[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=eiTCJVChHRk]
Blog
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„Der Standort Amerika ist in Gefahr!“ (anonymer Sklavenhalter um 1861)
Die PIN AG steht wegen der Mindestlöhne vor dem Aus, weil Großaktionär Springer (das sind die mit der Zeitung, die immer auf Seiten des kleinen Mannes steht) sagt, dass sich das Geschäftsmodell dann nicht rechnet. Das Geschäftsmodell bestand darin, Leute richtig hart arbeiten zu lassen zu Löhnen, von denen sie nicht leben können.
Wahrscheinlich haben die Baumwollplantagenbesitzer dasselbe gesagt, als damals die Sklaverei abgeschafft werden sollte. Gut, dass sich damals niemand davon beeindrucken ließ. Heute wäre es wahrscheinlich schwer, so etwas durchzusetzen. Die Sklavenhalter würden eingeschnappt gucken und mit Entlassungen und Produktionsverlagerungen drohen, und die Sache wäre vom Tisch.
(Volker Strübing)
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Ich hab aber auch echt ein Rad ab
Schön war’s in Baden in der Schweiz …

Aber wer findet das kleine unangenehme Detail auf diesem malerischen Bild?
Richtig … das abbe Rad. Mein einst so stolzer, fremder Leute Füße und Kniee zertrümmernder und sie nächtens mit seinem Gerumpel aus dem Schlaf reißender Rollkoffer ist zum Schleif- und Tragekoffer degeneriert. Kaum 20 Meter, nachdem ich aus dem Zug ausgestiegen war. Und das war wirklich hart. Ich war noch nie zimperlich bei der Auswahl der mitzunehmenden Sachen. Für eine kleine 2- oder 3-Tagestour kam da schon mal das Äquivalent eines Studenten-WG-Umzuges zusammen (hier gibt’s ein Video, das das bestens dokumentiert). Seit ich den Rollkoffer habe, sind auch die letzten Hemmungen gefallen. Ich werde regelrecht nostalgisch, wenn ich mir das oben verlinkte Video angucke. Mit welch leichtem Gepäck ich damals noch gereist bin …
Nein, es war kein Spaß diesen Riesenkoffer voller Wackersteine und Goldbarren und schwarzer Löcher über das Holperpflaster von Baden bergan zu schleifen, zu zerren, zu schleppen, nein, nein, das war es nicht. Zu guter Letzt ist nun auch noch der Griff abgebrochen. Also,wenn ich mal Terrorist werden sollte (keine Angst, derzeit gibt es keine diesbezüglichen Pläne), werde ich ganz bestümpt keine Rollkofferbombe bauen, das wäre mir zu unsicher.
(Volker Strübing)
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Spaß am Computer – Heute: Windows Movie Maker
Bild 1:

Die Tatsache, dass im oben abgebildeten Fenster zwar ungefähr ein Dutzendmal davon die Rede ist, dass nun ein Film gespeichert würde, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es 1 Minute später zwar keinen Fortschritt im Fortschrittsbalken gab, dafür aber einigen bei der Berechnung der verbleibenden Minuten:

Bild 3, inzwischen sind wir bei einem Tag, 3 Stunden und 20 Minuten:

Ratet mal, was ich gedrückt habe:

War übrigens nichts kompliziertes, echt nicht. Nur ein importiertes Avi-Movie, dass ich in anderem Format speichern wollte.
