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  • Zwickmühle

    Wenn an des Bäckers Türe ein Zettel klebt: „Aus Betriebsgründen heute und morgen geschlossen“, dann weiß man gar nicht, ob man morgen wiederkommen soll, oder erst übermorgen, weil man ja nicht weiß, ob nun gerade heute ist oder schon morgen, also aus der Perspektive des Zettels.

    (Andreas Krenzke)

  • Dead Or Alive

    Dead Or Alive Poetry Slams fetzen. Die Idee stammt wohl aus München, vorgestern aber fand ein besonders schöner in Hamburg statt, organisiert von Kampf der Künste. Beim Dead Or Alive Poetry Slam treten lebende Dichter gegen tote Dichter an, die sich von Schauspielern vertreten lassen. In Hamburg waren auf Seiten der Toten unter anderem Erich Mühsam, Erich Kästner und Bert Brecht dabei. Bukowski hatte leider kurzfristig abgesagt.

    Und weil Dead Or Alive Poetry Slams eine ganz besondere Form sind, finden sie üblicherweise an ganz besonderen Orten statt – Theatern. Bei den Schauspielern uff Arbeit sozusagen. In Hamburg hat sich das Schauspielhaus zur Mitarbeit bereitgefunden und den großen Saal zur Verfügung gestellt, der mit 1200 Zuschauern ausverkauft war. Irre.

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    Probe. Auf der Moderatorencouch: Michel Abdollahi.

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    Julian Heun und Ken Yamamoto, der am Ende auch für die lebenden Dichter den Team-Sieg holte.

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    Auftritt Sebastian 23.

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    Sind das jetzt die aktuellen Verkaufspreise für die jeweiligen Orte? Ich nehme Usedom!

    (Volker Strübing)

  • Ist Gott ein Vogelschwarm, oder was?

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    Ich verstehe das nicht. Dass sie dem Piloten danken ist klar, aber wofür danken sie Gott? Dafür, dass er ihnen einen Gänseschwarm ins Triebwerk gestopft, ihnen ein paar Minuten Todesangst eingebrockt und sie dann im eiskalten Wasser hat rumstehen lassen? Und was ist das überhaupt für ein Größenwahn, zu denken, ein Gott, der ungerührt Kriegen, Hungersnöten und Tote-Hosen-Konzerten zuguckt, würde sich ausgerechnet um das eine kleine Flugzeug, in dem man selbst sitzt kümmern? Aber darum geht es wahrscheinlich beim Glauben generell: Seinem Leben eine Bedeutung zu geben, die man nicht in sich findet. Sich aufzuwerten. Hm. Andere werden aus demselben Grund Rassisten, da sind mir die Gläubigen schon lieber.

    Falls der Eintrag ein bisschen bösartig ist, bitte ich um Nachsicht: Ich sitze in Hamburg in einem Café und aus den Boxen leiert Xavier Naidoo. Wo bist Du, Gott, wenn man Dich braucht?! Dein Name sei Oropax!

    (Volker Strübing)

  • Kloß und Spinne 15: Das Norbertsche Theorem

    Mann, Mann, Mann, das war ne Frickelei …

    Hoffentlich lenkt das alles nicht zu sehr ab.

    Viel Spaß!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=4feOL_1dtqI]

    Tip: Das Video direkt auf der Website gucken und den Link „in hoher Qualität ansehen“ anklicken. Man braucht ne schnelle Verbindung, aber es sieht vor allem im Fullscreen-Modus besser aus. (Einbinden klappt irgendwie nicht so recht.)

    (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 12.1.2009

    Pimp my news

    „In den vergangenen zwei Jahrhunderten wurden an Australiens Küsten fast 200 Menschen von Haien getötet.“ (Spiegel Online)
    „Fast jedes Jahr wird ein Mensch an Australiens Küste von einem Hai getötet“ klänge schließlich nur ein Zweihundertstel so dramatisch.

    Die Krise überwinden

    Was sollen diese ganzen halbherzigen Konjunkturpakete bzw. -päckchen? Mit Konsumgutscheinen für alle Deutschen in Höhe von insgesamt 13,89 Billionen Euro müsste man meinen Berechnungen zufolge gut durch das Schlamassel kommen. Aber soweit denken die feinen kleingeistigen Damen und Herren da oben ja einfach nicht.
    Ausgeben könnte man die zum Beispiel in diesem Geschäft in der Schievelbeiner Straße:

    Alles, was das Herz begehrt

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    (Volker Strübing)

  • Trailer zu Kloß und Spinne Folge 15

    In der Zeit, die ich da drangesessen habe, hätte ich auch den eigentlichen Film fertig machen können …

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=xGSqPa1MJGA]

    (Volker Strübing)

  • Bug sei Dank!

    Ich habs geschafft. Bin davon losgekommen, wobei mir auch ein Bug  geholfen hat, der das Spiel jedesmal einfrieren ließ, wenn ich mich endlich über Agatha hermachen wollte. In einem anderen Programm habe ich dafür endlich den Fehler gefunden: In Anime Studio hatte ich mit kaputten Links zu den von mir importierten Einzelbildern zu kämpfen. Stundenlanger Re-Import aller Bilder hat das Problem jeweils nur kurzzeitig behoben – ein, zwei Tage später waren die Zuordnungen wieder im Eimer, keine Ahnung wieso. Jetzt habe ich gesehen, dass ich die ganz einfach in der jeweiligen Animationsdatei mit „Suchen“ und „Ersetzen“ ganz schnell heil kriege, so dass ich wieder mit dem Programm arbeiten kann, selbst wenn es wieder mal einen Rappel kriegt.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern war ich zu Gast bei der Chaussee der Enthusiasten und habe „Kloß und Spinne – Teil 15: Das Norbert Theorem“ gezeigt. Jetzt fehlt noch ein bisschen Feinarbeit (die sich eine Weile hinziehen kann, weil ich auch noch am Buch arbeiten und die Küche aufräumen muss) und dann stelle ich die Folge ins Netz. Wahrscheinlich Anfang nächster Woche.

