
(Volker Strübing)
So, hier kommt der Film zum Wochenende:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=cxUxtrLBvXY]
Gestern habe ich im Radio 1 Studio im Admiralspalast 4 Folgen als Hörspiel aufgenommen. Darunter auch zwei, die es nicht als Trickfilm gibt. Die Serie läuft sonntags in der Show Royale, der wahrscheinlich besten Radiosendung der ganzen Welt. Moderiert von Grissemann und Stermann. Mit Ahnes Zwiegesprächen mit Gott, mit dem Supertopcheckerbunny und „Im Visier“, der Nachrichtensendung von Klaus Körper aka Konrand Endler aka Hortkind, von dem sich gerade 3 Ohrwürmer in der Heavy Rotation in meinem Kopf tummeln („Hässlichster Junge der Stadt“, „Mädchen ohne Augen“ und das „Im Visier“-Intro).
Kann man alles auch am Computer hören, wenn man zum Beispiel in Timbuktu wohnt, wo der Empfang von Radio 1 sehr schlecht ist.
Schönes Wochenende!
(Volker Strübing)
Hallo Terror-Kids!
Alles Stress, oder? Bombenbauanleitungen angucken im Internet bald strafbar? Tante Zypries verbietet Ferien im Terror-Camp? Und die Telekom euch die Bezeichnung T-Kids? Die neuen biometrischen Passbilder sehen auch zum kotzen aus?
Calm down! Alles easy. Braucht bald keine Bomben mehr zu bauen. Braucht bald keine Pilotenausbildung. Ihr müsst nur glaubhaft machen, dass ihr den Vogel entführt habt. Das wird vielleicht ganz einfach, Handy im Flugzeug soll ja demnächst erlaubt werden. Jedenfalls ballert „Verteidigungs“-Minister Jung dann für euch den Braten vom Himmel. Vielleicht müsst ihr dazu dann nicht mal selbst an Bord. Der ist einer von Euch, der Jung. Zur FIFA-WM 2006 ™ hat er schon mal Piloten gecastet, der Jung, sagt er. Könnte höchstens passieren, dass der Schäuble den Jung zielgerichtet töten lässt, weil er doch einer von euch ist. Aber dann hat er immerhin die 72 Jungfrauen, also der Jung jetze.
Also Terrorkids: chillen und Tee trinken! Und auf die neueste Bundestrojaner-Version aktualisieren!
(Andreas Krenzke)

Hm. „Sie haben auf die neueste Firefox-Version uriniert„, wäre zwar eklig und sinnlos aber zumindest sprachlich korrekt. Und kann man eigentlich „auf“ etwas anderes als die neueste Version „aktualisieren“? Niemand erwartet die Nachricht: „Sie haben auf eine ältere Version aktualisiert“ oder so. Warum schreiben die nicht einfach: „Firefox wurde aktualisiert“?
Ach egal. Drauf aktualisiert geschissen …
(Volker Strübing)
Manchmal erzählt jemand, dass Bettler soundsoviel Euros pro Stunde verdienen, und meist erzählt dieser jemand das mit einem empörten, missgünstigen Unterton. Das kann ich nicht verstehen. Denn Betteln ist bestümpt kein angenehmer Job, und sollte deshalb wenigstens gut bezahlt sein. Finde ich. Ich möchte das zum Beispiel nicht machen müssen, selbst wenn die Verdienstaussichten wirklich so rosig wären, wie man oft hört.
Manch einer mag jetzt einwenden, dass es ungerecht sei, dass die Bettler Geld kriegen, ohne etwas Nützliches zu tun, aber erstens kann man sich darüber streiten – immerhin bieten sie eine Art Wohlfühlmassage für das Gewissen ihrer Kunden an – und zweitens ist es doch wohl der größere Skandal, dass manche Menschen viel mehr verdienen als die Bettler, in dem sie Schaden anrichten. (Da muss man gar nicht unbedingt an Blackwater-Söldner und Personenminen-Fabrikanten denken; da genügt vielleicht schon ein Blick in die kleine Werbeagentur an der Ecke, die den öffentlichen Raum für ihre Klowand hält und mit Unerträglichkeiten zukleistert.)
Missgunst ist schon gar nicht angebracht, denn schließlich steht diese Tätigkeit jedem offen und kann auch nebenberuflich betrieben werden. Wer meint, es ginge den Bettlern zu gut, soll sich halt ein Stück vom Kuchen abschneiden. Und – hey! – ich werfe nicht nur Punkern was in den Hut, sondern auch „ordentlichen“ Leuten, die sich auf diese Weise das Geld für einen Plasmafernseher verdienen wollen.