(Volker Strübing)
PS: Bin heute unterwegs. Habe aber vorsorglich alle Lampen zuhause brennen lassen, zum Protest gegen den „Licht Aus“-Tag, die bescheuertste Aktion seit „Saufen gegen Rechts“. Wie wär’s mal mit „Hirn an?“ oder „Klappe zu?“
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Wie ich mal die Spitzel im Kaffeehaus austrickste
Ich kann mir nicht alle Benutzernamen merken, die ich mir gebe, und erst recht nicht alle Passwörter und Geheimzahlen. Aber man soll ja nix zwei mal nehmen, wegen der Sicherheit. Man soll auch immer seine wahren Daten verschleiern, wegen der Sicherheit. Ich zuckte also ein bisschen zusammen, als die Bedienung in diesem Kaffeehaus in München meinen Namen wissen wollte. Starbucks, Balzac oder sowas in der Art war das. Weihnachtskaffe mit Rentiersirup und aufgeschäumter
WichseSahne. Ich hatte ja eigentlich nur einen Kaffee trinken wollen, aber „nur Kaffee“: hahaha! Dank der freundlichen Bedienung fand ich aber erstaunlich schnell zu meinem Wunschgetränk. Damit sie mich aufrufen konnte, wenn es fertig war, wollte sie meinen Namen wissen. Sie war so freundlich, also was blieb mir anderes übrig? Ich sagte einen Namen, zahlte und suchte mir einen Stuhl. Nach einer halben Stunde ging ich dann. Sie riefen zwar viele Namen auf, aber ich konnte mich nicht mehr erinnern, welchen Namen ich spontan angegeben hatte.(Andreas Krenzke)
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Beschreibung einer vermiedenen Fotografie
Habe gerade zwei Tage im schönen Hannover verbracht und dort in der Humboldtstrasse einen greisen Orientalen gesehen, der sich mit der Linken am Geschlecht gepackt hielt und mit der Rechten einen Rentnertrolley hinter sich her schleppte, gebeugt und versunken, dass es so aussah, als zöge er sich selbst samt seinem Gepäck am eigenen Sack durch die Stadt. Auch sowas, was ich nie fotografieren würde, wegen der Würde.
(Andreas Krenzke)
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Neuer Service: Statt meiner eigenen gründe ich Deine eigene Religion!
Gestern Abend kam auf dem Ersten eine Reportage über Fundamentalisten – christliche, jüdische und islamische. Unter anderem begleitete das Kamerateam eine Raftingfahrt für strenggläubige Christen durch den Grand Canyon, der ihrer Auffassung nach nur durch die Sinflut entstanden sein kann. Der Reiseleiter sagte: “ Wenn man hierher kommt und an die Evolution glaubt, wird man natürlich auch Indizien dafür finden, dass das alles in Jahrmillionen entstanden ist. Doch wenn man hierher kommt und an die Bibel glaubt, sieht man sofort die Beweise dafür, dass er nur eine Folge der Sinflut sein kann.“ (Gedächtniszitat)
Es ist schon phantastisch, dass dieser Mann nicht sofort auf die Idee gekommen ist, dass er möglicherweise auch nur das sieht, was zu seinem Weltbild passt. Aber so funktioniert wohl Fundamentalismus. Oder echter Glauben. Oder Ignoranz, was weiß ich. Ich kann mich da nicht reinversetzen. Wie erklären sich eigentlich Fundamentalisten einer Religion, dass sie das richtige Wort Gottes in Händen halten, während ihre Kollegen (ich sag das jetzt mal so salopp) bei den anderen Religionen auf einen Fake hereinngefallen sind?
Okay, wahrscheinlich sagen sie: Gott hat mir den Weg zu sich gewiesen. Insbesondere bei den Erweckungschristen ist das so üblich. Aber wie erklären sie dann, dass ein strenggläubiger Moslem auch behauptet, Gott habe ihm den Weg gezeigt? Sagen sie dann, der würden sich das ja nur einbilden oder sei auf Satan reingefallen, der sich als Gott ausgegeben habe, um ihn auf den falschen Weg zu schicken? Aber wie können sie dann sicher sein, dass sie nicht auf eine Einbildung oder auf den Teufel reingefallen sind?Blöde Fragen, die nur ein Ungläubiger stellen kann. Diese Leute müssen sich nichts erklären, denn sie haben ja ihren von allen Zweifeln freien Glauben.