    (Volker Strübing)

  • Zwei kleine Lesehinweise

    Im 3sat-Magazin ist ein Text von Kirsten Fuchs über „Nicht der Süden“. Das 3sat-Magazin kann man unter auf 3sat.de bestellen oder abonnieren. Man kann sich aber auch erstmal die Leseprobe (PDF) angucken – die Geschichte von Kirsten ist mit drin; man findet sie, wenn man ein bisschen runterblättert. Ich war in meinem früheren Leben übrigens keine Galeere, sondern ein Tretboot.

    Außerdem gibt es ein kleines Interview mit mir bei „Gedanken in Aspik“. Einen herzlichen Gruß an Tobias!

    (Volker Strübing)

  • Anno 2009

    Ich bin so blöd, echt! Am 31.12 18.00 Uhr habe ich endlich mein Rohmanuskript an den Verlag geschickt und dachte, dass ich mir mal drei, vier Tage Nichtstun erlauben kann – Pustekuchen! Irgendein Idiot (ich selbst um genau zu sein) hat mir zu Weihnachten das Aufbaustrategiespiel „Anno 1701“ geschenkt. Dabei hätte ich doch von „Die Siedler 3“ wissen müssen wo das hinführt. 2008 war das erste Jahr seit anno sonstewann, in dem ich nicht drei Wochen oder länger komplett weg vom Fenster war, weil ich von dem Scheißspiel nicht losgekommen bin und da dachte ich, ich könnte es mal wieder probieren und vielleicht habe ich ja Glück und „Anno 1701“ ist total doof und ich schmeiße es nach 3 Stunden wieder von der Festplatte. Nix da. Eigentlich wollte ich gestern wieder ins Leben zurückkehren, aber ich sitze immernoch an dem Mist. Aber morgen ist Schluss! Oder übermorgen!

    Wenn es wenigstens entspannend wäre! Stattdessen muss man sich konzentrieren wie ein Fluglotse, sonst brennen einem die Bürger die Stadt nieder, weil der Alkohol alle ist oder der Tabak oder auch die Nahrungsmittel. Und nachts legt man sich ins Bett und kann nicht einschlafen, weil man über die Optimierung der Handelsrouten nachdenkt und dazu im Hinterkopf den Soundtrack zum Spiel hört. Um überhaupt schlafen zu können, muss man sich entweder völlig betrinken oder stundenlang lesen. Ich lese gerade „América“ von T.C. Boyle. Sehr spannend, vielleicht ein bisschen zu konstruiert, vor allem aber extrem deprimierend. Auf dem Rücken des Buches steht ein Zitat von einem Reed Stillwater aus der Taz: „Bittere Situationskomik, die noch im Moment der Katastrophe zum Lachen reizt“ – das muss ein Druckfehler und eigentlich für ein anderes Buch gedacht gewesen sein. Oder ich habe über dem Compuzterspielen meinen Sinn für Humor komplett verloren. „América“ kann man nur lesen, wenn man parallel irgendeinen fröhlichen Schmöker schmökert, um sich ein bisschen aufzumuntern. Kafka oder Houllebecq oder so. Ich lese parallel: „I hate myself and I want to die“ – ein Buch über „die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten“. Ich habe aber den Eindruck, der Autor meinte eigentlich die 52 schlechtesten Songs aller Zeiten, er schimpft über schnulzige Texte, eintönige oder schräge Musik, jaulenden Gesang und so und das sehr lustig. Die Lieder über die ich bis jetzt etwas gelesen habe, kannte ich meistens nicht und wenn, dann fand ich sie auch doof. Laut Inhaltsverzeichnis nimmt er sich auch noch „Love will tear us apart“ von Joy Division vor. Mal gucken, was er darüber schreibt, danach entscheide ich, ob mir das Buch gefällt.

    So, und jetzt werde ich rasch meine Armee aufbauen und endlich Gräfin Agatha von Thielen überfallen.

    Euch ein frohes neues Jahr und viel Spaß im sogenannten wahren Leben!

    (Volker Strübing)

  • Spiders Trick- und Tip-Kiste: Guter Rat – nicht teuer! (2)

    Heute brandneu bei Mirko (Ja, man muss das Rad nicht zwei mal erfinden, man darf ruhig auch mal geniale Ideen stibitzen. Der übergroße Nutzen der sich für einen selbst und für alle weiteren Nachahmer daraus ergibt, und der dem ursprünglichen Erfinder ja nicht verloren geht, rechtfertigt dies ethisch zur Gänze, solange man sich nicht mit fremden Federn schmückt oder sogar einen Gewinn dadurch erwirbt.) abgeschaut: Frische Fleischereiwaren in der Kapuze des eigenen Anoraks transportieren und so beim flanieren beide Hände frei haben. Funktioniert auch bei anderem Einkaufsgut nicht zu hoher Masse oder Ausdehnung – aber natürlich nur, so lange man die Kapuze nicht aufsetzt.

    (Andreas Krenzke)