Was ist das? Konkret und symbolisch gesehen?

Was tust Du, damit solche Bilder nicht eines Tages der Vergangenheit angehören?
(Volker Strübing)
Was ist das? Konkret und symbolisch gesehen?

Was tust Du, damit solche Bilder nicht eines Tages der Vergangenheit angehören?
(Volker Strübing)
… aus Roßlau an der Elbe.

Die Umgebung ist übrigens wunderschön.
(Volker Strübing)
Puh, hier ist er nun. Der neueste Kloß-und-Spinne-Film. Ich habe ihn nicht numeriert, weil er doch sehr aus der Serie herausfällt. Es ist, der Titel deutet es an, vor allem ein Heimatfilm. Ein Tierfilm. Ein Aufklärungsfilm, den man seinen Kindern zeigen kann, um ihnen die Sache mit den Bienen und den Blumen zu erklären. Ein Aufklärungsfilm auch über die terroristische Bedrohung; er ist ein (Klassik-)Musikvideo, eine bittere Anklage gegen die Massenmedien; er hat vier Enden (wenn ich richtig gezählt habe) und mindestens genausoviele Erzählebenen. Er ist 1 Minute und 46 Sekunden lang:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=N9eGtmTEZG8]
Der nächste Teil wird aber wieder ganz klassisch – versprochen! Ich musste wollte mich bloß mit neuer Software und anderen Animationstechniken vertraut machen. Ist sozusagen mein Übungsfilm.
Hoffe, er gefällt …
(Volker Strübing)
PS: Die hier können das auch ganz gut:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=UWv67oCG4Y8]
Meine Favoriten sind „Die Unglücksprinzessin und der lachende Frosch“ und „Fremdenführer fällt in den Bach“.
Normalerweise fallen einem schlagfertige Antworten erst mit einiger Versptung ein (mir geht es jedenfalls so). Aber gestern war ich mal schnell. Ich war mit einem alten Freund, den ich in den letzten Jahren nur sehr selten gesehen habe, in einem Biergarten in Kreuzberg. Schön war’s. Er hatte den ersten Wein geholt, irgendwann war ich dann mit dem zweiten an der Reihe.
Er: Wenn se fragt, sagste, du willst den spritzigen trockenen. Die ham auch noch einen, der nur trocken ist .
Ich: Den spritzigen trockenen, okay!
Ich (zur Frau in der Getränkeausschankbude): Ich hätte gern noch zwei Weißwein. Kann gleich hier in die Gläser. Den, der trocken und spritzig ist, bitte.
Sie: Häh?
Ich: Ähm, das hat mir mein Kumpel so gesagt. Vielleicht ist er ja vorhin von deiner Kollegin bed …
Sie: Oh Mann! Kannste nich einfach sagen, welche Sorte du hattest?!
Ich: Ähm, ich weiß ja nicht, was für …
Sie: Oh Mann!
Ich: Was gibt’s denn für wel…
Sie: War’s der hier?! (Kippt mit wütendem Gesichtsausdruck einen Schluck Wein in eins der Gläser.)
Ich (koste verschüchtert und nicke, obwohl ich mir nicht sicher bin – egal!)
Sie: Sach das doch gleich, Mann! 6 Euro. Hab die Schnauze voll, weißte! Da drüben wartet ’n Stück Pizza auf mich und wird kalt, verstehste. Hach! Aber normalerweise bin ich ganz freundlich.
Ich (reiche ihr 6 Euro): Und ich geb normalerweise Trinkgeld.
Naja. Eigentlich hätte sie für die Erklärung am Schluss fast schon wieder Trinkgeld verdient gehabt.
War das nun die berühmte Berliner Unfreundlichkeit, von der man allenthalben hört? Sie klang jedenfalls nicht wie eine Berlinerin. Aber ich habe sowieso die Theorie, dass manche Leute, die es als Touristen oder Neuberliner hierherverschlägt, sich extra unfreundlich geben, um in der fremnde Stadt nicht aufzufallen. Damit fallen sie dann anderen Touristen und Neuberlinern auf, die dies als Bestätigung der Mär vom garstigen Berliner auffassen und diese Geschichte weiterverbreiten, woraufhin sich der nächste Schub Touristen und Neuberliner denkt, ich werde schon mal ein bisschen Unfreundlichkeit üben, bevor ich mich nach Berlin traue …
Und freundliche Berliner (na gut, kein echter, bin erst seit dreißig Jahren in der Stadt) müssen sich dann am Getränkeausschank anpampen lassen …
(Volker Strübing)
Damit es diese Woche noch mit dem neuen Kloß und Spinne Trailer klappt, gibt es heute nur ein paar Video-Links im Weblog. Die fetzen dafür aber richtig…
Bei Nerdcore habe ich das hier gefunden:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=IoXgRtDysLY]
Lange nicht mehr so gelacht (naja, das letzte Mal vor ’ner Woche oder so).
