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  • Präsenile Bettflucht?

    Verückt. Es ist 6.30 Uhr MEZ und ich sitze am Computer und tippe was ins Weblog.

    Das kann eigentlich nur bedeuten, dass ich im Urlaub bin, in Südostasien vielleicht, und gerade nach einem verspäteten Bananapancake-und-Obstsalat-Frühstück ins Internetcafé gegangen bin, um vor dem Gang zum Strand Emails und schlechte Nachrichten zu checken. Oder aber ich habe die Nacht durchgefeiert, bin im Morgengrauen aus irgendeiner Wohnung oder einem Club rausgeschmissen worden und kann nicht ins Bett, weil sich alles so schnell dreht, wenn ich die Augen schließe …

    Das sind die beiden sinnvollen Erklärungen. Es deutet allerdings alles darauf hin, dass ich einfach kurz vor 6 wach geworden bin, eine Weile grübelnd im Bett gelegen und dann beschlossen habe aufzustehen. Verrückt.

    Dabei ist es nicht das erste Mal, das mir sowas passiert. Und wenn es passiert, hat dies meist denkwürdige Folgen. Die folgende und – ich schwöre – zu hundert Prozent wahre Geschichte hat sich vor 5 Jahren zugetragen: (mehr …)

  • Drei Fragen, auf die ich gar keine Antworten will

    Wenn man die NPD nicht verbieten will, da man sie sonst nicht mehr so gut beobachten könne, wäre es dann nicht konsequent, al-Quaida und die „militante Gruppe“ zu legalisieren, um besser V-Männer einschleusen zu können?

    Falls es wirklich zu einer strafbaren Handlung wird, im Internet Bombenbaupläne aufzurufen, wird es dann auch strafbar, derartiges in Büchern oder Zeitschriften zu lesen? Erst kürzlich stolperte ich über eine Beschreibung für einfach duchzuführende Brandanschläge auf Fahrzeuge. Wie man Düngemittel- oder Gasflaschenbomben baut, ist auch immer mal wieder zu lesen.

    Wer von all den naserümpfenden Journalisten, Politikern und Kommentatoren hätte sich wohl 50 grölenden, besoffenen, um sich schlagenden Männern in den Weg gestellt? Aus der gutbürgerlichen Stube in einem gutbürgerlichen Wohnviertel heraus ist es leicht, sich über „mangelnde Zivilcourage“ zu mokieren.

    Bin nur ein einfacher, unwissender Autor, der sich so seine Gedanken macht 😉

    (Volker Strübing)

  • Im Glashaus …

    … macht Steineschmeißen doch eigentlich erst richtig Spaß, oder?!

    Viele Sprichwörter bedürfen dringend einer Revision.

    (Volker Strübing) 

  • Schreibfaul

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    (Berlin, Torstrasse)

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    (Dessau, am Schillerpark)

    Ach ’ne HDR-Knipse, die fünf unterschiedlich belichtete Bilder gleichzeitig schießt, das wäre schön.

    (Volker Strübing)

  • Making Of Spinne und Kloß

    (Huch! Der folgende Beitrag sollte eigentlich bloß eine kurze erfreuliche Ankündigung werden und ist nun zum längsten aller Schnipselfriedhofs-Schnipsel geraten …)

    Hey! Ab demnächst laufen Kloß und Spinne im Radio! Und zwar im Rahmen der Show Royale mit Grissemann und Stermann auf Radio 1. Die erste Folge soll diesen oder nächsten Sonntag laufen. Vorerst wurden 5 Folgen aufgenommen – dieselben, die es auch schon als Trickfilm gibt, ein wenig aufbereitet und bearbeitet fürs Radio. Falls es weitergeht, wird es auch exklusive Radiofolgen geben, vielleicht auch welche, die direkt auf Ereignisse der Woche Bezug nehmen. Mal sehen. Ideen gibt’s genug. Ich bin gespannt, wie das im Radio wirkt und von den Hörern aufgenommen wird. Die Show Royale erscheint mir jedenfalls als ideales Umfeld.
    Zumal ich sowieso dauernd gefragt werde, ob ich der aus der Show Royale sei. Das geht so, seit Ahne dort seine Zwiegespräche mit Gott führt. Offenbar sind unsere Stimmen leicht zu verwechseln. Spider geht es ähnlich. Wahrscheinlich haben wir einfach eine ähnliche Stimmlage und denselben Berliner Zungenschlag.