(Volker Strübing)
Am 1. Oktober erscheint „Ein Ziegelstein für Dörte“ offiziell – und ich feiere rein! Alle sind herzlich eingeladen. zur Buchreleaseparty am 30. September ab 20.30 Uhr im Sonntagsclub in der Greifenhagener Str. 28 (Nähe S-Bahnhof Schönhauser Allee). Der Eintritt ist frei, die Getränke sind preiswert, die Musik wird gut (danke Yvonne!) und das Programm nicht allzu lang. Bestümpt wird es auch eine Filmpremiere geben.
Der Sonntagsclub ist ein Café für Lesben, Schwule, Bi’s, Transgender, Nachbarn und Freunde und wer nicht zu einer der ersten vier Kategorien gehört, wird automatisch in die Kategorie „Freunde“ eingeordnet. Es braucht also niemand Angst haben – die haben ja auch keine vor Heteros. Der Sonntagsclub hat eine schöne Bühne, schönes Licht, ein schönes Klavier (das auf der Buchreleaseparty wohl auch nur dekorativen Zwecken dienen wird), einen Beamer und vor allem: Ich habe nur einen Heimweg von einer Minute 😉
Ach, ich freu mich schon!
(Volker Strübing)
PS: Nicht wundern. Eigentlich sollte die Party am 7.10. sein, aber aus diversen Gründen habe ich sie vorverlegt.
„Die Wahl des Themas zur Premiere von „Anne Will“ im Ersten, formerly known as „Sabine Christiansen“, war auf jeden Fall apart. Der Bundesinnenminister warnt vor Terroranschlägen mit Atomwaffen; der Verteidigungsminister kündigt den Abschuss von Passagierflugzeugen an, die Terroristen als fliegende Bombe missbrauchen wollen; die islamistische Anschlagsgefahr in Deutschland insgesamt steigt spürbar an – doch die Gesprächsrunde im neuen Studio in Berlin-Adlershof beschäftigte sich mit Hartz IV. „Rendite statt Respekt – wenn Arbeit ihren Wert verliert“.
Nicht wirklich brandaktuell, aber ein klassisches Thema für den Sonntagabend“
Ich glaube, für Aussagen wie diese wurde der Begriff „süffisant“ erfunden. Mal gucken, ob ich das auch kann: Für einen gutverdienenden, sicher viel herumreisenden Spiegel-Redakteur ist es natürlich wahrscheinlicher, von Verteidigungsminister Jung zum Abschuss freigegeben zu werden oder wegen einer Terrorwarnung Verspätungen in Kauf nehmen zu müssen, als dass Hartz IV für ihn jemals „brandaktuell“ wird. (Obwohl ich geneigt bin, ihm letzteres wenigstens für einen Monat mal zu wünschen)
(Volker Strübing)
So, jetze aber. Hab das heute früh hochgeladen und YouTube hat geschrieben: „Video not longer available“. Keine Ahnung wieso. Jetzt ist es jedenfalls wieder da.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NOywMTzKxnY]
Viele Grüße aus Darmstadt!
Huch … irgendwas ist schief gegangen … dauert wohl doch noch bis morgen …
(Volker Strübing)
In meinem gestrigen Beitrag habe ich das Foto des Logos eines zahntechnischen Betriebes sowie eine zweite, von mir veränderte Version dieses Logos veröffentlicht. Das tat ich recht arglos, es war ja nur ein kleiner unbedeutender Schmunzelscherz. Dann erhielt ich eine Email von einem Fotografen, der so freundlich war, mir aus eigener Erfahrung den Rat zu geben, diese Bilder rasch zu entfernen bevor irgendein gieriger Abmahngeier sie findet und mir ein Mahnbescheid über hunderte Euros ins Haus flattert.
Da habe ich nun gerade gar keine Lust drauf. Mit hunderten von Euros kann man soviel schönere Dinge machen, als sie Menschen, um deren Seelenheil ich mir ernsthafte Sorgen mache, in den Rachen zu werfen. Man kann das Geld zum Beispiel verbrennen und dem heimeligen Knistern der Flammen lauschen. So gerät es wenigstens nicht in die falchen Hände. Vielleicht fällt einem sogar was noch besseres ein!
Einen Moment schämte ich mich für diese vorauseilende Kapitulation. Aber dann sagte ich mir: Das war kein Beitrag, um den es sich wirklich zu kämpfen lohnt. Nur: wo ist die Grenze. Was müsste passieren, damit ich mein Recht auf Meinungsfreiheit und Satire (so wie ich es verstehe) verteidige und dabei das Risiko eingehe, dass aus ein paar hundert Euro ein paar tausend werden. Und hätte ich „hundert“ und „tausend“ eigentlich groß schreiben müssen? Die Antwort, mein Freund, weiß ganz allein der Wind …
(Volker Strübing)