Kategorie: Sonst so

  • Alles Liebe

    Irgendwie schön:

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    Ganz in der Nähe gab es vor ner Weile noch mein Lieblingsgraffiti (-to?): „Birgit, ich mag Dich! Du bist einfach gut!“

    Und sonst? Sabine hat ein paar Bilder von uff Aabeit ins Mississippi-Blog gestellt: Was passiert im Schnitt?

    (VS)

  • Spektakeltips

    Terminator 4 kann man sich ruhig angucken. Ich empfehle aber dringend die synchronisierte Fassung. Nee, nicht die deutsche, die wir unglückseligerweise geguckt haben, sondern die thailändische oder finnische oder sonst eine, bei der man sicher sein kann, nicht ein einziges Wort zu verstehen. Oder Popcorn und Schnaps kaufen und das ganze als Festival des unfreiwilligen Humors betrachten.

    Die Actionszenen gehen in Ordnung. Wer schon Transformer und Krieg der Welten gesehen hat, erlebt freilich nichts Neues mehr und kann stattdessen eigentlich auch in den Tierpark Berlin gehen, dort am Fischteich Futter aus dem Futterautomaten ziehen, es hineinwerfen und zugucken, wie sich Babyenten und Fische darum streiten.

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    Teilweise sind die Entchen auf einem Floß aus Fischen über das Wasser gelaufen, die Fische haben laut geschmatzt und nach Luft gejapst, wenn sie oben lagen und nicht mehr tauchen konnten – was für ein Spektakel!

    Der Dingsbumsvogel widerlegt eindrücklich die weitverbreitete Ansicht, dass bunte Vögel schöne Vögel seien:

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    Einen Sekundenbruchteil später saß er auf meinem Rucksack:

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    (V.S.)

  • Wohlstandsmilchbubis

    Neulich gab es auf Spreeblick einen Artikel über die Nato, darüber, welchen Sinn sie jetzt noch hat, welche Legitimation. Unter anderem schrieb Frédéric:

    In erster Linie wird in der Nato entschieden, wer der Feind ist. Die Aussenwelt gilt immer noch als Bedrohung, und wenn ein Nato-Einsatz stattfindet, wird sich gern auf die „gemeinsamen Werte“ berufen. Dass die Erweiterung jetzt stattfindet und Frankreich sich wieder eingegliedert hat, zeigt, wohin die Reise gehen soll: die Nato will mehr Einfluss haben im Weltgeschehen.

    und später:

    Ob und inwiefern die Nato noch Sinn macht, wenn die amerikanische Hegemonie zu bröckeln beginnen wird und der vielzitierte Multilateralismus Einzug halten wird, das wird sich zeigen.

    Man könnte also sagen, die Nato dient der Aufrechterhaltung der westlichen Vormachtstellung und wird mit deren Ende überflüssig.
    Der Artikel zog allerlei Antiamerikanismus-Vorwürfe auf sich, auch die seltsame Theorie, er diene als Werbung für die re:publica, wurde aufgestellt. Will ich nüscht zu sagen, stimmt ja vielleicht beides 😉

    Bemerkenswert fand ich aber diesen Kommentar von Rustaveli:

    Wann begreifen diese westlichen Wohlstandsmilchbubis eigentlich, dass sie sich was anderes als “westliche Vormachtstellung” nicht wünschen… Herrje

    Uns geht es doch im Großen und Ganzen recht gut, und dass das so ist, liegt zu einem großen Teil eben an der ökonomischen und militärischen Vormachtstellung des Westens. Erst der wirtschaftliche Aufschwung auf Kosten der Umwelt und der armen Länder hat uns in die Position gebracht, wo wir ein großes Gewese um bürgerliche Freiheiten und Menchenrechte machen konnten. (Ich entschuldige mich für alle Vereinfachungen und Verallgemeinerungen und vor allem für das unsägliche „uns“, aber das ist keine wissenschaftliche Abhandlung, das sind bloß ein paar Gedanken nach dem ersten Kaffee.) Bei allen Träumen von einer gerechteren Welt und einer Gleichberechtigung der Nationen und Menschen, muss doch gesagt werden, das ein Leben wie wir es führen, in keinem Fall allen Menschen der Welt gewährt werden kann. Nicht nur wegen der ökologischen Folgen, nein, vor allem deshalb, weil unser Wohlstand ohne die Ausbeutung anderer Teile der Welt nicht möglich wäre. Es muss eine erste Welt geben, die die iPhones und Turnschuhe kauft und eine zweite und dritte, die sie zusammenbastelt oder -näht. (Nochmal: Entschukldigung für die Vereinfachung!) Und der reiche Teil der Welt muss in der Lage sein, seinen Reichtum und seine Einflusssphäre zu schützen und auszudehnen, schließlich sind wir zum Wachstum verurteilt.