    Ahne habe ich auch zu verdanken, dass Kloß und Spinne ins Radio kommen – nein, eigentlich sogar, dass es sie überhaupt gibt. Das kam nämlich so: (mehr …)

  • Mein Versagen als Bürger der DDR

    Fritz J. Raddatz siedelte 1950 als Neunzehnjähriger von West- nach Ost-Berlin über, um im vermeintlichen Arbeiter- und Bauernstaat zu studieren und zu leben. Seine Karriere in der DDR verlief ziemlich steil. Er wurde erst Leiter der Auslandsabteilung und stellvertretender Cheflektor des Verlages „Volk und Welt“. 1958 verließ er die DDR. Von 1976 bis 85 war er Leiter der Feuilletonabteilung der „Zeit“ in deren jüngster Ausgabe nun ein von ihm geschriebenes Dossier mit dem Titel „Mein Versagen als Bürger der DDR“ erschien. Darin setzt er sich äußerst elbstkritisch mit seiner Zeit in Ost-Berlin auseinander, als er – obwohl ihm vieles Unrecht bekannt war – das System unterstützte, mittrug und vertrat, wobei er sein Wissen und sein Gewissen überlistete, in dem er sich kleine Aufmüpfereien erlaubte.

    Vermerkt wird auch, dass ich es abgelehnt habe, Mitglied der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft zu werden. Und hier wird es prekär. (…) Das zu verweigern war freches Sakrileg und mein recht keckes »Ich liebe keine Einbahnstraßen, ich gehe da erst rein, wenn es umgekehrt auch eine ›Gesellschaft für sowjetisch-deutsche Freundschaft‹ gibt« nicht einmal ganz ungefährlich. Diese Weigerung habe ich als »Mut« deklariert. Doch schaukelt der selbst verliehene Mut-Orden nicht doch recht schiefschultrig? Was wäre denn schon die ärgste Konsequenz gewesen? Doch nicht das Lager in Workuta.

    Ich bin damals in die Deutsch-Sowjetische-Freundschaft eingetreten. (mehr …)

  • Kloß und Spinne – Teil 5: Eulen für Athen!

    Und hier kommt eine neue Folge von Kloß und Spinne. Wie angekündigt ist er wieder ganz „klassisch“ und wird daher in die offizielle Zählung aufgenommen.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=WFsh8VT4ssA]

    Und wenn jemand den auf dem fernseher laufenden Actionfilm noch mal in groß und mit superen Soundeffekten hören will, dann kann er dies hier tun:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=dFBDAE5YrnA]

    Viel Spaß!

    (Volker Strübing) 

  • MinSeLeb

    Mancher schreibende Kollege empfiehlt, morgens nach dem Aufstehen erstmal ein paar Minuten einfach draufloszuschreiben, rauszulassen, was einem gerade durch den Kopf geht. Traumfetzen, Gedanken, sinnlose Geschichten, Hasstiraden, eine Anekdote, an die man sich erinnert – egal. Nicht nachdenken, nicht korrigieren, keine Selbstzensur, einfach nur schreiben, schreiben, schreiben. Hinterher kann man das Geschriebene bedenkenlos wegwerfen; es ging schließlich nur darum, in die Gänge zu kommen, sich warmzuschreiben sozusagen.

    Ich habe mit dieser Methode schlechte Erfahrungen gemacht. Das gute Gefühl schon einen Text geschrieben zu haben, löst bei mir wohlige Feierabendstimmung aus. Ein Text pro Tag ist schließlich genug! Ich wäre froh, wenn ich diesen Schnitt halten würde.

    Dennoch ist die Versuchung groß jetzt genau das zu tun, einfach schreiben, schreiben, schreiben ohne nachzudenken, ohne zu korrigieren, ohne Selbstzensur. Mit großer Schrift meine Internetklowand beschmieren. Das  Internet mit Gedankenmüll vollmachen, bis es platzt. Unschuldigen Lesern Lebenszeit stehlen.

