeter hohe, fast unsichtbare Kante übriggelassen, aber bei dem spitzen Winkel, mit dem ich sie nehme, fährt mein Vorderrad einfach weiter auf der Straße, während das Hinterrad von der Straße herunter will und es gibt ein lustiges Schabegeräusch und dann ein lustiges Hinfallgeräusch und dann ein lustiges Huch-Geräusch von mir und ein Schornsteinfeger läuft an mir vorbei und fragt: „Geht’s?“ und ich sage: „Ja“.

    Und dann stehe ich auf und stelle fest, dass es nicht geht, zumindet wenn „es“ den linken Schalthebel meint, das einzige, was von meinem Originalfahrrad noch übrig ist. Und dann fällt mir ein, dass ja eigentlich der Schornsteinfeger Schuld ist, dass mein Fahrrad kaputt ist und mir Hand und Knie weh tun und ich frage mich, ob ich ihn dafür ankacken kann und soll und will, aber ich frage mich das erst, als er schon auf dem Friedhof verschwunden ist, denn – das habe ich noch gar nicht erwähnt – all das spielt sich vor einem evangelischen Friedhof ab, und ich habe keine Lust, den Friedhof nach ihm abzusuchen, vielleicht ist er ja auch zum Sterben hingegangen und dann will ich ihn da auf keinen Fall bei stören, aber wahrscheinlich guckt er bloß nach, ob beim Einäschern die Emisionsgrenzwerte nicht überschritten werden oder so.

    Wäre der zu Schadenersatz oder so verpflichtet gewesen?

    Jeddenfalls hatte ich danach dann nicht mehr so große Fahrradfahrlust, zumal ich vorne nur noch auf dem kleinen Zahnkranz herumschleichen konnte und mich nocheinmal hinpackte, als der herumschlackernde Baudenzug (der glaub ich anders geschrieben wird) sich in der Pedale verhedderte.

    Aber dafür hat der Rosenkohleintopf aufgewärmt viel besser geschmeckt als heute. Und morgen kann ich mein Fahrrad auch schon wieder aus der Reparatur holen und mich in neue Abenteuer stürzen. Weiß jemand wo’s billige Navis gibt?

    (Volker Strübing)

    PS: Mannmannmann, in der Zeit, in der ich den ganzen Kram hier geschrieben habe, hätte ich auch 10 Zigaretten rauchen können. Aber nee! Ich Trottel muss ja ausgerechnet mit Rauchen aufhören!

  • Auf ein Neues …

    Gestern habe ich endlich das fertige, überarbeitete Manuskript an den Verlag geschickt. Seit Ende Mai war ich nun fast ununterbrochen irgendwie mit Nicht der Süden beschäftigt. Jetzt steht nur noch Kleinkram an. Da dachte ich mir: Mensch Volker, machste Dir mal nen freien Nachmittag und Abend, kochst einen Rosenkohleintopf, guckst einen schönen Zombiefilm und hörst zur Feier des Tages mal wieder mit Rauchen auf. Pustekuchen: Den Nachmittag sprengten nikotinmangelstrapaziertenervenzerreißende Telefongespräche und Emails, der Rosenkohleintopf ist misslungen und der Zombiefilm war zum Einschlafen langweilig. Ich versuche, es wie Spinne zu sehen: Ist doch prima, da hat die Nichtraucherei gleich die erste Bewährungsprobe bestanden!

    Mal gucken, wie lange ich diesmal durchhalte. Das letzte Mal waren es zweieinhalb Tage, das Mal davor immerhin vier Wochen.

    (Volker Strübing)