    Gibt es die Option: „Uns soll es so gut gehen wie bisher oder noch ein bisschen besser UND die ganze Welt soll gerechter, ökologischer, friedlicher werden“? Oder muss man sich (natürlich nur ganz geheim, im Dunkeln und unter der Decke) fragen, ob man trotz aller Ideale und Träume nicht ganz zufrieden mit seinem Platz auf der Gewinnerseite ist?

    (V.S.)

  • Schöne Wörter

    In letzter Zeit ist der Schnipselfriedhof ja fast zu einem Fotoblog geworden. Darum jetzt nur Wörter; Wörter über Wörter. Über zwei Wörter. Zwei besonders schöne Wörter. Neulich ist mir aufgefallen, dass mir das Wort „Glühbirne“ sehr gefällt. Form und Funktion perfekt zusammengefasst und hübsch klingt es auch noch. Irgendwie niedlich. Solche Wörter werden ja heutzutage kaum noch hergestellt … und ausgerechnet dieses Wort ist vom Aussterben bedroht. Gäbe es nicht bessere, dringendere, effektivere Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, als das Verbot von Glühbirnen zugunsten von Energiesparlampen, deren Licht genauso kalt und unsinnlich ist, wie der Klang des Wortes?

    Außerdem liebe ich das Wort „Raucher Lounge“ (obwohl es nicht besonders gut klingt), weil hier nur ein kleines o Ursache und Wirkung voneinander trennt. Ist das Absicht?

    (Volker Strübing)

  • Keitum

    Dienstag hat es den ganzen Tag geschneit und gestürmt. Mir gefällt sowas ja.

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    Urlaub macht Spaß und Nichtstun ist gar nicht schwer. Die Ferienwohnung hat nicht nur eine Badewanne, sondern auch einen zweiten Fernseher in der Küche, das ist toll. Man darf nur nicht unbedingt immer was urst Gutes im Fernsehen sehen wollen, dann ist Fernsehen eine großartige Sache.

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    Die Nordsee ist ulkig. Sehr unzuverlässig.  Als Faustregel kann gelten: Wann immer sich der Urlauber zu einem Spaziergang am Strand entschließt, ist da kein Meer, sondern nur Modder. Sobald man sich nach ein paar Kilometern Matschstrandwanderung dazu entschließt, einen Grog zu trinken, kommt das Wasser zurück, was einem freilich nichts mehr nützt, da man sich ja entschlossen hat, den Weg zurück durchs Inselinnere zu bewältigen.

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    Das Wetter ist auch unzuverlässig. Seit gestern herrscht strahlender Sonnenschein. Eigentlich eine schöne Sache und viele mögen mich darum beneiden, aber ich gebe zwei Dinge zu bedenken: Zum ersten schmeckt der Grog viel besser, wenn man zwei Stunden durch einen Schneesturm gelaufen ist, zum anderen habe ich Montag Nacht mit Liebe, Panzertape und Mülltüte ein wunderbares Regencape für meinen Fotoapparat gebastelt, den ich jetzt gar nicht brauche!