    Und das alles nur, weil ich, solange ich schreibe, eine gute Ausrede habe um nicht bei der Telekom-Rechnungsstelle anzurufen. Ich bin schon gestern in der Telekomfiliale nicht ausgerastet – obwohl ich allen Grund gehabt hätte – ob ich das heute am Telefon nochmal schaffe? Die Telekom ist eines der Hauptwerkzeuge des Ministeriums zur Senkung der Lebensqualität (MinSeLeb), von dessen Existenz viele Bürger ja gar nichts wissen. Durch intensive Nachforschungen Nachdenken Gespräche beim Bier haben Spider und ich zufällig vor einigen Jahren das Geheimnis gelüftet. Leider haben wir die Aufklärungsarbeit sträflich vernachlässigt. Ich gelobe Besserung.

    So. In einer Stunde muss ich losfahren. Nach Potsdam, geheimnisvollen Dingen entgegen, von denen ich hoffentlich nachher berichten kann. Eine Stunde, puh, das wird knapp. Ich muss ja auch noch Zähneputzen und Schuhe anziehen, nee, nee, also bei der Telekom anrufen, schaffe ich jetzt nicht mehr, oder?

    Außerdem habe ich ja jetzt schon einen text geschrieben und gerade macht sich so ein wohliges Feierabendgefühl breit. Will ich mir das von den Mächten der Finsternis verderben lassen?

    Hm. Es führt wohl kein Weg dran vorbei.

     (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 14.8.2007

    Also diese Alten von heute!

    Ich gehe in den Zeitungsladen, um mir eine Zeitung für die Zugfahrt nach Berlin zu kaufen. Meine Gitarre stelle ich an der Kasse ab, um die Hände frei zu haben. Dann hole ich mir eine Süddeutsche und bin zeitgleich mit einem älteren Herren zurück an der Kasse. Ich lasse ihm den Vortritt; er aber schüttelt den Kopf und will mich vorlassen. So geht es kurz hin und her, dann sage ich „Danke“ und bezahle. Als ich dies tue, sagt er mit giftiger Stimme: „Sie hatten ja schon ihr Gepäck da deponiert, gleich als sie reingekommen sind, ne?!“ Und zu einem zweiten alten Mann: „Den Trick merken wir uns, was? Erstmal Platz an der Kasse reservieren, dann Zeitung aussuchen.“ Der andere nickt und schnaubt bestätigend.

    Schade, dass mir in diesem Moment mal wieder nichts schlagfertiges eingefallen ist. Zum Beispiel hätte ich sagen können: „Ich hoffe, du stirbst bald, du armer, verbitterter Mann. Das wäre das beste für dich. Für alle anderen natürlich auch.“

    Hilferuf

    Kann jemand ein gutes, schnell und stark wirkendes, einfach zu beziehendes Beruhigungsmittel empfehlen? Ich muss morgen in die Arcaden zur Telekom, die gerade eine Rechnung für einen gekündigten Telefonanschluss geschickt hat. Oh Mann, wenn ich dort morgen lange warten muss und dann auch noch den schmalzhaarigen, blasierten Möchtegernirgendwas (weeß icke, was der gern möchte – vom Kunden arrogant behandeln jetze mal abgesehen) als Kunden“betreuer“ bekomme, und der mir seelenruhig erzählt, dass … oh nee, nicht dran denken, nicht jetzt schon wahnsinnig werden … vielleicht wird ja alles gut.

    Von Brasilien lernen!

    Zu Beginn des Jahres schockte der Bürgermeister von São Paulo, Gilberto Kassab, die PR-Branche seiner Stadt, indem er jede Werbung im Stadtbild verbieten ließ. Seither ist São Paulo die weltweit erste Metropole ohne Banner, Poster und Plakate.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/301/128092/

  • Neulich am Nabel der Welt

    Rom, Rom! Wen interessiert Rom? Alle Wege führen nach Pötnitz!

    Schöne Grüße aus Dessau!

    (Volker Strübing)