Den folgenden schönen Trallala-Weihnachts-Roboter-Popsong von Jonathan Coulton mitsamt hübsch animiertem Video habe ich bei NGC6544 entdeckt. Aus ihm stammt auch der Satz, den ich als Überschrift verwendet habe.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=B3DyxaCYlfg]
Und zu guter Letzt: Schöne Musik, schönes Video vom Voodoo Trombone Quartet und eclectech.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=BwZAJ5tISDQ]

Drei Fragen, deren Antworten durch Meditation über obigem Bild zu finden sind:
– Was unterscheidet den linken vom rechten Fensterflügel?
– Wie hat der Autor den Sonntag verbracht?
– Was ist der Sinn des Lebens?
(Volker Strübing)
Am liebsten würde ich über meinen Mixer schreiben. Ja, über den aus den Filmen Bockwurstjoghurt und 7-Kräuterquark bekannten Mixer. Bei dem habe ich nämlich den Messereinsatz falsch in das Mixbehältnis eingesetzt und jetzt kriege ich ihn nicht mehr raus und ich konnte meinen Morgenmurx nicht zubereiten und das ist doof. Über meinen neuen Computer würde ich auch gerne schreiben. Der funktioniert nämlich und fetzt urst und ich kann Half Life 2 jetzt mit vollen Details und hoher Auflösung spielen und vielleicht auch mal neuere Spiele ausprobieren und das Musikprogramm kommt nicht mehr ins Stottern und überhaupt. Kaputte Mixer und funktionierende Computer sind tolle Sachen, um sich von dem abzulenken, was da draußen an Gruseligem vor sich geht. Ich will jetzt weder an Terroristen noch den War on Democracy Terror denken; nicht an Nazis oder russiche Fahnen auf dem Meeresgrund unter dem Nordpol; nicht an „Freiheit“, die nur noch die Freiheit zum Geschäftemachen meint; nicht an Kampfroboter mit praktischer Point-And-Kill-Funktion oder „weniger tödliche“ Waffen, die „Vernichtungsschmerzen“ auslösen, ohne Spuren zu hinterlassen; nicht an Afrika oder China oder den traurigen Mann in meinem Haus oder oder oder eins von den tausend anderen Dingen, die auf einen niederpurzeln, wenn man einmal anfängt, über die Welt nachzudenken.
Und ich würde gerne dieses schlechte Gewissen loswerden, dass mich manchmal beschleicht, wenn ich meine oder eure Zeit mit vermeintlichen Banalitäten vertrödele, wo es doch soviele vermeintlich wichtige Themen gäbe.
Außerdem finde ich, dass die Bundesregierung alle verfügbaren Manifeste aller Terrorgruppen veröffentlichen sollte, damit man nicht versehentlich die selben Formulierungen verwendet und am Ende gezielt getötet wird. Aber das ist natürlich auch schon wieder so ein gruseliges Thema.
Inzwischen wurde wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung Haftbefehl erlassen. Zur Begründung heißt es, eine von H. „veröffentlichte wissenschaftliche Abhandlung enthält Schlagwörter und Phrasen, die in Texten der ‚militanten gruppe‘ ebenfalls verwendet werden. Die Häufigkeit der Übereinstimmung ist auffallend und nicht durch thematische Überschneidungen erklärlich.“
(Volker Strübing)
Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön
Schön ist sie nur, wenn wir träumen …
(Die Kassierer)
(Volker Strübing)
Es begann als bitterer Witz an einer ALDI-Kasse in Berlin-Weissensee. „Ich kann ja mal meinen Chef fragen, ob er mir einen Buttergroschen auf den Lohn drauf packt“, sagte Frankie Metzler und lachte höhnisch auf, als er die Butter und die Milch vom Band nahm und in den Nylonbeutel fallen ließ. Die Schlange hinter ihm nickte und murmelte beipflichtend. „Aber dann kann er ja seiner Frau zu Weihnachten keinen neuen BMW schenken!“, fügte er hinzu. Und: „Is wie mit die Stromkonzerne! Die machen Milliardengewinne und tanzen uns auf der Nase rum. Die machen, was sie wollen!“ Noch mehr beipflichtendes Gemurmel. „Naja. In Zukunft nur noch Margarine. Ging ja früher och. Damals zu Ostzeit, die gute Kama Cama, das war doch gutes Zeug, was?!“
Schon am nächsten Tag schloss sich die Boulevardpresse dem Aufruf zu einem Butterboykott an. Auch die Forderung nach einem Buttergroschen verbreitete sich rasant. Deutschlands meistgehasster Molkereimogul forderte Hilfe vom Staat in Form von Subventionen, mit denen er den Preis für Milch niedrig halten könnte, ohne selbst Geld zu verlieren. Finanziert werden solle dies über eine Senkung der Sozialausgaben – das sei sowieso nötig, denn die Menschen müssten Eigenverantwortung lernen, anstatt immerzu Hilfe vom Staat zu fordern. Auf ntv rieten Wirtschaftsexperten dazu, Geld in Molkereiprodukte anzulegen. Die Konten der Bürger leerten sich, während sich ihre Tiefkühltruhen und Keller mit Quark und Joghurt füllten. Der Milchpreis stieg und stieg.