Aber wie gesagt, der Schuh passt mir nicht, dass kann ich nicht nachvollziehen. Irgendetwas nicht in Zweifel zu ziehen ist mir wohl unmöglich. Ich hoffe, diese Unmöglichkeit wird mir bei der großen Endabrechnung als Behinderung und mildernder Umstand gutgeschrieben.Fast noch merkwürdiger finde ich übrigens nichtfundamentalistische Gläubige. Also beispielsweise Christen, die die Bibel nicht wortwörtlich nehmen.
Es ist doch so: Entweder man glaubt daran, das die Bibel Gottes Wort ist, dann muss man ihr bedingungslos glauben. Und wenn Gott den Bibelschreibern gesagt hat, sie sollen jetzt mal aufschreiben, dass die Erde in 6 Tagen geschaffen wurde, dann ist das auch so und basta! Da kann man doch nicht daher kommen und sagen: Naja, böh, also man darf jetzt Gottes Wort ooch wüller nich so supergenau nehmen … vülleicht hatter n bisschen genuschelt, als er das gesagt hat oder das war nur als Gleichnis gemeint oder so … Mannomann, wenn ich Gott wäre, würde ich denen aber ordentlich die Hölle heiß machen! Da wären mir doch Ungläubige tausendmal lieber! Die würden mich wenigstens in Ruhe lassen und mich nicht mit ihren Gebeten behelligen und mir zum Dank das Wort im Munde umdrehen.Wie kann man an den christlichen Gott glauben, aber die Bibel als selbstzuinterpretierendes, fehlerbehaftetes Werk ansehen? Als Steinbruch für die Bausteine einer letztlich völlig eigenen Religion? Warum schreibt man sich dann nicht gleich eine eigene Bibel? Oder lässt sich von einem Autor seiner Wahl eine schreiben? (Braucht noch jemand eine? Über den Preis lass ich mit mir reden! Individuelle Kurzbibeln mit einem Grundschatz an nach ihren Wünschen erstellten Geboten und Weisheiten schon ab 1000 Euro! Aufpreis für innere Konsistenz: 5000 Euro! (Sowas gibt’s auf dem Religionsmarkt bis jetzt schließlich noch nicht))
(Volker Strübing)
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Das besoffene Internet
Das menschliche Gehirn besteht aus ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen.
Das Internet besteht aus ungefähr 1,3 Milliarden miteinander vernetzten Menschen bzw. ihren Computern. Das ist im Vergleich natürlich wenig, aber wenn man bedenkt, dass ein einzelner Mensch, noch dazu ein Mensch am Computer im Vergleich zu einem einzelnen Neuron ein viel komplexeres, aus Milliarden Neuronen und Millionen Bytes bestehendes informationsverarbeitendes System ist, liegt der Gedanke nahe, dass das Internet längst die Komplexität eines menschlichen Gehirns erreicht bzw. überschritten hat.
Ich finde die Vorstellung faszinierend, dass es irgendwann zu Bewusstsein erwacht. Oder schon zu Bewusstsein erwacht ist … wer weiß? Denn selbstverständlich würden wir nichts davon bemerken. Ein einzelnes Neuron, dass Signale erhält und bei Erreichung des Schwellenpotetials weiterleitet, weiß nichts davon, dass es gerade daran mitwirkt, einen Eintrag im Schnipselfriedhof zu verfassen. Und ein Mensch, der gerade einen Eintrag in sein Weblog schreibt, in einem Online-Spiel ein Monster killt oder eine wütende Email schreibt, nachdem der Ärger über andere Emails sein Schwellenpotential erreicht hat, ahnt nicht, dass er in Wirklichkeit nur von diesem neuerwachenden Bewusstsein dazu benutzt wird, den Gedanken „Ich denke, also bin ich“ hervorzubringen … (mehr …)
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Boom in der Lesebühnen-Trickfilm-Szene
Ach, toll, jetzt fängt auch Ivo an!