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    Diskriminierung wird auf Sylt groß geschrieben (wie überall, wo man im Deutschunterricht aufgepasst hat):

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    Heißt es bald auch: „Das Betreten des Restaurants durch Raucher sowie das Rauchen am Tisch sind verboten“?
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    Einer der berüchtigten Sylter Strandmümmel:
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    monstzer
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    Sieht aus wie die Inspirationsquelle für die Head Crabs aus Half Life.
    Apropos Krebse. Als ich dieses Bild gesehen habe …
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    lammfleisch
    … musste ich ein bisschen an Scampis aus Krebsfleisch oder Kaviar aus Heringsrogen denken. Ich bin übrigens noch um dieses Ding rumgefahren, um zu gucken, ob da vielleicht auch noch „Gänsekeulen“ oder so steht, habe aber nur noch „Kalbsfleisch“ gefunden. Komisch, diese Inselmenschen.
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    (Volker Strübing)

  • Wenn Abtreibung Mord ist, sind Frauen, die abtreiben, Mörderinnen, oder?

    Das ist hübsch: Da haben Leute auf einer Anti-Abtreibungs-Demo die Abtreibungsgegner gefragt, wie Frauen, die illegal abtreiben, bestraft werden sollten. Schließlich ist Abtreibung doch Mord, oder?

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=iD97OVJ4PNw&eurl=http://unreasonablefaith.com/2009/01/21/how-to-stump-anti-abortionists-with-one-question/]

    Just ask them this:

    If abortion was illegal, what should be done with the women who have illegal abortions?

    Now watch their faces as the cognitive dissonance sets in. They believe abortion to be murder. Murder deserves severe punishment. Thus, women who have illegal abortions should receive severe punishment — like life in prison or the death penalty. That’s the logical conclusion.

    unreasonablefaith.com

    via: http://ovablastic.blogspot.com/

    Leider alles in Englisch und mit beschissenem Ton, aber trotzdem sehenswert. Ein schönes Beispiel (zitiert nach unreasonablefaith.com, weil ich zu faul bin, es selber zu transkribieren):

    Q: Abortion should be illegal, did you say?

    A: Yes, it should be illegal because it’s killing a human person.

    Q: And what should happen to women who have illegal abortions?

    A: … Just pray for them. I don’t think they should have to spend time in jail or anything.

    Q: So if it’s illegal, you think there should be no punishment under the law?

    A: No, I don’t think they should be punished, because the life has been taken. The crime has been done.

    Q: [But isn’t] that’s true with murder, too? Isn’t there a punishment for murder?

    A: Yes, there’s a punishment for murder because that’s taking a life.

    Q: So why shouldn’t there be a punishment for a woman who has an illegal abortion?

    A: Oh… as the other [person] said, it’s kind of between her and God. She will get her punishment in the end.

    Q: So why should it be illegal?

    A: Because it’s the taking of a life.


  • Ist Gott ein Vogelschwarm, oder was?

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    Ich verstehe das nicht. Dass sie dem Piloten danken ist klar, aber wofür danken sie Gott? Dafür, dass er ihnen einen Gänseschwarm ins Triebwerk gestopft, ihnen ein paar Minuten Todesangst eingebrockt und sie dann im eiskalten Wasser hat rumstehen lassen? Und was ist das überhaupt für ein Größenwahn, zu denken, ein Gott, der ungerührt Kriegen, Hungersnöten und Tote-Hosen-Konzerten zuguckt, würde sich ausgerechnet um das eine kleine Flugzeug, in dem man selbst sitzt kümmern? Aber darum geht es wahrscheinlich beim Glauben generell: Seinem Leben eine Bedeutung zu geben, die man nicht in sich findet. Sich aufzuwerten. Hm. Andere werden aus demselben Grund Rassisten, da sind mir die Gläubigen schon lieber.

    Falls der Eintrag ein bisschen bösartig ist, bitte ich um Nachsicht: Ich sitze in Hamburg in einem Café und aus den Boxen leiert Xavier Naidoo. Wo bist Du, Gott, wenn man Dich braucht?! Dein Name sei Oropax!

    (Volker Strübing)

  • Rückblick 2008 (Teil 3)

    Schönster just in diesem Moment entdeckter Suchbegriff, mit dem dieses Blog gefunden wurde: „Lars Christmas wer singt dieses Lied“ (Hm, vielleicht Lars?)