Der Buttergroschen wurde Wirklichkeit. Allerdings nicht so, wie es sich die meisten erhofft hatten. Statt der Löhne stiegen die Preise. Den Anfang machten die Berliner Lesebühnen, deren Autoren den Gedanken nicht ertrugen, ihren Kaviar in Zukunft auf Margarineschrippen zu schmieren. Schnell stellte sich heraus, dass die Erhöhung der Preise für Milchprodukte der erste Stein in einer langen verschlungenen und verzweigten Rehe von Dominosteinen gewesen war, die nun einer nach dem anderen stürzten und den nächsten mit sich rissen. Am Ende musste der Preis für Luxusyachten erhöht werden, weil die Frau des Besitzers der Yachtwerft nicht auf ihr tägliches Schönheitsbad in Crème fraîche verzichten wollte. Pech für den Molkereimogul, der sich zu Weihnachten eigentlich mit einer neuen Yacht für die sprudelnden Gewinne belohnen wollte.
Unterdessen hatte sich die Situation auf dem Milchmarkt fundamental gewandelt. Immer mehr Anbieter wollten beim Geschäft mit dem „weißen Gold“, wie Milch bald genannt wurde, mitmischen. Brot und Biodiesel wurden knapp, weil immer mehr Anbaufläche für Milchkuhfutter gebraucht wurde. Massendemonstrationen unter dem Motto „Kein Blut für Butter“ konnten die Milchkriege (eigentlich die „Futtergetreideanbaugebietekriege“) von 2008 nicht verhindern. Südkoreanische Forscher konnten durch Gentransfer elefantengroße Kühe herstellen, die fast nur aus Euter bestanden. Der Klimawandel beschleunigte sich wegen der furzenden Rinder dramatisch.
Schweinefleisch wurde zuerst extrem billig, als alle europäischen Züchter ihre Bestände schlachteten, um Platz für Milchkühe zu schaffen, und dann sehr, sehr teuer … und ein Strom aus Milch ergoss sich über die Erde und riss die Wirtschaft in eine Talfahrt, einen Malström der Inflation. Milchmanager sprangen aus Wolkenkratzern; Millionen einfacher Bürger, die ihr gesamtes Erspartes in Milchprodukten angelegt hatten, verloren alles – und die wenigen verbliebenen Schweinehalter lebten wie die Scheichs.
Endlich wurde die Notbremse gezogen. Milliarden Hektoliter Milch wurden in die Ozeane verklappt, um die Preise hochzuhalten. Ungünstige Winde und Strömungen trieben einen Teil davon auf die Küsten zu und verursachten die großen Milchpesten (-peste? -pests? pesto?) von 2008 und 2009. Und dann entdeckte jemand eine Möglichkeit, aus Milch Biobenzin herzustellen. Bald warb Esso mit dem Slogan: „Die Kuh im Tank“. Der Milchpreis begann zu steigen. In einem Nettomarkt in Dresden machte jemand einen bitteren Witz: „Ich kann ja meinen Chef mal nach einem Buttergroschen fragen.“
(Volker Strübing)
… macht es leise „moep!“, der Bildschirm wird schwarz und der Geruch verbrannter Plaste macht sich im Zimmer breit.
Andererseits: Wann kann man es schon brauchen?
Aber verdammt, es hätte vielleicht keinen guten Zeitpunkt dafür gegeben, aber zumindest einige weniger schlimme. Scheißescheißescheiße! Zum Glück habe (bzw. hatte) ich gerade Geld auf dem Konto, und mein alter Computer ging mir sowieso sowas von auf den Keks – da bin ich vor drei Stunden losgegangen und habe mir einen neuen gekauft. In den, so hatte ich mir das gedacht, würde ich die alten Festplatten reinstopfen und erstmal einfach weiterarbeiten können. Und dann schraube ich das Ding auf und stelle fest, dass diese Schurken offensichtlich schon wieder irgendeine neue Schnittstellen entwickelt haben und dass ich meine alten Platten nicht angeschlossen kriege. Und das wiederum heißt, dass ich mir noch eine große externe Festplatte kaufen und jemanden finden muss, bei dem ich sie mal kurz einbauen und die Daten rüberschaufeln kann und dass ich die alten Festplatten – insgesamt immerhin 300 GByte – nicht weiter benutzen kann. Es ist doch zum Mäusemelken! Ach, was sage ich? Es ist zum MÄUSEORGELSPIELEN!
(Volker Strübing)
PS: Sorry, ich hoffe hier kommen bald auch mal wieder etwas spannendere Postings 😉