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=pQy7RmjAOJQ]Sehr schön gemalter Trickfilm. Mensch Ivo, ich wusste ja von Mal-Talenten in Deiner Familie, aber dass Du auch malen kannst! Cool.
Und da fällt mir ein, dass ich ganz vergessen habe, den Trickfilm von Jens und Max Rademann (letztererist Mitglied der Dresdener Lesebühne Sax Royal) hier zu loben und zu verlinken. Ein wunderschöner erzgebirgischer Heimatfilm:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=o8ALmLFcmz4]So. Und ich setz mich jetzt wieder an den neuen Kloß-und-Spinne-Film. Hab ja noch vier Folgen rumliegen, die schon für’s Radio aufgenommen wurden. Mal sehen, ob ich heute Abend schon eine Roh-Version bei LSD zeigen kann. Hm, eher nicht, weil ich diesen Monat Kassendienst habe und schon um 8 da sein muss (und zwischendurch noch einige Päckchen zu packen habe:-). Im Internet gibt’s den Film jedenfalls nächste Woche.
(Volker Strübing)
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Kloß-und-Spinne-Kalender-FAQ
Einige Fragen wurden zum Kalender gestellt, die ich hier beantworten werde. neue Fragen sind jederzeit willkommen.
Was ist eigentlich auf den Kalenderblättern?
Auf den meisten Bildern sitzen Kloß und Spinne neben Horst bei Norbert in der Kneipe. Über ihren Köpfen sind Sprechblasen. In den Sprechblasen stehen Sachen drin, hihi, die sehr lustig sind („Sind se nich!“ – Halt die Klappe, Kloß!) Es sind keine Zitate aus den Filmen sondern extra für diesen Kalender ausgedachte Sachen. (Allerdings kann es sein, dass der eine oder andere Spruch später mal in der Serie auftaucht.
Außerdem habe ich drei von meinen alten Horst-Bildern wieder vorgekramt und mit verbastelt, damit man auch mal was anderes als den kneipentresen zu sehen bekommt.

Stellst Du den Kalender zum Selberausdrucken online?
Nein. Wollte ich eigentlich, habe mich nun aber aus drei Gründen dagegen entschieden.
1. Einige Leute (darunter ich) wollen Kalender verschenken und ich möchte das Risiko vermeiden, dass die Beschenkten alles schon aus dem Internet kennen.
2. Wenn man ihn gut ausdruckt, auf schönem Papier und Deckfolie und Rückpappe, spart man wahrscheinlich kaum Geld. Wenn man ihn oll ausdruckt, bin ich traurig.
3. Ich pack so gerne Päckchen.
Nanu? Kann es sein, dass Du das Kalendarium vergessen hast?
Nein. Ich habe es bewusst weggelassen. Auf den Blättern stehen bloß der Name des Monats und die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Welttag der Feuchtgebiete, Pi-Approximation-Day, Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen etc.) Man soll den Kalender lieb haben und ihn nicht als nützliches Werkzeug missbrauchen. Kalender bei denen man sieht, dass der Scheidungstermin ansteht, dass der laufende Monat 5 Montage aber nur 4 Sonntage hat, dass es jetzt noch 3 Wochen hin sind bis zum Urlaub etc. gibt es schon genug. Der Kloß-und-Spinne-Kalender ist ein Instrument der Freude nicht der Knechtschaft!
Ähm … man kann den ja garnicht umblättern, so wie Du den zusammengeömmelt hast …
Kann man wohl. Man muss ihn nur von der Wand nehmen, die Schlompen rausmachen, den vergangenen Monat nach hinten packen und alles wieder zudingsen. Klar, ich hätte sie auch ringeln lassen können, aber erstens hoffe ich, durch diese monatliche Beschäftigung mit dem Kalender auf eine stärkere emotionale Bindung des Kunden an das Produkt / Werbearschloch-Modus AUS / Und es hätte 1,80 pro Stück gekostet …
(Volker Strübing)