    Lieblingsblog: Ahne seins

    Lieblingssonnenuntergangsfoto I: China (Quingdao)

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    Lieblingssonnenuntergangsfoto II: Island

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    Verpasstes Lieblingssonnenuntergangsfoto: Tolle rotglühende Wolken hinter dem Mauerpark mit gleißendem Kunstlicht von den Flutlichtmasten des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks im Vordergrund, gesehen vom einem 4.Stock in der Schönhauser aus. Irre.

    Lieblingsweltuntergangsfoto: Spitzbergen (Pyramiden)

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    (Volker Strübing)

  • Rückblick 2008 (Teil 2) – Diese gewisse, schwer zu beschreibende Melancholie

    Lieblingsbuch: Schmidt liest Proust von Jochen Schmidt.

    Lieblingsromanzitat I: [Der Ich-Erzähler betrachtet im Ozeanarium das ausgestellte „Geschlechtsorgan eines Wals, männl.“ und sinniert:] „Er unterschied sich von meinem und auch von allen anderen Penissen, die ich bis dahin gesehen hatte. Außerdem umgab ihn diese gewisse, schwer zu beschreibende Melancholie, die abgeschnittenen Penissen eigen ist.“ (Haruki Murakami: Wilde Schafsjagd)

    Lieblingsromanzitat II: „Morgens weckt sie [die kleine Tochter, Anm. d. Vlkr.] mich, indem sie mir glucksend ihren Finger vor die Nase hält, den sie dem Geruch nach gerade im Po hatte. Aber im Grunde mache ich ja beim Schreiben auch nichts anderes mit dem Leser.“ (Jochen Schmidt: Schmidt liest Proust)

    Lieblingslied: „Es ist vorbei“ von Elis

    Lieblings-CD: „Tiki Traveling“ von Kahuna Kawentzmann. (Hier kann man reinhören und sie bei Gefallen online kaufen.)

    Lieblingsband: Robert and the Roboters

    Insgesamt habe ich dieses Jahr leider viel zu wenig Musik gehört. Von den Roboters und Kahuna Kawentzmann dafür aber um so mehr und das umso öfter und eigentlich unter doofen Umständen: Uff Arbeit. Sie haben viel Musik für Nicht der Süden beigesteuert. Und obwohl ich jetzt soooo froh bin, das wir mit dem Film durch sind, höre ich die Musik immer noch und liebe sie. Das ist doch was!

    Knappster Sprung von des argen Schnitters schwarzer Schaufel: Ein Gummibärchen eingeatmet und fast daran erstickt.

    Sich aus dem letzten Punkt ergebende Fragen: Kann ich Haribo verklagen, weil sie keinen „Achtung! Nicht inhalieren!“-Hinweis auf die Tüten drucken? Und benutzt der Tod nun eigentlich eine Sense oder eine Schippe? (Schippe würde ich sagen. Von ner Sense hätte ich nicht nochmal runterspringen können.)

    Peinlichstes Klamottenanprobefoto:

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    Bevölkerungsreichstes von mir besuchtes Land der Welt: China

    Wird fortgesetzt. Oder auch nicht!

    (Volker Strübing)

  • Rückblick 2008 (Teil 1)

    Lieblingswort: Drehschluss

    Unwort des Jahres: Befindlichkeiten

    Absurdestes Wort: Drehplan

    Überraschendste Frage: Haste Lust, in die Arktis zu fahren und einen Film zu machen?

    Schlimmstes Frühstück: Siehe hier. Und dann noch das Frühstück in jenem isländischen Hotel, bei dem ich mir einen halben Backenzahn abgebrochen habe. An einem Toastbrot. Einem ungetoasteten …

    Schönstes zufällig geschossenenes Portraitfoto:

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    2 Uhr morgens vor Spitzbergen. Eigentlich wollte ich bloß die Spiegelungen der Mitternachtssonne  fotografieren, da tauchte plötzlich Pawl, unser Skipper, in der Tür zur Brücke auf …

    Größtes von mir nicht gesehenes Landraubtier: Eisbär.

    Wird fortgesetzt, fürchte ich.

    (Volker Strübing)